Der Tote bin ich

1979

 

Filmliste Alexander von Eschwege

 

  

  

Regie

Alexander von Eschwege

Drehbuch

Gert Loschütz

Regie-Assistent

-

Vorlage

-

Produktion

WDR

Kamera

Igor Luther

Musik

Irmin Schmidt

FSK

-

Länge

103 Minuten

Filmbeschreibung

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Auszeichnung

-

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

26.09.1979

Genre

TV-Film

      

       

    

Darsteller

Rolle
Marius Müller-Westernhagen Schröder
Christiane Lemm Helga
Dietmar Mues Lenz
Anne Bennent Sylvia
Werner Eichhorn Unterschriftensammler
Grete Wurm Lisa
Maria Krasna Hedwig
Elisabeth Wiedemann Frau Ebel
Karl-Heinz Merz Herr Ebel
Hannes Kaetner Mann von gegenüber
Werner Kleusch Nachhilfeschüler
Heinz Hoenig Wolfie Baer

        

         

Inhalt

Schröder ist ein Spezialist des falschen Zeitpunkts. Genau in dem Moment, wie sich der angehende Junglehrer entschlossen hat, bei seiner Freundin Helga, einer enervierend lebenstüchtigen Cellistin, auszuziehen, und schon den Mietvertrag für seine eigene Wohnung in einem düsteren und eigentlich abbruchreifen Haus in der Vorstadt unterschrieben hat, flattert ihm ein blauer Brief ins Haus, mit der lapidaren Auskunft, es hätten sich Zweifel an seiner Verfassungstreue ergeben und man bitte ihn zu einem Gespräch am 12. des Monats. Es ist, als habe jemand in seiner eh nicht rosigen Zukunft das Licht ausgeknipst. Verwirrt durchforscht Schröder die eigene Vergangenheit nach möglichen Anlässen für derartige Zweifel. Mehr als ein paar alte Fotos aus einer fröhlich-kämpferischen Studentenzeit (mit Helga und seinem Freund Lenz bei einer Demo; pudelnass und triumphierend von einem Wasserwerfer), Flugblätter, einen von mit ihm unterschriebenen Aufruf findet er nicht. Zusätzlich beunruhigen ihn geheimnisvolle Vorgänge in seiner neuen Wohnung. Offenbar geht jemand in seiner Abwesenheit ein und aus, durchstöbert seine Sachen, badet auch in seiner Wanne und isst aus seinem Kühlschrank. Schräg gegenüber parkt ständig ein gelbes Auto mit vier Anstreichern, die niemals anstreichen, und beobachtet ihn nicht der Mann im Nachbarhaus, den er zuweilen beobachtet? Als sich schließlich auch sein Verdacht konkretisiert, dass die äußerliche Trennung von Helga nicht wie geplant ihr Verhältnis zueinander bessert, sondern ihr nur ein neues Verhältnis - womöglich mit Lenz - ermöglichen sollte, ist Schröder mit den Nerven am Ende. In dem Verhör, in dem ihm drei freundlich gelangweilte Herren eigentlich nur mitteilen wollen, dass alles ein bedauerlicher Irrtum war, verhält er sich in einer Weise, die eine Karriere als Beamter mit Sicherheit für alle Zeiten ausschließt.

(Quelle: Broschüre ARD-Fernsehspiel, Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, Jahrgänge 1977 - 1985)

 

  

  

  

  

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010