Spiel der Verlierer

1978

 

Filmliste Christian Hohoff

 

  

  

Regie

Christian Hohoff

Drehbuch

Christian Hohoff

Vorlage

-

Produktion

Tango, Filmproduktion Christian Hohoff, Rainer Werner Fassbinder, WDR

Kamera

Horst Knechtel

Musik

Peer Raben

Schnitt

Juliane Lorenz, Franz Walsch (d.i. R. W. Fassbinder)

FSK

ab 16 Jahre

Länge

80 Minuten

Ur-/Erstaufführung

13.10.1978

Genre

Drama

        

      

  

Darsteller

Rolle

Claus Holm

Georg Friedrichs

Maria Schell

Anna Friedrichs

Jörg von Liebenfels

Mathias Kluth

Martina Winkelbach

Anita Friedrichs

Margit Carstensen

Fräulein Rosner

Christiane Maybach

Frau Holle

Michael Ballhaus

Dr. Müller

Carola Fahr

Lillian

Renate Pelster

Renate Friedrichs

Armin Meier

Charly

Karl Scheydt

Fleischgroßhändler

Klaus Jepsen

Bankangestellter

Angelika Milster

Gastsängerin

             

   

 

Inhalt

Der 50jährige Fuhrunternehmer Kluth, dem die Frau weggelaufen ist, verliebt sich in die 15jährige Tochter eines befreundeten Wirtsehepaares; ihre Beziehung endet damit, dass Anita ein Kind erwartet und der verzweifelte Kluth Selbstmord begeht. Das im Kleinbürgertum angesiedelte und sozialkritisch konzipierte Rührstück ist der inszenatorisch völlig misslungene Erstlingsfilm eines Fassbinder-Mitarbeiters. Fassbinder selbst fungierte als Produzent und wirkte (unter seinem Pseudonym Franz Walsch) auch am Schnitt mit. (Quelle: Lexikon des Internationalen Films - CD-ROM)  

  

 

Christian Hohoff, mehrere Jahre Assistent Fassbinders und gelegentlich Mitarbeiter an dessen Drehbüchern, hatte sich für sein Regiedebüt ein ebenso einfaches wie interessantes Thema ausgesucht: Ein fünfzigjähriger Fuhrunternehmer merkt, dass sich die fünfzehnjährige Tochter eines befreundeten Wirtsehepaares in ihn verliebt und erwidert diese Liebe. Die Eltern stellen sich ahnungslos, weil ihnen die Affäre Gelegenheit gibt, den Mann um Bürgschaften und Geld zu bitten. Als der Vater die Wechsel platzen lässt, kommt es zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf die Mutter dem Liebhaber der Tochter mit einer Anzeige droht. "Ihr denkt ja ganz anders als ich", sagt der Mann, geht nach Hause und nimmt sich das Leben.

 

Unter Fassbinders Händen wäre daraus wahrscheinlich eine Kleinbürgerstudie á la Angst essen Seele auf geworden. Obwohl Fassbinders Einfluss auf die Gestaltung von Hohoffs Film nicht gering war (er ist nicht nur Produzent des Films, sondern hat unter seinem Pseudonym Franz Walsch auch am Schnitt mitgearbeitet) - Regie und Schauspielerführung sind so miserabel, dass selbst Ulli Lommels frühe Filme dagegen bessere "Fassbinders" sind. Ein Film, der traurig macht. Aber nicht wegen seines Themas, sondern wegen des Scheiterns des Autor/Regisseurs, dem man die Redlichkeit des Versuchs nicht absprechen kann. (Quelle: Robert Fischer/Joe Hembus: Der Neue Deutsche Film 1960 - 1980, Goldmann Verlag München, 1981)  

  

  

 

  

  

  

  

Links fremder Seiten:

www.orionspace.de (über Claus Holm)

www.deutschesfilmmuseum.de (über Maria Schell)

www.fassbinderfoundation.de (über den Tod von Christiane Maybach)

www.angelikamilster.de 

 
  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: August 2010