Klaus Kinski

(eigentlich: Nikolaus Nakszynski)

  Darsteller

 

   

  

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Hommage an Klaus Kinski

  

Kinski - Jesus Christus Erlöser

(Kinofilm 2008)

 

KOMPLETTE FILMOGRAPHIE

  

Klaus Kinski in den nächsten 4 Wochen im TV

   

  

  

 

 

  

  

Klaus Kinski - Foto: VIRGINIA

Klaus Kinski

  

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1926 im ostpreußischen Zoppot geboren, begann Klaus Kinskis Karriere 1953 in Berlin, wohin ihn Boleslav Barlog nach ersten Rollen am Theater in Tübingen und Baden-Baden holte. Doch schon bald brach Kinski mit seinem Förderer, warf ihm die Fensterscheiben der Wohnung ein und begann seine Laufbahn "als Exzentriker der Bühne und des Lebens" (FAZ). Seinen ersten triumphalen Erfolg feierte Kinski mit Jean Cocteaus Einakter "La voix humaine" - verkleidet als Frau. Für das prüde Berlin der 50er Jahre ein Skandal. Neben seiner Theaterarbeit machte er sich in dieser Zeit mit seiner "Ein-Mann-Wanderbühne" einen Namen. Mit seinen leidenschaftlichen Rezitationen der Werke Baudelaires und Nietzsches, Villons und Dostojewskis füllte er Säle.

 

International bekannt wurde Klaus Kinskis mit seiner Arbeit beim Film. Schon seit der zweiten Hälfte der 40er Jahre immer wieder auf der Leinwand zu sehen, erlangte er vor allem durch seine Auftritte in unzähligen Edgar-Wallace-Filmen Popularität, in denen er auf die Rolle des dem Wahnsinn nahen Bösewichts abonniert war. Diese wie auch die meisten anderen seiner über 160 Filme fand Kinski selbst "zum Kotzen". Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Werner Herzog  in den 1970er und 1980er Jahren erfüllte sich Klaus Kinski 1987 mit dem Film Kinski Paganini einen langgehegten Traum: Er schrieb das Drehbuch, spielte die Hauptrolle und führte auch Regie.

  

Am 23. November 1991 starb Klaus Kinski in Hollywood, wohin er 1980 übersiedelt war. 

     

Oft spürt er die Reinkarnation. Kinski hat einen sicheren Instinkt, der ihm die Kraft gibt, das zu sein, was er will. Er spielt seine Rollen aus dem Stehgreif. Drehbüchern oder Anweisungen von Regisseuren schenkt er keine Beachtung. Auf Proben pfeift er. "Hin- und Herlatschen, damit die Regisseure auch mal sehen, warum sie keine Fantasie haben, das mache ich nicht." Publizität erhält seine Arbeitsweise besonders im Zusammenhang mit Werner Herzog, mit dem er Aguirre, Nosferatu, Woyzeck, Fitzcarraldo und Cobra Verde machte. Obgleich Kinski  einmal öffentlich zugibt, gut damit beraten zu sein, nur noch mit Herzog zu drehen, empfindet er nichts weiter als Spott und Verachtung für den selbsterklärten Autodidakten. "Herzog ist ein miserabler, gehässiger, missgünstiger, vor Geiz und Geldgier stinkender, bösartiger, sadistischer, verräterischer, erpresserischer, feiger und durch und durch verlogener Mensch." Das Drehbuch zu Aguirre tut er als 'analphabetisch primitiv' ab. Darin sieht er allerdings seine Chance; so ist es nicht weiter verwunderlich, dass er sich von mehr oder weniger talentierten Schundregisseuren engagieren lässt, die nie ganz klar wissen, was sie eigentlich wollen, aber einen großen Namen zur Präsentation benötigen. Ihm geht es nicht um irgendeinen künstlerischen Anspruch, was immer der auch bedeuten mag. Wichtig ist, wieviel gezahlt und wo gedreht wird. Ein Angebot von Fellini, das mit einer Gage aufwartet, die eine 'Unverfrorenheit' ist, schmettert er mit den Worten "Laß Dich in den Arsch ficken" ab.

 

Nein, Kinski braucht keinen großen Regisseur; er inszeniert sich selbst, ist primär daran interessiert, den jeweiligen Film so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Wenn er akzeptiert wird, ist er am Set zumeist diszipliniert und sorgt für  einen reibungslosen und schnellen Arbeitsgang. So auch bei Jess Francos Jack the Ripper, den er in acht Tagen 'runterkurbelt. Auch mit d'Amato, für den er u.a. La Morte Ha Sorriso All'Assassino (Die Mörderbestien) dreht, kommt es zu keinen Komplikationen. Nur bei Herzog knallt es immer wieder.

  

Das mag zum Teil an den Rollen gelegen haben: Woyzeck lässt ihn erschaudern, wie bei Villon, Rimbaud, Van Gogh wird er

 von der frappierenden charakterlichen Ähnlichkeit zu dieser Person erschüttert. Es ist so, als würde Kinski das alles schon einmal erlebt haben. "Das Schlimmste, das ich je beim Film durchmachen musste. Ich habe bereits gesagt, dass die Geschichte von Woyzeck Selbstmord ist. Selbstzerfleischung. Jeder Drehtag, jede Szene, jede Einstellung, jedes Photogramm ist Selbstmord." Nach nur 16 Drehtagen ist der Film komplett abgedreht. Es ist der mit Abstand beeindruckendste Kinski-Film, dessen Intensität nie mehr erreicht wurde. (Anmerkung: Obwohl ich längst nicht alle Filme mit Kinski gesehen habe und auch nicht unbedingt DER Fan bin, kann ich das durchaus bestätigen. Allein die Anfangsszene, in der er sich immer wieder niedertreten lassen muss und immer wieder aufsteht, jagt mir eine Gänsehaut über den Rücken, rk). Die Metamorphose ist hier vollkommen. Kinski ist Woyzeck. "Den Höhepunkt der Schauspielkunst sehen viele darin, in die Haut eines anderen zu schlüpfen, um sich der darzustellenden Person anzupassen ... Natürlich ist das Äußere ein Detail zur Vervollkommnung der Inkarnation, aber es ist nicht gesagt welches Äußere, und ist eben nur ein Detail, untergeordnet und von unterschiedlicher Bedeutung..." Er gibt immer 'alles', lässt sich von gerissenen Produzenten 'benutzen', wobei er diesem Begriff die richtige Bedeutung zugesteht, denn er selbst sieht sich als teure Dirne und findet den Großteil seiner Filme 'zum Kotzen'. Trotzdem zählt für ihn immer noch die Prämisse, 'Qualität zu liefern, wenn man dafür bezahlt wird'.

  

Obwohl für Herzog bei Cobra Verde das 'Fass voll' ist, er in Kinskis Auftrag seinen Stammkameramann Thomas Mauch ("Dieser Mauch hatte nicht eine einzige Aufnahme im Kasten, die nicht auf den Misthaufen gehörte.") feuern muss, die Dreharbeiten immer wieder unterbrochen werden, weil Herzog zum Beispiel eine Szene in Kinskis Abwesenheit drehen ließ, ist das ganze nur vom Drang gesteuert, den Film vor der Unfähigkeit seines Regisseurs zu retten: In die Endszene, die zeigt, wie er zum Scheitern verurteilt ein riesiges Boot ins Meer zieht, steigert sich Kinski dermaßen rein, dass er beinahe ertrunken wäre.

  

Klaus Kinski - Foto: VIRGINIAKlaus Kinski - Foto: VIRGINIAKlaus Kinski - Foto: VIRGINIAKlaus Kinski - Foto: VIRGINIA

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Der Climax seines Schaffens folgt 1987, als er endlich die Möglichkeit hat, seinen eigenen Film zu machen. Das Projekt, einen Film um den berühmten Teufelsgeiger Paganini, geisterte schon lange in seinem Kopf herum. Bereits Ende der 60er Jahre hatte er fast die Finanzierung zusammen; damals wäre Horst Wendlandt mit einem Drittel beteiligt gewesen. Jetzt ist das Werk vollends in italienischer Hand. Die Mikro-Mafiosi Augusto Caminito und Alberto Alfieri produzieren Paganini. Mit den beiden macht Kinski nicht gerade seinen besten Fang: "Caminito küsste mich von jetzt ab immer auf den Mund. Es war ein Nutten- und Zuhälterkuss in einem. Alfieri tätschelte meinen Popo. Er ist nicht etwa schwul. Er denkt nur, er sei der Weihnachtsmann, der etwas beschert hat." Vorerst muss Kinski allerdings für die beiden 'anschaffen' gehen. Nosferatu in Venedig heißt die filmische Ausgeburt, die dabei entsteht. Schon hier machen sich erste Anzeichen der etwas schlampigen Arbeitsmethodik des Produzentengespanns bemerkbar. Aber Kinski ist von Paganini besessen und nimmt alles in Kauf. Die Dreharbeiten von Nosferatu... haben ein Positives: den künftigen Paganini-Kameramann Pier-Luigi Santi. Schon im Vorfeld scheidet Nastassja aus vertraglichen Gründen für die weibliche Hauptrolle aus. Nanhoi (im Titel als Niccolai) spielt Paganinis Sohn. Kinski selbst hat das Drehbuch geschrieben, führt Regie und spielt die Hauptrolle, für die er sich sogar alle Zähne ziehen lassen möchte (sein Zahnarzt rät ihm aber doch noch davon ab). Als der Film nach nur 46 Tagen abgedreht ist, steht Kinski mit dem Gauner-Duo Caminito und Alfieri, die sich selbst gegenseitig bescheißen, auf Kriegsfuß. Den vereinbarten Film nach Paganini, der in Afrika und Alaska spielen sollte, bricht er ab. Die Streitereien gehen soweit, dass man Paganini, nachdem er geschnitten und vertont ist, die Verbreitung in Form eines Verleihs verbaut und Kinski um eine Kopie seines Films regelrecht kämpfen muss. Der Film wird als 'unspielbar' deklariert und verschwindet in der Versenkung.

  

Am 23. November 1991 wird Klaus Kinski tot in seinem Haus in Kalifornien aufgefunden. Die Todesursache Herzversagen ist selbst für die Boulevard-Presse zu unspektakulär, um daraus einen großen Aufreißer zu machen. Sein Tod ist schnell abgetan, die üblichen Nachrufe sind schon nach wenigen Tagen durchgestanden. Er muss eben schnell aus den Köpfen der Leute verschwinden, bloß keinen Stolz auf den 'rüpelhaften' Deutschen (was mir aber in gewisser Form tausendmal lieber ist, als die herausgequälten Tränen um die 'große' Marlene D.).

 

Kinski hatte bei der Mehrheit schon zu Lebzeiten verspielt, da hilft auch keine große Trauer mehr. Er hat sie auch nicht nötig; etwas mehr Akzeptanz wäre ihm gerecht gewesen. Leider ist er an der Dummheit der Menschen gescheitert, die sich halbtot lachten, wenn er wie besessen seine Ideale von Ehrlichkeit und Freiheit lehrte oder notfalls auch einprügelte. Auch wenn ihm das Leben nur erschwert wurde, widersetze er sich bei jeder Gelegenheit den Mechanismen der 'korrupten' Gesellschaft. Seine Verhaltensweisen, insbesondere den Gebrauch der Sprache, stellte er absolut überzeugend dar: "Es kommt gar nicht darauf an, was jemand über Dich sagt. Das ist doch völlig unwichtig ... Sagen bedeutet doch nichts. Wenn ein Mensch, der Dir alles bedeutet, etwas über Dich sagt, was Dich verletzt, dann ist es 'was anderes. Dann ist es aber auch das Wort nicht so sehr, sondern das Missverständnis."

Seine Philosophie (nicht zuletzt durch die vielen 'Inkarnationen' geprägt) ist in ihrem Ziel erstrebenswert: "... Die Leute würden sich vielleicht nicht andauernd totschlagen auf der Welt, würden sich vielleicht ein bisschen mehr respektieren und mehr Achtung voreinander haben. Ich gehe ja niemandem auf die Nerven. Ich laufe den Leuten nicht hinterher, ich stelle ihnen keinen Fuß. Ich sag' nicht: Warum wollen Sie nicht mit mir zusammensein? Warum wollen Sie meine Gesellschaft nicht? Warum wollen Sie nicht alles mit mir teilen ... Was ist denn das für ein Unsinn? ..."

 

Sein Wesen ist unsterblich... Irgendwann kommt Kinski wieder... (Thomas Schweer)

  

Kompletter obiger Text mit freundlicher Genehmigung von "Splatting Image - Das Magazin für den unterschlagenen Film"

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Seine Karriere begann - ohne dass er irgendwann einmal Schauspielunterricht genommen hätte - am Kabarett bei Valeska Gert. Er machte auf sich aufmerksam als Rezitator mit Balladen von Villon. Beim Theater war er erstmalig 1949 in Cocteaus Stück "Die menschliche Stimme" (im deutschsprachigen Raum ist das Stück unter dem Titel "Die geliebte Stimme" bekannt), in dem er als Frau auftrat, zu sehen. Dieses Stück wurde jedoch nach wenigen Vorstellungen abgesetzt, da Klaus Kinski angeblich an Gelbsucht erkrankte.

 

Seine erste Filmrolle hatte Kinski 1948 als KZ-Hälftling in Eugen Yorks Drama Morituri. 1954 setzte in Roberto Rosselini in seinem Film Angst ein, wo er einen Kabarettisten spielt. Aber mit der Rolle des Prinzen Otto als jüngerer geisteskranker Bruder König Ludwigs II. (gespielt von O.W. Fischer) spielte er grandios ergreifend unter der Regie von Helmut Käutner in der Filmbiografie Ludwig II. (1954). Seinen Durchbruch beim Film schaffte er mit der Rolle des Anarchisten Kostoyed Amourski in dem Herz-Schmerz-Schinken Doktor Schiwago aus Jahr 1965.

 

Meistens spielte Kinski Mörder, Irre oder merkwürdige Außenseiter; nur einmal schaffte er es, zur anderen "gerechten" Seite zu gehören, und zwar in Das Gasthaus an der Themse. Man sah Kinski in ungefähr 20 solcher Edgar Wallace-Kriminalfilme. Ungefähr seit 1964 war Kinski auch in qualitativ nicht sonderlich guten Filmen tätig, zumeist musste er mexikanische Desperado, Geächtete, Schurken oder Kopfgeldjäger spielen. Es waren zum Teil so schlechte Filme dabei, bei denen man absolut nichts verpasste, sie nicht gesehen zu haben. 1966 spielte Kinski als Präsident Boong in Sumuru, die Tochter des Satans, 1967 (I/D) Mister zehn Prozent - Miezen und Moneten, 1968 (I/F/D) Der Bastard, 1968 (ITA), mit Giuliani Gemma und Rita Hayworth, Todeskommando Panthersprung and so on... einigermaßen ansehen konnte man sich dann 1965 den Film Spione unter sich, wo Kinski einen russischen Agenten spielte, 1965 war er als Wild in Sergio Leones Für ein paar Dollar mehr zu sehen (wobei das Lexikon des Internationalen Films diesen Film sogar als "sorgfältig und spannend inszeniert" bezeichnet), 1966 mimte er einen gewissen El Santo in Töte Amigo, 1967 war er als Lt. Miguel Garcia in Mit Django kam der Tod bereit, zu schießen und 1968 als Loco in Leichen pflastern seinen Weg. Kay Weniger schreibt u.a.: "...zeigte sich Kinski immer wahlloser in der Auswahl der an ihn gerichteten Filmangebote. Er spielte faktisch alles, wenn die Gage stimmte.... zeigte nur wenig Interesse an künstlerischen (schlechter bezahlten) Stoffen."

  

Kinski machte sich ebenfalls einen Namen mit seinen Rezitationsabenden. Für seine Vorträge hatte er sich nicht gerade "leichte Kost" ausgesucht und so bot er dem Publikum erst auf einer kleinen Wanderbühne, später bis hin zum Berliner Sportpalast Werke von Arthur Rimbaud, Friedrich Nietzsche, Kurt Tucholsky, François Villon und Charles Baudelaire. Seine Dichterlesungen gipfelten zuweilen - um es vorsichtig auszudrücken - in Unruhezustände im Publikum. 

   

Irgendwann trafen sie sich dann: Werner Herzog und Klaus Kinski - und die Seelenverwandtschaft war geboren, zumindest schien es so. Mit Herzog drehte Kinski fünf Filme, die man alle als "Egotrips der beiden Künstler" bezeichnen könnte. 1972 drehte Werner Herzog den ersten Film mit Klaus Kinski: Aguirre, der Zorn Gottes spielt im 16. Jahrhundert. Es ist die Geschichte des spanischen Conquistators Don Lope de Aguirre, der sich mit einer Expedition auf den Weg durch die peruanischen Anden macht, um "El Dorado", das sagenhafte Goldland, zu finden. Mit der Zeit wird durch Erschöpfung, Krankheit und auch Meuterei die Gruppe um Aguirre immer kleiner, so dass zum Schluss nur noch der Don übrigbleibt und als einsamer Irrer auf einem Floß den Amazonas hinunterfährt. 1979 folgte Nosferatu - Phantom der Nacht, wobei sich der Regisseur hier an Murnaus Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens aus dem Jahre 1922 orientiert. Kinski ist Graf Dracula und Walter Ladengast Dr. van Helsing. Im gleichen Jahr dreht Herzog Woyzeck nach Georg Büchner, wobei er sich sehr an die Vorlage des Dramas hält. Die Rolle des geschundenen Soldaten spielt Kinski absolut meisterhaft an der Seite von Eva Mattes und Josef Bierbichler.

1982 folgte Fitzcarraldo: Die Website www.xenix.ch schreibt zum Film: "Klaus Kinski in der Rolle seines Lebens. - Der Abenteurer und Fantast Fitzcarraldo (Klaus Kinski) ist als Caruso-Fan von der Idee besessen, in der peruanischen Amazonas-Stadt Iquitos ein Opernhaus zu errichten. Doch die Einzige, die ihn in seinem verrückten Traum unterstützt, ist die Bordellbesitzerin Molly (Claudia Cardinale). Mit ihrem Geld erwirbt er ein unzugängliches Kautschuk-Gebiet mitten im Urwald mit der Auflage, dieses innerhalb von neun Monaten nutzbar zu machen. Fitzcarraldo heuert in der Folge eine Mannschaft an und fährt zum allgemeinen Erstaunen flussaufwärts, da er beabsichtigt, den alten Dampfer in einer tollkühnen Aktion über eine Urwaldhöhe zu transportieren, um zu jenem Fluss zu gelangen, an den seine Ländereien grenzen. Nach zahlreichen Komplikationen und Rückschlägen endet das Vorhaben trotz der Hilfe der Eingeborenen objektiv mit einer Katastrophe sowie mit Fitzcarraldos Ruin – doch der verwirklicht auf seine Weise doch noch den Traum von der Grossen Oper im Dschungel. - FITZCARRALDO erzählt nicht nur die Geschichte eines verwegenen Spinners, der vor nichts zurückschreckt, um seine Ideen zu verwirklichen, sondern handelt vor allem auch vom Zusammenprall zweier unterschiedlicher Kulturen. In mehrjähriger Produktionszeit ist vor der gewaltigen Kulisse der unberührten Urwaldlandschaft ein äußerst aufwendiger Abenteuerfilm entstanden, der mit seinen eindringlichen und doch unspektakulären Bildern nach wie vor ungemein fasziniert. Klaus Kinski in der Rolle seines Lebens." (Text aus www.xenix.ch - mit freundlicher Erlaubnis)

Der letzte Film, den beide drehten, war 1987 Cobra Verde: Ein in Brasilien lebender Desperado namens Francisco Manoel da Silva  ist ein Angst einflößender Verbrecher, der allgemein Cobra Verde genannt wird. Der Zuckerbaron der Plantage wird auf ihn aufmerksam und macht ihn zum Aufseher über seine 600 Sklaven, die auf der Plantage arbeiten... Der Film wurde 1988 mit dem Bayerischen Filmpreis in der Kategorie "Produzentenpreis" für Werner Herzog und Lucki Stipetic und in der Kategorie "Tongestaltung" für Milan Bor.

    

Klaus Kinski war dreimal verheiratet, letzte Eheschließung 1971 mit der Vietnamesin Geneviève Minhoi, aus dieser Ehe ging der Sohn Nanhoï Nikolai hervor, der 1976 in Paris geboren wurde. Aus der ersten Ehe mit der Sängerin Gislinde Kühlbeck stammt Tochter Pola (*1952) und Nastassja (*1961) stammt aus der Verbindung mit Brigitte Ruth Tocki. rk

 

Auszeichnungen:

Filmband in Gold 1979 für seine darstellerische Leistung in Nosferatu. Für diese Rolle erhielt er auch den Darstellerpreis beim Filmfestival in Cartagena.  

  

Weitere Filme mit Klaus Kinski sind auf der IMDb-Website gelistet.

  

(Quelle: Einige Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 4, S. 388-390 - mit Erlaubnis des Autors)

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 21. März 2016

 

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