Der Beginn aller Schrecken ist die Liebe

19xx

 

Filmliste Helke Sander

  

   

   

 

Regie

Helke Sander

Drehbuch

Helke Sander, Dörte Haak

Redaktion

Christoph Holch

Produktion

Gemeinschaftsproduktion von Provobis und ZDF innerhalb des Rahmenabkommens Film/Fernsehen

Kamera

Martin Schäfer

Musik

Heiner Goebbels

Schnitt

Barbara Weitershausen

Länge

111 Minuten

Sonstiges

-

Auszeichnung

-

Ur-/Erstaufführung

-

Genre

Spielfilm, Emanzipation, Gleichberechtigung

      

    

  

Darsteller

Rolle

Helke Sander

Freya
Lou Castel Traugott
Rebecca Pauly Irmtraud
Uwe Enkelmann Andres, Freyas Sohn
Roswitha Soukup  
Katrin Seybold  
Brigitte Drummer  
Monika Bleibtreu  
Ulrike Schirm  
Hark Bohm  
Malte Jaeger  
Burghart Klaussner  

      

      

       

Inhalt

Traugott ist ein progressiver Mediziner, überaus sympathisch, ein Mann, der niemandem weh tun kann und stets das Gute will. Infolgedessen ist sein Lebensweg ein fortlaufender Trümmerhaufen kaputter Beziehungen, nur mit dem Unterschied, dass Traugott auch von seiner ehemaligen Lebensgefährtin immer noch sehr geliebt wird und diese Wertschätzung auch erwidert.

 

Dies alles will Freya, seine derzeitige Gefährtin, zunächst gar nicht wahrnehmen. Unkompliziert und selbständig sieht sie in ihrer Beziehung zu Traugott ihre Vorstellungen von einer modernen, liebevollen und zuverlässigen Lebensgemeinschaft verwirklicht. Solange, bis Irmtraud, die Ehemalige, auftaucht und Traugotts gutes Herz wieder von ihrer Hilfsbedürftigkeit gerührt wird. Für Freya, die um diesen Mann kämpfen will, wird die Beziehung zur Katastrophe, weil der sensible Traugott komplizierte Frauen nicht ertragen kann und so leidet, dass er Freya verlassen muss.

 

Da Traugott aber auch bals an Irmtraud leidet und an all den anderen Frauen, die ihn mit ihrer Liebe verfolgen, entfernt er sich mit Marion, seiner neuen Beziehung, nach Amerika, wo er - vielleicht - ein neues Leben beginnen will, während Freya einem erstaunten Anwalt zu erklären versucht, dass dringend ein Gesetz zur Ahnung "seelischer Verletzungen" geschaffen und Traugott verurteilt werden müsse. Auf die Frage, welche Strafe Traugott denn verdiene, weiß Freya keine Antwort.

 

Helke Sander nimmt in ihrem Film liebevoll und boshalft zugleich die modernen, emanzipierten Frauen aufs Korn, die Eifersucht oder Besitzansprüche als alte, abgelegte Emotionen betrachten. Bis es eine einmal doch erwischt, bis einmal Gefühle das geordnete Ambiente gründlich durcheinanderbringen.

 

 

(Quelle: Broschüre "SPIEL IM ZDF", Heft 2, Febr. 1987, ©1987 by Zweites Deutsches Fernsehen, Information und Presse / Öffentlichkeitsarbeit, Mainz)

 

  

  

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus

Aktualisiert am 9. Oktober 2026

  

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