Helden 

1958

 

Filmliste Franz-Peter Wirth

 

  

  

Regie

Franz-Peter Wirth  

Filmplakat zu "Helden" - Murnau-Stiftung

Regie-Assistent

Rainer Erler

Drehbuch

Johanna Sibelius, Eberhard Kleindorff

Vorlage

Nach der gleichnamigen Novelle von Georg Bernhard Shaw

Produktion

Bavaria Filmkunst AG

Kamera

Klaus von Rautenfeld

Musik

Franz Grothe, F. W. Dustmann

FSK

ab 6 Jahre

Länge

100 Minuten

Sonstiges

Weitere Information zum Film

Auszeichnung

-

Ur-/Erstaufführung

16.12.1958 im UfA-Palast, Hamburg

Genre

Komödie

      

  

  

Darsteller

Rolle

O. W. Fischer

Hauptmann Bluntschli

Liselotte Pulver

Raina Petkoff

Ellen Schwiers

Louka, die Magd

Jan Hendriks

Sergius

Ljuba Welitsch

Rainas Vater

Manfred Inger

Nicola, der Diener

      

  

       

O.W. Fischer in "Helden" (1958)

(Quelle: Murnau-Stiftung)

   

Inhalt

Man schreibt das Jahr 1885. Es war im Grunde eine wahnwitzige, strategisch widersinnige Tat des bulgarischen Leutnants Sergius Saranoff (Jan Hendriks), mit ein paar Reitern eine serbische Artilleriestellung anzugreifen. Glücklicherweise konnte die Kanone nicht feuern, weil falsche Munition geliefert worden war. Die Kanoniere und ihr Hauptmann mussten fliehen. Dieser Handstreich von Slivnitza, der übrigens den Krieg zugunsten der Bulgaren entschied, wurde so aufgebauscht, dass sich Saranoff als Held bestaunen und feiern lassen konnte. Der Kommandant der Batterie, der schweizerische Hauptmann Bluntschli (O.W. Fischer), der sich von den Serben als Söldner hatte anwerben lassen, ist auf der Flucht nachts in das Haus der Familie Petkoff, und zwar in das Schlafzimmer von deren Tochter Raina (Liselotte Pulver), eingedrungen. Raina versäumt im ersten Schreck, gleich Alarm zu schlagen, und bringt es dann nicht übers Herz, Bluntschli den Häschern zu verraten. Im Gegenteil: sie versteckt ihn - obwohl sie als Tochter des bulgarischen Majors Petkoff und Verlobte des Helden der "Schlacht" von Slivnitza, Sergius, vorgibt, den Schweizer als Feind und feigen Flüchtling zu verachten und seinen Bericht über die Hintergründe dieser "Schlacht" nicht zu glauben. Mit ihrer Mutter Katharina (Ljuba Welitsch), die eingeweiht wird, füttert sie den Erschöpften mit Schokolade und bietet ihm sogar Nachtquartier an. Bluntschli will die Damen durch seine Anwesenheit nicht länger gefährden; er verdrückt sich heimlich, bevor der Tag anbricht. Mutter und Tochter können allerdings nicht ahnen, dass die auf Raina eifersüchtige Zofe Louka (Ellen Schwiers), die mit Rainas Verlobtem Sergius einen heftigen Flirt hat, alles beobachtet hat. Der Krieg ist zu Ende. Major Petkoff  (Kurt Kasznar) genießt es, wieder zu Hause zu sein. Saranoff sonnt sich als Held von Slivnitza in der Bewunderung seiner Umgebung. In seiner Eitelkeit merkt er nicht, dass Raina ihm gegenüber skeptisch geworden ist. Andererseits ist sie mit ihrer Mutter froh, dass offenbar niemand gemerkt hat, wie sie einem Feind Unterschlupf gewährt haben. Um so entsetzter sind sie, als Bluntschli, der unterdessen mit Petkoff während der Friedensverhandlungen zusammengetroffen war, plötzlich auftaucht, um sich bei ihnen zu bedanken und - pedantisch wie der Schweizer ist - ein Kleidungsstück, das sie ihm zur Tarnung seinerzeit mitgegeben hatten, zurückzuerstatten. Der "Held von Slivnitza", Sergius, spürt Zusammenhänge, die ihm Louka, ohne die volle Wahrheit zu verraten, angedeutet hat. Er beschuldigt Bluntschli, von Raina Begünstigungen empfangen zu haben, die über das erlaubte Maß hinausgingen. Als der Schweizer von ihm zum Duell gefordert wird, äußert Bluntschli sich zwar unverhohlen über den Unsinn solcher Gebräuche, die ja mit Tod ausgehen könnten, doch als Ehrenmann nimmt er die Herausforderung an. Raina wird von ihren Gefühlen hin und her gerissen. Das Duell findet statt. Bluntschli schlägt Sergius den Degen aus der Hand. Es kommt, wie es kommen muss: Raina, der ihr Stolz bisher im Wege stand, bekennt sich so deutlich zu Bluntschli, dass der in Herzensdingen schüchterne Schweizer den Mut aufbringt, um ihr Hand anzuhalten. Im gleichen Augenblick packt auch Louka zu, und Sergius, der nun sieht, dass er Raina verloren hat, läßt es geschehen. Raina und ihre Eltern verzichten auf ihren "Helden". Bluntschli, der noch dazu nachweisen kann, dass er einige gutgehende Hotels in der Schweiz geerbt hat, ist ihnen als nüchterner und unpathetischer Schwiegersohn doch lieber. (Quelle: Text, Foto und Plakat Murnau-Stiftung)

 

  

  

  

Links fremder Seiten:

www.deutsches-filminstitut.de (über den Film)

www.br-online.de (Porträt über Liselotte Pulver)

www.steffi-line.de (über Ellen Schwiers)

www.filmportal.de (über O. W. Fischer)

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: Mai 2010