Gottfried John

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Gottfried John bei filmportal

   

  

  

  

 

Gottfried John und Dustin Hoffmann - Foto: Christian Behring - mit seiner freundlichen Erlaubnis

Gottfried John, hier mit Dustin Hoffman

(Deutschland-Premiere des Animations-Films "Kung Fu Panda"

am 23. Juni 2008 im Sony-Center am Potsdamer Platz, Berlin)

(Foto: Christian Behring)

    

Geboren am 29. August 1942 in Berlin. 

  

Der Vater ist unbekannt. Während des Krieges werden Mutter und Sohn nach Ostpreußen evakuiert. Seine Jugendjahre verbringt er in Paris. Dort verdient er sich u.a. mit Straßenmalerei sein Geld. 1962 kommen beide wieder nach Berlin. Dort möchte er eine Schauspielausbildung am Max Reinhardt-Seminar versuchen, was leider ohne Erfolg bleibt, weil ihn diese Schauspielschule nicht aufnehmen will. Daher nimmt er privat Unterricht bei Marliese Ludwig. Während der Ausbildung gab er am Berliner Schillertheater bereits sein Debüt. 1963 geht er an die Landesbühne Hannover. Mitte der 60er-Jahre etwa trifft er den Regisseur Hans Neuenfels. Dieser inszeniert Handkes Stück "Publikumsbeschimpfung" und es wird für beide ein großer Erfolg an den Städt. Bühnen Krefeld-Mönchengladbach. Er spielt an der Freien Volksbühne Berlin den Bruno Mechelke in Hauptmanns "Die Ratten" mit Cordula Trantow, Günter Lamprecht und Will Quadflieg, Regie: Rudolf Noelte. Bei den Bad Hersfelder Festspielen gibt er den Jago in Shakespeares "Othello" (1982) und den Bastard in Shakespeares "König Johann".

  
Er traf auf Rainer Werner Fassbinder und hatte schon mit der ersten Zusammenarbeit zu dem TV-Mehrteiler Acht Stunden sind kein Tag (1972) durchschlagenden Erfolg. Mit Fassbinder verbinden ihn viele Filme, z.B. Die Ehe der Maria Braun (1978), Berlin Alexanderplatz (1979) oder Lili Marleen (1981),
Welt am Draht (1973), Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel, Bolwieser (1975), Despair (1977) und In einem Jahr mit dreizehn Monden (1978).

   
1970 sah man ihn in der Geschichte des bayerischen anarchistischen Volkshelden Jennerwein in Volker Vogelers Jaider, der einsame Jäger. Für diesen Film gab es bei den Filmfestspielen einen Preis in der Sparte Regie für Volker Vogeler. 1978 spielte er einen Sozialarbeiter in Marianne Lüdckes Jugenddrama Die große Flatter. Dieser 3teilige TV-Film war auch der Beginn der Karriere der beiden Jungschauspieler
Jochen Schroeder und Richy Müller, der sich damals noch Hans-Jürgen Müller nannte. Neben der Arbeit in Fassbinder-Filmen und Theaterproduktionen  spielte John u.a. in Verhoevens 1982 Gutenbach, einigen Fernsehkrimis wie Tatort, Derrick oder Ein Fall für zwei.  Mehr und mehr sah man ihn in internationalen Produktionen, die ihn über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt machten. So auch in einigen erfolgreichen amerikanischen Serien (z.B. Space Rangers, 1992).

1995 engagierte ihn Volker Schlöndorff für sein Drama Der Unhold. Im selben Jahr noch verkörperte er den ungeliebten Widersacher James Bonds, General Orumov, in Golden Eye. 1997 spielte Gottfried John in Doris Dörries-Film Bin ich schön? mit, hier ist er neben Maria Schrader und Meret Becker zu sehen. 

  

Gottfried John ist als bester Schauspieler im Dreiländereck Deutschland, Belgien, Niederlande mit dem mit 2500 Euro (3800 Schweizer Franken) dotierten Euregio-Filmpreis 2004 ausgezeichnet worden. In der Begründung hieß es: "Der im belgischen Grenzland lebende Gottfried John spiele seit vielen Jahren herausragende Rollen in deutschen und internationalen Produktionen, hieß es in der Begründung. In Rollen wie der des Gegenspielers von James Bond (Pierce Brosnan) in "Golden Eye" oder als urkomischer Imperator in "Asterix gegen Caesar" beweise er seine enorme Wandlungsfähigkeit." (Quelle: swissinfo, 07.11.2004)

    

Der Tagesspiegel schreibt am 28. August 2007, dass Gottfried John eine zweite Karriere als Romanautor begonnen hätte. Sein autobiographisch gefärbter Roman "Bekenntnisse eines Unerzogenen" (2201) reflektiert sein Leben in einer deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. Sein zweiter Roman "Das fünfte Wort" (2003) erklärt philosophische Fragen aus überraschenden Blickwinkeln. 

  

Seit Anfang des Jahres 2008 leben Gottfried John und seine Ehefrau wieder in Deutschland. Sie sind nach mehrjährigem Aufenthalt in Belgien in die Nähe von München gezogen.

rk

  

  

  

Fremde Links:

www.filmportal.de (über Gottfried John)

www.filmportal.de (über Will Quadflieg)

www.filmportal.de (Film Jaider, der einsame Jäger)

www.filmportal.de (über Jochen Schroeder)

www.filmportal.de (über Richy Müller)

www.filmportal.de (Film Bin ich schön?)

www.euregio-filmpreis.de

www.prisma-online.de (Weitere Filme)

 

 

   

   

   

  

  

  

  

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16.04.2011