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Rainer Erler Regisseur Drehbuchautor Produzent
Rainer Erler wurde am 26. August 1933 in München als Sohn eines Studiendirektors geboren.
1952 Abitur, Reisen durch Frankreich, Spanien, Marokko,
Westafrika.
Schon
während und nach seiner Schulzeit arbeitete er bei Schul- und
Studiobühnen, bevor er seine ersten Fernseh- und Filmerfahrungen als Assistent
bei Rudolf Jugert, Harald
Braun, Paul Verhoeven, Franz
Peter Wirth und anderen sammelte. Daneben schrieb er Theaterstücke,
Filmkritiken und auch einige Drehbücher. Das Produzieren von Filmen lernte
Erler, der später die meisten eigenen Werke mit seiner eigenen Firma
pentagramma produzierte, bei Eric
Pommer. Von
1961 bis 1972 war Erler freier Autor und Produzent bei der Bavaria, ab 1973
schrieb, produzierte und inszenierte er seine eigenen Filme. Erlers
Filme, zu denen er später meist auch eine Romanfassung vorlegte, bzw. deren
Romanfassung parallel zum Drehbuch entstand, gehören in die Kategorie der
Science-Thriller, indem sie aktuelle Themen aus der gesellschaftlichen und
politischen Diskussion in einer packend inszenierten Action-Geschichte präsentierten.
Oft lange bevor die Brisanz der Themen erkannt wurde, befasste Erler sich
beispielsweise mit Themen wie Organhandel Fleisch
oder Atomverbrechen Plutonium,
bzw. Atommüllentsorgung Das
schöne Ende dieser Welt. Doch auch Stoffe mit reinem SF-Anklang gehörten zu
seinen Themen, die er in einer für damalige deutsche Fernsehverhältnisse
oftmals spektakulären Art umsetzte, wie etwa Die
Delegation oder Operation
Ganymed. In seiner Fernsehserie Das blaue Palais befasste Erler sich mit dem Risiken und Chancen moderner Naturwissenschaft und Medizin, ohne dabei auf die gewohnten Spannungselemente zu verzichten. In einem weiteren Teil seines Werkes erwies sich Erler als versierter Autor von Fernsehkomödien und Satiren auf die verschiedensten Bereiche der modernen Gesellschaft - wie etwa Ein Guru kommt (Sekten) oder Der Spot oder Fast eine Karriere (Werbung).
In
einem Portrait über den Autor und Regisseur schrieb Andreas Wolf in der
Zeitschrift TV Spielfilm: "Rainer Erler ist bei der Wahl seiner Motive immer
in die vollen gegangen, hat Fernsehen wörtlich genommen. Postkarten aus fernen
Ländern schickte er dem Zuschauer, versehen nicht nur mit netten Grüßen,
sondern mit Warnungen vor dem Kollaps unserer Wohlstandswelt. Konsalik plus
Simmel plus Wissenschaft gleich Erler. Die Gleichung ging immer auf. Rainer Erler lebt heute mit seiner Frau, der Produzentin Renate Erler, in Australien.
(Teile
der Biografie aus: TV-Lexikon von Egon Netenjakob, Fischer Cinema TB Nr. 11947,
Frankfurt 1994)
Links fremder Seiten: www.rainererler.com (Eigene HP)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 06/2010 |