Auf dem Chimborazo

1977

   

Filmliste Peter Beauvais

    

 

 

 

Regie

Peter Beauvais

Drehbuch

Tankred Dorst

Produktion

WDR (Gunther Witte)

Kamera

Michael Ballhaus

Musik

-

Länge

66 Minuten

Ur-/Erstaufführung

Als Theaterstück: 23. Januar 1975 am Schloßpark-Theater Berlin. Regie: Dieter Dorn 

Genre

Verfilmung eines Theaterstücks

  

  

  

Darsteller

Rolle

Heidemarie Hatheyer

Dorothea Merz

Joachim Bissmeier

Tilman

Heinrich Giskes

Heinrich

Johanna Hofer

Klara Falk

Britta Fischer

Irene

   

   

 

Inhalt

"Eine junge Frau, die versucht, ihre idealen Vorstellungen von Glück und Ehe zu bewahren, obwohl die Wirklichkeit ihres Lebens diesen Vorstellungen mehr und mehr widerspricht" - so beschrieb Tankred Dorst die Titelfigur seines zweiteiligen Fernsehfilms Dorothea Merz. Im Mittelpunkt des Chimborazo steht die alt gewordene Dorothea.

  

Die Familie Merz hat Thüringen nach 1945 verlassen und sich im Westen eine neue Existenz aufgebaut. Ganz in der Nähe ihrer Heimatstadt Grünitz verläuft heute die Grenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Von einem Berg, den die Kinder früher "Chimborazo" nannten, kann man nach "drüben" hinübersehen. Auf diesem Berg wollen Dorothea, ihre Freundin Klara Falk, ihre Söhne Tilman und Heinrich sowie Tilmans Freundin Irene ein Feuer anzünden. Die Bekannten der Heimat, die vorher informiert worden sind, sollen es sehen können. Von diesem Ausflug auf den Chimborazo verspricht sich Dorothea nicht nur eine eindrucksvolle Verbundenheit mit den Freunden im Osten, sondern auch ein harmonisches Beisammensein mit ihren Söhnen. Doch statt Glück und Harmonie erlebt sie die Zerstörung ihrer Illusion, mit denen sie jahrzehntelang gelebt hat. Ihr Sohn Tilman, gezeichnet von der Krankheit, an der er seit der Kindheit leidet, ist nicht ein bedeutender Gelehrter, sondern ein einfacher Universitätsangestellter geworden. Heinrich hat längst die Promotion aufgegeben und schlägt sich als Gelegenheitsarbeiter durchs Leben. Auf dem Chimborazo wird es dunkel, aber das Feuer, der eigentliche Anlass ihres Aufstiegs, ist unwichtig geworden. (Quelle: Broschüre ARD-Fernsehspiel, Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, Heft April - Juni 1977, Seite 136)

    

  

  

  

Fremde Links:

www.goethe.de (über Dieter Dorn)

 

 

 

 

  

 

 

 

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010