Margit Carstensen

   

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6 Uraufführungen am Wochenende, da kommen Theaterfreunde voll auf ihre Kosten  

(Kölner Stadtanzeiger 1. März 2010)

  

TV-Filmvorschau für die nächsten 4 Wochen

 

  

    

  

    

   

Margit Carstensen - Foto: Wolfgang Silveri (honorarfrei)

Margit Carstensen

©Wolfgang Silveri

Margit Carstensen wird 1940 in Kiel geboren.

 

Nach dem Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg. Verschiedene Engagements, davon zuerst am Theater Kleve, am Theater der Stadt Heilbronn, an den Städtischen Bühnen in Münster und am Staatstheater Braunschweig. 1965 kam sie an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg und spielt die Joy in Osbornes "Richter in eigener Sache".

  

Von 1969 bis 1972 spielt sie am Theater der freien Hansestadt Bremen. In Bremen sieht man M. Carstensen als Vittoria in Goldinis "Das Kaffeehaus" (Regie: Fassbinder), die Laurentia in Fassbinders "Das brennende Dorf" (nach Lope de Vega, Regie: Peer Raben). Ebenfalls in Bremen ist sie "Yvonne, Prinzessin von Burgund" und die Elisabeth in Schillers "Maria Stuart", beide unter der Regie von Wilfried Minks. 1972 spielt sie die Geesche Gottfried in der Uraufführung von Fassbinders Bremer Freiheit. Sie lernt in dieser Zeit Rainer Werner Fassbinder besser kennen und bewegt sich bis zu seinem Tod 1982 in dessen Umfeld. Mit ihm entstehen u. a. Die bitteren Tränen der Petra von Kant (TV-Film 1972), die Uraufführung des gleichnamigen Theaterstücks spielte sie unter Fassbinders Regie 1972 im Staatstheater Darmstadt. An der Seite von Karlheinz Böhm als sadistischen Ehemann spielte sie die unterdrückte Ehefrau Martha (1973), man sah sie in Nora Helmer (1973), Fontane Effi Briest (1973), Angst vor der Angst (1975), Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel (1975), Chinesisches Roulette (1976) und Satansbraten (1976). Wichtige Bühnenarbeiten mit Rainer Werner Fassbinder sind Bremer Freiheit, Fräulein Julie und Hedda Gabler. Die weiteren Filme, die M. Carstensen mit Fassbinder gedreht hat, sind unten aufgeführt.

  

1973 bekommt sie das Filmband in Gold (Berliner Filmfestspiele) für Petra von Kant und wird von den Kritikern zur besten Schauspielerin des Jahres gewählt.

 
Später spielt sie u. a. in Filmen von Christoph Schlingensief (Terror 2000, 1992; Die 120 Tage von Bottrop, 1996), Leander Haußmann (Sonnenallee, 1999) und Romuald Karmakar (Manila, 2000).

 
Zu den Regisseuren, mit denen sie immer wieder zusammenarbeitet, gehören u.a. Hansgünther Heyme und Leander Haußmann. Zu den wichtigsten Arbeiten mit Hansgünther Heyme zählen in Stuttgart Die Phönizierinnen, Demetrius, Klythaimnestra und Iphigenie sowie in Essen die Orestie. Mit Leander Haußmann entstehen u. a. Gespenster am Residenztheater in München, Antigone bei den Salzburger Festspielen und in Bochum Die Vaterlosen I und II, Bunbury, Antigone, Germania 3, Misery, John Gabriel Borkmann und Peter Pan. Die Phädra spielt sie unter der Regie von Werner Schroeter. Mit Leander Haußmann kommt sie 1995 nach Bochum.

 

In ihrem Film Scherbentanz (bewundernswert!), Regie Chris Kraus, spielt sich die alkoholkranke Mutter ihres Filmsohnes Jürgen Vogel und erhielt für diese Rolle zu Recht den Bayerischen Filmpreis für die beste Nebenrolle.

  

Die komplette Filmliste ist auf der IMDb-Website gelistet.

  

Neueste Kinoarbeit von Margit Carstensen ist der Film Finsterworld, der voraussichtlich am 17. Oktober 2013 anlaufen wird. Das Drehbuch verfasste 

 

  

     

      

Eine Auswahl von Filmen mit Margit Carstensen

    

  

Titel

Jahr

Regie

Margit Carstensen drehte mit Rainer Werner Fassbinder zwischen 1970 und 1980 folgende Filme:

Das Kaffeehaus

Die Niklashauser Fart

Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Die Ahnfrau

Fontane Effi Briest

Bremer Freiheit

Acht Stunden sind kein Tag (2. Teil - Oma und Gregor)

Welt am Draht

Nora Helmer

Martha

Satansbraten

Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel

Angst vor der Angst

Chinesisches Roulette

Frauen in New York

Die dritte Generation

Berlin Alexanderplatz (4. Teil und Epilog)

Zärtlichkeit der Wölfe

1973

Ulli Lommel

Adolf und Marlene

1976

Ulli Lommel

Spiel der Verlierer

1978

Christian Hohoff

Possession

1981

Andrzej Zulawski

Liebeskonzil

Verfilmung des Oskar Panizza-Stückes um ein Himmelskonzil. 

1982

Werner Schroeter

Die wilden Fünfziger

Nach dem Roman "Hurra, wir leben noch" von J. M. Simmel.

1983

Peter Zadek

Emilia Galotti

Nach dem berühmten bürgerlichem Trauerspiel von G.E. Lessing, 1772 in Braunschweig uraufgeführt. Eine großartige Aufführung der Münchener Kammerspiele. Michael König, Sunnyi Melles, Doris Schade in den Hauptrollen. 

1984

Thomas Langhoff

100 Jahre Adolf Hitler - Die letzte Stunde im Führerbunker

Erster Teil der Deutschland-Trilogie des Regie-enfant terrible Christoph Schlingensief; ein experimenteller Schwarz-Weiß-Film, grell und bis zum Anschlag überdreht. Schlingensief will zeigen, was viele "pädagogisch wertvolle" Aufklärungsfilme über das Dritte Reich nicht in Bilder fassen können: Die Banalität des Bösen in ihrer ganzen Obszönität. Profis (darunter Udo Kier als Hitler) und Laiendarsteller agieren bis an die Grenze der Erschöpfung. Für tolerante Kunst- und Trashfreunde. (Quelle: Amazon)

1989

Chr. Schlingensief

Derrick (Wer bist Du, Vater?)

1991

Helmuth Ashley

  

Terror 2000 - Intensivstation Deutschland

Der Film kann bei Amazon bestellt werden.

Der unabhängige Filmemacher Christoph Schlingensief bietet alles andere als leicht konsumierbare Unterhaltung und erregte bereits mit Das deutsche Kettensägenmassaker helle Aufregung in der Gemeinde der Berufsbetroffenen. Terror 2000 schlägt in die gleiche Kerbe und spielt zynisch-genussvoll mit allen greifbaren Tabus, um dem wiedererwachten "Deutschtum" seinen (Zerr-)Spiegel vorzuhalten. Für brave Staatsbürger allerlei Anlass zum Ärgern, für aufgeschlossene Kunden ein grelles Chaos mit raren Momenten schlichter Brillanz. (Quelle: Amazon)

1992

Chr. Schlingensief

Der Film kann bei Amazon bestellt werden.

Die 120 Tage von Bottrop

Der verquere, deutsche Starregisseur Sönke Buckmann wird mit dem Filmpreis ausgezeichnet, die 'traute Familie' verfolgt die Verleihung im Fassbinder-Heim vor dem Bildschirm mit. Als nächstes hat sich Buckmann ein Remake von Pasolinis 'Die 120 Tage von Sodom' vorgenommen, dass er als letzten, neuen, deutschen Film auf der Baustelle am Potsdamer Platz drehen will. Seine Darstellerinnen bekriegen sich gegenseitig, Volker Spengler ergötzt sich an allen männlichen Komparsen, und alle warten eigentlich nur auf Helmut Berger. Und dazwischen brüllt der Herr Regisseur. Christoph Schlingensiefs bösartig-bissige Parodie auf die deutsche Filmlandschaft zu vergangenen wie aktuellen Zeiten, bei der nicht nur namhafte und unbenannte Regisseure und Schauspieler, sondern auch etliche Institutionen ihr Fett abbekommen. Ein 'United Trash' der Filmszene, mag dieses aus Schwarz-Weiß-Szenen, Zwischentiteln und verschiedenen Filmformaten wild zusammen collagierte Werk mit etlichen provokativen (auch, aber nicht nur Sex-)Sequenzen den Insider amüsieren, den Rest irritieren und vielleicht trotzdem amüsieren. Auf jeden Fall dürfte der Film-im-Film nur etwas für ein ziemlich begrenztes Publikum sein. (Quelle: Amazon)

 

1997

Chr. Schlingensief

Anwalt Abel - Das schmutzige Dutzend (TV-Serie)

 

1996

Josef Rödl

Gesches Gift

Die Aacherer Regisseurin Walburg von Waldenfels verfilmte 1997 in ihrem Langfilm-Debüt die wahre Geschichte der Gesche Margarethe Gottfried, die "Bestie von Bremen" - die berühmteste Serienmörderin ihrer Zeit. In einer Hauptrolle: Stefan Kurt. "Gesches Gift" ist eine eher romantische Verfilmung, die Geschichte wird in langen, poetischen Bildern erzählt. Die Erstsendung war im Januar 1998. Im gleichen Jahr erhielt die Regisseurin den Max-Ophüls-Förderpreis für ihre Arbeit an "Gesches Gift".

Im letzten Jahr, Oktober 2003, hat das ZDF den Film im Rahmen des "Kleinen Fernsehspiels" wiederholt.

Darsteller: Geno Lechner, Antje Westermann, Stefan Kurt, Margit Carstensen, Sylvester Groth, Thomas Anzenhofer. (Quelle: Pressetext Radio Bremen)

 

1997

Walburga von Waldenfels

Feuerreiter

Der junge Dichter Hölderlin tritt Ende des 18. Jahrhunderts eine Stelle als Hauslehrer bei dem Bankier Gontard an. Vermittelt wurde ihm die Arbeit von dem einflussreichen Baron von Sinclair, der seit je tragisch, doch wegen so mancher gemeinsamer Nacht nicht grundlos verliebt ist in "Hölder". Während dieser an seinem berühmten "Hyperion" arbeitet, verliebt er sich in Susette, die Ehefrau seines Arbeitgebers, wovon auch der eifersüchtige Baron bald erfährt und daraufhin beim Bankier intrigiert, um Hölderlin einerseits von der verzehrenden Liebe zu Susette zu befreien und ihn andererseits wieder ganz für sich zu gewinnen….
Höchst dramatisch und poetisch inszeniertes Kino mit Überlänge und Tiefgang.
(Quelle: gaybooks.de)

 

1998

Nina Grosse

Sonnenallee

1999

Leander Haußmann

Scherbentanz MEIN FILM-TIPP!

2002

Chris Kraus

  

   

      

    

    

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www.zweitausendeins.de (Film Possession)

Sonnenallee (HP zum Film)

www.ksta.de 

IMDb

 

 

 

 

 

 

 

 

  

  

  

 

  

  

  

  

  

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 25.04.2012

 

Die obige Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.