Der Katzensteg 

1975

 

Filmliste Günter Gräwert

 

  

  

Regie

Peter Meincke

Drehbuch

Günter Gräwert

Vorlage

nach dem Roman von Hermann Sudermann

Schnitt

-

Redaktion

Wolfgang Baecker

Produktion

Deutsche Buchgemeinschaft Fernsehproduktion, im Auftrag des ZDF

Kamera

Kurt Weber

Musik

-

FSK

-

Länge

98 Minuten

Sonstiges

Fernsehspiel nach literarischer Vorlage

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

3. August 1975

Genre

Fernsehspiel

  

  

  

Darsteller

Rolle

Jan Niklas

Boleslav von Schranden

Hanna Schygulla Regine Hackelberg
Paul Dahlke Friedrich Merckel
Matthias Ponnier Felix Merckel
Heinz Moog Friedrich Götz
Charles Regnier Landrat von Krotkeim
Heinz Meier Hans Hackelberg
Claudia Rieschel Helene Götz
Christina Steiner Amalie

                  

 

 

Inhalt

Der Katzensteg, 1889 erschienen und bisher in über einer Million Exemplaren aufgelegt, begründete den Ruhm des damals 32jährigen Hermann Sudermann (1857-1928) als Romanschriftsteller, ehe er mit seinem Theaterstück "Ehre" (1890) auch als Dramatiker in Berlin eine äußerst erfolgreiche Laufbahn begann.

  

Die Handlung spielt zur Zeit der preußischen Befreiungskriege in dem ostpreußischen Dorf Schranden. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der junge Leutnant Baumgart, der zunächst von den Dorfbewohnern wegen seiner kriegerischen Heldentaten gefeiert wird. Als sich jedoch herausstellt, dass er in Wahrheit nicht Baumgart, sondern Boleslav von Schranden heißt, richtet sich gegen ihn der Hass des Dorfes, der bereits seinem Vater, dem Baron von Schranden, zum Verhängnis wurde. Dieser hatte während des Krieges über den sogenannten Katzensteg seines Schlosses mit Hilfe der Magd Regine, die offenbar auch seine Geliebte war, eine Gruppe von französischen Soldaten in den Rücken der preußischen Armee geführt.

Boleslav, nach seiner Identifizierung aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen, zieht sich auf das ausgebrannte Schloss seines Vaters zurück, wo er nur widerwillig die Anwesenheit von Regina duldet und ihre Dienstbereitschaft in Anspruch nimmt. Die anfängliche Verachtung Regine gegenüber und die zu Beginn stark ausgeprägte soziale Abstufung zwischen Herr und Magd wandeln sich langsam in eine menschliche Partnerschaft, die im krassen Gegensatz zu dem lärmenden, großsprecherischen Verhalten der Kriegsheimkehrer aus dem Dorf steht. Die immer stärker werdenden Anfeindungen von außen bewirken ein Wachsen der Zuneigung zwischen Regine und Boleslav, ein Spannungsverhältnis zwischen Außen- und Innenwelt, das den eigentlichen Reiz des Romans ausmacht und die Gestaltung der Charaktere bestimmt.

(Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, Heft 9, Seite 17-19, herausgegeben vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Informations- und Presseabteilung)

  

 

Hermann Sudermann: Geboren am 30.9.1857 in Matzicken/Ostpreußen; gestorben am 21.11.1928 in Berlin. Der Sohn eines armen Bierbrauers finanzierte das Studium der Philologie und Geschichte in Königsberg (ab 1875) und Berlin (ab 1877) als Hauslehrer. 1882 wurde er Chefredaktuer beim »Deutschen Reichsblatt«. Ab 1883 arbeitete er als freier Mitarbeiter für den »Reichsfreund«. Seit 1897 lebte er in dem später von ihm gekauften Schloß Blankensee in der Mark Brandenburg. Seit der Erstaufführung von »Die Ehre« (1889) bis etwa zur Jahrhundertwende galt er neben Gerhart Hauptmann als führender Dramatiker des deutschen Naturalismus. (Quelle: Zitiert aus Projekt Gutenberg)

 

  

  

  

  

Links fremder Seiten:

wikipedia (über Hermann Sudermann)

www.steffi-line.de (über M. Ponnier)

www.steffi-line.de (über Heinz Moog)

www.janniklas.com (HP des Künstlers)

 

 

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 23.12.2013

  

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