Helmut Griem

  

Darsteller

 

TV-Filmvorschau für die nächsten 4 Wochen

 

 

Infokasten

       

* Interview und informative Seite über Helmut Griem *

 

* Helmut Griem bei filmportal *

  

* Eine Hommage an Helmut Griem von Dagmar Guschlbauer *

  

* Ein Nachruf des Regisseurs Mathias Allary *

     

  

  

  

Helmut Griem, Hamburger Filmfest 1979 - Foto: VIRGINIA

Helmut Griem

(hier beim Filmfest Hamburg 1979)  

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

  

Geboren am 6. April 1932 in Hamburg

Gestorben am 19. November 2004 in München

 

Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie. Schließt sich dem Kabarett "Hamburger Buchfinken" an. Wird von einem  Dramaturgen des Stadttheaters Lübeck entdeckt, dieser verpflichtet ihn für die Titelrolle in Richard Nashs Erfolgsstück "Der Regenmacher".

 

Das Talent des jungen Helmut Griem ist so groß, dass ihm, ohne jemals eine Schauspielschule gesehen zu haben, größere Rollen angeboten werden. So hat er beispielsweise Engagements beim Thalia-Theater Hamburg (Orlando in Shakespeares "Wie es euch gefällt") und im Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Butler in "Winzige Alice", dt. Erstaufführung, 1966; Titelrolle in Shakespeares "Richard II.", 1970, Regie: Hans Lietzau und 1971 in Dieter Dorns "Der Menschenfreund"), bei den Bühnen der Stadt Köln, Ruhrfestspielen Recklinghausen (Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe", 1963), im Akademietheater in Wien, bei den Salzburger Festspielen, bei den Staatl. Schauspielbühnen Berlins, beim Bayerischen Staatsschauspiel (hier spielt er unter Hans Lietzau den Karl Moor in Schillers "Die Räuber") und bei einigen anderen Theaterhäusern. Schließlich kommt er zum Wiener Burgtheater und spielt Shakespeare, Kleist und Lessing. Ob es "Richard II." oder "Der Prinz von Homburg" ist, Helmut Griem glänzt in allen Rollen. Das Fernsehen entdeckt ihn 1963 und so spielt er unter der Regie von Franz Peter Wirth in Don Carlos und Die Räuber.

 

Thekla Carola Wied und Helmut Griem

in "Liebe auf Bewährung", 2003, Regie: Bernd Böhlich

©Ziegler-Film

  

Im Kino wird er von Frank Wysbar 1960 in Fabrik der Offiziere eingesetzt. Für diese Rolle erhält er als bester Nachwuchsschauspieler einen Bambi. Es folgten einige Fernsehspiele, u.a. Blick von der Brücke, Regie: Ludwig Cremer (1967) mit Monika Peitsch und Hans-Christian Blech. Leider folgen auch einige Kinoflops wie z.B. Bis zum Ende aller Tage, Regie: F. P. Wirth, Barbara - Wild wie das Meer, Regie: Frank  Wysbar oder Der Traum von Lieschen Müller, Regie: Helmut Käutner, so dass er sich wieder dem Theater zuwendet. 

Da er vom deutschen Kino in den 60er-Jahren enttäuscht ist, schaut er sich in Frankreich und Italien um. Nach kleineren Rollen setzt ihn Luchino Visconti in Die Verdammten (1968) als SS-Mann Aschenbach ein. Ebenfalls 1968 spielt er neben Lisa Minelli und Joel Grey in Bob Fosses Cabaret den bisexuellen Baron Maximilian von Heune.

  

Szene aus dem zweiteiligen TV-Film "Bel Ami" von Helmut Käutner - Foto: SWR Media Services

Helmut Griem als Georges Duroy in Käutners "Bel Ami" 

Copyright: SWR 

 

 

Der "neue deutsche Film" interessiert sich ebenfalls für Helmut Griem, so dass er von Volker Schlöndorff neben Senta Berger in Die Moral der Ruth Halbfass eingesetzt wird. Als Hans Schnier bekommt er eine Hauptrolle in Vojtech Jasnys Ansichten eines Clowns nach dem Roman von Heinrich Böll. Weitere Rollen für Helmut Griem waren: Titelrolle in Bel Ami (2teil. Fernsehfilm, Teil 1 - Teil 2, 1968), Regie: Helmut Käutner, Philipp Braun in Die gläserne Zelle, Regie: Hans-W. Geißendörfer (1978), Deutschland im Herbst (G. spielt in der 12. Episode mit, 1977), Die Hamburger Krankheit, Regie: Peter Fleischmann (1978), Verlassen Sie bitte ihren Mann, Regie: Reinhard Schwabenitzky (1993), Liebe auf Bewährung, Regie: Bernd Böhlich (2003). Sehr zu Herzen gehend ist der Film Endloser Abschied, in dem Helmut Griem einen Ehemann spielt, dessen Frau schleichend von der Alzheimer Erkrankung befallen wird, Regie: Mathias Allary, 1994 (siehe Nachruf des Regisseurs im Infokasten).

 

Ende der achtziger Jahre wechselte Griem auch ins Theater-Regiefach und inszenierte mit großem Erfolg an den Münchner Kammerspielen und in Wien u.a. "Seid nett zu Mr. Sloane" von Joe Orton, "Der Held der westlichen Welt" von John M. Synge, "Love Letters" von A. R. Gurney, "Die schöne Fremde" von Klaus Pohl und "Eines langen Tages Reise in die Nacht" von Eugene O'Neill, "Der Fall Furtwängler", "Der Tod und das Mädchen" und "Tod eines Handlungsreisenden". (rk)

 

  

Auszeichnungen: 

Silberner Bambi
Golderner Bambi
Berliner Kunstpreis
Darstellerpreis Virgin Islands
Darstellerpreis San Sebastian
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremde Links:

www.kulturfibelverlag.de (Interview)

www.helmutgriem.com/nachruf (Nachruf des Regisseurs Mathias Allary)

www.bayerischesstaatsschauspiel.de (über Dieter Dorn)

www.filmportal.de (über Frank Wysbar)

www.filmportal.de (Film Fabrik der Offiziere)

www.filmportal.de (Film Der Traum von Lieschen Müller)

www.filmportal.de (über Helmut Griem)

www.filmportal.de (Film Bis zum Ende aller Tage)

http://tvlizenz.swr-media.de (TV-Film: Bel Ami - Teil 1)

http://tvlizenz.swr-media.de (TV-Film: Bel Ami - Teil 2)

www.allaryfilm.de (Film Endloser Abschied)

www.ziegler-film.com (Film Liebe auf Bewährung)

www.guschlbauer.info (Projekt Helmut Griem)

www.prisma-online.de (Weitere Filme)

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet am 08.04.2011