Volker Schlöndorff

Regisseur  Drehbuchautor  Produzent  Darsteller

     

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www.volkerschloendorff.com

  

Volker Schlöndorff bei filmportal.de

Volker Schlöndorff zu Gast im Deutschen Filmmuseum (Video Filmportal)

   

Volker Schlöndorff zum 75. Geburtstag - Seine Sammlung im DIF

  

   

Volker Schlöndorff inszeniert "VERDUN"

(Stand: 28. Mai 2016, htttp://www.dw.com.de)

  

  

  

  

  

Volker Schlöndorff - Foto: Christian Behring

Volker Schlöndorff

Foto: Christian Behring

  

Geboren am 31. März 1939 in Wiesbaden.

  

Besucht das Gymnasium und geht bereits 1956 zu einem Schüleraustausch nach Frankreich. Aus diesem Besuch werden letztendlich zehn Jahre. Er macht auch dort sein "Abitur Baccalauréat". Hier lernt er den späteren Regisseur Bertrand Travernier kennen, der in seine Klasse geht. Zusätzlich macht er das deutsche Abitur in Frankfurt, geht aber nach Paris zurück. Hier studiert er Politikwissenschaft. Es folgt ein weiteres Studium am Institut des Hautes Etudes Cinématographiques (eine französische Filmhochschule). Er lernt Louis Malle kennen, war in der Folge dessen Regieassistent und/oder Schauspieler, z.B. bei Viva Maria (1965), Das Irrlicht (1963) oder Privatleben (1962). Außerdem war er bei Jean-Pierre Melville Regieassistent bei Der Teufel mit der weißen Weste (1962) und Eva und der Priester (1961) mit Jean Paul Belmondo.

 

Sein erster 1960 gedrehter Film ist der Kurzfilm Wen kümmert's, den er noch unter einem Pseudonym schrieb und drehte. Es ist ein Film über Algerier, die in Frankfurt leben. Leider ist die Kopie verschollen. Ende 1960 arbeitet Schlöndorff beim Sender Freies Berlin als Regieassistent von Ludwig Berger.

  

Schlöndorffs erstes Drehbuch, eine Adaption von Robert Musils "Die Verwirrungen des Zöglings Törless", bringt ihm eine Drehbuchprämie ein und wird von der Kritik begeistert aufgenommen. Dieser erste Langfilm ist Schlöndorfss eigentlicher Anfang seiner Regisseurkarriere. Er erhält gleich drei deutsche Fernsehpreise und wird beim Festival in Cannes mit dem Preis der Filmkritik ausgezeichnet. Dieser Film ist sozusagen der erste internationale Triumph der Filme des aufblühenden "Neuen deutschen Films".

 

Ab 1969 arbeitet er eng mit der jungen Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Margarethe von Trotta zusammen. Sie verlieben sich und heiraten 1971. Zusammen entstehen Filme wie Die Moral der Ruth Halbfass (1971), hier hatte M. von Trotta die Regieassistenz. Weitere Filme sind 1975 Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Drehbuch und Regie: Trotta/Schlöndorff, nach der Erzählung von Heinrich Böll. Der Film wurde mit dem deutschen Kritikerpreis, mit dem Filmband in Gold, mit dem OCIC-Preis von San Sebastian und mit dem Preis des spanischen Kritikerverbandes. Die Filmbewertungsstelle in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat "Besonders wertvoll". "Wegen dieses Films, der die Methoden der Boulevardpresse und der Polizei im Kampf gegen die linke Szene und vermeintliche RAF-Terroristen anprangert, und wegen seines Engagements im "Rechtshilfefonds für die Verteidigung politischer Gefangener" wird Schlöndorff 1977 von der Springer-Presse und der CDU massiv attackiert." (Kursivschrift zitiert aus filmportal)  

  

Volker Schlöndorff - Foto: VIRGINIA

...rauft sich die Haare

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

1969 gründet Schlöndorff gemeinsam mit Peter Fleischmann in München die Produktionsfirma "Hallelujah-Film GmbH" und 1974 zusammen mit Reinhard Hauff die "Bioskop-Film". Hier entstehen Filme wie Die Verrohung des Franz Blum (1973/74), Das Andechser Gefühl (1974, Regie: Herbert Achternbusch), in diesem Film ist Margarethe von Trotta als Darstellerin zu sehen. Weitere Filme der "Bioskop-Film": Black Moon (1964, Regie: Louis Malle), Der Fangschuss (1976, Drehbuch: von Trotta und Jutta Brückner), Krieg und Frieden (1981-83, Regie: Alexander Kluge) oder Stammheim (1985, Regie: Reinhard Hauff). Die von  Bioskop-Film gedrehten Filme sind mehrfach ausgezeichnet worden. 

 

Mitte der 80er-Jahre verschlug es Volker Schlöndorff nach New York, wo er mit Dustin Hoffman den Film Tod eines Handlungsreisenden nach Arthur Miller drehte. Dort entstanden weitere Filme wie das groß angelegte internationale Filmprojekt Homo Faber, der Film Ein Aufstand alter Männer und Die Geschichte einer Dienerin. 

 

Nach der deutschen Einheit zieht Volker Schlöndorff wieder nach Deutschland. Er übernimmt die Ufa- und Defa-Studios in Babelsberg und versucht, die Tradition aufrecht zu erhalten, danach Management der Institution. Zwischen 1992 und 1997 widmet sich der Regisseur ausschließlich der Umwandlung des traditionsreichen Studiogeländes in eine moderne Medienstadt.

Seit 2001 ist Volker Schlöndorff Vorsitzender des Vereins Europäisches Filmzentrum Babelsberg.

  

2010 bekommt Volker Schlöndorff den mit 2500 Euro dotierten Viadrina-Preis, weil er sich für die Verständigung zwischen Deutschland und Polen eingesetzt hat und bedeutende Filme zu diesem Thema gedreht hat (z.B. Die Blechtrommel, Strajk - Heldin von Danzig).

 

Volker Schlöndorff war von 1971 bis 1991 mit der Regisseurin Margarethe von Trotta verheiratet, seit 1992 in zweiter Ehe mit der Filmschnittmeisterin Angelika Gruber.

  

Auszeichnungen (Auswahl) - Weitere Preisverleihungen siehe unten und www.volkerschloendorf.com -

Schlöndorffs Adaption von Günter Grass‘ Roman Die Blechtrommel 1979 erhielt als erster deutscher Film eine Goldene Palme in Cannes und wurde, ebenfalls als erster deutscher Film seit 1927, mit einem Oscar prämiert. 1966 Deutscher Filmpreis, Filmstreifen in Gold für Regie und Drehbuch: Der junge Törless. 1977 Deutscher Filmpreis: Filmstreifen in Gold für Regie: Der Fangschuss. Deutscher Filmpreis 1971: Filmband in Gold (Regie), IFF San Sebastian 1971: Premio Luis Bunuel, »Goldfeder« der Auslandskorrespondenten, Preis des spanischen Kritikerverbandes C.E.C. (Drehbuch), Preis des Internationalen Katholischen Filmbüros (OClC) für Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach. Deutscher Filmpreis 1976: Filmband in Gold (Angela Winkler / Kamera), Deutscher Kritikerpreis 1975 für Angela Winkler; IFF San Sebastian 1975, Preis des spanischen Filmkritikerverbandes (CEC), Preis des Internationalen Katholischen Fllmbüros (OCIC): Die verlorene Ehre der Katharina Blum. 1996 Venice Film Festival: UNICEF-Award für Der Unhold.

Auf dem 4. Internationalen Filmfestival Juri Oserow vom 09. bis 15. Oktober 2006 wurde Der neunte Tag als Bester Film mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Regisseur Volker Schlöndorff erhielt das Goldene Schwert für die Beste Regie.

  

 

Auszeichnungen (eine Auswahl)

1966: 3 Filmbänder in Gold (bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch) für Der junge Törless

1967: Filmband in Silber für Mord und Totschlag

1971: Filmband in Gold (Regie) für Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach

1978: Filmband in Gold für die Filmkonzeption für Deutschland im Herbst

1979: Goldene Schale und Goldene Palme für Die Blechtrommel

1987: Hessischer Kulturpreis

1993: DIVA-Award

2000: Goldene Kamera in der Kategorie Ehrenpreis Berlin

2000: DIVA-Award

2002: Offizier der französischen Ehrenlegion

2003: Bayerischer Verdienstorden

2004: Bernhard Wicki-Filmpreis für Der neunte Tag

2005: Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises, Ehrenpreis für sein Lebenswerk auf dem 20. Festival Internacional de Cine de Mar  

         del Plata. Sein Film Der neunte Tag war als deutscher Beitrag im Hauptwettbewerb vertreten.

2008: Verdienstorden des Landes Brandenburg

2009: Carl Zuckmayer-Medaille

2009: Ehren-Jupiter für sein Lebenswerk

2010: Viadrina-Preis der Europa-Universität Viadrina

2011: Brüder Grimm-Professur der Universität Kassel

  

April 2014: Verleihung des Ehrenpreises "Maria" des Filmstudios Babelsberg. Volker Schlöndorff wurde wegen seiner Verdienste um den Standort Babelsberg gewürdigt. Schlöndorff hatte das Studio von 1992 bis 1997 als Geschäftsführer geleitet und durch die "Wendejahre" geführt. Der Preis ist eine silberne weibliche Statue, die an die gleichnamige Frauenfigur in dem Stummfilm-Klassiker Metropolis von Fritz Lang erinnern soll. (Gelesen in "Berliner Zeitung" am 8. April 2014)

    

   

Literatur (deutsch)

 

Rainer Lewandowski: Die Filme von Volker Schlöndorff

Hildesheim, New York: Olms Presse 1981;

 

John Sandford: Volker Schlöndorff - Regisseur

In: Cinegraph, München 1984, Lieferung 2 (mit einer Bio-, Biblio- und Filmografie von Hans-Michael Bock);

 

Michael Schaper: Zweikampf um einen Verlierer, in: M. Sch.: Wir handeln mit Träumen

13 Interviews übers Filmemachen. Frankfurt 1988. Fischer TB 4477, S. 56-71.

  

Thilo Wyra: Volker Schlöndorff und seine Filme

Heyne Filmbibliothek, 1998, 317 Seiten

  

Volker Schlöndorff: Licht, Schatten und Bewegung - Mein Leben und meine Filme

Verlag: Karl Hanser GmbH, 400 Seiten, ISB-Nr. 10: 3-446-23082-3

  

  

  

Filme über Schlöndorff

  

1991 Es wäre besser anders zu sein

        Die filmischen Spekulationen des Volker Schlöndorff (60 Min., Buch und Regie: Peter Buchka; P:  Kick Film/BR)

2001 Mit Oskar zum Oscar - Film über den Regisseur und Filmemacher Volker Schlöndorff

  

  

NEWS Januar 2012:

Berlin/Paris, den 11. Januar 2012 - Wie die Berlinale bekannt gab, wird der neue Film von Volker Schlöndorff DAS MEER AM MORGEN als "Panorama Special" der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin gezeigt werden.

Hierzu ein Interview mit dem Regisseur >>> (Berlinale 2012)

Die deutsch-französische Koproduktion erzählt eine authentische Geschichte, die in Frankreich eine Legende ist. Es geht um den Tod des 17jährigen Jungen, GUY MÔQUET, der in Frankreich das Gegenstück zu SOPHIE SCHOLL ist. In Paris ist eine Métro-Station nach ihm benannt. Sein Abschiedsbrief wird auf Anweisung Sarkozys alljährlich an seinem Todestag in allen Schulen verlesen... weiterlesen bei www.volkerschloendorf.com.

Für den Film Das Meer am Morgen erhält Volker Schlöndorff den Fernsehfilmpreis 2012.

 

NEWS Januar 2016: 

Friedrich Anis soeben mit dem Deutschen Krimi-Preis 2016 ausgezeichneter Roman "Der namenlose Tag" wird von Volker Schlöndorff für das ZDF verfilmt. Weiterlesen >>>

  

  

Diverse Hinweise zum Film BAAL, der sich 44 Jahre im "Giftschrank" befand:

 

Baal mit R. W. Fassbinder in der Titelrolle wird nach 44 Jahren als Special auf der Berlinale 2014 gezeigt !!! 

 

Bei www.filmstarts.de ist eine überragende Kritik über Baal zu lesen 

 

Interview mit dem Regisseur über die Berlinale in der Berliner Morgenpost vom 6. Februar 2014  

   

Fasbinder war immer hochkonzentriert - aus: deutschlandradiokultur.de 

 

Hinweis zur virtuellen Ausstellung des Deutschen Filmmuseums  

  

 

  

 

 

  

 

  

    

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

    

 

 

 

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 29. Mai 2016

  

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