Karin Brandauer

Regisseurin  Drehbuchautorin

   

Ihre Biografie

  

  

  

  

Aschenputtel ... R, 1993

  

Ein Sohn aus gutem Hause ... R, DA, BR/ORF, 1989

Die Geschichte eines jungen Barons in der k.u.k.-Epoche, die Erziehung des Jungen durch einen strengen Vater, das ganze Umfeld, die ersten erotischen Abenteuer. Nach dem Roman des Wiener Journalisten Karl Tschuppik. (rk)

  

Einstweilen wird es Mittag oder Die Arbeitslosen von Marienthal ... R, DA, ORF/ZDF, 1988

(Weitere Informationen in der Marienthal-Studie der Universität Graz)

  

Erdsegen ... R, ORF/ZDF, 1986

Der Wiener Wirtschaftsjournalist Hans Trautendorfer wettet in der Silvesternacht 1899/1900 mit seinem Herausgeber Dr. von Stein um 20.000 Kronen, dass es ihm gelingen würde, seine gutdotierte und bequeme Stellung aufzugeben und stattdessen für ein ganzes Jahr die reichlich genossenen, urbanen Vergnügungen mit dem harten Leben eines Bergbauern-Knechts zu vertauschen. Er stößt jedoch bereits bei der Suche nach einem bäuerlichen Arbeitgeber (der gewillt ist, einen sogenannten "Stadtfrack" und somit vermeintlich "gottlosen" Menschen als Knecht bei sich aufzunehmen) auf erste Schwierigkeiten und seine verklärte Vorstellung vom Landleben wird in der Folge durch den gnadenlosen Alltag endgültig zerstört. Trotz mehrfacher Angebote des Herausgebers, die Wette für null und nichtig zu erklären und als Leiter der Wirtschaftsredaktion ins Pressewesen zurückkehren zu können, bleibt Trautendorfer aber - nach mehreren die Familie schwer belastenden Schicksalsschlägen - auf dem Hof und verliebt sich in die Tochter des Landwirts, die ein uneheliches Kind vom örtlichen Dorfschullehrer erwartet.

Die Geschichte endet mit dem Tod des alten "Adamshauser-Bauern", der Hochzeit des ungleichen Paares und der Übernahme des Hofes durch Trautendorfer als neuem "Adamshauser". (Quelle: wikipedia - Beschreibung des Romans von Peter Rosegger)

  

Marleneken ... R, ORF/ZDF, 1990

November 1989. Eine Frau fährt auf der Autobahn kurz vor der Grenze zur DDR. Eine fast endlose Kette von "Trabis" kommt ihr entgegen. Das ist nicht die erste "Wende" im Leben der 50-jährigen Marilena. Sie ist auf dem Weg zu ihrer todkranken Mutter in einer Kleinstadt der DDR.
Unterwegs erinnert sie sich: Fünf Jahre alt ist Marilena, als der Krieg zu Ende geht. Sie lebt mit ihrer Mutter und der älteren Schwester Marga in dieser Kleinstadt, wohin die Berliner Restfamilie evakuiert wurde. Für das Kind sind Fliegeralarm und Kanonendonner die gleiche Wirklichkeit wie das Märchen vom Machandelboom, das Opa Meissner erzählt und weswegen er sie Marleneken nennt. Dann kommen die Amerikaner und nach ihnen die Russen. Als Opa Meissner stirbt, fühlt Marilena sich ganz allein. Mutter und Marga halten zusammen. Marilena sehnt sich nach dem Vater. Doch der ist vor seinem schlechten Gewissen in ein neues Leben in den Westen geflohen. Vergeblich versucht die Mutter, nach einer schwierigen Reise mit den Kindern, ihren Mann zu treffen, um ihn zurückzugewinnen.
So wächst Marilena in dem halben Deutschland heran, das sich bald Deutsche Demokratische Republik nennen wird. Helmut Möller, den neuen Mann der Mutter, mag sie nicht. Als junges Mädchen darf sie endlich ihren Vater besuchen, der als Chefarzt mit seiner neuen Familie in West-Berlin lebt. Das bringt aber auch ernste Probleme für Marilena mit ihrer Umwelt. Nur Dieter, obwohl FDJ-Funktionär, bemüht sich um sie. Die 50-jährige Marilena hat nach einem freundlichen Plausch mit einem Volkspolizisten die Grenze zur DDR staunend passiert, auf dem Weg "nach Hause" hier und dort aufmerksam Station gemacht und steht am Abend vor dem Haus ihrer Kindheit. 
(Quelle: Theaterkanal)

  

Muff, Der ... R, DA, ORF, 1976  

   

Sidonie ... R, ORF/ZDF, 1990, 88 Min.

Der Pförtner eines Krankenhauses entdeckt im August 1933 ein in Lumpen gewickeltes Findelkind. Neben dem kleinen Mädchen liegt ein Zettel, auf dem "Ich heiße Sidonie Adlersburg und bitte um Eltern" steht. Die Kleine wird von dem Arbeiterehepaar Breitner aufgenommen und wie ein eigenes Kind behütet und erzogen. Es stört die beiden auch nicht, dass Sidonie ein Roma-Kind ist. Auch der eigene Sohn liebt die kleine Stiefschwester. 10 Jahre später kommt ein Brief mit dem Bescheid, dass das Kind von der leiblichen Mutter zurückgefordert wird. Gegen den Widerstand der Pflegeeltern wird Sidonie unter diesem Vorwand abgeholt. Zusammen mit vielen anderen Menschen wird Sidonie in einem Güterwagen abtransportiert. Wenige Wochen später wird sie in Auschwitz ermordet. (rk)

Darsteller: Arghavan Sadeghi-Seragi, Kitty Speiser, Georg Marin, Wolfgang Hübsch u.a.

  

Totenreich, Das ... R, WDR, 1986

Nach dem dänischen Nobelpreisträger Pontoppidan adaptiertes literarisches Gesellschaftspanorama aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts; Politik, Liebe und Klassenverhältnisse sind die Probleme, um die es geht.

Darsteller: Leslie Malton, Michael König, Kurt Raab, Vadim Glowna

   

Verkaufte Heimat ... R, 1990, nach dem Roman von Felix Mitterer

Am 21. Oktober 1939 trafen Italien und das Deutsche Reich eine Vereinbarung über die sogenannte Option der Südtiroler. Daraufhin entschieden sich bis zum Jahresende 200000 deutschsprachige Tiroler, ins «Reich» heimzuwandern. Zwischen denen, die Tirol verlassen wollen und den übrigen entbrennen heftige Auseinandersetzungen. Regisseurin Karin Brandauer zeichnet die schwierige politische Situation anhand der Lebenswege zweier Bauernfamilien nach.

  

Der Weg ins Freie ... R, DA, ORF/BR, 1983  

Die Hauptfigur ist ein talentierter junger Komponist namens Freiherr Georg von Wergenthin, der sich in die kleinbürgerlich-katholische Musiklehrerin Anna Rosner verliebt und mit ihr ein Verhältnis eingeht. Georg steht jedoch in der Öffentlichkeit nicht zu ihr und denkt auch nicht an eine spätere Heirat. Als Anna schwanger wird, unternehmen sie eine längere Reise in den Süden und kehren erst zur Entbindung nach Wien zurück. In einem eigens dafür gemieteten Häuschen am Stadtrand bringt Anna ein totes Kind zur Welt. Georg ist erschüttert, nimmt aber nur kurze Zeit später ein Engagement als Kapellmeister in einer deutschen Provinzstadt an und trennt sich von Anna, wohl für immer. Diese Geschichte ist eingebettet in eine personenreiche Schilderung der Wiener Gesellschaftskreise, in denen Georg hauptsächlich verkehrt, mit Künstlern und Intellektuellen sowie Angehörigen des niederen Adels und des liberalen Großbürgertums. Da viele seiner Freunde und Bekannten Juden sind, wird er ständig mit der so genannten Judenfrage konfrontiert, wobei die einzelnen Personen des Romans das ganze Spektrum möglicher Antworten, vom Zionismus über ein selbstbewusstes Bekennertum bis hin zur vollständigen Assimilation, vorleben und vertreten. (Quelle: Amazon - Beschreibung des Romans von Arthur Schnitzler)

 

 

 

  

 

  

  

 

Fremde Links:

http://agso.uni-graz.at (über den Film Einstweilen wird es Mittag...)

http://kundendienst.orf.at (über Felix Mitterer)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

   

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 07/2011

 

Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.