Götz George

(eigentlich Götz Schulz)

  

Darsteller

 

Infokasten

      

Zum 70. Geburtstag von Götz George

  

Götz George bei filmportal

    

 

 

  

 

  

  

Götz George als Danton ins "Dantons Tod", Salzburger Festspiele 1981 - Foto: VIRGINIA

Götz George als Danton in  "Dantons Tod"

Salzburger Festspiele, 1981  

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

  

Geboren am 23. Juli 1938 als zweiter Sohn des des bekannten Schauspielerehepaares Heinrich George und Berta Drews. Vater Heinrich war Intendant des Schiller-Theaters in Berlin. Nach der Lieblingsrolle seines Vaters ("Götz von Berlichingen") soll er auch seinen Vornamen erhalten haben. Nachdem Heinrich George 1946 in einen russischen Lager gestorben war, wuchsen die Brüder Jan und Götz bei der Mutter in Berlin auf.

  

Schulbesuch bis zur mittleren Reife in Berlin-Lichterfelde. Götz George stand im Alter von 11 Jahren zum erstenmal in der Rolle des Hirtenjungen in Saroyans Mein Herz ist im Hochland erstmals auf der Bühne des Berliner Hebbel-Theaters. Bei Wiedereröffnung des Berliner Schiller-Theaters 1951 spielte er als knapp 14-Jähriger bereits in Schillers "Wilhelm Tell".

   

Erste Filmrolle neben Romy Schneider in Wenn der weiße Flieder wieder blüht unter der Regie von Hans Deppe

 

Unterricht am Berliner UFA-Nachwuchsstudio von 1955 bis 1958 unter Else Bongers. Nach der Ausbildung spielte er halbjährig von 1958 bis 1963 unter Heinz Hilpert am Deutschen Theater in Göttingen. Die übrige Zeit widmete er sich seine Schauspielerkarriere bei Film und Fernsehen. In den 50er Jahren kleinere Kinorollen und 1959 kam mit dem Film Jacqueline, in dem er einen Boxer spielt, der Durchbruch und gleich ein Bundesfilmpreis. In den 60er-Jahren setzte ihn Wolfgang Staudte in seinem Film Kirmes ein, in der George einen desertierten Soldaten spielt. Außerdem wurde er einem größeren Publikum durch die Filme der Karl May-Reihe, wie z.B. Der Schatz im Silbersee und Unter Geiern bekannt.

 

Im "Neuen Deutschen Film" der 70er-Jahre konnte er kaum Fuß fassen, in dieser Zeit spielte er in zahlreichen Fernsehproduktionen mit: Derrick, Tatort, Der Alte etc. Aber 1977 holte ihn Theodor Kotulla für den Film Aus einem deutschen Leben vor die Kamera. Hier spielte er den KZ-Lagerkommandaten Franz Lang; die Rolle wurde aus der Biografie des Auschwitz-Kommandaten Rudolf Höß entnommen. 

  

Den größten Erfolg hatte George jedoch in den 80er-Jahren mit der Tatort-Reihe des WDR als Kommissar Horst Schimanski, der am 28. Juni 1981 zum erstenmal in deutschen Wohnzimmern flimmerte, in dieser Rolle kam er 29 mal zum Einsatz, vermutlich wäre so ein Polizist gar nicht tragbar gewesen, aber der Erfolg gab ihm Recht. "Schimmi" erreichte Kult-Status.

Kommentar des WDR über Schimanski und die andere Rollenverteilung im Tatort aus Duisburg.

  

Nach Beendigung seiner Schimanski-Rolle, drehte er wieder Filme, bei denen man merkte, dass er nicht nicht für eine Rolle bestimmt war. Er spielte in Carl Schenkels Abwärts (1984), in Dominik Grafs Die Katze (1987), Frank Beyers Der Bruch (1988). Vor allem aber überzeugte er in Schtonk! (1991) und Rossini (1996) von Helmut Dietl. Mir gefiel Götz George außergewöhnlich gut in Die Bubi Scholz-Story von Roland Suso Richter, wo er in einem dramatischen Porträt die Boxlegende Bubi Scholz darstellt und seine Rolle als Emporkömmling Stefan Stolze im Nachkriegsdeutschland in Das Schwein - Eine deutsche Karriere (1995), Regie: Ilse Hofmann.

  

Von 1966 bis 1976 war er mit der Schauspielerin Loni von Friedl verheiratet, aus dieser Ehe ging eine Tochter (Tanja-Nicole) hervor. Sein Bruder ist der Schauspieler Jan George.

   

2008 wurde von Torsten Körner eine Götz George-Biografie herausgegeben mit dem Titel "Götz George - Mit dem Leben gespielt", Scherz Verlag, ISBN-13: 978-3502150299.

  

Götz George dreht neuen Film >>> (Stand: 22. Juni 2009)

  

Schauspieler Götz George spielt erneut Kommissar Schimanski. Schuld und Sühne soll der Titel des Films heißen, für den die Dreharbeiten im Februar 2010 beginnen. Das Drehbuch schrieb Jürgen Werner, der auch die Schimanski-Folge Schicht im Schacht schrieb. So berichtete der WDR. (Stand 8. Jan. 2010)

  

Neue Rolle für Götz George: Er wird im neuen, zehnten Teil der ZDF-Krimireihe "Nachtschicht" (der Arbeitstitel heißt "Welt aus Eis") die Hauptrolle des wortkargen Schleusers Bruno Markowitz übernehmen. Ein Sendetermin steht noch nicht fest. (Stand: 20. April 2010).

(rk)

    

  

Ältere Literatur:

Bernd Schulz: Götz George: Schauspieler und Superstar. Lübbe (Bastei-Lübbe-Taschenbuch 61134), Bergisch Gladbach 1988, ISBN 3-404-61134-9.

Frank Becker, Frank Jaeger: Das große Schimanski-Buch. Lübbe (Bastei-Lübbe-Taschenbuch 71201), Bergisch Gladbach 1988, ISBN 3-404-71201-3.

Heiko R. Blum: Götz George: seine Filme – sein Leben. Heyne (Heyne-Bücher 32), München 1989, ISBN 3-453-86106-X.

Berndt Schulz, Petra Gallmeister: Götz George. Zsolnay, Wien 1993, ISBN 3-552-05108-2.

Heiko R. Blum: Götz George. Beruf: Schauspieler. Henschel, Berlin 2003, ISBN 3-89487-457-0.

     

  

  

Auszeichnungen (Auswahl)

1960 - Filmband in Silber (Bester Nachwuchsschauspieler) für Jacqueline

1961 - Kritikerpreis für Jacqueline

1962 - Bambi

1984 - Bambi

1985 - Deutscher Darstellerpreis für die Tatort-Serie

1985 - Filmband in Gold (Beste männliche Hauptrolle) für Abwärts

1988 - Adolf-Grimme-Preis für Tatort - Moltke

1989 - Adolf-Grimme-Preis für Der Sandmann

1991 - Goldene Kamera

1992 - Bambi

1992 - Bayerischer Fernsehpreis für Tatort - Der Fall Schimanski

1992 - Filmband in Gold (Beste männliche Hauptrolle) für Schtonk!

1994 - DIVA-Award

1995 - Bayerischer Filmpreis (Bester Darsteller) für Der Sandmann

1995 - Goldener Löwe beim Filmfestival von Venedig (Darstellerpreis) für Der Totmacher

1995 - Telestar (Bester Darsteller in einem Fernsehspiel) für Das Schwein - Eine deutsche Karriere

1996 - Adolf-Grimme-Preis (Publikumspreis) für Mein Vater

1996 - Filmband in Gold (Beste männliche Hauptrolle) für Der Totmacher

1996 - Goldener Löwe von RTL (Bester Darsteller in einem Fernsehfilm) für Der Sandmann

1998 - Goldene Romy (Beliebtester Schauspieler)

2000 - Brussels International Film Festival: Silberne Iris für Darsteller für Nichts als die Wahrheit

2001 - Goldene Kamera (Publikumspreis für die besten Tatort-Ermittler) zusammen mit Eberhard Feik

2001 - Goldene Feder für sein Lebenswerk

2003 - Bayerischer Fernsehpreis für Mein Vater

2007 - Deutscher Fernsehpreis

  

  

  

  

  

  

Fremde Links:

www.filmportal.de (über Heinrich George)

www.filmportal.de (über Götz George)

www.romy.de (Fanseite)

www.3sat.de (Film: Wenn der weiße Flieder wieder blüht)

www.3sat.de (Biografie zum 70. Geburtstag))

www.stadtarchiv.goettingen.de (über Heinz Hilpert)

www.filmportal.de (Film: Jacqueline)

www.dhm.de (über Rudolf Höß)

http://horstschimanski.info/filme.html

www.tatort-fundus.de (Die Fälle von Horst Schimanski)

www.tatort-fundus.de (Tatort - Moltke)

www.tatort-fundus.de (Tatort - Der Fall Schimanski)

www.fernsehserien.de (TV-Film: Das Schwein - Eine deutsche Karriere)

www.von-friedl.de (HP)

www.dieterwunderlich.de (Film: Der Sandmann)

www.goethe.de (Film: Mein Vater)

www.wikipedia.de (Film: Nichts als die Wahrheit)

www.deutscherfernsehpreis.de

www.prisma-online.de (Weitere Filme)

  

  

  

  

  

  

   

   

   

   

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 11.10.2009