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Margit
Carstensen
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Margit
Carstensen
©Wolfgang
Silveri |
Margit
Carstensen wird
1940 in Kiel geboren.
Nach
dem Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg.
Verschiedene Engagements, davon zuerst am Theater Kleve, am Theater der
Stadt Heilbronn, an den Städtischen Bühnen in Münster und am
Staatstheater Braunschweig. 1965 kam sie an das Deutsche Schauspielhaus
Hamburg und spielt die Joy in Osbornes "Richter in eigener
Sache".
Von
1969 bis 1972 spielt sie am Theater der freien Hansestadt Bremen.
In Bremen sieht man M. Carstensen als
Vittoria in Goldinis "Das
Kaffeehaus" (Regie: Fassbinder), die Laurentia in Fassbinders
"Das
brennende Dorf" (nach Lope de Vega, Regie: Peer
Raben). Ebenfalls in Bremen ist sie "Yvonne, Prinzessin von
Burgund" und die Elisabeth in Schillers "Maria Stuart",
beide unter der Regie von Wilfried Minks.
1972 spielt sie die Geesche Gottfried in der Uraufführung von
Fassbinders Bremer
Freiheit. Sie lernt in
dieser Zeit Rainer
Werner Fassbinder besser kennen und bewegt sich bis zu seinem Tod 1982 in
dessen Umfeld. Mit ihm entstehen u. a. Die
bitteren Tränen der Petra von Kant (TV-Film 1972), die Uraufführung
des gleichnamigen Theaterstücks spielte sie unter Fassbinders Regie
1972 im Staatstheater Darmstadt. An der Seite von Karlheinz
Böhm als sadistischen Ehemann spielte sie die unterdrückte Ehefrau
Martha
(1973), man sah sie in Nora Helmer
(1973), Fontane
Effi Briest (1973), Angst
vor der Angst (1975), Mutter
Küsters' Fahrt zum Himmel (1975), Chinesisches
Roulette (1976) und Satansbraten
(1976).
Wichtige
Bühnenarbeiten mit Rainer
Werner Fassbinder sind Bremer
Freiheit, Fräulein Julie und
Hedda Gabler.
Die weiteren Filme, die M. Carstensen mit Fassbinder gedreht hat, sind
unten aufgeführt.
1973
bekommt sie das Filmband in Gold (Berliner Filmfestspiele) für Petra
von Kant und wird von den Kritikern zur besten Schauspielerin des Jahres
gewählt.
Später spielt
sie u. a. in Filmen von Christoph Schlingensief (Terror 2000, 1992;
Die 120
Tage von Bottrop, 1996), Leander Haußmann (Sonnenallee, 1999) und
Romuald Karmakar (Manila,
2000).
Zu den
Regisseuren, mit denen sie immer wieder zusammenarbeitet, gehören u.a. Hansgünther Heyme und Leander Haußmann. Zu
den wichtigsten
Arbeiten mit Hansgünther Heyme zählen in Stuttgart Die Phönizierinnen,
Demetrius, Klythaimnestra und Iphigenie sowie in Essen die Orestie.
Mit Leander Haußmann
entstehen u. a. Gespenster am Residenztheater in München, Antigone bei den Salzburger Festspielen und in Bochum
Die Vaterlosen I
und II, Bunbury, Antigone, Germania 3, Misery, John Gabriel Borkmann
und Peter Pan. Die Phädra spielt sie unter der Regie von Werner
Schroeter. Mit Leander Haußmann kommt sie 1995 nach Bochum.
In
ihrem Film Scherbentanz
(wo ich sie sehr bewundert habe), Regie Chris Kraus, spielt sich die alkoholkranke Mutter von
Jürgen
Vogel und erhielt für diese Rolle zu Recht den Bayerischen Filmpreis für die beste
Nebenrolle.
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***
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Eine
Auswahl von Filmen mit Margit Carstensen
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Titel |
Jahr |
Regie |
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Margit
Carstensen drehte mit Rainer
Werner Fassbinder zwischen 1970 und 1980 folgende Filme:
Das
Kaffeehaus
Die
Niklashauser Fart Die
bitteren Tränen der Petra von Kant Die
Ahnfrau Fontane
Effi Briest Bremer
Freiheit Acht
Stunden sind kein Tag (2. Teil - Oma und Gregor) Welt
am Draht Nora
Helmer Martha Satansbraten Mutter
Küsters' Fahrt zum Himmel Angst
vor der Angst Chinesisches
Roulette Frauen
in New York Die
dritte Generation Berlin
Alexanderplatz (4. Teil und Epilog)
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Zärtlichkeit
der Wölfe
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1973 |
Ulli
Lommel |
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Adolf
und Marlene
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1976 |
Ulli
Lommel |
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Spiel
der Verlierer
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1978 |
Christian
Hohoff |
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Possession
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1981 |
Andrzej
Zulawski |
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Liebeskonzil
Verfilmung
des Oskar Panizza-Stückes um ein Himmelskonzil.
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1982 |
Werner
Schroeter |
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Die
wilden Fünfziger
Nach
dem Roman "Hurra, wir leben noch" von J. M. Simmel.
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1983 |
Peter
Zadek |
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Emilia
Galotti
Nach
dem berühmten bürgerlichem Trauerspiel von G.E. Lessing, 1772 in
Braunschweig uraufgeführt. Eine großartige Aufführung der Münchener
Kammerspiele. Michael
König, Sunnyi
Melles, Doris
Schade in den
Hauptrollen.
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1984 |
Thomas
Langhoff |
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100
Jahre Adolf Hitler - Die letzte Stunde im Führerbunker
Erster
Teil der Deutschland-Trilogie des Regie-enfant terrible Christoph
Schlingensief; ein experimenteller Schwarz-Weiß-Film, grell und bis zum
Anschlag überdreht. Schlingensief will zeigen, was viele "pädagogisch
wertvolle" Aufklärungsfilme über das Dritte Reich nicht in Bilder
fassen können: Die Banalität des Bösen in ihrer ganzen Obszönität.
Profis (darunter Udo Kier als Hitler) und Laiendarsteller agieren bis an
die Grenze der Erschöpfung. Für tolerante Kunst- und Trashfreunde.
(Quelle: Amazon)
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1989 |
Chr.
Schlingensief |
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Derrick (Wer bist Du,
Vater?)
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1991 |
Helmuth
Ashley |
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Terror
2000 - Intensivstation Deutschland
Der
unabhängige Filmemacher Christoph Schlingensief bietet alles andere als
leicht konsumierbare Unterhaltung und erregte bereits mit Das
deutsche Kettensägenmassaker
helle Aufregung in der Gemeinde der Berufsbetroffenen. Terror
2000 schlägt in
die gleiche Kerbe und spielt zynisch-genussvoll mit allen greifbaren
Tabus, um dem wiedererwachten "Deutschtum" seinen (Zerr-)Spiegel
vorzuhalten. Für brave Staatsbürger allerlei Anlass zum Ärgern, für
aufgeschlossene Kunden ein grelles Chaos mit raren Momenten schlichter
Brillanz. (Quelle:
Amazon)
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1992 |
Chr.
Schlingensief |
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Die
120 Tage von Bottrop
Der
verquere, deutsche Starregisseur Sönke Buckmann wird mit dem Filmpreis
ausgezeichnet, die 'traute Familie' verfolgt die Verleihung im
Fassbinder-Heim vor dem Bildschirm mit. Als nächstes hat sich Buckmann
ein Remake von Pasolinis 'Die 120 Tage von Sodom' vorgenommen, dass er als
letzten, neuen, deutschen Film auf der Baustelle am Potsdamer Platz drehen
will. Seine Darstellerinnen bekriegen sich gegenseitig, Volker Spengler
ergötzt sich an allen männlichen Komparsen, und alle warten eigentlich
nur auf Helmut Berger. Und dazwischen brüllt der Herr Regisseur.
Christoph Schlingensiefs bösartig-bissige Parodie auf die deutsche
Filmlandschaft zu vergangenen wie aktuellen Zeiten, bei der nicht nur
namhafte und unbenannte Regisseure und Schauspieler, sondern auch etliche
Institutionen ihr Fett abbekommen. Ein 'United Trash' der Filmszene, mag
dieses aus Schwarz-Weiß-Szenen, Zwischentiteln und verschiedenen
Filmformaten wild zusammen collagierte Werk mit etlichen provokativen
(auch, aber nicht nur Sex-)Sequenzen den Insider amüsieren, den Rest
irritieren und vielleicht trotzdem amüsieren. Auf jeden Fall dürfte der
Film-im-Film nur etwas für ein ziemlich begrenztes Publikum sein.
(Quelle: Amazon)
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1997 |
Chr.
Schlingensief |
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Anwalt
Abel - Das schmutzige Dutzend (TV-Serie)
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1996 |
Josef
Rödl |
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Gesches
Gift
Die
Aacherer Regisseurin Walburg von Waldenfels verfilmte 1997 in ihrem
Langfilm-Debüt die wahre Geschichte der Gesche Margarethe Gottfried, die
"Bestie von Bremen" - die berühmteste Serienmörderin ihrer
Zeit. In einer Hauptrolle: Stefan
Kurt. "Gesches Gift" ist eine eher romantische Verfilmung,
die Geschichte wird in langen, poetischen Bildern erzählt. Die
Erstsendung war im Januar 1998. Im gleichen Jahr erhielt die Regisseurin
den Max-Ophüls-Förderpreis für ihre Arbeit an "Gesches Gift".
Im letzten Jahr, Oktober 2003, hat das ZDF den Film im Rahmen des
"Kleinen Fernsehspiels" wiederholt.
Darsteller:
Geno
Lechner, Antje
Westermann, Stefan
Kurt, Margit
Carstensen, Sylvester
Groth, Thomas
Anzenhofer. (Quelle:
Pressetext Radio Bremen)
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1997 |
Walburga
von Waldenfels |
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Feuerreiter
Der
junge Dichter Hölderlin tritt Ende des 18. Jahrhunderts eine Stelle als
Hauslehrer bei dem Bankier Gontard an. Vermittelt wurde ihm die Arbeit von
dem einflussreichen Baron von Sinclair, der seit je tragisch, doch wegen
so mancher gemeinsamer Nacht nicht grundlos verliebt ist in "Hölder".
Während dieser an seinem berühmten "Hyperion" arbeitet, verliebt er
sich in Susette, die Ehefrau seines Arbeitgebers, wovon auch der eifersüchtige
Baron bald erfährt und daraufhin beim Bankier intrigiert, um Hölderlin
einerseits von der verzehrenden Liebe zu Susette zu befreien und ihn
andererseits wieder ganz für sich zu gewinnen….
Höchst dramatisch und poetisch inszeniertes Kino mit Überlänge und
Tiefgang. (Quelle:
gaybooks.de)
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1998 |
Nina
Grosse |
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Sonnenallee
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1999 |
Leander
Haußmann |
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Scherbentanz
MEIN FILM-TIPP!
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2002 |
Chris
Kraus |
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