Schneeglöckchen blüh'n im September

1974

 

Filmliste Christian Ziewer

 

  

  

Regie

Christian Ziewer

Drehbuch

Christian Ziewer, Klaus Wiese

Regie-Assistent

-

Vorlage

-

Produktion

WDR / Basisfilm

Kamera

Kurt Weber

Musik

Lokomotive Kreuzberg

FSK

ab 12 Jahre

Länge

108 Minuten

Ur-/Erstaufführung

24.06.1974 IFF Berlin (Forum)

Sonstiges

-

Genre

Problemfilm, Sozialkritik

      

      

   

Darsteller Rolle
Wolfgang Liere Ed
Claus Eberth Hannes
Horst Pinnow
Claus Jurichs
Nikolaus Dutsch
Hans-Peter Fischer
Gerhard Konzwack
Barbara Morawiecz
Hans Rickmann
Kurt Michler

                

  

Inhalt

Der erste Teil zeigt, wie die Arbeiter einer Akkordkolonne neben individuellem Verhalten und Denken auch gemeinsames Handeln entwickeln. Die erfolgreiche Auseinandersetzung um eine Leistungszulage stärkt ihren Zusammenhalt und ihr Selbstbewusstsein. Dann jedoch, als von der Direktion die Stillegung ihrer Abteilung beschlossen wird, zerbricht die Solidarität der Männer. Aus Angst um den Arbeitsplatz nehmen sie eine Lohnkürzung hin, ohne Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Hannes' Aufforderung, sich gemeinsam zur Wehr zu setzen, bleibt vergeblich. Das Privatleben von Ed und Hannes bleibt von den Ereignissen im Betrieb nicht unberührt. Es bringt zusätzliche Enttäuschungen mit sich. Erst als die Arbeiter von neuen Aufträgen erfahren, können sie, ihre Stärke erkennend, eine weitere Verschlechterung ihrer Lage verhindern. Dabei verändern sich die Beziehungen der Kolonnenmitglieder zueinander. Ed und Hannes erfahren, wieviel Anstrengung nötig ist um solidarisches Handeln zu entwickeln.
(Quelle: Beschreibung Basisfilm)

 

   

"Ich kenne keinen Film über Arbeiter, in dem in vergleichbarer Weise ein so gründliches sozialwissenschaftliches Studium der Arbeitsformen, der Lohnverhältnisse, des Betriebsklimas, der Verlaufsformen kollektiver Aktivität usw. eingegangen wäre, wie in den Filmen von Wiese und Ziewer." (Oskar Negt 1974). (Quelle: TV-Lexikon von Egon Netenjakob, Fischer Cinema TB Nr. 11947, Frankfurt 1994)

  

 

Der Film erzählt von zwei Arbeitern einer Akkordkolonne im Kesselbau: dem jungen Akkordarbeiter Ed und dem Vertrauensmann Hannes. Nachdem man erfolgreich um eine Leistungszulage gekämpft hat, droht die entstandene Solidarität unter den Arbeitern wieder auseinander zu brechen, als bekannt wird, dass ihre Abteilung stillgelegt werden soll. Aus Angst um die Arbeitsplatz nehmen sie eine Lohnkürzung hin, ohne Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Privatleben von Ed und Hannes bleibt von den Ereignissen nicht unberührt. Nur mit Mühe gelingt es Hannes, die Belegschaft zu Warnstreiks aufzufordern, als er von neuen Aufträgen erfährt. Eine weitere Verschlechterung ihrer Lage wird dadurch verhindert.

Christian Ziewers zweiter Spielfilm, der sich nahtlos an Liebe Mutter, es geht mir gut anfügte.  Diesmal bezog er sich auf Ereignisse,  die im September 1969, während der Tarifkämpfe 71/72 und in den großen Auseinandersetzungen um Teuerungszulagen 1973 stattgefunden haben. "Ziewer/Wiese zeigen aber auch die Verlängerung der gesellschaftlichen Widersprüche bis in die individuelle Existenz. So verfällt jener Vertrauensmann, der für jeden Kollegen Verständnis zeigt, zu Hause plötzlich in die Rolle eines verständnislosen Vaters gegenüber seiner Tochter, die in der Schule Schwierigkeiten hat. Vor dem Hintergrund einer so differenzierten Dramaturgie verliert die Forderung nach Solidarität ihren abstrakt plakativen Anschein und gewinnt einen konkreten Inhalt." (Wolfgang Ruf, Die Zeit)

(Quelle: Robert Fischer/Joe Hembus: Der Neue Deutsche Film 1960 - 1980, Goldmann Verlag München, 1981)

 

  

  

  

  

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 31. August 2016

  

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