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Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1984 ...und ein wenig Zeitgeschichte
In der Bundesrepublik werden 75 Spielfilme und in der DDR 15 DEFA-Spielfilme gedreht. 2. Januar: Der private Programmanbieter 'RTL Plus' ist fortan im deutschsprachigen Raum über Kabel zu empfangen.
10. Januar: Das ZDF zeigt Rainer Erlers Fernsehspiel Das schöne Ende dieser Welt.
13. Januar - Bayerischer Filmpreis: - Als bester Regisseur wird Peter Schamoni (Frühlingssinfonie), als bester Darsteller Gustl Bayrhammer (Meister Eder und sein Pumuckl) ausgezeichnet. Die Preise für den Nachwuchs gehen an Anja Jaenicke, Lena Stolze, Susanne Herlet und Joachim Bernhard (Darstellung in Die Schaukel). - Die Kölner Gruppe BAP hatte ein Konzert im Rahmen der Veranstaltung "Rock für den Frieden" in der DDR abgesagt. Die Musiker wollten sich nicht auf Zensuren ihres Programms einlassen.
22. Januar - Max Ophüls-Preis: Pepermint Frieden von Marianne S. W. Rosenbaum wird in Saarbrücken mit dem Max Ophüls-Preis ausgezeichnet. Der Film handelt von den Nachkriegserlebnissen eines Mädchens in Niederbayern, für das sich Frieden mit dem Pfefferminzgeschmack von Kaugummi verbindet.
Januar - epd Film: In Frankfurt/Main erscheint die erste Ausgabe der neuen Monatszeitschrift epd Film, herausgegeben vom Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik. Die Redaktion (Wilhelm Roth, Bettina Thienhaus) verspricht im Vorwort eine "gut lesbare, kritische Filmzeitschrift", mit "Platz auch für exotische Themen".
Z 7. bis 18. Februar: Die Olympischen Winterspiele finden in Sarajevo/Jugoslawien statt. Erfolgreichste Mannschaft ist die der DDR mit neun Gold-, neun Silber- und sechs Bronzemedaillen.
17. bis 28. Februar - Berlinale: Im Wettbewerb laufen vier bundesdeutsche Filme: Das Arche Noah-Prinzip, Morgen in Alabama, Klassenverhältnisse, Das Autogramm und einer aus der DDR: Ärztinnen. Ein Silberner Bär geht an Morgen in Alabama. Deutsche Filme im Forum: u. a. Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse, Der Schlaf der Vernunft, The Basis of Make-Up, Rita Ritter, Nachruf auf eine Bestie, Tod dem Zuschauer. Eine Retrospektive ist Ernst Lubitsch gewidmet.
1. April: An diesem Tag beginnt offiziell das Satelliten-Fernsehen in der Bundesrepublik. Die Sendungen der Ludwigshafener »Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk« (PKS) werden nun via Satellit zum Münchner Pilotprojekt übertragen.
12. April: Bis zum 20.4. strahlt das ZDF die dreiteilige Fernsehfassung des Films Der Zauberberg von Hans W. Geißendörfer aus, der - in Anlehnung an den gleichnamigen Roman von Thomas Mann - in Zusammenarbeit von ZDF und ORF entstanden ist.
Z 12. April: Die umstrittene Startbahn-West des Frankfurter Flughafens wird in Betrieb genommen. Am 14. April kommt es am Flughafen und in der Frankfurter Innenstadt erneut zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei
22. Mai: Der ARD-Vorsitzende, NDR-Intendant Friedrich Wilhelm Räuker, übermittelt den Regierungschefs der Länder die Vorstellungen der ARD zur Nutzung von Satellitenkapazitäten. U. a. sieht das Konzept die Ausstrahlung eines deutschsprachigen Fernsehprogramms vor, das als ein Kulturprogramm für Europa unter der Bezeichnung EINS PLUS gestaltet werden soll.
23. Mai - Goldene Palme für Wenders: Bei den Filmfestspielen in Cannes gewinnt Paris, Texas die Goldene Palme. Weil es Streitereien um das Verleihkonzept gibt, kommt der Film erst im Januar 1985 in westdeutsche Kinos.
Z 23. Mai: Als Nachfolger von Karl Carstens wird Richard von Weizsäcker wird mit großer Mehrheit zum 6. Bundespräsidenten gewählt. Weitere Stationen von Weizsäckers >>>
7. Juni: In Frankfurt/Main wird am Schaumainkai das "Deutsche Filmmuseum" eröffnet.
23. Juni - Deutscher Filmpreis: Bei der Filmpreisvergabe durch Innenminister Zimmermann bleibt die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Das Filmband in Gohld geht an Wo die grünen Ameisen träumen (Herzog), Filmbänder in Silber erhalten Kehraus (Hanns Christian Müller), White Star (Roland Klick), Morgen in Alabama (Norbert Kückelmann), Der Versuch zu leben (Johann Feindt) und Marlene (Maximilian Schell).
Z 24. Juni: Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff (FDP) tritt wegen der Flick-Parteispenden-Affäre von seinem Amt zurück.
Juni: Im Münchner Verlag 'edition text + kritik' erscheint die erste Lieferung des Filmlexikons "CineGraph", herausgegeben von Hans-Michael Bock. Die Loseblattsammlung entwickelt sich zum bedeutendsten Kompendium deutscher Filmgeschichtsschreibung.
Z 23. Juni: Gustav "Bubi" Scholz, bekannter deutscher Boxer, wird unter dem Verdacht verhaftet, seine Frau unter Alkoholeinfluss erschossen zu haben. Weitere Informationen >>>
Z 12. Juli: An diesem Tag wird München und die östliche Umgebung von einem furchtbaren Hagel-Unwetter heimgesucht. Es wurden 300 verletzte Menschen und ca. 1,5 Milliarden Euro an Autos, Gebäuden und anderen Gegenständen beklagt.
Z 28. Juli - 12. August: Die Olympischen Sommerspiele finden in Los Angeles/USA statt. Erstmals werden die Spiele gänzlich von der Privatwirtschaft finanziert. Mit Ausnahme Rumäniens sagen alle Ostblock-Staaten die Teilnahme ab, weil die Sicherheit der Sportler nicht gewährleistet sei. Inoffiziell wird das Ausbleiben als Revanche für den Boykott der Olympischen Spiele in Moskau 1980 gewertet. (Quelle: hdg.de)
Z 1. August: Das Anlegen von Sicherheitsgurten im Auto wird in der Bundesrepublik Pflicht. Wer sich bei der Autofahrt nicht angurtet, kann mit einem Bußgeld rechnen.
Z 11. August: Ein Scherz während einer Mikrofonprobe des US-Präsidenten Ronald Reagan sorgte weltweit für Aufregung. Lapidar sagte er während eines Mikrophontests kurz vor einer Radiosendung: "My fellow Americans, I'm pleased to tell you today that I've signed legislation that will outlaw Russia forever. We begin bombing in five minutes." ("Liebe amerikanische Mitbürger, ich habe gerade ein Gesetz unterzeichnet, das Russland für immer vogelfrei erklärt. Die Bombardierung Russlands beginnt in fünf Minuten." Diese Sätze lösten eine schwere diplomatische Krise aus und führten weltweit zu heftiger Kritik. (Info aus wikipedia)
16. September - 24. Oktober: ARD-Ausstrahlung der Serie Heimat - Eine Chronik in elf Teilen (WDR, SFB) jeweils sonntags und mittwochs ab 20.15 Uhr. Im Durchschnitt werden neun Millionen Zuschauer erreicht, insgesamt haben 25 Millionen Zuschauer eine oder mehrere Folgen von »Heimat« gesehen. In etlichen Fernsehsendungen wird über die Dreharbeiten zu »Heimat« informiert.
Z 22. September: In Verdun gedenken der französische Staatspräsidnet François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl gemeinsam der Menschen, die in beiden Weltkriegen umgekommen sind. Während die Nationalhymnen erklingen, stehen die beiden Staatsmänner minutenlang Hand in Hand, um die Verbundenheit der beiden Staaten zu zeigen.
17. September: Ausstrahlungsbeginn der Serie Die Wiesingers (BR) von Leopold Ahlsen in der Regie von Bernd Fischerauer.
1. Oktober: Das ARD-Fernsehgemeinschaftsprogramm heißt nun »Erstes Deutsches Fernsehen«.
Z 25. Oktober: Nachdem der Verdacht aufkommt, Rainer Barzel, derzeitiger Bundestagspräsident, stehe in Zusammenhang mit der Flick-Parteispendenaffäre, tritt er von seinem Amt zurück.
26./27. Oktober - Hofer Filmtage: Bundesdeutsche Premiere des Wim Wenders-Films Paris, Texas. Da die Konflikte zwischen Produktion und Verleih noch nicht gelöst sind, handelt es sich um eine Vorabaufführung. Sie stellt die anderen neuen deutschen Filme deutlich in den Schatten. Nur zwei alte Filme finden Anerkennung: Liliom (Fritz Lang, 1935) und City Girl (Friedrich Wilhelm Murnau, 1930.
Z 31. Oktober: Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi (geb.1917) wird von zwei Mitgliedern ihrer Leibwache erschossen. Die Täter gehören der Religionsgemeinschaft der Sikhs an, deren Nationalheiligtum, der Goldene Tempel in Amritsar, am 5./6. Juni von Regierungstruppen erstürmt worden war. (Quelle: hdg.de)
Z 1. November: Die ARD sendet eine Diskussionsrunde zur Parteispenden-Affäre (Flick).
1. Dezember: Start des Programms von 3sat mit der Sendung »Das ist 3sat«, die aus dem 3sat-Studio im ZDF-Sendezentrum Mainz kommt, moderiert von Vertretern der drei Anstalten ZDF/ORF/SRG.
15. Dezember: Zum letzten Mal moderiert Dieter Thomas Heck die Hitparade im ZDF.
S o n s t i g e s - Dominik Graf dreht nach einem Drehbuch von Christoph Fromm den Film Treffer.
- Bei den Filmfestspielen in Venedig bekommt Krzysztof Zanussi für Ein Jahr der ruhenden Sonne einen Goldenen Löwen.
- Dem Franzosen Luc Montagnier gelingt die genetische Entschlüsselung des AIDS-Erregers HIV; er schafft damit die Grundlage für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Immunschwäche-Krankheit. Die Ende der 70er Jahre erstmals in den USA registrierte Krankheit AIDS (Acquired Immune Deficience Syndrome/Erworbenes Immundefekt-Syndrom) wird durch Blut und Körperflüssigkeiten wie Sperma und Scheidenflüssigkeit übertragen. (Quelle: hdg.de)
- Die in München ansässigen ZÜNDAPP-Werke werden insolvent für 16 Millionen DM an China verkauft.
L i t e r a t u r "Reclams deutsches Filmlexikon", Herbert Holba/Günter Knorr/Peter Spiegel, Stuttgart: Philipp Reclam jr. 461 Seiten. "Schwarzenberg" - Roman von Stefan Heym. "Polninken
oder Eine deutsche Liebe" - Roman von Arno Surminski.
E i n i g e F i l m e d e s J a h r e s
(R: Jean-Marie Straub) Nach dem Romanfragment 'Der Verschollene' von Franz Kafka. Mit u.a. Alfred Edel, Christian Heinisch, Libgart Schwarz und Mario Adorf. Ein 16jähriger Deutscher macht bei einer Odyssee durch Amerika gesellschaftliche Erfahrungen.
(R, DA: Wolfgang Petersen) Nach dem Roman von Michael Ende. Die Leselust entführt einen Schuljungen in die Fantasiewelt eines Buches. Er wendet auf einer abenteuerlichen Reise von einem Land der Wünsche und Hoffnungen drohendes Unheil ab und errettet dessen kindliche Kaiserin. Die Verfilmung eines Bestsellers, dessen Autor mit dem Ergebnis nicht einverstanden ist. Der Erfolg des Films gab den Produzenten Bernd Eichinger und Dieter Geissler Recht, es strömten 4,6 Millionen Besucher in der Bundesrepublik an die Kinokassen.
(R, DA: Wim Wenders) Aus der Amazon-Redaktion: "Aus der texanischen Wüste schleppt sich halb verdurstet ein Mann, Harry Dean Stanton, ohne Erinnerung und Sprache. Dorfbewohner finden in seinen Kleidern eine Visitenkarte mit der Telefonnummer seines Bruders aus Los Angeles. Bruder Walt macht sich auf den Weg, Travis die Rückkehr in die bürgerliche Welt zu ermöglichen. Travis wird von Walt aufgenommen. Sein Gedächtnis kehrt langsam zurück. Zusammen mit seinem 7-jährigen Sohn begibt er sich auf die Suche nach dessen seit Jahren verschollener Mutter, Travis' Frau (gespielt von Nastassja Kinski). Er hofft, seine zerbrochene Familie wieder zusammenführen zu können. Jedoch ist die leidvolle Vergangenheit seiner Ehe noch nicht verarbeitet. Wim Wenders lässt sich bei dieser Familientragödie viel Zeit. Paris, Texas ist ein ruhiger Film mit viel Tiefgang. Auf die sensible Darstellung der Charaktere legt Wenders seinen Schwerpunkt. Der Film sucht nach den Wurzeln der Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau, ohne das Ziel zu verfolgen, einfache Lösungen zu liefern. Die Tragödie nimmt ihren Lauf, allein die Erkenntnis sich selbst besser zu verstehen, verspricht Hoffung. Die Stilmittel des Deutschen Autorenfilms passend in einem amerikanischen Roadmovie zu verwenden, ist Wenders geglückt. Das Panorama der nordamerikanischen Wüste und die vielen stillen Momente verleihen der glaubhaft menschlichen Geschichte eine beeindruckende mythische Dimension."
(R, DA: Edgar Reitz)
(R, DA: Rolf Schübel) In
der Öffentlichkeit der 60er Jahre galt Jürgen Bartsch, mehrfacher Kindermörder,
als Bestie schlechthin. Nach seiner Verhaftung 1966 überredete man ihn, den
Verzweifelten, zu einer gefährlichen Operation, die ihn allen Ernstes von
seinen Trieben befreien sollte, ihn jedoch das Leben kostete und letzten Endes
nichts anderes war als eine Hinrichtung. Ausgezeichnete Dokumentation, in der
Kritiker der Vorgänge und auch Bartsch selbst zu Wort kommen. Prozess, Der ... R, DA, Dok, 3 Teile, 1976-1984 (Dokumentation: Eberhard
Fechner) Das 'Unternehmen Erntefest' war eine der spektakulärsten Mordaktionen im tödlichen Alltag des Lagers. Am 3. November 1943 erschossen SS- und Polizei-Einheiten innerhalb von elf Stunden etwa 17.000 Juden. Am 30. Juni 1981 sprach das Gericht sein Urteil über die Schuld der Angeklagten an diesen Verbrechen. Von den ursprünglich 15 Beschuldigten war eine während des Prozesses gestorben, ein Verfahren wurde eingestellt, fünf Angeklagte wurden freigesprochen, acht von ihnen zu Haftstrafen zwischen drei Jahren und lebenslänglich verurteilt. Erst als das Bundesgericht in Karlsruhe im Juni 1984 die Revisionsanträge zurückwies, fand der längste Strafprozess in der Geschichte der Bundesrepublik sein Ende. (Quelle: NDR Filmlexikon)
(R, DA: Ula Stöckl) Psychodrama einer Ärztin in Berlin, betont eigenwillig erzählt.
(R, DA, Ka und Schnitt: Vlado Kristl) Experimentelles Pamphlet. 102 Minuten.
(R, DA: Roland Emmerich, Regiedebüt) Im Jahre 1997 ist die Kontrolle des Wetters möglich und die Technologie befindet sich an Bord der Raumstation Florida Arklab. Das Militär möchte diese Technik nutzen, um einen Konflikt siegreich zu lösen. Die beiden Astronauten Hayes und Thompson versuchen dies zu verhindern. Nach der Sabotage des Systems werden zwei andere Astronauten an Bord der Raumstation gebracht und es kommt zu einem Kampf über die Kontrolle der Technologie. (Quelle: wikipedia.de) Darsteller: u.a. Richy Müller, Franz Buchrieser
(R, DA: Volker Schlöndorff) Literaturverfilmung. Liebesgeschichte eines Lebemanns und einer Kokotte. Nach einem Kapitel des Buches Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Marcel Proust.
(R, DA: Norbert Kückelmann) Politdrama um einen liberalen Rechtsanwalt, der Einblicke gewinnt in die rechtsterroristische Szene, ohne damit etwas ausrichten zu können. Darsteller: u.a. Maximilian Schell, Lena Stolze, Wolfgang Kieling
Marlene (Doku: Maximilian Schell) Toninterview mit Fotos und Filmausschnitten. Marlene Dietrich wollte nicht mehr vor die Kamera treten.
(R, DA: Carl Schenkel) Ein Super-Psycho-Action Thriller von internationalem Niveau. Hier braucht man Nerven wie Drahtseile. Und selbst die können reißen! Freitagabend in einem Bürohaus. Vier Menschen treffen im Expressaufzug aufeinander. Sekunden später sind sie Gefangene, mehr als hundert Meter über dem Boden, eingesperrt auf wenige Quadratmeter. Enge, Psychoterror, Angst! - Während die naht, entscheiden sich Schicksale. Doch einer wird der Falle nicht entkommen. (Quelle: Amazon)
(R, DA: Werner Herzog) Eine Parabel über die Zerstörung von Kultur. Australische Ureinwohner glauben an den Mythos der grünen Ameisen, die ihnen Kunde vom Feuer brachten. Sie sind Hüter der Kultstätten der Ameisen und Bewahrer der Träume. Aborigines besetzen einen heiligen Platz in der Wüste, wo Bulldozer der Uran Mining Company mit Erdräumarbeiten beginnen. Vor Gericht finden die unbequemen "Wilden" kein Verständnis, ihr heiliges Gebiet wird zerstört, die Traumzeit unterliegt der Ökonomie. Man trickst die Aborigines mit einem Flugzeug (Todesvogel) aus, der hinter den Bergen zerschellt. (Quelle: Amazon)
(R: Lothar Warnecke) Die Geschichte einer Beziehung zwischen Sibylle, Kantinenwirtin, und Harald, beide Ende dreißig. Sie haben sich entschieden, zusammen zu leben, aber an diversen Motiven und Ansprüchen scheitert die Beziehung. Nach ihrer Trennung, die unausweichlich erscheint, merken sie, dass sie sich fehlen und nicht ohne einander sein wollen. Glaubhaftes Spiel von Jörg Gudzuhn und Christina Schorn.
B R A V O - O T T O - Leserwahl 1984 Kategorie männliche Filmstars: Gold Harrison Ford, Silber Noah Hathaway, Bronze Kevin Bacon Kategorie weibliche Filmstars: Gold Tami Stronach, Silber Jennifer Beals, Bronze Lori Singer Kategorie Beat-Gruppen: Gold Nena und Band, Silber Duran Duran, Bronze Wham! Kategorie Sänger: Gold Limahl, Silber George Michael, Bronze Shakin' Stevens Kategorie Sängerinnen: Gold Kim Wilde, Silber Cyndi Lauper, Bronze Tina Turner Kategorie TV-Stars weiblich: Gold Stefanie Powers, Silber Priscilla Presley, Bronze Heather Locklear Kategorie TV-Stars männlich: Gold Tom Selleck, Silber John James, Bronze Michael Praed Kategorie Sportler: Gold Karl-Heinz Rummenigge, Silber Michael Groß, Bronze Toni Schumacher
B
a m b i - S i e g e r Folgende Künstler erhielten den Filmpreis BAMBI >>>. U.a. waren es Karlheinz Böhm, Bernd Eichinger, Götz George, Thomas Gottschalk, Gitte Haenning, Anja Jaenicke, Udo Jürgens, Dieter Kronzucker, Mike Krüger, Manfred Krug, Pamela Sue Martin, Ulrike Meyfarth, Giorgio Moroder, Wolfgang Peng, Wolfgang Petersen, Friedrich Wilhelm Räuker, Heinz Rühmann, Hanna Schygulla, Bernhard Vogel, Peter Weck, Thekla Carola Wied, David Wolper, Peter Angerer.
G O L D E N E K A M E R A Folgende Künstler bekamen die "Goldene Kamera" von HörZu 1984 >>>
M U S I K Die Band "Bon Jovi" wird gegründet. "Modern Talking", bestehend aus Dieter Bohlen und Thomas Anders, wird gegründet. Die Band "New Kids On The Block" wird gegründet. Der amerikanischen Band "Foreigner" gelingt mit "I Want To Know What Love Is" eine der schönsten Rockballaden
Schlager- und Pophits des Jahres 1984 Big in Japan - Alphaville I Just Called To Say I Love You - Stevie Wonder Self Control - Laura Branigan Such a Shame - Talk Talk Relax - Frankie Goes To Hollywood Jenseits von Eden - Nino de Angelo Send Me An Angel - Real Life Never Ending Story - Limahl
G e b u r t s t a g e 07.01. Max Riemelt, Schauspieler 13.01. Michael Ginsburg, Schauspieler 15.01. Julia Palmer-Stoll, Schauspielerin 16.03. Sebastian Schwarz, Schauspieler 02.07. Julie Engelbrecht, Schauspielerin 01.08. Bastian Schweinsteiger, Fußballspieler 26.09. Thore Schölermann, Schauspieler
G e s t o r b e n
19. Januar: Wolfgang Staudte Regisseur, Drehbuchautor. Wolfgang Staudte bekommt am 31. Januar posthum den Helmut Käutner-Preis verliehen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird an Personen vergeben, die "durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützt und beeinflusst, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben". (Quelle: wikipedia)
Schauspielerin
Leny Marenbach, auch Leni Marenbach, wird am 20.12.1907 in Essen geboren (andere Angaben 1916). Ihr Filmdebüt hatte sie im Schauspielhaus Essen, wo sie u.a. das Klärchen in "Egmont" und die Luise in "Kabale und Liebe" spielte. Weitere Theaterstationen waren Zürich, Darmstadt, Theater in der Josefstadt und Münchner Kammerspiele. Im Kino konnte man sie mit Heinz Rühmann sehen, z.B. in Wenn wir alle Engel wären und Der Mustergatte. 1940 spielte sie an der Seite von Hans Söhnker in Helmut Käutners Komödie Frau nach Maß. Weitere Filme: Irrtum des Herzens (1939), Wie sagen wir es unseren Kindern (1945), Das war mein Leben (1944), Die große Nummer (1942). In ihren Rollen überzeugte sie vor allem durch ihre Natürlichkeit und begeisterte damit besonders in den Filmen der dreißiger und vierziger Jahren das Publikum. Nach dem Zweiten Weltkrieg schwand ihre Popularität. Leny Marenbach erhielt vereinzelt Filmrollen bei der DEFA und spielte Theater, vor allem in Berlin. Sie war kurzzeitig mit dem Kameramann Walter Pindter verheiratet und hatte zusammen mit ihm einen Sohn. Sie ruht auf dem Waldfriedhof Dahlem. (Quelle: wikipedia)
23. Februar: Walter Jokisch, Schauspieler
12. März: Heinz Oskar Wuttig, deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor.
5. April: Herbert Fleischmann, Schauspieler
10. April: Willy Semmelrogge, Schauspieler
15. Juli: Magdalena Montezuma, Schauspielerin Richtiger Name: Erika Kluge. Spielte in Filmen mit Rosa von Praunheim, Fassbinder, Elfi Mikesch und vor allem Werner Schroeter.
5. August: Hertha Thiele, Schauspielerin Tochter eines Schlossermeisters. Theaterdebüt 1927 am Leipziger Schauspielhaus, Filmdebüt 1931 (Mädchen in Uniform), darauf engagiert sie die "Prometheus-Film" für ein Jahr und drei Filme; einer dieser Filme kam zustande: Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?. Dort spielt sie neben Ernst Busch die Tochter einer kleinbürgerlichen Familie. Immerhin zeigt Hertha Thiele als Anni Eigeninitiative und Persönlichkeit und tritt damit dem plakativen Typ des 'sauberen Mädels an der Seite linker Genossen' entgegen. "Ich habe damals meinen persönlichen Zustand gespielt. Ich war nicht in der Partei, ich war links eingestellt, aber ich war nicht geformt." (Thiele, 1983). Neben der Filmarbeit spielt sie weiterhin Theater. 1933 lehnt sie ein Angebot ab, im Nazi-Propagandafilm Hans Westmar - Einer von vielen mitzuwirken, aus diesen und anderen Gründen ("Ich bekam einen Prozess wegen meiner Beziehung zu Kommunisten und Juden", T. 1981) wird sie 1936 aus der "Reichstheater- und Filmkammer" ausgeschlossen. Sie emigriert 1937 in die Schweiz und nimmt auch niedrige Arbeiten an, um sich durchzuschlagen. 1942 kann sie am Berner Staatstheater unterkommen. Sie heiratet einen Schweizer, 1949 geht sie mit ihm in die DDR. Nach beruflichem Scheitern kehrt sie in die Schweiz zurück und arbeitet als Schwester in der Psychiatrie. 1966 Rückkehr in die DDR, sie kann sich an den Bühnen von Magdeburg und Leipzig etablieren, zwischen 1968 und 1979 ist sie auch Ensemblemitglied des Deutschen Fernsehfunks. 1975 dreht das DDR-Fernsehen über sie das Filmporträt "Das Herz auf der linken Seite". Ihr Film-Comeback im Westen scheitert, 1983 ist eine Exil-Retrospektive deutscher Schauspieler bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin auch T. gewidmet. Sie war in den 30er Jahren mit dem Schauspieler Heinz Klingenberg verheiratet. (Weitere Informationen bei www.steffi-line.de) (Quelle: Einige Informationen aus wikipedia)
21. August: Wolfgang Schleif, Regisseur
23. Oktober: Oskar Werner, Schauspieler
14. November: Alexander Hegarth, Schauspieler
24. November: Paul Dahlke, Schauspieler Paul Dahlke wurde am 12. April 1904 in Streitz/Pommern geboren. Er wuchs in Köln auf und ging später in Dortmund zur Schule. Nach dem Abitur 1922 arbeitete er zunächst auf der Zeche Dorstfeld. Nach einer Ausbildung an der Bergakademie in Clausthal-Zellerfeld absolvierte er danach ein Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften in Berlin. Anschließend besuchte er dort von 1927-1928 die Max Reinhardt-Schule. 1929 erhielt er sein erstes Engagement an den Saitenburg-Bühnen und spielte danach an diversen Theatern in Berlin. Ab 1931 erhielt er große Rollen am Deutschen Theater, an der Volksbühne bei Heinz Hilpert und von 1946-1949 an den von Erich Engel geleiteten Münchner Kammerspielen. Seine erste Filmrolle hatte er 1934 als Gouverneur in Hilperts Liebe, Tod und Teufel. In Erinnerung bleiben Es war eine rauschende Ballnacht, wo er die Rolle des Musikverlegers Iwan Cäsarowitsch Glykow übernimmt, Helmut Käutners Romanze in Moll an der Seite von Marianne Hoppe und Das fliegende Klassenzimmer. Ab 1960 profitierte das Fernsehen von seinen Fähigkeiten, z.B. spielte er den Schiffseigner Jakob Wilde in der TV-Serie MS Franziska in der Regie von Wolfgang Staudte. Kurze Inhaltsangabe dieser beliebten Serie: "Das Motorschiff 'MS Franziska' und sein Besitzer Jakob Wilde sind beide in die Jahre gekommen. Wilde betreibt zusammen mit Sohn und Schwiegertochter mitsamt Enkelkindern dieses Schiff als unabhängiger Schiffseigner, sogenannter Partikulier, ein nur mühsam rentabel zu haltendes Frachtgeschäft von Basel bis Rotterdam. Der alte Kahn verschlingt teure Reparaturen und vor allem billiger arbeitende große Binnenreedereien mit modernen Schulschiffen machen es Wilde von Tag zu Tag schwerer, gegen die übermächtige Konkurrenz zu bestehen, bis er schließlich nach einer riskanten Nebelfahrt, die er aus purer Not angenommen hat, einen Unfall provoziert und endlich auf Freunde und Verwandte hört, die Franziska verschrottet und in den verdienten Ruhestand geht." (Quelle: SWR Media Services)
18. Dezember: Rudolf Platte (Rudolf Antonius Heinrich Platte, Schauspieler) Rudolf Platte wurde am 12. Februar 1904 in Dortmund-Hörde geboren. Die frühen Jahre seiner Kindheit müssen glücklich gewesen sein, denn der Wahl-Berliner kehrte später oft ins Ruhrgebiet zurück. 1980 ernannte die Stadt Dortmund ihren berühmten Sohn, der seine Alkoholsucht erfolgreich bekämpft hatte, zum Ehrenbraumeister. Schon auf der Schulbühne fiel Rudolf Plattes Begabung auf. Nach dem Abitur ging er gegen den Wunsch seiner Eltern zum Theater, nahm Schauspielunterricht und debütierte 1925 als Shylock im Kaufmann von Venedig auf der "Düsseldorfer Freilichtbühne". Bald folgten Engagements in Bad Harzburg, Hildesheim, Wuppertal und Breslau. 1927 kam er nach Berlin. Zunächst spielte er ernste Rollen, bis Werner Finck seine Begabung zum Komiker entdeckte und mit ihm das politische Kabarett "Die Katakombe" gründete. Platte trat dort regelmäßig auf, bis das Theater 1935 von Goebbels geschlossen wurde. 1929 drehte er seinen ersten Film. In den 30er Jahren avancierte er zu einem populären Nebendarsteller in Filmen wie Hitlerjunge Quex, Liebe, Tod und Teufel und - an der Seite von Heinz Rühmann - So ein Flegel. Nach dem Krieg leitete er von 1946 bis 1947 das Theater am Schiffbauerdamm. Ab Anfang der 50er Jahre spielte er auch wieder in zahlreichen Filmkomödien mit, was ihm bald den Ruf eines Klamaukdarstellers eintrug. Der große Durchbruch zum Charakterschauspieler gelang ihm 1960 in der Titelrolle der TV-Verfilmung von Zuckmayers Hauptmann von Köpenick (Anmerkung: Dieses Stück gefiel mir viel besser als der viel bekanntere Film mit Heinz Rühmann, rk).
Zur selben Zeit begann er am Berliner Hebbel-Theater eine neue Karriere als Volksschauspieler. In den nächsten Jahren brillierte er in Stücken wie Gespenster, Das Fenster zum Flur, Das Geld liegt auf der Bank, Raub der Sabinerinnen und Das Lied der Grille. Auch im Fernsehen war er immer häufiger zu sehen. Einer seiner letzten Kinofilme war Fassbinders Die Sehnsucht der Veronika Voss, in dem er einen vom Holocaust traumatisierten, morphiumsüchtigen Juden mimte. Für seine Arbeit wurde Rudolf Platte mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse, der Ernst- Reuter-Plakette in Silber, dem Filmband in Gold und dem Ehrenring seiner Heimatstadt Dortmund. Am 18. Dezember 1984 starb er im Alter
von 80 Jahren in Berlin, nur wenige Tage nach dem Tod seiner Frau Georgia
Lind, die er 1942 geheiratet hatte. Die Ehe wurde ein Jahr später wieder
geschieden, doch 1953 heirateten die beiden nochmals und blieben bis zu ihrem
Tod unzertrennlich.
Von hier aus sind folgende Webseiten zu erreichen:
Einige Filme, die auf dieser Seite erwähnt werden (...und bei Amazon bestellt werden können)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet am 1.1.2012
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