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Heinrich Breloer Regisseur
Drehbuchautor
Heinrich Breloer wurde am 17. Februar 1942 in Gelsenkirchen geboren.
Von
1961 bis 1970 Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Bonn und
Hamburg. Promotion. Arbeit als Regisseur und freier Autor ab 1972. Beschäftigung
bei einer Hamburger Tageszeitung als Journalist und Film- und Fernsehkritiker.
Außerdem verfasste er Hörfunkbeiträge. Er realisierte für das Fernsehen
Beiträge zu Themen vor allem der jüngeren deutschen Geschichte in Form von
Dokumentarfilmen, hier fallen bereits Heinrich Breloers intensive Beobachtungen
und Gespräche vor der Kamera auf. In den vielen Jahren entstanden über 30
großartige Produktionen, die vielfach beachtet und auch ausgezeichnet wurden,
wie z.B. Mein
Tagebuch (1980), ein Film, der in 10
Folgen die Geschichte aus der Perspektive der kleinen Leute, die sie erlitten
haben, erzählt. Das Beil von Wandsbek
(1981, mehrfach preisgekrönt) ist - in
Zusammenarbeit mit Horst Königstein
- nicht nur eine Adaptation des Romans von Arnold
Zweig, sondern erkundet darüber
hinaus lebensgeschichtliche Hintergründe im Hamburg des Jahres 1933. In dem zweiteiligen Film Eine geschlossene Gesellschaft (1987) erweitert sich Breloers Erinnerung an die Internatszeit im katholischen Canisianum in Lüdinghausen zur Beschreibung und Charakterisierung der 50er Jahre.
2001 ist es Breloer gelungen, einen Dokumentations-Spielfilm (Die Manns - Ein Jahundertroman) über Leben und Werke der Familie Thomas Mann zu realisieren, der von Marcel Reich-Ranicki ein "Fernseh-Jahrhundert-Ereignis" genannt wurde. Bei den Dreharbeiten war ihm Elisabeth Mann-Borgese, die jüngste Tochter Thomas Manns, eine besondere Hilfe, weil sie an den dokumentarischen Teilen des Films beteiligt war und Heinrich Breloer eine große Hilfe war. Leider starb sie ganz überraschend am 8. Februar 2002 in der Schweiz. Elisabeth Mann-Borgese über ihre Familie >>>
Am 26.11.2002 erhält Breloer für diesen Fernseh-Dreiteiler in USA den TV-Grammy-Award. Der Preis wird von Joan Collins überreicht. Es ist bisher das erste Mal in der deutschen Fernsehgeschichte, dass für eine deutsche Produktion dieser Preis verliehen wird.
Für sein umfangreiches Lebenswerk erhielt Breloer den Hans Albich-Preis, der ihm bei Fernsehfilm-Festival in Baden-Baden 2005 verliehen wurde. Heinrich Breloer ist eine der Größen der deutschen Fernseh- und Filmlandschaft. Sein Oeuvre umfasst mittlerweile über 20 abendfüllende Produktionen, die bekanntesten waren neben der erwähnten: Eine geschlossene Gesellschaft (1987), Die Staatskanzlei (1989), Das Todesspiel (1997) und Speer und Er, der auch im diesjährigen Wettbewerb und Zuschauerpreis läuft.
Über das Projekt Speer und Er ist zu sagen, dass die die Dreharbeiten zu dem 3teil. TV-Film über den Architekten Albert Speer im Februar 2004 begonnen hatten. Die Titelrollen haben Sebastian Koch als Albert Speer und Tobias Moretti als Adolf Hitler übernommen. Neben Heinrich Breloer und Horst Königstein (Buch) sind Gernot Roll (Kamera), Götz Weidner (Szenenbild), Barbara Baum (Kostümbild) und Waldemar Pokromski (Maske) ebenso mit von der Partie wie Bavaria Film-Geschäftsführer Prof. Thilo Kleine, der gemeinsam mit Michael Hild die Produktion verantwortet. Speer und Er wird der erste deutsche Film sein, der den Lebensweg Albert Speers vom kometenhaften Aufstieg im Dritten Reich über die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse bis hin zu den Jahren im Spandauer Gefängnis nachzeichnet: eine weit ausgreifende biografische Erzählung in drei Teilen, die sich mit dem deutschen Architekten, Rüstungsminister, Kriegsverbrecher, Gefängnisinsassen und Bestsellerautor Albert Speer auseinandersetzt.
Heinrich Breloers bisher letzter Film - Thomas Mann lässt ihn einfach nicht los - ist die Geschichte der Familie Buddenbrook - Weitere Informationen in meinen NEWS 2007 >>>
Auszeichnungen 1983: Adolf-Grimme-Preis mit Gold 1987: Adolf-Grimme-Preis mit Silber 1983: Gold Medal des New York Film- und TV-Festivals 1989: Kulturpreis Kultur Aktuell des Landeskulturverbands Schleswig-Holstein 1990: Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Die Staatskanzlei 1991: Goldener Gong 1991: Bayerischer Fernsehpreis 1992: Ernst-Schneider-Preis 1992: Adolf-Grimme-Preis mit Gold 1993: Prix Europa 1993: Adolf-Grimme-Preis 1994: DAG-Fernsehpreis in Gold 1994: Goldener Gong 1994: Filmpreis Rheinland-Pfalz 1995: ZDF-Telestar 1997: Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises 1997: Sonderpreis für dokumentarisches Fernsehspiel beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden 1997: Bambi 1997: ZDF-Telestar 1997: Goldener Löwe (RTL) 1998: DAG-Fernsehpreis in Gold 1999: Bundesverdienstkreuz
2002: Preise für Die Manns - Ein Jahrhundertroman
2005: Siebenpfeiffer-Preis 2005: Hans Abich Preis >>>Laudatio von Walter Konrad, ehem. Direktor der Akademie der Darst. Künste <<< 2005: Goldene Olive beim International Festival in Bar, Montenegro (Speer und Er) 2006: Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen 2006: Goldene Romy für den besten Fernsehfilm Speer und Er 2006: Goldene Magnolie beim Shanghai TV Festival, beste Regie (Speer und Er) 2006: Fernsehfestival in Banff, Kanada, bester Film in der Kategorie History and Biography (Speer und Er) 2009: RomaFictionFest Rom, bester Film, beste Regie (Buddenbrooks)
Fremde Links: www.mz-web.de (H.B. wird 65, 2007) www.dhm.de (über Albert Speer) www.moretti.at (Tobias Moretti HP) wikipedia (über Elisabeth Mann-Borgese) www.hagalil.com (über den Tod von E. Mann-Borgese) http://archives.arte.tv (E. Mann-Borgese über ihre Familie) www.dieterwunderlich.de (Filmtipp Speer und Er)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 05/2011
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