Daniel Christoff

Regisseur  Drehbuchautor

     

S e i n e   F i l m e

   

 

  

  

  

     

   

 

Geboren am 31.10.1926 in Bonn

Gestorben am 24.05.1996 in Ingelheim

    

Zugunsten der Schriftstellerei gab er seinen Beruf als Grafiker auf.

  

Bei Heinz Hilpert, der in Göttingen Theaterintendant war, hatte Christoff sein Theaterdebüt mit dem Stück "Noah ist tot". Gleich für sein erstes Stück erhielt er den S.-Fischer-Dramatikerpreis. Danach folgten die Stücke "Rückkehr von Elba" und "Exilregierung", die in Celle und Nürnberg zur gleichen Zeit aufgeführt wurden. 1965 hatte sein Stück "Passagiere für Garganos" Uraufführung. 

  

1964 erhielt Daniel Christoff für seinen Roman "Schaukelstühle" den Deutschen Erzählerpreis.

    

Seit 1967 arbeitete Daniel Christoff vor allem für das Fernsehen. Seine Drehbücher handeln zumeist von Schicksalen von Minderheiten. Er bearbeitete Themen wie Kindesmisshandlung, Kinderprostitution oder auch Alkoholismus, wobei seine Drehbücher mehrfach ausgezeichnet wurden. Auch führte er gelegentlich Regie, z.B. bei Datenpanne - Das kann uns nie passieren (1983), Protokoll eines Verdachts oder Wir haben uns doch mal geliebt (1982). Seine Fernsehspiele im ZDF wurden oft unter "Das Fernsehspiel der Gegenwart" gezeigt.

"Meine Drehbücher entstehen immer nach dem Grundsatz: finden ist besser als erfinden." Christoff schreibt auf der Basis journalistischer Recherche realistische, um die gesellschaftlichen Probleme und insbesondere um benachteiligte Minderheiten bekümmerte Fernsehspiele. Gegenwartsfilme mit dokumentarischem Grundgehalt sollen dem Publikum wichtige Tatbestände unterhaltsam ans Herz legen: "Ich betrachte das Fernsehspiel als ein sehr wesentliches Mittel, Informationen zu einer gewissen Wirkung zu bringen" (C. 1977).

Insgesamt ergeben Christoffs Fernsehfilme eine fast komplette Liste der Probleme, mit denen Menschen in der Bundesrepublik zu kämpfen haben. In dem Fernsehspiel mit Hans-Helmut Dickow und Tana Schanzara Umschulung (1969, Regie: Claus-Peter Witt) wirkt sich die Bergbaukrise an der Ruhr bei einem arbeitslosen Bergmann und seinem Nachbarn aus, der für die NPD wirbt. Und das Fernsehspiel Altersheim (1972, Regie: Claus-Peter Witt), befasst sich mit Missständen in deutschen Altersheimen, welches auf seinen Recherchen beruht. Die Bewohner eines Berliner Altersheims werden von profitgierigem Heimleiter ausgebeutet. Außerdem wird hier gut die Isolation der alten Menschen beschrieben. 

 

Auszeichnungen: Adolf Grimme Preis (Drehbuch) in Gold für 6 Wochen im Leben der Brüder G., Regie: Peter Beauvais.  

(Quelle: u.a. Egon Netenjakob: "TV-FILMLEXIKON - Regisseure - Autoren - Dramaturgen", Fischer-Cinema TB-Verlag, Originalausgabe März 1994, Frankfurt/Main - mit Erlaubnis des Autors)

 

  

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 12. Nov. 2015

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben.

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