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Reinhart Müller-Freienfels Darsteller - Drehbuch - Produzent - Produktionsleitung
Reinhart Müller-Freienfels wurde am 24. März 1925 als Sohn eines Psychologen und Hochschullehrers in Berlin geboren. Er starb am 1. April 2010 in Stuttgart.
Besuch des Gymnasiums bis zum Abitur. Anschließend Kriegsdienst. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft studierte er Literaturwissenschaft und Neuere Geschichte in Marburg und Frankfurt/M. Promotion 1954 Promotion über "Das Lebensgefühl in Schnitzlers Dramen", Abschluss als Doktor der Philosophie. Parallel zum Studium nahm Müller-Freienfels Schauspielunterricht in Marburg und am Kleinen Theater am Zoo, Frankfurt. Dort war er von 1957 bis 1961 Dramaturg und Schauspieler.
1961 bis 1985 Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel im Süddeutschen Rundfunk. Hier legte er 1960 als Bearbeiter den Grund für den Publikumserfolg der 5-teil. Fernsehfilm AM GRÜNEN STRAND DER SPREE, nach dem Roman von Hans Scholz, in der Regie von Fritz Umgelter (Drehbuch: Müller-Freienfels). Außerdem war er verantwortlich für den Film WER EINMAL AUS DEM BLECHNAPF FRISST (1962, WDR) nach dem Roman von Hans Fallada (Drehbuch: Müller-Freienfels). Der Roman wurde aber hier in die Gegenwart verlegt - Regie wiederum Fritz Umgelter. 1964 realisierte er das Fernsehspiel DIE PHYSIKER (Regie: Fritz Umgelter) nach einem Roman von Friedrich Dürrenmatt. Hier spielten Therese Giehse, Kurt Ehrhardt, Wolfgang Kieling und Gustav Knuth. 1968 realisierte Müller-Freienfels Helmut Käutners BEL AMI.
Bei Wikipedia ist noch folgender Text zu lesen: "In der Folgezeit gelang es Müller-Freienfels, den irischen Dramatiker Samuel Beckett für das deutsche Fernsehen zu gewinnen. Beckett, mit dem Müller-Freienfels eine lebenslange Freundschaft verband, belieferte eine Reihe von Vorlagen für SDR-Produktionen, die Müller-Freienfels als Fernsehspielchef produzieren ließ. Er selbst trat nur selten als Produzent bzw. Produktionsleiter (wie z. B. Dantons Tod, Die Physiker, der Dreiteiler Rebellion der Verlorenen und mehrere Tatort-Krimis) oder als verantwortlicher Redakteur (wie z. B. 1968 bei Helmut Käutners berühmter BEL AMI-Version mit Helmut Griem in der Titelrolle oder auch 1981 bei Goethes Die Wahlverwandtschaften von Claude Chabrol, erneut mit Griem in der Hauptrolle) in Erscheinung."
Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus Aktualisiert am 5. Juli 2026
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Die o.g. Informationen sind teilweise aus dem TB "TV-FILMLEXIKON - REGISSEURE, AUTOREN, DRAMATURGEN" von Egon Netenjakob, der mir erlaubt hat, Texte aus diesem Buch zu übernehmen.
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