Das Ende des Regenbogens 1979
Inhalt Die
Geschichte eines 17-jährigen Trebegängers in Berlin, der von Diebstahl und
Prostitution lebt. Der Kontakt zu einer Studenten-Wohngemeinschaft scheint einen
Weg aus dem Teufelskreis zu eröffnen, doch nach wiederholten Misserfolgen fällt
der junge Mann in seine ausweglose Randexistenz zurück. In Milieuschilderung
und Darstellung um Wirklichkeitsnähe bemühter Erstlingsfilm, der repressive
soziale Mechanismen aus der Sicht der Betroffenen schildert. (Lexikon des Internationalen Films - CD-ROM)
Josef Schnelle schreibt in: film-dienst Nr. 22, 1979: "Jimmy
lebt von kleinen Diebstählen und ist 'Stricher'. Ihm gehört nur das, was er
auf dem Leib trägt. Nicht einmal einen Ausweis besitzt er. Wie der Junge in der
dem Film zugrunde liegenden authentischen Geschichte gerät er zufällig an eine
Wohngemeinschaft von Studenten. Einer von ihnen übernimmt so etwas wie eine
Vater- und Mutterrolle. Er hilft ihm, einen Ausweis zu beschaffen und versucht,
einen Job für ihn zu finden. Der aus allen herkömmlichen Bindungen entwurzelte
Jimmy hat aber große Schwierigkeiten bei den einfachsten Ordungszusammenhängen.
Die theoretischen Vorstellungen von Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe sind
für ihn viel zu abstrakt und fern. Ein Diebstahl aus der Haushaltskasse etwa, für
die Mitglieder der Wohngemeinschaft ein Sakrileg, ist für Jimmy nur die beim
Wort genommene praktische Solidarität. Für kurze Zeit bekommt er sogar einen
Job, den er aber nach wenigen Tagen wieder verliert, weil er unfähig ist, die
Kontinuität und Konzentration einzubringen, die die Tätigkeit erfordert. Nach
dem schnellen Misserfolg seines Versuches mit dem ordentlichen Leben, kommt es,
eigentlich aus einem Zufall heraus, zu einem Diebstahl mit Gewaltanwendung bei
der Großmutter seiner Freundin.
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 06/2010 |