Die zweite Frau

1983

 

Filmliste Herbert Ballmann

  

  

     

Regie 

Herbert Ballmann

Drehbuch 

Karl Wittlinger

Vorlage 

Nach Eugenie Marlitt

Produktion 

Chamier Film KG, Berlin, im Auftrag des ZDF

Kamera 

Andrzéj Jaroszewicz

Musik 

Birger Heymann

FSK 

-

Kostüme

Elisabeth Schewe

Länge 

ca. 90 Minuten

Sonstiges 

Erzähler: Friedrich W. Bauschulte

Ur-/Erstaufführung 

4. April 1983

Genre 

Fernsehspiel nach literarischer Vorlage

  

   

Darsteller

Rolle

Ruth Olafs 

Liane
Christoph Moosbrugger Raoul Baron Mainau
Paul Dahlke Hofmarschall
Doris Kunstmann Herzogin
Luitgard Im Gräfin
Gisela Uhlen Frau Löhn
Rainer Hunold Rüdiger
Susanne Schaefer Fräulein Berger
Markus Jahn Leo
Joachim Ziegelski Gabriel
   

   

    

Inhalt

Die Grafen Trachtenberg sind durch aufwändigen Lebensstil so tief in Schulden geraten, dass sie zwar aus Barmherzigkeit der Gläubiger noch auf ihrem Schloss wohnen dürfen, sich im Übrigen aber durch unstandesgemäße Arbeit ihr tägliches Brot verdienen müssen. Aus einer Laune heraus heiratet der reiche Baron Mainau eine der Töchter des verstorbenen Grafen. Liane weiß, dass diese Heirat eine Farce und ein Racheakt gegenüber der regierenden Herzogin ist, die dem attraktiven Baron Mainau nachstellt. Zwar fügt Liane sich in ihr Schicksal; doch verteidigt sie mit kühner Besonnenheit und einer für eine Frau der damaligen Zeit ungewöhnlich klugen und scharfsinnigen Argumentation ihre Position im Hause Mainau, vor allem dem Onkel des Barons gegenüber, einem alten, verbitterten und engstirnigen Höfling. So gelingt es ihr allmählich, nicht nur das Vertrauen ihres sich höflich aber kühl verhaltenden Mannes, sondern auch dessen Achtung zu erringen. Nach und nach sieht Mainau ein, in was für bösartige Intrigen er nicht nur am Hofe, sondern auch in seinem eigenen Hause durch seinen Onkel und dessen engsten Vertrauten verwickelt worden ist und welchen gefährlichen und verhängnisvollen Weg er beinahe eingeschlagen hätte. Doch den mutigen Kampf seiner Frau gegen die Intriganten entwickelt sich zwischen den Eheleuten eine so tiefe Sympathie und schließlich Liebe, dass es ihnen gelingt, sich von den konventionell-starren Zwängen des Hofes und dem die Atmosphäre des Hauses Mainau vergiftenden Einfluss des alten Onkels zu befreien.

 

Wenngleich dieser Roman durch seine oft unfreiwillig komisch-blumige Sprache und komisch-blumige Sprache und überschwängliche Beschreibung von Gefühlsregungen und Interieurs dem Bereich der Trivialliteratur zugerechnet wird, so geschieht das in Bezug auf Gehalt und Aussage zweifellos zu Unrecht. Denn die Marlitt gibt hier eine erstaunlich klare und scharfe Analyse der Rolle der Frau in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts und eine harte Kritik an der in leerer Konvention erstarrten Gesellschaft.

 

Nach dem Geheimnis der alten Mamsell, Im Schillingshof und Im Hause des Kommerzienrates ist dies hier die vierte Verfilmung eines Marlitt-Romans durch das ZDF.

 

(Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, Heft 9, Juli - August 1975, hrg. vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Informations- und Presseabteilung / Öffentlichkeitsarbeit)

 

 

 

   

 

  

  

  

    

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 30. Dez. 2015

  

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