Thomas Langhoff

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08.04.2008

Der Intendant und Regisseur Thomas Langhoff wird 70!

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Die Autobiographie in Gesprächen legt die Geschichte eines Lebens im Spannungsfeld zweier Zeitenwenden 1945 und 1989 offen, und die Lebens- und Kunstauffassungen eines sehr spielerischen Theatermannes. Neben den Interviews enthält das Buch einen porträtierenden Essay von Hans-Dieter Schütt, Tagebuchnotizen Langhoffs, Briefe des Vaters, ein Gespräch mit dem in Paris lebenden Bruder und Beiträge von Weggefährten. DAS BUCH KANN BEI AMAZON BESTELLT WERDEN.

Spielzeit Lebenszeit - Thomas Langhoff. Eine Autobiografie in Gesprächen

Geboren am 8. April 1938 in Zürich.

  

Sein Vater, Wolfgang Langhoff, war Schauspieler, Regisseur und später Intendant des Deutschen Theaters in Ostberlin. Da der Vater als KP-Mitglied in der Zeit 1933/34 für 13 Monate im KZ inhaftiert war, emigrierte er in die Schweiz. Bis zur Rückkehr seiner Familie nach Deutschland (1945) wuchs Thomas Langhoff in Zürich auf. 1948 Umzug nach Berlin (Ost).

  

1960 Schauspiel- und Regieausbildung mit Abschluss an der Theaterhochschule Leipzig.

  

1963 - 71 Schauspieler in Potsdam, z.B. am Hans-Otto-Theater, wo er u.a. den Tellheim im Lessings Minna von Barnhelm und den Luka in Gorkis Nachtasyl spielte. 1971 bis 1979 Regisseur beim Fernsehen der ehemaligen DDR. Erste Theater-Regie 1979 am Maxim-Gorki-Theater in Berlin mit u.a. Hauptmanns Einsame Menschen (1978), Tschechows Drei Schwestern (1979) und Shakespeares Sommernachtstraum (1980). Seit den Meisterinszenierungen von Lessings Emilia Galotti (Münchner Kammerspiele 1984), O'Caseys Der Pflug und die Sterne (Burgtheater 1984) und Wedekinds Marquis von Keith (1986 Thalia Theater Hamburg) avanciert Thomas Langhoff zu den wichtigsten Regisseuren des deutschsprachigen Theaters.

  

Thomas Langhoff ist Vater des Regisseurs Lukas Langhoff und des Schauspielers Tobias Langhoff, außerdem der Bruder des Regisseurs Matthias Langhoff, dessen Tochter Anna Langhoff somit seine Nichte ist.

  

Ein weiterer Höhepunkt seiner Regie-Karriere ist Schnitzlers Drama Der einsame Weg (1987 und 1989) bei den Salzburger Festspielen mit Anne Bennent, die von Langhoff auch für das Hauptmann-Stück Und Pippa tanzt (Münchner Kammerspiele, 1988) verpflichtet wird. Zusammen mit Ulrich Mühe und Susanne Lothar zählt Anne Bennent zu seinen wichtigsten Schauspielern. Mit ihnen besetzt er bei den Salzburger Festspielen 1990 Die Jüdin von Toledo nach Grillparzer.

  

Seit 1989 Mitglied der Künstlerischen Leitung des Deutschen Theaters und der Kammerspiele. Wichtige Inszenierungen nach der Wende sind u.a. die Farce von George Taboris Mein Kampf (1990) (>>> von Urs Odermatt 2010 als Kinofilm gedreht mit Götz George und Tom Schilling in der Hauptrolle), Shaws Haus Herzenstod und Kleists Der zerbrochene Krug. Ebenfalls 1989 erste Operninszenierung in Frankfurt mit Brittens "A Midsummer Night's Dream", seither zahlreiche weitere Produktionen u.a. an der Staatsoper unter den Linden.

  

Von 1991 bis 2001 war er Intendant des Deutschen Theaters und der Kammerspiele in Berlin, hier inszeniert er Kleists Käthchen von Heilbronn, als Co-Produktion mit den Wiener Festwochen Hofmannsthals Der Turm, Ostrowskijs Der Wald, Hauptmanns Der Biberpelz, Tschechows Onkel Wanja, Shakespeares Heinrich IV. und als Abschiedsinszenierung Shakespeares König Lear

  

Wiederholt Gastinszenierungen an den Münchner Kammerspielen, seit 2000 auch am Münchner Residenztheater (u.a. Strindbergs Der Vater  und Brechts Mutter Courage und ihre Kinder). Im Mai 2002 führt er Regie am Burgtheater bei der österreichischen Erstaufführung von Thomas Bernhards Elisabeth II. 2009 inszeniert Thomas Langhoff Ein Mond für die Beladenen von O'Neill mit Anna Schudt, Michael von Au, Frederic Linkemann, Marcus Widmann und Manfred Zapatka. 

  

Thomas Langhoff erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen: u.a. wurde er 1990 mit dem deutschen Kritikerpreis, 1992 mit der Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien ausgezeichnet für die Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Der Turm

(Quelle: Teile der Biografie aus den Websites der Bayerischen Staatsoper und des Burgtheaters Wien)

  

Thomas Langhoff bekam im März 2010 den Kunstpreis Berlin 2010 verliehen. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Akademie der Künste vergeben und erinnert an die März-Revolution von 1848. Sie wird immer am 18. März verliehen. 

     

  

  

  

  

  

Fremde Links auf dieser Seite:

www.welt.de (zum 70. Geburtstag)

www.autorenlexikon-emsland.de (über Wolfgang Langhoff)

www.tagesspiegel.de (Kunstpreis Berlin 2010)

www.dhm.de 

www.nachtkritik.de 

www.uni-giessen.de (über Matthias Langhoff)

wikipedia (Theater Der einsame Weg)

www.felix-bloch-erben.de (Theater Und Pippa tanzt)

www.filmportal.de (Film Mein Kampf)

www.bayerischesstaatsschauspiel.de (über Michael von Au)

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: Sept. 2010