Todesspiel 

1997

 

Filmliste Heinrich Breloer

 

  

 

Regie

Heinrich Breloer

Drehbuch

Heinrich Breloer

Produktion

Multimedia Gesellschaft für audiovisuelle Information mbH, Hamburg, im Auftrag des Westdeutschen und des Norddeutschen Rundfunks 

Kamera

Hans Günther Bücking

Musik

Hans-Peter Ströer

FSK

ab 12 Jahre

Länge

2 x 90 Minuten

Kurzbeschreibung

Der Film entstand als offenes Fernsehspiel, das Spielelemente mit dokumentarischen Aufnahmen verbindet. Thematisiert werden die Ereignisse des "Deutschen Herbstes" 1977 als RAF-Terroristen den deutschen Arbeitgeberpräsidenten H. M. Schleyer entführen, um ihn gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen freizupressen. Gleichzeitig entführte ein palästinensisches Terrorkommando eine Lufthansamaschine nach Mogadishu, Somalia. Die Luftpiraten forderten ebenfalls die Freilassung der RAF-Leute. Die deutsche Regierung blieb hart...

Ur-/Erstaufführung

15.06.1997

Genre

Zeitgeschichte, Terrorismus

  

    

  

Darsteller

Rolle

Hans Brenner

Hans Martin Schleyer

Manfred Zapatka

Bundeskanzler Helmut Schmidt

Sebastian Koch

Andreas Baader

Ulrich Matthes

Jan Carl Raspe

Karoline Eichhorn

Brigitte Mohnhaupt

Dirk Martens

Entführer

Claudia Michelsen

Sieglinde Hofmann

Anya Hoffmann

Gudrun Ensslin

Dieter Mann

BKA-Präsident Horst Herold

Hansjörg Assmann

Alfred Klaus

Bernd Tauber

Vollzugsbeamter Bubeck

Gerd Preusche

Minister Hans-Jürgen Wischnewski

Matthias Freihof

Chefpilot Schuhmann

Susanne Schäfer

Stewardess Gaby Dillmann

Antje Westermann

Birol Ünel

Zohair Y. Akache (Kapitän Mahmoud)

   

   

       

 

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Inhalt

Am 5. September 1977 wird Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer von der RAF entführt. Im Kugelhagel der Terroristen sterben alle vier Begleiter Schleyers. Der Industrielle soll im Austausch gegen die in Stammheim inhaftierten Genossen freikommen. Die Bundesregierung unter Helmut Schmidt beschließt, nicht auf die Erpressung durch die RAF einzugehen. Der Staat nimmt die Kriegserklärung an. Das Todesspiel beginnt.

Das zu Recht viel gelobte zweiteilige Dokudrama von Heinrich Breloer verwebt Spielszenen, Interviews und Archivmaterialien zu einer einzigartigen Studie über die dunkelsten Wochen der westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Das Springen zwischen Inszeniertem und Dokumentarischem wirkt niemals angestrengt oder irritierend, sondern verifiziert und bereichert das Vorgestellte. Breloer erzeugt so eine Spannung und bedrückende Nähe, die mit einem Spielfilm nur schwer zu erreichen wäre. Tatsächlich kommt bei der fast dreistündigen Tragödie niemals Langeweile auf.

Während der erste Teil die Entführung Schleyers nachzeichnet, konzentriert sich der zweite Teil auf die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" nach Mogadischu. Die Naivität und Brutalität der Terroristen erschrecken ebenso wie die Skrupellosigkeit des staatlichen Krisenstabs. Die unkontrollierbare Gewaltspirale des Krieges überrennt alle Beteiligten. Schnell wird eine Einordnung nach Gut und Böse, richtig und falsch, auch für den Zuschauer unmöglich. Todesspiel stellt sich gegen die gefährliche Illusion, Gerechtigkeit sei mit Waffengewalt zu erzwingen. (Quelle: Peter Kuhn, Amazon-Redaktion)

  

Autor und Regisseur Heinrich Breloer arbeitet in einem Mosaik aus Dokumentar-Material, Spielszenen und Interviews mit Zeitzeugen - wie beispielsweise mit dem damaligen Kanzler Helmut Schmidt - diese dramatischen Wochen auf, die die Republik in Atem hielten.

 

 

1. Teil: Volksgefängnis

Der erste Teil schildert die Entführung Schleyers, die ersten Entscheidungen und Gegenmaßnahmen in Bonn, die Fahndung nach den Entführern und das psychologische Drama zwischen Schleyer und den ihn bewachenden Terroristen. Er endet mit der Meldung von der Entführung der "Landshut" - der Eskalation der Krise.

 

2. Teil: Entführt die Landshut

Der zweite Teil beschreibt das Inferno in dem entführten Flugzeug und die Verhandlungen des Bundeskriminalamts mit den Stammheimer Gefangenen um ihre angebliche Freilassung in ein anderes Land. Am Ende steht der kollektive Selbstmord im Hochsicherheitstrakt von Stammheim und die Erschießung Schleyers, der gehofft hatte, die Entführung der Maschine könnte seinem Schicksal nochmals eine Wende geben.  


  

 

  

  

  

  

Fremde Links:

www.agentur-huebchen.de (Manfred Zapatka)

www.zdf.de (über Susanne Schäfer)

www.filmportal.de (über Birol Ünel)

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010