Mitläufer

1984/85

 

Filmliste Eberhard Itzenplitz

 

  

  

Regie

Eberhard Itzenplitz / Erwin Leiser

Drehbuch

Oliver Storz / Erwin Leiser

Regie-Assistent

-

Vorlage

-

Produktion

EML / ZDF

Kamera

Gérard Vandenberg, Jochen Radermacher

Musik

-

FSK

Empfehlung: ab 14 Jahre

Länge

ca. 100 Minuten

Filmbeschreibung

clubfilmothek

Auszeichnung

-

FBW-Bewertung

Besonders wertvoll

Ur-/Erstaufführung

Erstausstrahlung ZDF 7.6.1985

Genre

Fernsehfilm mit dokumentarischen Elementen

      

      

  

Darsteller

Rolle
Armin Mueller-Stahl
Karin Baal
Gottfried John
Horst Bollmann
Edith Teichmann
Lisi Mangold
Regina Lemnitz
Witta Pohl
Hans Häckermann
Eva-Maria Bauer

                

  

Inhalt

  

Szenefoto aus der Episode "Der Zinnsoldat" mit Gottfried John (Foto: ZDF)

Mischung aus Wochenschaufragmenten und Spielfilmszenen, die den Alltag einfacher Menschen im Dritten Reich porträtieren soll. Der bemerkenswerte Versuch, sich der Wirklichkeit aufklärerisch zu nähern, überzeugt in der Montage und Kommentierung, während die Spielfilmszenen nur bedingt die Abhängigkeit der Menschen vom "alltäglichen Faschismus" verdeutlichen. Insgesamt jedoch beeindruckend und zur Diskussion anregend.  

(... schreibt das Lexikon des Internationalen Films - CD-ROM)

 

Zehn Episoden zeigen Verhaltensweisen von Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus auf und geben dem Zuschauer die Möglichkeit, eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen.

 

"Der Brand": Eine Arbeiterfrau ist froh, dass ihr Mann nicht "organisiert" ist. Arzt und Jurist diskutieren, ob sie bald zwischen "braunem" und "rotem" Blinddarm unterscheiden müssen.

 

"Der Zug der Zeit": Ein Landwirt erklärt, dass es opportun sei, in die Reiter-SA einzutreten. Seine Verlobte versucht ihn davon abzuhalten.

 

"Der Zinnsoldat": Ein am Boykott jüdischer Geschäfte beteiligter SA-Mann belehrt seine Familie, dass man im Dienst nicht als Mensch handele, sondern seine Pflicht erfülle.

 

"Nachhilfe-Unterricht": Ein Oberamtsgerichtsrat "erklärt" einem Untergebenen, dass man am 1. Mai mitzumarschieren habe, statt Hausmusik zu treiben.

 

"Mit der Zeit gehen": Eine Putzfrau wird nach der Reichskristallnacht aufgefordert, nicht mehr bei Juden den Dreck wegzuräumen.

 

"In der Schlange": Zwei Hausfrauen sprechen über eine Nachbarin, die wegen Abhörens des Feindsenders verschwunden ist bzw. abgeholt wurde.

 

"Trauer": Eltern formulieren die Todesanzeige für den gefallenen Sohn. Die Frau zweifelt an den gängigen Formulierungen.

 

"Humor": Ein "Volksgenosse" muntert im Luftschutzkeller die anderen mit Alkohol und Witzen auf und erregt das Missfallen des Luftschutzwartes.

 

"Der Eisenbahner": Ein Lokführer verdirbt die Weihnachtsstimmung, als er seiner Frau erzählt, dass er KZ-Transporte fährt.

 

"Der Eid": Zwei blutjunge Soldaten (Schüler) überlegen in den letzten Kriegstagen, was die Vereidigung für sie bedeutet und wie sie sich ihr entziehen können.

  

 

 

  

  

  

  


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: August 2010