Vadim Glowna

Regisseur  Darsteller

      

 

Infokasten

Vadim Glowna wird vertreten durch www.agentur-contract.de

  

 

  

  

  

  

Vadim Glowna

©Hans Weingartz

Geboren am 26. September 1941 in Eutin.

  

1961 Jobs als Seemann, Hotelpage, Taxifahrer, Schlagzeuger, Journalist. Besuch einer Schauspielschule in Hamburg. Theaterarbeit mit Gründgens, Zadek, Wilfried Minks, Peter Palitzsch, Stefan Heym, Heiner Kipphardt u.a. Eigene Inszenierungen in Göttingen und Hamburg. 1981 erster Spielfilm als Regisseur. Lebt in Berlin.

  

Mit einer realistischen Milieustudie aus St. Pauli gelingt ihm 1981 ein interessantes Regiedebut: Desperado City. Der Film, der in Cannes ausgezeichnet wird, ist ein Halbweltdrama ohne Tremolo, realistisch und düster. Auch Dies rigorose Leben (1983) ist ohne Hoffnung:  Deutsch-jüdische Emigranten der zweiten Generation geraten in Texas in einen Hexenkessel aus Liebe, Lebensangst und Gewalttätigkeit. Die Blues-Musik gibt dem Film seine eigenwillig melodramatische Atmosphäre.

 

 

   

  

 

Eine Auswahl von Filmen mit Vadim Glowna als Darsteller und Regisseur

Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  

Titel

Jahr Regie

Held Henry

Henry ist arm, hungrig und ein wahrer Prachtkerl - der König der Straßen von Dublin. Schon mit vierzehn mischt er beim Osteraufstand 1916 mit. Er ist ein Rebell auf einem gestohlenen Fahrrad, ein Freiheitskämpfer - eine irische Legende. (Quelle: Theater der Freien Hansestadt Bremen)

1964

Peter Zadek

Verbrechen mit Vorbedacht

Der Untersuchungsrichter Hanusiewicz aus Warschau reist in die Provinz, um die Vermögensverhältnisse eines heruntergekommenen Gutsbesitzers und ehemaligen Schulkameraden zu klären. Er wird merkwürdig zurückhaltend empfangen. Der Hausherr ist verstorben, kurz nachdem er Hanusiewicz' Depesche erhalten hat. Der Untersuchungsrichter geht von einem Verbrechen aus und quartiert sich im Hause bei den Hinterbliebenen ein, um den Mörder zu finden. Bald belauert jeder jeden, während sich das Netz um den Verdächtigen immer enger zusammenzieht. Es gibt nur ein kleines Problem: Der Tote weist keinerlei Spuren äußerer Gewaltanwendung auf. (Quelle: Beschreibung des Romans von Witold Gombrowicz, WDR3)

1967 Peter Lilienthal
Danton Herbert Vesely
Horror 1969 Peter Lilienthal

Insomnia

Insomnia" (lat./med. ,Schlaflosigkeit") ist die Geschichte einer gemeinsamen Nacht von zwei Außenseitern dieser Gesellschaft: der alten, abgeschlafften Reinmachefrau, die früher einmal Klofrau war und nun in einem Tierheim schrubbt, und des verheirateten Gastarbeiters aus einem südlichen Land, der jeden Pfennig, den er hat, für die Familie spart. Er hat eine Schlafstelle bei ihr für diese Nacht und zahlt dafür fünf Mark. Während des verschämten Toilettemachens, während unwirschen Dialogen über Kleinigkeiten und dem vorwurfsvollen Austausch von Lebensleid entsteht allmählich ein inniges Gefühl zwischen diesen beiden Randexistenzen - eine Mischung aus Trostbedürftigkeit und Schicksalsgenossenschaft, die schließlich zu einer aufrichtigen Form von Liebe gerät. Es ist eine zarte Geschichte, getragen von einer unsentimentalen Menschlichkeit - spröde, komisch, ganz aufs Wesentliche beschränkt und doch ein umfassendes Porträt unserer Zeit. (Quelle: Beschreibung des Hörbuches bei Amazon)

1974 George Tabori

Polly oder Die Bataille am Bluewater Creek

Macheath, der Mackie Messer der Brechtschen „Dreigroschenoper“, ist nach Amerika deportiert worden, und seine treue Polly folgt ihm mit einem Auswandererschiff; geistreiche Paraphrase der „Bettleroper“ von John Gay.

1975 Jürgen Flimm
Zeit der Empfindsamkeit 1977 Wilma Kottusch

Freddie Türkenkönig (in der Reihe "Notsignale" (Rolle: Fred)

Von Peter Steinbach. Hier findet ein ehemaliger Seemann, Mitte dreißig, den seine bürgerliche Familie als schwarzes Schaf abweist, seinen Platz unter Türken. 

Konrad Sabrautzky
Verschollene Inka-Gold, Das (Rolle: Brian Jones) Wolfgang Staudte
Ein fliehendes Pferd (Rolle: Helmut Halm) 1984 Peter Beauvais
Das Totenreich 

Nach dem dänischen Nobelpreisträger Pontoppidan adaptiertes literarisches Gesellschaftspanorama aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts; Politik, Liebe und Klassenverhältnisse sind die Probleme, um die es geht.

Darsteller: Leslie Malton, Michael König, Kurt Raab, Vadim Glowna

1985 Karin Brandauer
Die Nacht von Lissabon (Rolle: Der Mann) Zbynek Brynych
Miami Killer (auch bekannt als Zwei Supertypen in Miami - Der Kindermörder) (Rolle: Silveth) 1991 Enzo G. Castellari

Dies verlauste nackte Leben

1997 Hans C. Blumenberg
Les Misérables 2000 Josée Dayan

Schwabenkinder  (Rolle: Vater)

Die Geschichte eines 8-jährigen Jungen aus einem Tiroler Bergdorf, der Ende des 19. Jahrhunderts an einen reichen Bauern im schwäbischen Ravensburg verkauft wird, um seine in Not geratene Familie zu unterstützen.

Weitere Informationen über "die Schwabekinder" >>>

Darsteller: Jürgen Tarrach, Vadim Glowna, Tobias Moretti u.a.

2001 Jo Baier
In der Mitte des Lebens (3 Teile) 2002 Bernd Fischerauer
Die Rückkehr des Vaters 2004 Jörg Grünler
Liebe und so weiter

Zitiert dekorativ und mit Anspielungen auf Godard Motive aus der Studentenbewegung. "Was bei Godard Wahrheitsdrang und Stilwille ist, wird hier zur Magie für vom Pop angewehte Esoteriker." (Alf Brustellin in SZ).

1968 George Moorse
Warum bellt Herr Bobikow 1975 Alberto Lattuada
Police Python 357 1976 Alain Corneau

Steiner - Das Eiserne Kreuz

Der Film erzählt eine dramatische Geschichte aus den Tagen des zweiten Weltkrieges. Im Mittelpunkt steht Feldwebel und Zugführer Steiner, ein Mann, der die Schrecken und die Sinnlosigkeit des Krieges am eigenen Leib erfahren hat. Nach einer entscheidenden Schlacht gerät er mit seinen Leuten hinter die russische Front. In blutigen Kämpfen, Mann gegen Mann, versuchen sich die Soldaten zu den eigenen Stellungen durchzuschlagen.

1976 Sam Peckinpah

Gruppenbild mit Dame

Deutschland 1939, 1941, 1945, 1965. Eine Nonne entdeckt mitten im Winter auf dem Grab Schwester Rachels ein Gebinde aus roten Rosen. Wir befinden uns im Deutschland des Jahres 1965. Rachel Ginzburg, eine Jüdin, hatte sich vor den Nazis in das Kloster geflüchtet, wo sie 1943 sterben musste. Woher stammen die Rosen? Man vermutet von Leni Gruyten, einer ehemaligen Klosterschülerin, heute eine Frau in mittleren Jahren. Rachel war Lenis geistiges Vorbild und ihr in tiefer Freundschaft verbunden gewesen. Mit Hilfe Pelzers, eines alten Freundes von Leni, versucht Schwester Klementine das Geheimnis der Rosen zu lüften. Leni ist die Tochter Hubert Gruytens, eines Industriellen und Bunkerkonstrukteurs der Nazizeit. 1941 begegnete sie zum erstenmal der liebe in Gestalt ihres Cousin Erhard. Aber er war zusammen mit ihrem Bruder Heinrich desertiert und auf der Flucht nach Schweden hingerichtet worden. Hubert Gruyten beschloss, den Sohn zu rächen, gründete eine Scheinfirma, in der er imaginäre Arbeiter aus dem Osten beschäftigte. So konnte er zum Schaden der Nazis große Summen zweckentfremden. Er wurde verhaftet und in ein Arbeitslager gesteckt. Leni, die allein zurückblieb, fand eine Anstellung in einer Friedhofsgärtnerei bei Walter Pelzer. Dort lernte sie Boris Koltowski, einen russischen Kriegsgefangenen, kennen. Boris von dem Leni bald schwanger war, nahm einen deutschen Namen an, wurde von den Alliierten verhaftet und erschossen. 1965 ist Leni fünfundvierzig Jahre alt, eine vom Schicksal gezeichnete Frau. Eine Zeitung beschuldigt sie des Verrats an den Deutschen, weil sie einen Russen geliebt hat und heute türkische Gastarbeiter beherbergt. Leni ist von Mehmed, einem türkischen Gastarbeiter, den sie heiraten will, schwanger. Ihr Leben ist friedlich, wenn man von den Schatten der Vergangenheit absieht, die sie immer noch verfolgen... (Quelle: romy.de)

1977 Aleksander Petrovic
Der Hauptdarsteller 1977 Reinhard Hauff
Deutschland im Herbst 1977 Diverse
Chaines of Darkness 1978 Karl Fruchtmann
Der Schneider von Ulm 1978 Edgar Reitz
Die Mars-Chroniken 1979 Michael Anderson
Der Brocken

Deutschland kurz nach der Wiedervereinigung: Ein Häuschen auf Rügen ist der ganze Stolz der Ada Fanske. Schon haben gierige West-Makler die Finger danach ausgestreckt. Doch Ada ist nicht auf den Kopf gefallen, handelt nach eigenen Regeln...

Darsteller: Elsa Grube-Deister, Rolf Zacher, Muriel Baumeister

1991 Vadim Glowna
Des Teufels Paradies

Verfilmung des Romans Sieg von Joseph Conrad mit einigen Meriten bei Ausstattung und Ambiente, aber noch mehr Schwächen in Dramaturgie und Inszenierung.

Darsteller: Jürgen Prochnow, Sam Waterston, Mario Adorf

1986 Vadim Glowna
Desperado City

Glownas erste Regiearbeit ist eine düstere Großstadtballade um einen Taxifahrer und seine Freundin, die mit allen Mitteln versuchen, sich aus ihrem kleinkriminellen sozialen Umfeld zu lösen, mit ihren Träumen jedoch an der harten Realität scheitern.

Darsteller: Siemen Rühaak, Beate Finckh, Vera Tschechowa, Karin Baal, Vadim Glowna, Witta Pohl, Georg Moorse.

1981 Vadim Glowna
Dies rigorose Leben 1982 Vadim Glowna

Tatort (Bauernopfer)

1993 Vadim Glowna

Tschechow in meinem Leben

Dem Anspruch seines Titels wird der Film Glownas und seiner Frau Vera Tschechowa nicht gerecht. Sie ist nicht nur die Enkelin des Schauspielers Michail Tschechov und der bei uns immer noch sehr bekannten Olga Tschechowa, sondern auch die Urgroßnichte des großen Dichters. Verständlich, dass sie diese Spurensuche unternehmen wollte - und ihr, Glowna und sein Team ist von den offiziellen Stellen offensichtlich jede Unterstützung zuteil geworden. Sie durften Zeugen befragen, auch ferne und vorher unbekannte Verwandte treffen, erhielten seltene Dokumente (wie die Filmaufnahmen von Olga Knipper, der Witwe Tschechows, einer bedeutenden Schauspielerin, die den Poeten um 45 Jahre überlebte), sie konnten bei der sehr sowjetischen Feier des Schriftstellerverbandes zum 125. Geburtstag des Meisters drehen - und dennoch ist nur ein beliebiges Fernsehfeature daraus geworden. (Quelle: Fischer Film Almanach, Fischer TB Verlag, Frankfurt/Main,  Bd. 1986)

1984 Vadim Glowna
Auftrag Schutzengel 2008 Peter Fratzscher

    

   

    

    

Diese Seite enthält Links fremder Seiten:

www.schnitt.de (Film Der Schneider von Ulm)

www.wikipedia.de (Peter Palitzsch)

www.dhm.de/lemo (Stefan Heym)

www.agentur-contract.de (Agentur des Künstlers)

www.tatort-fundus.de (Episode Bauernopfer)

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010