Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1985

        ...und ein wenig Zeitgeschichte

    

    

    

In der Bundesrepublik werden 64 Spielfilme gedreht und 15 Defa-Spielfilme.

 

1. Januar: Das privatwirtschaftliche Satellitenprogramm SAT.l geht auf Sendung. Das Programm, das werktags ab 13.30 Uhr und sonntags von 12 Uhr bis Mitternacht über den europäischen Fernmeldesatelliten ECS l ausgestrahlt wird, ist ausschließlich durch Werbung finanziert, die maximal 20 % der gesamten Sendezeit einnehmen darf. 

  

Z 1. Januar: Zusammenschluss zweier Stahlriesen in Deutschland: Krupp Stahl und Klöckner. Diese neue Firma ist mit rund 43000 Mitarbeitern eine der größten Arbeitgeber in der Bundesrepublik.

  

13. Januar: Mit der ARD-Ausstrahlung des Fernsehfilms Die Ehe der Maria Braun (WDR) von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich nach einer Idee von Rainer Werner Fassbinder, der auch Regie führt, beginnt eine Reihe von Fassbinder-Filmen, die im deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden.

 

18. Januar - Bayerischer Filmpreis: Preise gehen dieses Jahr an Carl Schenkel (Regie, Abwärts), Robbie Müller (Kamera Paris, Texas), Marita Breuer (Darstellung, Heimat) und an die Produzenten Bernd Eichinger, Dieter Geißler und Günther Rohrbach für Die unendliche Geschichte.

  

Z 18. Januar: Seit Bestehen der Bundesrepublik gilt im Westen des Ruhrgebiets Smog-Alarm der Stufe III (absolutes Fahrverbot für Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren).

    

23. Januar: Anläßlich des »Tages für Afrika« stellt die ARD ihr Programm um. Am Nachmittag wird u.a. live aus dem Deutschen Bundestag die Plenardebatte über die Ernährungssituation in Afrika übertragen. Ab 20.15 Uhr ist die 50-minütige Dokumentation »Äthiopien - Kampf dem Hunger« zu sehen, und ab 21.45 Uhr treten 45 Minuten lang Schauspieler und Fernsehprominente in der Unterhaltungssendung »Deutsche Künstler helfen helfen« auf. 

  

Z 4. Februar: Von der Deutschen Gesellschaft für Wiederaufbereitung wird als erste kommerzielle Wiederaufbereitungsanlage von Kernbrennstoffen als Standort das bayerische Wackersdorf bestimmt. Wackersdorf wird von jetzt an noch öfters in den Medien zu hören und zu sehen sein. (Info: www.hdg.de

  

 

Bauernkrieg 1525. Betrug und Gewalt herrschen. Den Bauern sollen ihre Rechte genommen werden. Geschichte einer Zeitenwende. Plakat: Basis Film Verlag

15. bis 26. Februar - Berlinale: Zusammen mit einem englischen Film teilt sich die DDR zum ersten Mal einen Goldenen Bären für den Film Die Frau und der Fremde1) von Rainer Simon. Die beiden westdeutschen Filme Morenga2) und Der Tod des weißen Pferdes waren chancenlos. Helke Sander gewinnt einen Goldenen Bären für ihre Kurzfilm Nr. 1 - Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste.

Im Forum sind zwei deutsche Dokumentarfilme zu sehen: Leben in Wittstock3) von Volker Koepp (DDR) und Die Kümmeltürkin geht von Jeanine Meerapfel (BRD).

  

Die Retrospektive befasst sich mit dem Thema "special effects".

  

  

1) Eine nach der Novelle "Karl und Anna" (1926) von Leonhard Frank erzählte unerhörte Begebenheit: Ein Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg gibt sich bei der Frau eines in Russland zurückgebliebenen Kameraden als deren Ehemann aus und wird von ihr als Lebensgefährte akzeptiert. Ein nuancenreiches Kammerspiel über das Verhältnis von Lüge und Wahrheit, Schein und Realität, die Problematik des Identitätstauschs und der Suche nach dem eigenen Ich. Die zurückhaltend agierenden jungen Hauptdarsteller vermitteln hervorragend die Selbstzweifel und Irritationen der vom Krieg gezeichneten Seelen. (Quelle: kino-achteinhalb.de)

  

2) Jacob Morenga, 1885 als Sohn eines Nama-Vaters und einer Herero-Mutter geboren, gehört zu den großen historischen Persönlichkeiten der Geschichte Namibias. In Europa erzogen, arbeitet er nach seiner Rückkehr in den Goldminen. Er kennt das Denken der Europäer und mit diesem Wissen und einigem militärischen Geschick wird er bald zum Anführer des Hottentotten-Aufstands in "Deutsch Süd-West“. Er bildet kleine Einheiten Aufständischer, die nach Guerillataktik zuschlagen. 1905 fügt er den Kolonialtruppen eine gewaltige Niederlage zu, die auch andere Kolonialmächte verunsichert. Der Lebensweg Morengas ist geschickt mit der Figur des Oberveterinärs der deutschen Schutztruppen, Gottschalk verbunden. Er hatte sich freiwillig für Deutsch-Südwest gemeldet und schwört angesichts der ihm unerträglichen Willkür gegen Schwarze, nie auf einen Afrikaner zu schießen. Aber er wird diesen Schwur brechen...
"Morenga" war die achte Filmarbeit Egon Günthers nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik und der zweite Roman des Autoren und Mitherausgebers der "Literarischen Hefte", Uwe Timm. Beide, Timm und Günther, sammelten für ihre Werke dokumentarisches Material, das die Struktur des fiktionalen Stoffs maßgeblich beeinflusste. (Quelle: Progress-Film)

 

3) Drei Frauen geben Auskunft über ihr berufliches Engagement in der Textilfabrik und ihren Rückzug ins Privatleben in der kleinen Stadt. Der abendfüllende Kompilationsfilm war als Abschluss der Wittstock-Kurzfilmreihe gedacht: Zehn Jahre hat Volker Koepp die Arbeiterinnen des Trikotagenwerks begleitet. Offen erzählen sie von den Anlaufschwierigkeiten des Betriebs, der hohen Fluktuation, den Mängeln in der Führungsebene und nicht zuletzt von ihren Träumen und Wünschen.

Nach der Veröffentlichung der Tonbandprotokolle des Films in der FDJ-Zeitschrift werden die Arbeiterinnen observiert. (Quelle: Progress-Film)
  

    

  

24. Februar - 3. März: In der ARD läuft die dreiteilige Fernsehfassung des Kinoerfolgs Das Boot (WDR/SDR), Regie: Wolfgang Petersen. Das Boot erzählt die Geschichte junger Männer, die halbe Kinder sind, abenteuerlustig, verführt durch faschistische Propaganda, begeistert von einem technischen Wunderwerk. Sie treten an zum Showdown mit den Naturgewalten, zum Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner. Viele von ihnen sind unerfahren, die Schrecken des Krieges sind ihnen noch fremd. Sie kennen weder die Einsamkeit noch die Verlorenheit. Sie stehen vor der grausamen Alternative: Entweder du überlebst die Hölle oder du kommst in ihr um. Von 40.000 deutschen U-Boot-Fahrern des Zweiten Weltkrieges kamen 30.000 nicht mehr nach Hause. (Quelle: Amazon)

  

Z 11. März: Michail Gorbatschow wird vom Zentralkomitee der KPdSU zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt.

 

28. März: Die ARD befasst sich in der WDR-Reihe Gesucht wird ... mit der Spendenpraxis von Hilfswerken, die sich mit dem Hunger in der Dritten Welt auseinandersetzen. Die Hilfswerke erzwingen eine TV-Diskussion zu diesem Thema.

  

Z 28. März: Im Alter von 97 Jahren stirbt der Maler und Grafiker Marc Chagall (*1887) in Saint-Paul-de-Vence bei Nizza.

  

Z 2. April: Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, Mitglieder der RAF (Rote Armee Fraktion), werden wegen Beteiligung an mehreren Morden und Mordversuchen zu lebenslanger Haft verurteilt. (Info aus hdg.de)

  

18. April - 5. Mai: ARD-Ausstrahlung der sechsteiligen Dokumentarreihe "Die Deutschen im Zweiten Weltkrieg" (BR).

  

Z 22. April: In Köln wird das Käthe Kollwitz-Museum eröffnet (Todestag der Künstlerin vor 40 Jahren).

 

7. Mai: Aus dem 3sat-Studio des ZDF-Sendezentrums Mainz wird zum ersten Mal die österreichische Diskussionssendung »Club 2« live via Satellit übertragen.

 

20. Mai: Spezialpreis für Oberst Redl: Bei den Filmfestspielen in Cannes erhält der ungarisch-deutsche Wettbewerbsbeitrag den "Spezialpreis" der Internationalen Jury.

  

Hans Jürgen Syberbergs Film Die Nacht wird außer Konkurrenz gezeigt.

  

29./30. Mai: Das ZDF bricht die Live-Berichterstattung von dem Europapokalspiel zwischen den beiden Landesmeistern Juventus Turin und FC Liverpool noch vor dem Anpfiff ab. Millionen Fernsehzuschauer sahen zuvor Ausschreitungen britischer Fußballfanatiker, bei denen zahlreiche Menschen ums Leben kamen. In der für den 30.5. kurzfristig anberaumten Live-Diskussion »Brüssel und die Folgen« geht das ZDF auf diese Ereignisse ein.

  

Z 15. Juni: Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Deutschland vereinbaren im luxemburgischen Schengen das zwischenstaatliche "Schengen I"-Abkommen, das den schrittweisen Abbau der Personenkontrollen an den Binnengrenzen vorsieht.

  

  

15. Juni - Deutscher Filmpreis: Die Prämie für das »Filmband in Gold« ist in diesem Jahr auf 600.000 DM erhöht worden. Die Gewinner: Oberst Redl (Regie: István Szabó).

  

Filmbänder in Silber (auf 450.000 DM erhöht) für Das Autogramm (Peter Lilienthal), Paris, Texas (Wim Wenders) und Schlaf der Vernunft (Ula Stöckl). Zu den Preisträgern für Einzelleistungen gehören Bernhard Wicki (Regie: Die Grünstein Variante), Klaus Maria Brandauer und Götz George (Darsteller in Oberst Redl bzw. Abwärts), Rolf Zehetbauer (Ausstattung für Die unendliche Geschichte).

  

Z 7. Juli: Als bisher jüngster Tennisspieler und als erster Deutscher gewinnt Boris Becker das Turnier in Wembledon/England.

    

Z 8. Juli: Das Hamburger Landgericht verurteilt im Prozess um die gefälschten "Hitler-Tagebücher" den ehemaligen "Stern"-Reporter Gerd Heidemann zu vier Jahren und acht Monaten und den Militaria-Händler Konrad Kujau zu vier Jahren und sechs Monaten Haft. (Info aus hdg.de)

  

Z 9. Juli: Das Bundesgesundheitsministerium warnt vor dem Genuss österreichischer Weine, nachdem in verschiedenen Proben eine giftige Chemikalie (Diethylenglykol, d.i. Frostschutzmittel) nachgewiesen wurde.

  

Das komplette LIVE AID CONCERT auf 4 DVDs - ein Genuss!

Z 13. Juli: Im Wembley-Stadion und im John.-F.-Kennedy-Stadion findet das von Bob Geldof zugunsten der Afrikahilfe veranstaltete "Live-Aid-Concert" statt. Die bisher größte Show in der Geschichte der Pop-Musik wird von einem Millionenpublikum in 50 Ländern 16 Stunden lang am Bildschirm verfolgt. In London treten unter anderem Paul McCartney, David Bowie und Elton John auf, in Philadelphia Mick Jagger, Tina Turner, Madonna und Eric Clapton.

   

20. September: Rudolf Augstein, der inzwischen mit ca. 98 % Anteilen Haupteigner des "Filmverlags der Autoren" ist, verkauft das Unternehmen an den ehemaligen Geschäftsführer des Filmverlags, Theo Hinz.

  

Z 22. September: Im Alter von 73 Jahren stirbt in West-Berlin der Verleger Axel Springer.

    

    

   

"HörZu"-Titelbild (Foto mit freundl. Genehmigung von Axel Schneider - www.zuschauerpost.de)

1. Oktober: Auf Beschluss der Intendanten der ARD-Anstalten werden die »Tagesthemen« in neuer Form präsentiert. Es gibt jetzt die Position eines Ersten und eines Zweiten Moderators. Beide lösen sich im Wochenrhythmus ab und sind Mitglieder der Redaktion von »ARD-Aktuell«. Hanns Joachim Friedrichs wird Erster Moderator, Ulrike Wolf Zweite Moderatorin.

 

3. Oktober: Ausstrahlungsbeginn der Vorabendserie Der Fahnder (WDR).

 

22. Oktober: Das ZDF beginnt mit der Ausstrahlung der Krankenhausserie Schwarzwaldklinik.  Durchschnittlich 25 Millionen Zuschauer (60 %) erreicht der ZDF-Hit. [Bitte Bild links anklicken].

  

23. bis 27. Oktober - Hofer Filmtage: Uraufführung des großen deutschen Erfolgsfilms der 80er Jahre: Männer von Doris Dörrie. Von Hof aus kommt der Film statt ins Fernsehen zuerst ins Kino.

  

  

11. November: Dem Druck der Öffentlichkeit wird nachgegeben und Fassbinders Theaterstück "Der Müll, die Stadt und der Tod", welches am 4. November Uraufführung hatte, abgesetzt. Das Stück soll teilweise antisemitische Züge aufweisen.  

  

29. November: In West-Berlin wird die >Gesellschaft für Film- und Fernsehwissenschaft< gegründet. Sie soll die Kooperation zwischen Praxis, Kritik und Wissenschaft fördern.

 

  

Ein Klick geht zur HP der "Lindenstraße"

8. Dezember:  ARD-Ausstrahlungsbeginn der ersten auf mehrere Jahre geplanten Familienserie: Hans W. Geißendörfers Lindenstraße. Die »Lindenstraße«, an deren Produktion der ORF und alle  Landesrundfunkanstalten in Deutschland beteiligt sind, wird zur Kultserie und in Absprache mit dem ZDF sonntags von 18.40 bis 19.10 Uhr ausgestrahlt. Alle Dritten Fernsehprogramme und einige Digitalprogramme bieten ihren Zuschauern im Verlauf der Woche eine Wiederholung der Sendung vom Sonntag an.

 

25. Dezember: Die vier Folgen der ARD-Fernsehserie "Royalty", in der sich Rolf Seelmann-Eggebrecht mit dem englischen Königshaus beschäftigt, erzielen um den Jahreswechsel hohe Einschaltquoten.

  

      

S o n s t i g e s

  

Peter F. Bringmann dreht nach Jörg Fausers gleichnamigem Roman Der Schneemann. Marius Müller-Westernhagen spielt die Titelrolle.

 

Für 20th Century Fox inszeniert Wolfgang Petersen den Science-Fiction-Film Enemy Mine - Geliebter Feind.

 

Julie Christie und Burt Lancaster spielen in Bernhard Sinkels vierteiligem Fernsehfilm Väter und Söhne.

 

Franz Peter Wirth dreht die Fortsetzung zu Ein Stück Himmel (von 1980) mit dem Titel Licht über dem Wasser. Dana Vavrova spielt die Titelrolle. Dafür  wird erstmals das Verfahren der Videosynchronisation eingesetzt.

 

Robert Atzorn spielt die Hauptrolle in der 36teiligen Vorabendserie Stahlkammer Zürich

Inhalt: Yves Klein ist Rechercheur der Helvetia-Bank Zürich. Er tritt in Aktion, wenn die Stahlfachmiete eine Weile nicht gezahlt wird, der Mieter postalisch nicht ermittelt werden kann und das Fach vertragsgemäß geöffnet werden darf, weil der Inhalt möglicherweise Aufschluss über den Eigentümer gibt. Wenn der Inhalt des Schließfachs von gehobenem materiellen Wert ist, wird Yves Klein in der Serie Stahlkammer Zürich auf die Reise geschickt. Immer wieder treiben ihn sein Ehrgeiz, seine Neugier und seine Risikobereitschaft hinaus in seinen oftmals sehr abenteuerlichen Berufsalltag." (Quelle: WDR)

Weitere Darsteller: Eos Schopohl, Despina Pajanou, Hans Heinz Moser.

Regie: Celino Bleiweiß, á Folge 50 Minuten.

  

Der erste Schimanski-Kinofilm Zahn um Zahn mit Götz George entsteht (Regie: Hajo Gies). 

 

    

L i t e r a t u r

 

"So grün war die Heide" von Gerhard Bliersbach: Weinheim, Basel: Beltz, 176 Seiten.

Der deutsche Nachkriegsfilm in neuer Sicht. Mit einem Vorwort von Hansjörg Felmy.

    

"Die Bedeutung des Oberhausener Manifests für die Filmentwicklung in der BRD" von Krischan Koch: Frankfurt/Main, Bern, New York: Lang. 194 Seiten. - Eine gut recherchierte Darstellung zum jungen deutschen Film der 60er Jahre.

  

"Das Parfum" - Roman von Patrick Süskind

"Ganz unten" - Dokumentation von Günter Wallraff

"Das Geisterhaus" - Roman von Isabel Allende

"Herbstmilch" - Lebenserinnerungen der Anna Wimschneider

"So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen" - Sachbuch von Hoimar von Ditfurth

  

     

 

 

E i n i g e   F i l m e   d e s   J a h r e s

   

   

Die Frau und der Fremde

(Regie: Rainer Simon)

Die Geschichte einer Liebe, die ihren Ausgangspunkt in einem russischen Gefangenenlager im Ersten Weltkrieg hat. Defa-Film.

    

Die Nacht

(Regie und DA: Hans Jürgen Syberberg)

Der 6-Stunden-Film dokumentiert die Rezitation poetischer Texte u.a. von Platon, Matthias Claudius, Shakespeare, Goethe, Nietzsche, Novalis, Hölderlin, Mörike, Wagner, Heidegger und Becket.

   

China - Die Künste, der Alltag

(Dokumentation von Ulrike Ottinger)

Filmische Reisebeschreibung, die Ulrike Ottinger im Februar und März 1985 in Peking und in den Provinzen Yunnan und Sichuan drehte. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms, der durch die durchgehende Verwendung von Originalton eine beeindruckende Authentizität erhält, steht die genaue Beobachtung von Menschen. Gelungener Versuch, neue Einblicke in eine fremde Kultur zu vermitteln. --- "In meiner bisherigen Filmarbeit habe ich mich mit den Themen Exotik, Minoritaten und deren unterschiedlichem Rollenverhalten innerhalb des eigenen Kulturkreises beschäftigt. Nun richtet sich mein Interesse auf die Erweiterung dieses Themas, das Kennenlernen einer 'realen Exotik' in einem fremden Land, in einem anderen Kulturkreis. Ich versuche, mit der Kamera einen visuellen Diskurs über die Exotik als Frage des Standpunktes zu führen." (Quelle: HP Ulrike Ottinger) 

  

Otto - Der Film

(Regie: Xaver Schwarzenberger, Otto Waalkes)

  

Männer  

(Regie, DA: Doris Dörrie)

An der kleinen Dreiecksgeschichte - Frau zwischen Aussteiger und Karrierist - interessiert die Regisseurin das Verhalten der Rivalen. Eine humorvolle Beziehungskomödie, ursprünglich als Fernsehfilm produziert. Überraschungserfolg (auch für die Regisseurin) an den Kinokassen  mit 5 Millionen Zuschauern.

Darsteller: Ulrike Kriener, Uwe Ochsenknecht, Heiner Lauterbach

 

Die Grünstein-Variante

(Regie: Bernhard Wicki)

 

Verführung: Die grausame Frau

(Regie und DA: Elfi Mikesch)

  

Zuckerbaby

(Regie und DA: Percy Adlon)

     

Ulrich Mühe als Dichter Friedrich Hölderlin

Ulrich Mühe in "Hälfte des Lebens"

(Foto: Defa-Stiftung-Jörg Erkens)

Hälfte des Lebens

(Regie: Herrmann Zschoche)

Die tragische Liebesgeschichte zwischen Friedrich Hölderlin und der Bankiersfrau Susette Gontard. 

Defa-Film. Durchbruch für Ulrich Mühe als Schauspieler.

Zehn Jahre aus dem Leben Friedrich Hölderlins, von 1796 bis 1806. Der junge, geniale Dichter tritt in das Haus des Frankfurter Bankiers Gontard ein, um als Hauslehrer seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er unterrichtet dessen vier Kinder und verliebt sich leidenschaftlich in Gontards Frau Susette, die seine Zuneigung erwidert. Doch es ist eine hoffnungslose Liebe, die nur eine kurze Zeit Erfüllung findet. Gontard weist Hölderlin aus dem Haus. Nach der Trennung sind beide gebrochene Menschen. Susette verweigert sich dem Leben, kränkelt und stirbt 1802, dreiunddreißigjährig. Ihr Tod stürzt Hölderlin in tiefe Depressionen, von denen er sich nie wieder erholt. 1806 wird er in eine Tübinger Nervenklinik eingewiesen. (Quelle: Amazon)

Darsteller: Ulrich Mühe, Jenny Gröllmann, Michael Gwisdek

      

Tokyo-Ga

(Dokumentation von Wim Wenders)

Eine Hommage an den japanischen Autorenfilmer Ozu und ein visueller Essay zu Tokyo. 

Tokyo-Ga ist ein weiterer in einer Serie von tagebuchartigen Filmen, die Wim Wenders in den letzten Jahren gemacht hat. In diesem Film beschreibt Wenders seine Eindrücke der japanischen Hauptstadt, Tokio, und des verstorbenen Regisseurs Yasujiro Ozu. (Quelle: basisfilm)

  

Tausend Augen

(Regie und DA: H. C. Blumenberg)

  

  

B R A V O - O T T O - Leserwahl 1985

Kategorie männliche Filmstars: Gold Sylvester Stallone, Silber Michael J. Fox, Bronze Götz George

Kategorie weibliche Filmstars: Gold Jennifer Beals, Silber Grace Jones, Bronze Tanya Roberts

Kategorie Beat-Gruppen: Gold Modern Talking, Silber Duran Duran, Bronze a-ha

Kategorie Sänger: Gold Falco, Silber Rick Springfield, Bronze Bruce Springsteen

Kategorie Sängerinnen: Gold Madonna, Silber Sandra, Bronze Tina Turner

Kategorie TV-Stars weiblich: Gold Heather Thomas, Silber Rachel Ward, Bronze Stefanie Powers

Kategorie TV-Stars männlich: Gold Richard Chamberlain, Silber Hendrik Martz, Bronze Lee Majors

Kategorie Sportler: Gold Boris Becker, Silber Aaron Krickstein, Bronze Ivan Lendl

   

   

B a m b i - S i e g e r

Folgende Künstler erhielten den Filmpreis BAMBI

U.a. waren es Boris Becker, Hannelore Kohl, Jack White, Klausjürgen Wussow, Maruschka Detmers, Otto Waalkes, Robert Lemke, Seam Connery, Placido Domingo.

 

  

G O L D E N E  K A M E R A 

Folgende Künstler bekamen die "Goldene Kamera" von HörZu 1985

    

         

Schlager- und Pophits des Jahres 1985

The Wild Boys - Duran Duran

Do they no it's Christmas - Band Aid

Shout - Tears for Fears

Rock me Amadeus - Falco

We don't need another hero - Tina Turner

Maria Magdalena - Sandra

Cheri Cheri Lady - Modern Talking

Nikita - Elton John

Faust auf Faust - Klaus Lage Band

  

 

G e s t o r b e n

  

Luise Ullrich in dem 1942 gedrehten Film "Der Fall Rainer", Regie: Paul Verhoeven

©Murnau-Stiftung

  

22. Januar: Luise Ullrich, Schauspielerin

Geboren am 30.10.1911 in Wien, Tochter eines Majors. Mit 14 Jahren Schauspielausbildung an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst. 1926 erstmals auf der Volksbühne Wien als Mariechen in Sudermanns "Heimat". 1931 Wechsel nach Berlin an die Volksbühne, später Ensemble des Berliner Staatstheaters. In Billingers Rauhnacht feiert sie neben Werner Krauß 1932 ihren großen Erfolg. Sie tritt in einigen Goethe-Kurzfilmen auf, ehe sie in Der Rebell (1932, Kurzinhalt: Als der Südtiroler Severin Anderlan (gespielt von Luis Trenker) im Sommer 1809 in sein Heimatdorf zurückkehrt, ist seine Familie von den Truppen Napoleons ermordet worden. Außer sich vor Trauer und Entsetzen, wird Severin zum Outlaw und Anführer der Dörfler) als Partnerin von Luis Trenker zum großen Bergkönig aufblicken darf. Sie ist die Mizzi Schlager in Max Ophüls' Schnitzler-Verfilmung Liebelei (1933) und etabliert sich mit ihrer ersten wirklichen Hauptrolle als Magd Regine (1934) als einer der großen weiblichen Stars im Stil der Zeit. Alle ihre Filme kommen beim Publikum gut an, auch Ich liebe dich (1938) mit Viktor de Kowa, der auch privat 7 Jahre lang ihr Partner war. 1938 lehnt L. U. ein Hollywood-Angebot von MGM-Boss Louis B. Mayer ab und geht statt dessen auf Südamerika-Reise, wo sie den Grafen Wulf Dietrich zu Castell kennen lernt, den sie 1942 heiratet. 1945 spielt die Künstlerin überwiegend an Münchner Bühnen. Ende der 50er Jahre spielt sie meistens eine "aufgeschlossene Frau der Gegenwart", die auch mal einen jüngeren Mann liebt (Ein Student ging vorbei, 1960). Ihre Biografie, die 1973 erscheint, heißt "Komm' auf die Schaukel Luise". Einen kurzen späten Erfolg erlebte sie 1972 noch an der Seite von Werner Finck in Fassbinders TV-Familienserie Acht Stunden sind kein Tag.

(Quelle: Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars von Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz) (Lt. dieser Quelle ist L. U. 1986 verstorben, aber die von mir gefundenen Informationen deuten alle auf 1985 hin.)

  

  

6. Februar: Hans Domnick

Filmproduzent und Dokumentarfilmer

Hans Domnick machte sich im Nachkriegsdeutschland als Produzent von Curt Goetz-Verfilmungen einen Namen. Nach diesen Erfolgen nahm er mit seiner Frau, damals noch ganz ungewöhnlich, einen Wohnwagen und bereiste die Panamericana von Alaska bis Feuerland. Im Reisegepäck hatte er jedoch, ebenfalls etwas extravagant, eine Cinemascopekamera. Heraus kam der Dokumentarfilm Traumstraße der Welt, der 1958 den Silbernen Bären erhielt.

Zur Zeit des Wirtschaftswunders begnügte er sich damit, Neuverfilmungen der alten Erfolge zu produzieren. Auch die beiden Teile seines Reisefilms wurden 1968 neu zusammengeschnitten und als Panamericana - Traumstraße der Welt veröffentlicht. Das Buch zum Film erschien unter "Traumstraße der Welt - Auf der Panamericana durch Nord- und Südamerika" im Paul List Verlag KG und wurde ebenfalls durch nachfolgende Lizenzausgaben vermarktet.

Sein Bruder, der Experimentalfilmer Ottomar Domnick (Jonas, 1957), hatte ebenfalls eine Produktionsfirma. (Quelle: wikipedia.de)

  

  

10. Februar: Werner Hinz

Schauspieler

  

  

26. Februar: Gerd Böttcher

Schlagersänger und Schauspieler

  

  

13. Mai: Mildred Scheel

Deutsche Ärztin und Ehegattin von Walter Scheel

  

  

3. Juni: Karl Obermayr

Schauspieler

  

 

21. April: Joe Hembus

Autor

Einer der Autoren, durch die diese Chronik des Films möglich geworden ist. Ich bedanke mich beim Autor des Buches "Der neue deutsche Film 1960 - 1980". 

Joe Hembus verunglückte tödlich beim Bergsteigen im Alter von 51 Jahren in der bayerischen Benediktenwand. Er wurde auf dem Friedhof von Straßlach bei München beigesetzt. (Quelle: wikipedia)

  

  

16. Juli: Heinrich Böll

Schriftsteller - Heinrich Böll bei www.wikipedia.de

  

  

26. Juli: Walter Richter

Schauspieler

  

  

2. August: Karl Heinz Stroux

Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter

  

  

13. September: Benno Sterzenbach

Schauspieler

  

 

7. Oktober: Wolfgang Kieling

Schauspieler

Als Zwölfjähriger stand er für Veit Harlan vor der Kamera, in den 50er Jahren für Konrad Wolf. 1965 war er Stasi-Agent in Hitchchocks Torn Curtain. Aus Protest gegen den Vietnam-Krieg ging er 1968 in die DDR um kam 1970 frustriert zurück in die Bundesrepublik. In mehr als 150 Kino- und Fernsehfilmen war er ein virtuoser, zerbrechlicher Darsteller. Sein letzter Kinofilm hieß Abwärts. (Anmerkung: Mein Lieblingsfilm mit Wolfgang Kieling ist die TV-Produktion Im Reservat von Peter Beauvais, in dem Kieling an der Seite von Johanna Hofer meisterhaft einen abgetakelten Transvestiten spielt. rk)

  

  

Paul Edwin Roth

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

27. Oktober: Paul Edwin Roth

Schauspieler

Am Theater debütierte Roth 1939 in Heilbronn. Nach dem 2. Weltkrieg stand er für ein paar Jahre auf der Bühne des Berliner Hebbel-Theaters. 1947 spielte er in seiner ersten und gleichzeitig größten Filmrolle den Sohn von Hans Albers in Und über uns der Himmel. Weitere Filme waren Gestehen Sie, Dr. Corda (1958), Der längste Tag (1962), Und Jimmy ging zum Regenbogen (1971) und Der Stoff, aus dem die Träume sind (1972). Ende der 50er Jahre spielte er allerdings hauptsächlich in Fernsehproduktion mit. In einigen Folgen der Krimiserie "Stahlnetz" war Roth der Kriminalobersekretär Wetzlar. 1961 spielte Roth an der Seite von Günter Pfitzmann in der Serie Gestatten, mein Name ist Cox und 1966 wirkte er in dem TV-Film Die Gentlemen bitten zur Kasse mit. 1973 folgte ein Auftritt in der populären Serie Der Bastian und viele Nebenrollen in "Tatort", dem TV-Film Väter und Söhne (1978) oder "Der Alte".
Roth sprach häufig Montgomery Clift (u.a. in "Nicht gesellschaftsfähig), Arthur Kennedy, Harry Morgan (u.a. in "12 Uhr mittags") und Michel Bouquet (u.a. in "Hühnchen in Essig"). Bei seinen hunderten von Synchronisationen lieh er u.a. Tony Curtis, Henry Fonda, Rod Steiger und Peter Lawford seine Stimme.
(Quelle: filmmuseum-hamburg.de)

  

  

  

  

Rudolf Fernau

in "Brand im Ozean", 1939, Regie: Günther Rittau

©Murnau-Stiftung

  

  

Rudolf Fernau

in "Freitag, der 13.", 1944,

Regie: Erich Engels

©Murnau-Stiftung

  

  

19. November: Rudolf Fernau, Schauspieler

Rudolf Fernau wurde in München geboren. Er kam zwar aus einfachen Verhältnissen, aber konnte in der Schule bereits Geigenunterricht nehmen. Es folgte ein Musikstudium, was aber aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden musste. Danach Ausbildung als Schauspieler. Es folgten Theaterengagements in Ingolstadt und Regensburg. 1920 kam er nach Hamburg zum Theater von Erich Ziegel, spielte den Brecht'schen Baal (Uraufführung). In den 20er-Jahren stand Fernau am Deutschen Theater unter Max Reinhardt und am Staatstheater Berlin auf der Bühne. Er spielte mit Heinrich George, Werner Krauß, Elisabeth Bergner und Paula Wessly. 1957 wurde er dort nach zwanzig Jahren Zugehörigkeit zum Staatsschauspieler ernannt. Ab 1930 spielte Rudolf Fernau über zehn Jahre lang beim Staatstheater Stuttgart, danach in München und wieder in Berlin.

  

1936 kam Fernau zum Film, seine erste Rolle bekam er in Verräter. Berühmt wurde er drei Jahre später in Erich Engels Im Namen des Volkes, in dem er als Alfred Hübner einen skrupellosen Verbrecher spielt, der Autofallen stellt und beim geringsten Widerstand Gebrauch von seiner Schusswaffe macht. Die Kellnerin Barbara zieht er in seine dunklen Geschäfte mit hinein und zwingt seinen früheren Komplizen, Bruno Mielke, bei den Überfällen mitzumachen. Als der aussteigt, wird Hübner bei seinem letzten Coup auf frischer Tat ertappt. Hübner kann fliehen, doch die Polizei spürt ihn auf. Es kommt zum Schusswechsel, sein Komplize wird getötet, Hübner vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Seine Freundin Barbara wird durch die Fürsprache von Kriminalkommissar Werner freigesprochen. Frei nach den Akten des Falls der Gebrüder Götze.
Darsteller: Rudolf Fernau, Reinhold Bernt, Christine Grabe, Rolf Weih, Ellen Bang, Fritz Kampers u.a.

In den folgenden Jahren war er immer auf die zwielichtigen, kriminelle Typen festgelegt, so z.B. in Dr. Crippen an Bord. Weitere Filme mit Rudolf Fernau:  Der Vorhang fällt (1939), Auf Wiedersehen, Franziska (1940/41), Kameraden (1941), Die Affäre Roedern (1944), Käpt'n Bay-Bay (1952), Kinder, Mütter und ein General (1954), Gestehen Sie, Dr. Corda (1958), Der Findling (1966), Bis zur bitteren Neige (1975), Die Fastnachtsbeichte (1976).

  

Der bekannte Kritiker Friedrich Luft schrieb in einem Nachruf auf den Schauspieler unter anderem: "… Er war ein Nervenspieler. Er konnte mühelos und hochintelligent Unheimlichkeit verbreiten. Er konnte im Bereich der Zwiespältigkeit in so vielen Gangarten des tragischen schauspielerische Klarheit verschaffen. Er war grandios bei Shakespeare wie in einem Nestroy, in modernen Rollen genauso wie in einem prekären Klassiker. Er gehörte für Jahrzehnte zum besten Bestand des deutschen Theaters."

Aus Anlass seines 80. Geburtstages zeigte das Fernsehen 1978 eine 45-Minuten-Sendung über und mit Fernau unter dem Titel "Lebensspuren". 
Rudolf Fernau erhielt für seine Leistungen 1965 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, 1979 das "Filmband in Gold" sowie 1983 die Thomas-Mann-Medaille und die Ehrenmedaille der Stadt München. 

1972 gab er seine Erinnerungen unter dem Titel "Als Lied begann's" heraus.

Rudolf Fernau, der mit der Schauspielerin Olga von Mahr verheiratet war, verstarb am 4. November 1985 im Alter von 87 Jahren in München; er wurde auf dem Friedhof Haidhausen bei München beigesetzt. (Informationen aus www.steffi-line.de)

  

  

9. Dezember: Victor Vicas

Regisseur

Wenig bekannter europäischer Regisseur, der, als Kind jüdischer Eltern in Moskau geboren, in Frankreich aufgewachsen, Filme in Palästina (Er hat den Marshall-Plan als Chance ergriffen, wieder in Europa Fuß zu fassen. Mit dem Spielfilm Weg ohne Umkehr gewann er 1954 den Bären auf der Berlinale.) und Nachkriegsdeutschland drehte, u.a. Herr über Leben und Tod (1955), Zwei unter Millionen (1961), Johann Sebastian Bachs vergebliche Reise in den Ruhm (1980) und 1958 SOS Gletscherpilot (1958) Inhalt: An einem Spätsommertag überfliegt Gletscherpilot Hermann Geiger einen Viertausender in den Walliser Alpen. Er beobachtet einen gewaltigen Gletscherabbruch. Mächtige Eisbrocken bleiben über klaffenden Spalten hängen - für Bergsteiger bedeuten sie Gefahr. Ohne Rücksicht auf die Bedrohung steigen anderntags drei Seilschaften durch diese Gletscherwelt. Darunter ist der Arzt Dr. Gruber, begleitet von seiner jüngeren Frau, ebenso ein junger Ingenieur namens Gisler mit seiner Freundin Monica, ferner zwei leichtsinnige Burschen, Charly und Roby, Bergführer Perren sowie der Engländer Puckle, ein echter Sportsmann. Sie steigen zum Dent Blanche hinauf, geraten in Nebel und Unwetter. Die kleineren und größeren Konflikte, die ihre Beziehungen während des Aufstiegs geprägt haben, sind plötzlich nichts mehr angesichts des Unglücks, das alle vereint: Dr. Gruber rutscht aus und reißt die andern mit in die Tiefe. Bergführer Perren und Puckle sind tot, Roby liegt ohnmächtig in einer Eisnische. Gruber, Gisler, Monica und Charly stürzen auf einen überhängenden Felsblock, der abzubrechen droht. Frau Gruber, in einer Hütte zurückgeblieben, alarmiert die Bergführer im Tal. Eine Rettungsmannschaft steigt auf. Schlechtes Wetter hindert Hermann Geiger am Einsatz. Doch schließlich wagt der Gletscherpilot in halsbrecherischer Landung sein Leben, um andere Menschenleben zu retten. --- Der Walliser Gletscherpilot Hermann Geiger flog während vieler Jahre mit seiner einmotorigen Piper waghalsige Einsätze, um in Not geratene Bergsteiger in Sicherheit zu bringen. Im halbdokumentarischen Schweizer Spielfilm "SOS Gletscherpilot" spielt Geiger sich selbst, Seite an Seite mit Stars wie Anne-Marie Blanc, Annemarie Düringer, Robert Freitag und Hannes Schmidhauser. Kameramann Emil Berna gelangen eindrucksvolle und dramatische Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Walliser Bergwelt. (Quelle: 3sat)

Weitere Filme von Victor Vicas: Jons und Erdme. Die Frau des Anderen (Regie, Drehbuch zusammen mit Robert A. Stemmle, 1959) mit Carl Raddatz und Karin Baal, Verspätung in Marienborn (Drehbuch, 1963), Jack und Jenny (Regie, 1963) mit Senta Berger und Brett Halsey).

  

  

  

 

 

 

 

   

    

  

   

Von hier aus sind folgende Webseiten zu erreichen:  

www.art-perfect.de (über Marc Chagall)

www.bambi.de 

www.bernhardsinkel.com (Film Väter und Söhne)

covergalerie (über Gerd Böttcher)

www.cyranos.ch (über Viktor de Kowa)

www.datum.at (Porträt über Jörg Fauser, von Peter Apfl, 2006)

www.defa.de/cms/simon-rainer 

http://defa-spektrum.de (Film Die Frau und der Fremde)

www.defa-sternstunden.de (über Jenny Gröllmann)

www.dhm.de (über Veit Harlan)

www.dieterwunderlich.de (Buchbeschreibung Die unendliche Geschichte)

www.dieterwunderlich.de (Buchbeschreibung Der Schneemann)

www.domnick.de (über den Film Jonas)

www.filmportal.de (Film Paris - Texas, Die Grünstein-Variante, Otto - Der Film)

www.filmportal.de (Film Liebelei)

www.filmportal.de (Film Ich liebe dich)

www.filmportal.de (Film Kameraden)

www.filmportal.de (Film Dr. Crippen an Bord)

www.filmportal.de (Film Die Affäre Roedern)

www.filmportal.de (Film Käpt'n Bay-Bay)

www.filmportal.de (Film Kinder, Mütter und ein General)

www.filmportal.de (Film Gestehen Sie, Dr. Corda)

www.filmportal.de (über Victor Vicas)

www.filmportal.de (über Bernd Eichinger

www.filmportal.de (Film Abwärts)

www.films.pierre-marteau.com (Film Johann Sebastian Bachs vergebliche...)

www.goldene-kamera.de 

http://www.heimat123.de (Exzellente Website von Thomas Hönemann)

www.heinrich-boell.de

www.helke-sander.de (Film Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste)

www.kollwitz.de (Käthe Kollwitz-Museum)

www.kommissar-keller.de (über Karl Obermayr)

www.kuenstlerkolonie-berlin.de (über Rudolf Fernau)

www.lindenstrasse.de

www.murnau-stiftung.de (Film Verräter)

www.otto-waalkes.com 

http://www.schwarzwald-tv-klinik.de 

www.steffi-line.de (über Werner Hinz)

www.steffi-line.de (über Benno Sterzenbach)

www.syberberg.de 

www.tatort-fundus.de (Episode Zahn um Zahn)

www.ulrike-kriener.de (HP der Künstlerin)

www.westernhagen.de 

wikipedia (Film Ein Stück Himmel, über Heinrich Böll, Walter Richter, Karl-Heinz Stroux, Michail Gorbatschow)

wikipedia (über Marita Breuer, über Christian Klar, Brigitte Mohnhaupt, Live Aid Concert, Mildred Scheel)

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 8. Januar 2012