Alfred Vohrer

Regisseur  Drehbuchautor

   

Seine Filme

  

Alfred Vohrer bei Wikipedia

      

  

  

  

  

Geboren am 19. Dezember 1914 in Stuttgart

Gestorben am 3. Februar 1986 in München  

  

Alfred Vohrer besuchte die Realschule in München. Anschließend nahm er Schauspiel- und Gesangsunterricht. Er war Mitglied des Württembergischen Staatstheaters in Stuttgart. Während des 2. Weltkrieges ist Vohrer Soldat und verliert 1941 in Russland seinen rechten Arm. 

  

Er volontiert bei der Ufa, wo er bis zum Ende des Krieges bei Harald Braun und Alfred Braun als Regieassistent arbeitet. Nach dem Krieg Arbeit beim Rundfunk, hier ist Vohrer ab 1946 für zwei Jahre Oberspielleiter bei Radio Stuttgart. 1949 Rückkehr zur Filmarbeit, auch als Synchronsprecher und Synchronregisseur. Im selben Jahr führte Vohrer auch die Diaglogregie zu Ferdinand Diehls Puppenfilm Immer wieder Glück. 1953 tritt er mit Josef Wolf in die 1951 gegründete Synchronfirma "Ultra-Film GmbH" ein.  Zu den Filmen, von denen Vohrer bis 1959 Synchronfassungen herstellte, gehörten so kommerzielle und künstlerische Welterfolge wie Viva Zapata, Die Faust im Nacken von Elia Kazan oder Die Brücke am Kwai von David Lean. In den folgenden Jahren war Vohrer für die Synchronisation von hunderten Filmen verantwortlich. 1956 schreibt Alfred Vohrer sein erstes Drehbuch für die Ultra-Film mit dem Titel Zum Leben verdammt, es kommt aber nicht zu einer Verfilmung.

  

Simmel-Filme waren in den 70er-Jahren ein Muss für jeden Kinofan.

Sein Regiedebüt gibt er 1958 mit dem Jugend- und Halbstarkenproblemfilm Schmutziger Engel. Dann folgen Verbrechen nach Schulschluss und Bis dass das Geld euch scheidet. Der letztgenannte bringt Vohrer mit dem Produzenten Artur Brauner zusammen. Horst Wendlandt, ein ehemaliger Produktionsleiter Brauners, hat es inzwischen Anfang der 60er-Jahre zum Produktionschef der deutschen Firma "Rialto Film" gebracht und bittet Alfred Vohrer, die Regie für seinen ersten Edgar Wallace-Film Die toten Augen von London  (insgesamt waren es 14) zu übernehmen. Der Film wird ein unerwartet großer Erfolg, und so bittet Wendlandt Vohrer noch einmal um Übernahme einer Regiearbeit für Unser Haus in Kamerun mit Johanna von Koczian und Hans Söhnker. Es folgen weitere Filme nach Romanen von Edgar Wallace, u.a. Das Gasthaus an der Themse, Der Zinker, Der Hexer. Gegen Ende der  1960er-Jahre lässt das Publikumsinteresse an Edgar Wallace-Filmen nach, daher wechselt Vohrer zur Münchener Roxy-Film unter Luggi Waldleitner.

  

Für die Firma Rialto-Film entstehen von 1964 - 1966 drei Karl May-Filme in der Regie von A. Vohrer: Unter Geiern, Old Surehand und Winnetou und sein Freund Old Firehand. Es folgen Kriminalkomödien und für Luggi Waldleitners Roxy-Film die Krimis Sieben Tage Frist (1969) und Perrak (1970). 1970 hob Vohrer selbst eine "Serie" aus der Taufe, die Verfilmungen der Romane von Johannes Mario Simmel. Und als sinch der Debütfilm Und Jimmy ging zum Regenbogen als ein durchschlagender Erfolg herausgestellt hatte, setzte Vohrer auch einen Großteil der darauf folgenden Simmel-Adaptionen um, wie Alle Menschen werden BrüderLiebe ist nur ein Wort, Der Stoff aus dem die Träume sind. Die Drehbücher für die Simmel-Filme verfasste Manfred Purzer. Weiterhin dreht Vohrer den Film Und der Regen verwischt jede Spur, das Kästner-Remake Drei Männer im Schnee und den Krimi Wer stirbt schon gerne unter Palmen (1974) nach Konsalik. 1975 und 1976 folgen zwei Ganghofer-Remakes: Der Edelweißkönig und Das Schweigen im Walde. Die Geschichte eines Callgirls mit dem Titel Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr (1975) und die Inszenierung des Anti-Nazi-Romans von Fallada: Jeder stirbt für sich allein (1976) sind seine beiden letzten Kinofilme.

   

Der Film "Der Stoff, aus dem die Träume sind" kann bei Amazon bestellt werden.

Das Fernsehen interessiert sich ebenfalls für Alfred Vohrer, der schon seit 1974 für die Serie Derrick arbeitet und seit 1977 für die Serie Der Alte gelegentlich Drehbücher schreibt. Mittlerweile zählt er zu den meistbeschäftigten Regisseuren der beiden so erfolgreichen Serien.

In den 1980er Jahren kommen noch zahlreiche Episodenfilme verschiedenster Genres dazu. Weißblaue Geschichten mit Gustl Bayrhammer, Hessische Geschichten mit Günter Strack und Krumme Touren mit Manfred Krug haben hohe Einschaltquoten, so dass auch vom ZDF die Anfrage kommt, ob er an den Serien Das Traumschiff und Die Schwarzwaldklinik mitarbeiten möchte. 

  

Alfred Vohrer lebte seit Mitte der 1950er Jahre mit seinem Lebensgefährten Herbert in Berlin-Dahlem zusammen, stirbt kurz vor den Dreharbeiten im Hotel Königshof in München an Herzversagen.

(Quelle: Einige Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 8, S. 202-203 und aus Egon Netenjakob: "TV-FILMLEXIKON - Regisseure - Autoren - Dramaturgen", Fischer-Cinema TB-Verlag, Originalausgabe März 1994, Frankfurt/Main - mit Erlaubnis der Autoren)

 

 

 

 

 

 

 

Diese Seite enthält Links fremder Seiten:

http://wissen.spiegel.de (Film Jeder stirbt für sich allein -pdf-Datei)

www.br-online.de (Film Der Edelweißkönig)

www.filmportal.de (über Artur Brauner)

www.filmportal.de (über Horst Wendlandt)

www.filmportal.de (über Luggi Waldleitner)

www.filmportal.de (Film Schmutziger Engel)

www.filmportal.de (Film Unter Geiern)

www.filmportal.de (Film Verbrechen nach Schulschluss)

www.filmportal.de (Film Bis dass das Geld euch scheidet)

www.filmportal.de (Film Liebe ist nur ein Wort)

www.wikipedia.de (über Alfred Braun)

www.wikipedia.de (Film Perrak)

www.wikipedia.de (Film Alle Menschen werden Brüder)

www.wikipedia.de (Film Und Jimmy ging zum Regenbogen)

www.wikipedia.de (Film Der Stoff, aus dem die Träume sind)

 

  

  

  

   

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 20.06.2013

 

Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.