Hardy Krüger

(eigentlich Eberhard Krüger)

Darsteller

  

  

Infokasten

       

Hardy Krüger bei Filmportal

    

4-Wochen-TV-Vorschau mit Hardy Krüger

 

    

  

  

  

Geboren am 12. April 1928 in Berlin. Sohn eines Ingenieurs.

Hardy Krüger

©Heinz Hammer - www.fotocommunity

   

 

Besucht ab 1941 ein NS-Elite-Internat in Sonthofen. Erste Filmrolle in Alfred Weidenmanns nationalsozialistischem Werbefilm Junge Adler (1943), der ihn für den Film entdeckt. Notabitur. Kommt 1945 in Tirol als Panzergrenadier in amerikanische Gefangenschaft. Für kleinere Rollen wird er als Statist am Deutschen Schauspielhaus Hamburg engagiert, wo er, ohne Schauspielunterricht gehabt zu haben, spielen durfte. Er arbeitete auch als Sprecher beim Nordwestdeutschen Rundfunk. 1947 Wechsel an die Niedersächsischen Landesbühne Hannover. 1948/49 geht er wieder nach Hamburg. Hier bekommt er schon "richtige" Rollen, und zwar spielt er in "Mordprozess Mary Dugan" oder auch in "Der Stundenhändler". Auch Auftritte am Thalia-Theater und 1949 in Berlin am Theater am Kurfürstendamm.

 

Erster Nachkriegsfilm 1947 die von Johannes Meyer in Szene gesetzte Liebeskomödie Diese Nacht vergess ich nie. In den darauffolgenden Jahren geht es auf der Karriereleiter nach oben, meist spielt er die ungezwungenen Jugendlichen. Leider sind die Filme, in denen er eingesetzt wird, nicht seinem Talent entsprechend, denn erst in dramatischeren Werken, wie etwa Solange Du da bist (1953) und Der letzte Sommer (1954, nach einer Novelle von Ricarda Huch), beide Regie: Harald Braun, zeigt Hardy Krüger seine guten Leistungen. 

 

Hardy Krüger mit dem Journalisten Rolf Seelmann-Eggebert während einer NDR-Talkshow Mitte der 1980er Jahre

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

   

1955 - 1956 Auslandsaufenthalt in London und Paris.

1956 folgt dann der Kassenschlager Liane, das Mädchen aus dem Urwald, Regie führt Eduard von Borsody. Obwohl er gerade mit diesem Film einen immensen Erfolg hat, werden weitere "Liane"-Filme von ihm abgelehnt. 

  

Der internationale Durchbruch kommt mit der Rolle des Oberleutnants Franz von Werra in dem von Roy Ward Baker Kriegsfilm The One That Got Away (deutscher Titel: Einer kam durch). Seine weiteren Rollen sind zumeist die eines etwas nachdenklichen Menschen, immer mal wieder spielt er solche Rollen, wie z.B. als Hauptmann Fürtenwerth in Der Fuchs von Paris; in weiteren Hauptrollen agieren hier Martin Held, Viktor Staal und Paul Hartmann, Regie Paul May. Weiterhin hat er die Rolle des deutschen Soldaten Fritz Brösicke in Helmut Käutners Die Gans von Sedan.

 

Auch mit namhaften internationalen Regisseuren wird er als "der gute Deutsche" eingesetzt. Er spielt in der Abenteuerkomödie Hatari von Howard Hawks einen deutschen Rennfahrer namens Müller. Weiterhin ist Hardy Krüger in dem inzwischen bereits zum Klassiker avancierten Absturzdrama Der Flug des Phoenix von Robert Aldrich als ein gewisser Heinrich Dorfmann zu sehen. An seiner Seite Größen wie James Stewart, Sean Connery und Ernest Borgnine. Nach den Dreharbeiten in Tansania war Hardy Krüger so begeistert und hatte sein Herz an Afrika verloren, dass er ein Touristenhotel kaufte mit Namen "Momella Game Lodge" - zeitweise lebte Krüger auch hier. 

 

Auch in den folgenden Jahren spielt Hardy Krüger mit namhaften Regisseuren zusammen, wie in Serge Bourginons Les Dimanches de Ville-D'Aray (deutscher Titel: Sonntage mit Sybill). Der Film wurde 1962 mit einem OSCAR für den besten ausländischen Film und 1963 mit einem "Golden Globe" ausgezeichnet. 1973 spielt Hardy Krüger den preußischen Hauptmann Potzdorf in Stanley Kubricks Historienfilm Barry Lyndon, der die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines jungen irischen Abenteurers, der sich darum bemüht, einen festen Platz im englischen Adel für sich zu gewinnen, erzählt. Die Titelrolle wird von Ryan O'Neal gespielt. Als die Rollenangebote weniger wurden, verlegte sich der Schauspieler auf die Schriftstellerei, so kam der Roman "Schallmauer" zustande. Weiterhin war er auch wieder auf deutschen Theaterbühnen zu Hause.

 

1961 dreht Hardy Krüger eine Ost-West-Liebesgeschichte mit dem Titel Zwei unter Millionen an der Seite von Loni von Friedl, wobei er hier auch Ko-Produzent ist, Regie: Victor Vicas. 1971 dreht er wieder in Deutschland, und war spielt er in Francis Durbridge Das Messer in der Regie von Rolf von Sydow. In den Filmen des "Neuen Deutschen Films" wird er nur einmal eingesetzt, und zwar in Peter Schamonis Western Potato Fritz.

 

Von 1987 bis 1993 lieferte Hardy Krüger dem Fernsehen Reisereportagen. Er berichtete von seinen vielen Fahrten und Trips aus er ganzen Welt unter dem Titel "Weltenbummler". Krüger bereiste Frankreich, Bangkok, Australien, Kalifornien, Marokko, Hongkong und auch die Antarktis. Aus jedem Land brachte er Seltenheiten und Kurioses mit und stellte Menschen und Landestypisches vor. Er führte Regie, schrieb die eigenen Drehbücher und führte durch die Sendung.

  

Auszeichnungen (Auswahl):

1959 Bravo Otto in Bronze

1983 Deutscher Filmpreis

1986 Goldene Kamera

2001 Bayerischer Filmpreis

2001 Nationalorden der französischen Ehrenlegion für sein Engagement zur Völkerverständigung vom französischen Botschafter

  

In erster Ehe ist er von 1950 - 1964 mit der Schauspielerin Renate Densow verheiratet, aus dieser Beziehung stammt Tochter Christiane Krüger, ebenfalls Schauspielerin (sie war mit dem Fotografen Manfred Bockelmann, Bruder des Sängers Udo Jürgens (21. Dez. 2014), verheiratet). Von 1944 - 1977 war Hardy Krüger mit der italienischen Malerin Francesca Marazzi verheiratet, die Kinder Hardy und Malaika wurden geboren. In dritter Ehe schließlich ist er mit der amerikanischen Schauspielerin Anita Park seit 1978 verheiratet. 

  

Hardy Krüger lebt in Kalifornien und in Hamburg.

 

Nach vielen Jahren Bildschirmabstinenz sah man Hardy Krüger 2011 als Parfumfabrikant in dem TV-Film Familiengeheimnisse, Regie: Carlo Rola (14. März 2016). Weitere Darsteller: Dennenesch Zoudé, Devid Striesow, Gila von Weitershausen, Karin Boyd.

(rk)

  

 

Weitere Filme mit Hardy Krüger sind auf der IMDb-Website gelistet.

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 12. Juli 2017

 

Diese Kurzbiografie kann nur rudimentär sein und die genannten Filme nur eine Auswahl von Filmen des Künstlers enthalten. Die Angaben erheben daher keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

Sollten mir bei den o.g. Angaben inhaltliche Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.