Tatort - Duisburg-Ruhrort 

1981

 

Filmliste Hajo Gies

 

  

 

Regie

Hajo Gies

Drehbuch

Horst Vocks und Thomas Wittenburg

Produktion

Bavaria Atelier GmbH, im Auftrag des WDR

Kamera

Axel Block

Musik

-

FSK

-

Länge

97 Minuten

Sonstiges

Alle Schimanski-Fälle

Ur-/Erstaufführung

28.06.1981

Genre

TV-Krimiserie

  

  

  

Darsteller

Rolle

Götz George

Hauptkommissar Horst Schimanski

Eberhard Feik

Christian Thanner

Ulrich Matschoss

Kriminaloberrat Karl Königsberg

Michael Rastl

Jan Poppinga

Max Volker Martens

Wittinger

Barbara Focke

Lilo

Brigitte Janner

Frau Poppinga

Heinz Gierke

Herr Losse

Reinholf Olszewski

Friedrich

Hannah Ruess

Ralf Richter

Michael Lesch

Hanns Seiffert

Nate Seids

   

   

     

Inhalt  

 

Im Duisburger Hafen wird ein Toter gefunden: Heinz Petschek, Binnenschiffer. Er ist erstochen worden. Dringend der Tat verdächtig erweist sich der Schiffer Jan Poppinga (Michael Rastl), mit dessen Frau der Ermordete ein Verhältnis hatte. Kommissar Horst Schimanski (Götz George) glaubt jedoch an Poppingas Unschuld und führt die Ermittlungen zusammen mit dem Kollegen Thanner (Eberhard Feik) weiter. Es stellt sich heraus, dass Petschek kurz vor seinem Tod seinen langjährigen Arbeitsplatz verlassen und auf dem Schiff des Partikuliers Wittinger (Max Volkert Martens) angeheuert hatte. Die Gründe für diesen Wechsel liegen im Dunkeln, selbst seinen Freunden hat Petschek nichts gesagt. Sicher ist, dass Petschek Rauschgift geschmuggelt hat, aber auch diese Spur bringt die  davon erzählt. Dann wird ein zweiter Toter entdeckt: der türkische Gewerkschaftler Celik.

 
Mit dieser Tatort-Episode gab Götz George am 28. Juni 1981 seinen Einstand als Ruhrpott-Kommissar Horst Schimanski. Als "Tatort"-Kommissar ermittelte er bis 1990 in insgesamt 29 Folgen. 1997 hat George den schmuddeligen Trenchcoat für die ARD-Reihe "Schimanski" nochmal angezogen. 

  

  

Der WDR schreibt zum neuen Kommissar Horst Schimanski (Götz George): Was unseren "Kommissar" auszeichnet, ist nicht die Verwendung von Tricks oder die Gabe der Intuition. Beides kann mal funktionieren, ist aber nicht die Regel. Unser "Held", Horst Schimanski, ist kein Genie, aber auch nicht gerade ein Durchschnittstyp. Hervorstechendes Merkmal ist seine Energie. Er hat Standvermögen und Durchsetzungskraft. Gerade in aussichtslosen Fällen gibt er nicht auf. Er ist kein Freund von halben Sachen. Weil er weiß, dass ein Geständnis vor Gericht widerrufen werden kann, sucht er nach sicheren Beweisen. Aber nur ungern verlässt er sich lediglich auf Indizien. Das macht ihn seinen Kollegen und Vorgesetzten gegenüber oft schwierig. Wo diese einen Fall guten Gewissens zu den Akten legen, macht er noch weiter. Es ist nicht einfach ein Zug zum Perfektionismus oder der Wunsch, Erfolg zu haben, was ihn antreibt. Er will nur der Wahrheit auf den Grund gehen. Deshalb ist für ihn der Ausführende einer Tat nicht immer identisch mit dem wahren Schuldigen. Die Frage, ob auf Mord oder Totschlag zu erkennen ist, überlässt er nicht allein dem Gericht. Dabei will er sich gar nicht als Richter aufspielen, er möchte nur nicht zu einem Fehlurteil beitragen. Über die Gesetze hinaus interessieren ihn die Menschen. 

Er weiß, wie Verbrechen und Verbrecher zustande kommen. Obwohl der auf dem Gesetz beharrt (eines der Dinge, an die er sich hält), kann er zwischen dem großen Verbrecher und dem kleinen Ganoven unterscheiden.

Dabei sind wir bei seiner Biografie: Schimanski entstammt dem Arbeitermilieu. Geboren und zum Teil aufgewachsen ist er im Ruhrgebiet. Er hat einen einfachen Schulabschluss, machte danach eine Mechanikerlehre. Im Alter von 18/19 ging er von zu Hause fort, reiste herum. Zwei Jahre lang galt er für Freund und Verwandte regelrecht als verschollen. Wo er war und was er macht, erzählte er nie genau. In seinen Papieren gibt es darüber nur vage Hinweise. Im Alter von 21 bewirbt er sich bei der Schutzpolizei. Er macht Streifendienst, beantragt dann die Versetzung zur Kripo. Über die üblichen Kurse rückt er auf. Jetzt ist er 40, Kriminalhauptkommissar, tätig im 1. Kommissariat - Mordkommission. Er war nie verheiratet, obwohl er immer wieder mal den Versuch dazu machte. Inzwischen fehlt ihm der Mut. Er bewohnt ein Apartment, zieht aber häufig um. Manchmal hat er in Pensionen gelebt. Eigentlich, meint er, ist er auf der Straße zu Hause.

  

... zum neuen Team: 

In der polizeilichen Praxis bilden meist zwei Kommissare mit den zusätzlichen Beamten der Spurensicherung, Fahndung usw. eine Kommission für den konkreten Fall, der zu bearbeiten ist. Soweit wie möglich bleibt eine Gruppe, die sich als effizient erwiesen hat, auch zusammen. Sie handelt weitgehend selbstständig und eigenverantwortlich, wobei es wie in anderen Behörden oder Betrieben auch zu Konflikten mit der Hierarchie kommen kann. Auch innerhalb der Gruppe, besonders zwischen den Kommissaren, sind Spannungen nicht ausgeschlossen. Immerhin zielt ja die Doppelbesetzung darauf ab, dass der eine den anderen kontrolliert, zügelt, schützt und vor Fehlern bewahrt. Schimanskis wichtigster Mitarbeiter, ihm gleichgestellt, ist Hauptkommissar Christian Thanner. Leiter der Mordkommission ist Kriminaloberrat Karl Königsberg (gespielt von Ulrich Matschoss).

  

... zu Christian Thanner (alias Eberhard Feik):

Thanner stammt auch gutbürgerlichem Haus, sein Vater ist Studiendirektor in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt. An seiner Herkunft aus dem sprichwörtlich deutschen Schulmeisterhaus hat Thanner immer noch schwer zu kauen. Er ist oft gehemmter und zurückhaltender im Umgang mit Leuten als Schimanski und kann selten so spontan sein wie er gerne möchte.

Er hat das Abitur gemacht und sollte nach dem Willen des Vaters Jura studieren. Nach vier Semestern hat er sich vom elterlichen Druck freigemacht, hat das Studium aufgegeben und ist in den Polizeidienst eingetreten. Sein Aufstieg erfolgte schneller als der von Schimanski und führte mehr über Schulungskurse als über den "Fronteinsatz".

  

... zu Karl Königsberg (alias Ulrich Matschoss):

Karl Königsberg, Mitte fünfzig, verheiratet, kinderlos. Als Vorgesetzter wird er besonders respektiert, weil er es sich leisten kann, Verantwortung zu delegiere und seine Mitarbeiter selbstständig arbeiten zu lassen. Sein Verhältnis zu ihnen ist das eines Vaters oder älteren Bruders. Zu Schimanski hat er eine besondere Beziehung; er holte ihn in den Polizeidienst.

Königsberg hat keinen Karriereehrgeiz mehr, er will sich nicht ins "Abseits" befördern lassen. Er hängt mit Leib und Seele an seiner Abteilung und ist immer bemüht, Fälle, die ihn besonders interessieren, durch seine Leute bearbeiten zu lassen.

  

... zum Schauplatz Duisburg

Die Zuständigkeit einer Polizeidirektion ist normalerweise begrenzt auf den Stadtbereich, in dem sie liegt. Um diese Gegebenheit zu berücksichtigen, andererseits aber auch die unterschiedlichsten Fälle, andersartige Milieus und Tätergruppen etablieren zu können, haben wir einen Schauplatz gewählt, der vielfältige Möglichkeiten bietet. Das ist bei Duisburg der Fall. Die Stadt hat etwa 550.000 Einwohner. Sie steht in Beziehung zum Ruhrgebiet und zum Rheinland. Nicht zuletzt gibt es den Hafen, den größten Binnenhafen Europas. Bei unserer ersten Geschichte steht er denn auch im Zentrum des Geschehens.

  

 

 

   

  
  

 

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 20. Mai 2016

  

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