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Daniel Schmid Regisseur
Drehbuchautor Darsteller
Beresina ... R, 1999 (CH) Das schöne russische Callgirl Irina gerät in ein märchenhaftes Alpenland, das sie aus vollem Herzen zu bewundern beginnt. Durch die Vermittlung Alfred Waldvogels, seines Zeichens Rechtsanwalt, lernt Irina Kunden aus der politischen, wirtschaftlichen und militärischen High Society kennen, die Medien nicht zu vergessen. Waldvogel versucht lüsterne Details über diese Treffen in Erfahrung zu bringen. Als Irina selbst durch Erpressung in die Enge getrieben wird, sieht sie sich gezwungen, zwielichtige Geschichten über ihre Kunden zu erfinden, gerät dadurch zwischen die Fronten der verschiedenen Interessengruppen und löst dabei ganz ahnungslos einen, schon seit Jahren geplanten, Staatsstreich aus: Der Beresina-Plan kommt in Gang. Irinas Leben und das Schicksal der Schweiz nimmt eine unerwartete Wende. "Noch nie hat Daniel Schmid einen so offen politischen und politisch lustigen Film gedreht!" (Quelle: Filmhaus Bielefeld) Darsteller: Elena Panova, Geraldine Chaplin, Martin Benrath, Ulrich Noethen
Geschriebene Gesicht, Das ... R, 1995 Dieser Film ist der Versuch einer Annäherung an den japanischen Kabuki-Star Tamasaburo Bando. Der Film gliedert sich in vier Akte, die ineinander übergreifen: Einem Auftakt, dem Tanz der betrunkenen Schlange «Orochi», dem ältesten Mythos Japans, folgt ein zweiter, dokumentarischer Teil, «Tamasaburo Bando und seine Idole». Er umfasst die Begegnung mit der Geisha und Tänzerin Han Takehara, der Filmschauspielerin Haruko Sugimura (Ozu, Naruse, Kurosawa) und dem Butoh-Tänzer Kazuo Ohno. Der nächste Akt, «Twilight Geisha», stellt eine spielerische Variation des Geisha Themas dar. Im vierten und abschließenden Teil tanzt Tamasaburo das Kabuki- Stück «Sagimusume». Es ist die Geschichte von Reinkarnation und Verwandlung eines Mädchens in einer verschneiten Winternacht. (Quelle: T&C-Film)
Heute Nacht oder nie ... R, DA, 1974 (CH) Eine vermögende Dame gibt unter Mithilfe ihrer Freunde alljährlich eine Soirée für ihre Dienerschaft. Die Rollen werden vertauscht; die Dienerschaft lässt sich von der Herrschaft bedienen, welche auch die Unterhaltung organisiert hat. Eingeladene Künstler ermuntern die Diener zum Aufstand...(Quelle: T&C-Film) Darsteller: Ingrid Caven, Peter Kern, Peter Chatel
Kuss der Tosca, Der ... 1984, R, DA, 87 Minuten TOSCA'S KISS ist eine Liebeserklärung an das Künstlerleben und die Oper - ein berührender Film über die Kraft der Musik. Wie quietschfidel Rentner auf der Leinwand leben, beweist Daniel Schmids wunderbar aufmerksamer Film 'Il bacio di Tosca'. Er spielt in einem Mailänder Altersheim, der Casa Verdi. Die Bewohner sind alte Primadonnen, Chorsänger und Orchestermusiker, die einmal am Tag zu Gott und Verdi beten, dessen Tantiemen diese Stiftung tragen Casa Verdi, das klingt wie eine Firma, die Erinnerungen ans Opernleben der zwanziger Jahre auswertet. Schmid und sein Kameramann Renato Berta suchen nach anderem als einer Hitparade des Belcanto von Verdi bis Puccini. Sie lassen die Alten die kleinen Beiläufigkeiten der Musikgeschichte erzählen, vorsingen und nacherleben. Der Kuss der Tosca -, das ist, erinnert man sich, eine höhnische Zärtlichkeit, die Tosca dem Polizeipräsidenten, der ihren Geliebten auf dem Gewissen hat, mit einem Dolchstoss erweist. Hier wird die Todesszene mit 'Toscas' Krückstock und Strickjäckchen nachgestellt. Ihr Partner bricht neben der Telefonzelle im Altersheim zusammen. Das ist ein scharf markierter Realismus, komisch und karg, der sich nie über die Hinfälligkeit der Sänger mokiert. Stellen wir uns nur vor, die kommende Generation drehte eine Dokumentation über ein kalifornisches Heim alter Rockstars, dann wird die Ambivalenz der Anteilnahme deutlich. (Quelle: Amazon)
La Paloma ... R, 1974 (CH), 110 Minuten Die Geschichte vom reichen und dicklichen Grafen, der sich in eine todkranke Nachtklubsängerin verliebt und sie durch die Absolutheit seiner Leidenschaft und Liebe wider alle Voraussagen des Arztes so lange am Leben erhält, wie sie die Beschlagnahme ihrer Person zumindest akzeptiert, ist ein Klischee aus einer romantischen Vorstellungswelt. Dass sie am Ende - über ihr eigenes Ende hinaus - nur bittere Verachtung für ihren Verehrer aufbringt, den sie nicht geliebt hat, sondern allein wegen des beflügelnden Gefühls, von ihm intensiv geliebt zu werden, durch ein Stück seines Lebens begleitete, führt zu melodramatischen Komponenten des Films und zu jener durch Jugendstil und Herbstfarben geprägten Moderstimmung, welche die eigentliche Faszination von 'La Paloma' ausmacht. Dabei interessiert weniger Schmids Reflektion über die Liebe als eine absolute Fiktion - so der Autor - als sein lebendiges Spiel und die Auseinandersetzung mit der von ihm geschaffenen Kinowirklichkeit. (Quelle: Zoom 1974) Darsteller: Peter Kern, Ingrid Caven, Peter Chatel, Bulle Ogier, Jerome-Olivier Nicolin
Schatten der Engel ... R, DA zusammen mit R. W. Fassbinder
Nach langer Zeit kehrt ein Mann in das Hotel in den Schweizer Bergen zurück, in dem er als Kind lebte. Der Gang durch das leerstehende Gebäude lässt die lange verschüttete Vergangenheit in einer Folge von Erinnerungen wach werden. Liebevoll gearbeitete ironisch-wehmütige Miniaturen fügen sich zu einem wunderbaren Film zusammen, der die Geheimnisse und den Zauber der Kindheit in die Gegenwart rettet und zugleich die heilsame Kraft der Erinnerung beschwört. Kinotipp der katholischen Filmkritik.
Fremde Links: www.filmladen.at (Film Beresina)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 3. Sept. 2011
Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
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