Heinrich Breloer

Regisseur  Drehbuchautor

  

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Heinrich Breloer wird 65

[Stand: 16.02.2007]

 

  

 

  

 

Spezialist für Doku-Dramen: Heinrich Breloer

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

  

  

  

Heinrich Breloer wurde am 17. Februar 1942 in Gelsenkirchen geboren. 

  

Von 1961 bis 1970 Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Bonn und Hamburg. Promotion. Arbeit als Regisseur und freier Autor ab 1972. Beschäftigung bei einer Hamburger Tageszeitung als Journalist und Film- und Fernsehkritiker. Außerdem verfasste er Hörfunkbeiträge. Er realisierte für das Fernsehen Beiträge zu Themen vor allem der jüngeren deutschen Geschichte in Form von Dokumentarfilmen, hier fallen bereits Heinrich Breloers intensive Beobachtungen und Gespräche vor der Kamera auf. In den vielen Jahren entstanden über 30 großartige Produktionen, die vielfach beachtet und auch ausgezeichnet wurden, wie z.B. Mein Tagebuch (1980), ein Film, der in 10 Folgen die Geschichte aus der Perspektive der kleinen Leute, die sie erlitten haben, erzählt. Das Beil von Wandsbek (1981, mehrfach preisgekrönt) ist - in Zusammenarbeit mit Horst Königstein - nicht nur eine Adaptation des Romans von Arnold Zweig, sondern erkundet darüber hinaus lebensgeschichtliche Hintergründe im Hamburg des Jahres 1933. Filme über besondere Persönlichkeiten wie Klaus Mann - Treffpunkt im Unendlichen (1983), Adolf Grimme-Preis in Gold - und Kampfname Willy Brandt (1984) vergegenwärtigt Alltag und Kultur im Exil.

 

In dem zweiteiligen Film Eine geschlossene Gesellschaft (1987) erweitert sich Breloers Erinnerung an die Internatszeit im katholischen Canisianum in Lüdinghausen zur Beschreibung und Charakterisierung der 50er Jahre.

 

2001 ist es Breloer gelungen, einen Dokumentations-Spielfilm (Die Manns - Ein Jahundertroman) über Leben und Werke der

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Kino- und Fernsehfilm mit glänzenden Schauspielern

 Familie Thomas Mann zu realisieren, der von Marcel Reich-Ranicki ein "Fernseh-Jahrhundert-Ereignis" genannt wurde. Bei den Dreharbeiten war ihm Elisabeth Mann-Borgese, die jüngste Tochter Thomas Manns, eine besondere Hilfe, weil sie an den dokumentarischen Teilen des Films beteiligt war und Heinrich Breloer eine große Hilfe war. Leider starb sie ganz überraschend am 8. Februar 2002 in der Schweiz. Elisabeth Mann-Borgese über ihre Familie >>>

  

Am 26.11.2002 erhält Breloer für diesen Fernseh-Dreiteiler in USA den TV-Grammy-Award. Der Preis wird von Joan Collins überreicht. Es ist bisher das erste Mal in der deutschen Fernsehgeschichte, dass für eine deutsche Produktion dieser Preis verliehen wird. 

 

Für sein umfangreiches Lebenswerk erhielt Breloer den Hans Albich-Preis, der ihm bei Fernsehfilm-Festival in Baden-Baden 2005 verliehen wurde. Heinrich Breloer ist eine der Größen der deutschen Fernseh- und Filmlandschaft. Sein Oeuvre umfasst mittlerweile über 20 abendfüllende Produktionen, die bekanntesten waren neben der erwähnten: Eine geschlossene Gesellschaft (1987), Die Staatskanzlei (1989), Das Todesspiel (1997) und Speer und Er, der auch im diesjährigen Wettbewerb und Zuschauerpreis läuft.

  

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Das Beste, was neben Petersens "Das Boot" für's deutsche Fernsehen gedreht wurde

Über das Projekt Speer und Er ist zu sagen, dass die die Dreharbeiten zu dem 3teil. TV-Film über den Architekten Albert Speer im Februar 2004 begonnen hatten. Die Titelrollen haben Sebastian Koch als Albert Speer und Tobias Moretti als Adolf Hitler übernommen. Neben Heinrich Breloer und Horst Königstein (Buch) sind Gernot Roll (Kamera), Götz Weidner (Szenenbild), Barbara Baum (Kostümbild) und Waldemar Pokromski (Maske) ebenso mit von der Partie wie Bavaria Film-Geschäftsführer Prof. Thilo Kleine, der gemeinsam mit Michael Hild die Produktion verantwortet. Speer und Er wird der erste deutsche Film sein, der den Lebensweg Albert Speers vom kometenhaften Aufstieg im Dritten Reich über die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse bis hin zu den Jahren im Spandauer Gefängnis nachzeichnet: eine weit ausgreifende biografische Erzählung in drei Teilen, die sich mit dem deutschen Architekten, Rüstungsminister, Kriegsverbrecher, Gefängnisinsassen und Bestsellerautor Albert Speer auseinandersetzt. 

 

Heinrich Breloers bisher letzter Film - Thomas Mann lässt ihn einfach nicht los - ist die Geschichte der Familie Buddenbrook - Weitere Informationen in meinen NEWS 2007 >>>

  

Auszeichnungen

1983: Adolf-Grimme-Preis mit Gold

1987: Adolf-Grimme-Preis mit Silber

1983: Gold Medal des New York Film- und TV-Festivals

1989: Kulturpreis Kultur Aktuell des Landeskulturverbands Schleswig-Holstein

1990: Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Die Staatskanzlei

1991: Goldener Gong

1991: Bayerischer Fernsehpreis

1992: Ernst-Schneider-Preis

1992: Adolf-Grimme-Preis mit Gold

1993: Prix Europa

1993: Adolf-Grimme-Preis

1994: DAG-Fernsehpreis in Gold

1994: Goldener Gong

1994: Filmpreis Rheinland-Pfalz

1995: ZDF-Telestar

1997: Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises

1997: Sonderpreis für dokumentarisches Fernsehspiel beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden

1997: Bambi

1997: ZDF-Telestar

1997: Goldener Löwe (RTL)

1998: DAG-Fernsehpreis in Gold

1999: Bundesverdienstkreuz

  

2002: Preise für Die Manns - Ein Jahrhundertroman

  • - Deutscher Fernsehpreis: Fernsehereignis des Jahres

  • - Grimme-Preis in Gold

  • - Bayerischer Fernsehpreis (Blauer Panther)

  • - Goldene Kamera

  • - Emmy Award, Goldene Romy Spezialpreis der Jury

  • - Golden Gate Award, San Francisco International Film Festival

  • - Goldene Nymphe, Monte Carlo International TV Festival

 

2005: Siebenpfeiffer-Preis

2005: Hans Abich Preis >>>Laudatio von Walter Konrad, ehem. Direktor der Akademie der Darst. Künste <<<

2005: Goldene Olive beim International Festival in Bar, Montenegro (Speer und Er)

2006: Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen

2006: Goldene Romy für den besten Fernsehfilm Speer und Er

2006: Goldene Magnolie beim Shanghai TV Festival, beste Regie (Speer und Er)

2006: Fernsehfestival in Banff, Kanada, bester Film in der Kategorie History and Biography (Speer und Er)

2009: RomaFictionFest Rom, bester Film, beste Regie (Buddenbrooks)

 

  

  

Fremde Links:

www.mz-web.de (H.B. wird 65, 2007)

www.dhm.de (über Albert Speer)

www.moretti.at (Tobias Moretti HP)

wikipedia (über Elisabeth Mann-Borgese)

www.hagalil.com (über den Tod von E. Mann-Borgese)

http://archives.arte.tv (E. Mann-Borgese über ihre Familie)

www.dieterwunderlich.de (Filmtipp Speer und Er)

 

 

 

 

 

 

 

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Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 05/2011