Der Aufstieg - Ein Mann geht verloren

1980

 

Filmliste Peter Patzak

 

  

  

Regie ...............................

Peter Patzak

Drehbuch .........................

Dieter Forte

Szenenbild .........................

Günther Naumann

Produktion ........................

Südwestfunk, Peter Schulze-Rohr

Kamera ............................

Johannes Hollmann

Schnitt .............................

Bernd Lorbiecki

FSK .................................

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Länge ..............................

ca. 90 Minuten

Sonstiges .........................

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FBW-Bewertung .................

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Ur-/Erstaufführung .............

12.11.1980

Genre ..............................

Drama, Literaturverfilmung

  

  

  

Darsteller

Rolle

Ernst Schröder ................... W. P. Manz
Joachim Dietmar Mues .......... Gerd Wolf
Ulrich Faulhaber .................. Ede Kern
Ludwig Thiesen ................... Ludwig Thieme
Eberhard Busch ................... Karl von Arx
Marie Louise Etzel ............... Sekretärin
Gert Burkhard ..................... Konkursverwalter
Ilsemarie Schnering ............. Wirtin

                  

 

 

Inhalt  

 

Ein Fernsehspiel mit zwei Titeln. Die Geschichte eines Topmanagers der Nachkriegszeit, sein Aufstieg und sein Fall, reproduziert von einem Fernsehteam für das Fernsehen. Dass dabei auch die inzwischen fast industrialisierte Herstellung eines Menschenbildes durch ein Medium gezeigt werden soll, sei nicht verschwiegen. Da versucht das Medium einen Mann in den Griff zu bekommen, während dieser Mann das Medium für sich in den Griff zu bekommen versucht.

Die Bundesrepublik ist ein Staat von Aufsteigern. Das ist nicht diskriminierend gemeint, es ist eine unübersehbare Tatsache, die unsere Gesellschaft ganz wesentlich von den uns umgebenden Gesellschaften unterscheidet. Man spricht nicht umsonst vom Jahre Null, vom Wiederaufbau, vom Wirtschaftswunder, es gab ja wirklich diesen Nullzustand, aus dem ein Volk sich herausarbeiten musste. Es gab den Neubeginn einer Gesellschaft so radikal wie nie zuvor in der deutschen Geschichte. Niemals vorher war eine deutsche Gesellschaft so offen, so durchlässig für einen, der nach oben wollte. Leistung zählte zum ersten Mal mehr als Standeszugehörigkeit. Nicht alle hatten die gleiche Startbasis, es gab eine kleine Minderheit, die einen Vorsprung hatte, aber der größte Teil des Volkes hatte doch etwa den gleichen Ausgangspunkt. Viele davon arbeiteten sich in den Jahren der Nachkriegszeit nach oben, viele sehr weit ganz nach oben. Und einigen gelang es sogar, von ganz unten nach ganz oben zu kommen. Auffallend ist nur, dass in den letzten Jahren sehr viele von denen, die so sehr steil nach oben stiegen, ebenso steil wieder abstürzten, und das waren meistens nicht die schlechtesten, sondern oft ganz besonders tüchtige Leute.

  

Wie fing das damals alles an? Wie begann so eine Laufbahn? Welche Voraussetzungen und Bedingungen ermöglichten den Aufstieg? War es nur die Leistung, oder war da auch einmal Glück im Spiel, ein Zufall oder hat man eventuell in einer bestimmten Situation dem Zufall etwas nachgeholfen?

Und warum dann eines Tages der Absturz? An der Leistung liegt es fast nie, die wird im nachhinein immer noch bescheinigt. Seltsame Umstände treffen da oft zusammen. Und so wie am Anfang das Kamerateam über den Tatort vom Vorabend diskutiert, so könnte man zum Schluss auch der Meinung sein, einen Tatort miterlebt zu haben.

Und weil sich vieles in diesem Fernsehfilm ins Unerwartete dreht, ist das einmal ein Fernsehspiel mit zwei verschiedenen Titeln. Einem Anfangstitel, "Der Aufstieg", den das Team als Arbeitstitel am Anfang nimmt, und einen Schlusstitel, der dem fragestellenden Fernsehjournalisten angemessener erscheint "Ein Mann geht verloren".

(Auszug aus "Fluchtversuche" von Dieter Forte - erschienen im S. Fischer-Verlag 1980)

 

(Broschüre "ARD Fernsehspiel", hrg. von der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, Heft Okt.-Dez. 1980)  

  

 

 

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 15. Juni 2016

  

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