Cornelia Froboess

 

  

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Cornelia Froboess bei filmportal

     

"Conny" feiert ihren 70sten - Herzlichen Glückwunsch

(Artikel aus www.welt.de vom 28.10.2013)

    

Weitere Gratulanten: FAZ, TAGESSPIEGEL

  

TV-Filme in den nächsten 4-Wochen

 

 

  

 

    

 

Cornelia Froboess - Foto: Bayerisches Staatsschauspiel

Cornelia Froboess

  

©Thomas Dashuber

Bayerisches Staatsschauspiel

    

Cornelia Froboess wurde am 28.Oktober 1943 in Wriezen an der Oder geboren. Ihr Vater war der Komponist und Tontechnikermeister Gerhard Froboess. Durch die Wirren des Krieges zog die Mutter mit der kleinen Cornelia nach Berlin, dort wuchs sie auch auf.

 

Für eine Tanzsendung des RIAS stand sie 1951 im Alter von knapp sieben Jahren zum ersten Mal auf der Bühne des Berliner Titania-Palastes und sang das vom Vater komponierte Lied "Pack' die Badehose ein", welches eigentlich für die Schöneberger Sängerknaben gedacht war. Das Lied wurde ein voller Erfolg und Conny durfte weitere Schlager singen, zum Beispiel "Hei, hei, hei, so eine Schneeballschlacht", "Ich heirate Papi" oder "Lieber Gott, lass' die Sonne wieder scheinen". Sie sang die Lieder im Radio und trug sie auch auf Tourneen zum Klavierspiel ihres Vaters vor. 

 

Es folgte ein Plattenvertrag und zahlreiche Kinderrollen in Kinofilmen wie Die sündige Grenze, Drei Tage Angst mit Rudolf Platte und Camilla Spira und An jedem Finger 10 (alle drei 1952) und Laß' die Sonne wieder scheinen (1953). Die Kleine, die keine Scheu kannte und immer einen flotten Spruch auf den Lippen hatte, wurde über Nacht zum Kinderstar. Aber irgendwann wollte sie keine Kinderlieder mehr singen und begann ihre Karriere als "Conny" 1958 mit Rock'n'Roll-Songs, dabei kamen Songs wie "Diana" (mit diesem Song erreichte sie den 2. Platz der deutschen Hitparade), "I love you, Baby", "Blue-Jeans Boy" oder "Schicke, schicke Schuh" heraus. Sie wurde mit dieser Schlagersängerinnen-Karriere Teenager-Idol Nr. 1. Hinzu kam noch ein drittes Standbein, nämlich der Film, der Conny Froboess mit Partnern wie Peter Kraus, Rex Gildo oder Peter Weck und auch Peter Alexander zusammenbrachte. In dieser Schlagerfilmzeit zwischen 1958 und 1963 drehte sie an die 20 Filme. 1962 belegte sie mit dem Song "Zwei kleine Italiener" den Ersten Platz bei den Deutschen Schlagerfestspielen. Zwei weitere Titel, die sie damals sang, waren "Lady Sunshine" und "Verliebt, verlobt, verheiratet".

  

Von 1959 bis 1961 nahm sie bei Marliese Ludwig Schauspielunterricht und beschloss, Theaterschauspielerin zu werden. Ihr Bühnendebüt hatte sie in der Rolle des Dienstmädchens in Langers "Peripherie" am Landestheater Salzburg. Weiterhin spielte sie in Salzburg die Agnes in Molières Schule der Frauen. Dort lernte sie 1964 ihren späteren Ehemann Dr. Hellmuth Matiasek kennen, der sie danach an das Staatstheater Braunschweig holte. In Braunschweig sah man sie u.a. als Puck im Sommernachtstraum und in Molières Der Menschenfeind

  

Sie hatte Gastspiele am Schlosspark-Theater Berlin (1966), wo sie in Lorcas Bernarda Albas Haus spielte, bei den

Cornelia Froboess - Foto: Deutsches Bundesarchiv - Digitale Bilddatenbank - Bild-Nr. B 145 - P091852

Cornelia Froboess anlässlich der Verleihung des Berliner Kunstpreises (18.03.1966)

 
Ausschnitt des Fotos File:Bundesarchiv B 145 Bild-P091852
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, B 145 Bild-P091852;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: 18.03.1966 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Originalfoto und Beschreibung: Deutsches Bundesarchiv B 145 Bild-P091852 bzw. Wikimedia Commons

 Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel (1969) gab sie die Julia in Romeo und Julia, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (1970) sah man sie als Anja in Tschechows Der Kirschgarten, bei den Grillparzer-Festwochen in Forchtenstein, dem Deutschen Theater in München (beide 1971). Mit Matiasek, dem damaligen Leiter der Otto-Falckenberg-Schule, kam sie 1972 an die Münchner Kammerspiele, wo sie heute noch zum Ensemble gehört. Zwischendurch machte sie auch mal einen Ausflug ins Musical-Fach und spielte einige Jahre lang die Eliza Doolittle in dem Musical "My Fair Lady". Seit 1972 ist Cornelia Froboess bei den Münchner Kammerspielern engagiert und hat in folgenden Theaterproduktionen mitgewirkt: Dantons Tod von Büchner, Onkel Wanja von Tschechow, sie spielte die Pauline Piperkarcka in Hauptmanns Die Ratten, die Recha in Lessings Nathan der Weise, die Titelrolle in Lessings Minna von Barnhelm, die Karpowna in Gorkis Nachtasyl, 1977 spielte sie die Titelrolle in Wedekinds Lulu, 1978 sah man sie in Schillers Maria Stuart und noch viele, viele andere Rollen.

  

Im Fernsehen hatte sie auch einige bemerkenswerte Rollen, zum Beispiel 1965 Wahn oder Der Teufel in Boston, Regie: Gerhard Klingenberg (nach Lion Feuchtwanger), 1968 sah man Cornelia Froboess in der Titelrolle des Fernsehspiels Mathilde Möhring nach Fontane, Regie: Claus-Peter Witt und als Kunigunde in Das Kätchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe (1981). Ein Film, der mir bis heute nicht aus dem Gedächtnis gegangen ist, ist ein Fernsehspiel in der Regie von Dieter Lemmel: Die Story. Beeindruckende Leistung von Hans-Peter Korff und C. Froboess.

  

  

Froboess war auch in allen namhaften Unterhaltungsshows des deutschen Fernsehens zu sehen, zum Beispiel in "Die Caterina Valente-Show" (1966), "Hallo Peter" (1967), "Anneliese Rothenberger gibt sich die Ehre" (1978) u.a.

 

Sie gewann den "Goldenen Otto" der Zeitschrift BRAVO 1960, die Goldene Schallplatte 1962, den Berliner Kunstpreis 1966, den Ernst Lubitsch-Preis und die "Goldene Kamera" von HÖRZU 1968, den Fernsehpreis "Bambi" 1970, den "Goldenen Bildschirm" der Zeitschrift "TV Hören und Sehen" 1976. Weitere Preise und Auszeichnungen: 1985 Mitglied in der Berliner Akademie der Künste, 1987 das Bundesverdienstkreuz am Bande. 1990 bekam sie für ihre Darstellung der Ellida Wangel in Henrik Ibsens Stück Die Frau vom Meer in der Inszenierung von Thomas Langhoff an den Münchner Kammerspielen den Gertrud-Eysoldt-Ring. 1994 erhielt sie für ihre Rolle in Tag der Abrechnung - Der Amokläufer von Euskirchen den Bayerischen Filmpreis. 1996 erhielt sie den Telestar und den Sonderpreis für darstellerische Leistung bei den Baden-Badener Tagen des Fernsehspiels für ihre Darbietung in dem Drama Angst hat eine kalte Hand von Matti Geschonneck. 2005 wurde ihr der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kultur verliehen und 2009 der Kurt-Meisel-Preis.
 
Cornelia Froboess, die seit 1967 mit Hellmuth Matiasek verheiratet ist, bekam zwei Kinder: Tochter Agnes, geboren 1967, und Sohn Kasper, geboren 1970. Die Familie wohnt in Bayern. 

  

Zuletzt stand Cornelia Froboess in Katja von Garniers Spielfilm Ostwind 2013 als Maria Kaltenbach vor der Kamera, wobei sie im zweiten Teil des Films (Ostwind 2), der im Mai 2015 in die Kinos kommt, auch wieder dabei sein wird.

  

Weitere Filme mit Conny Froboess sind auf der IMDb-Website gelistet.

  

 

 

    

      

Eine Auswahl von Filmen mit Cornelia Froboess     

    

Titel

Jahr Regie

Conny und Peter machen Musik

1960 Werner Jacobs

Rheinsberg (Rolle: Claire)

Der Berliner Nachwuchsjournalist Wolf und die hübsche Claire lernen sich zufällig im Strandbad Wannsee kennen. Sie verlieben sich ineinander, sind sich aber nicht sicher, wie stark ihre Gefühle für einander wirklich sind. Deshalb beschließen sie, gemeinsam der Großstadthektik zu entfliehen und einen Urlaub in der ruhigen Provinzstadt Rheinsberg zu verbringen. (Quelle: Amazon)

1967 Kurt Hoffmann
Liebe mit fünfzig 1976 Günter Gräwert
Geschichte einer Liebe 1978 Dagmar Damek
Der Alte - Mord nach Plan (TV-Serie) 1980 Theodor Grädler
Die Sehnsucht der Veronika Voss (Rolle: Henriette) 1982 R. W. Fassbinder

Faust (Rolle: Marthe Schwerdtlein)    - Dieser Film kann bei Amazon bestellt werden -

Die Inszenierung der Münchner Kammerspiele versucht, Goethes ewigen Klassiker auf die Jetztzeit zu übertragen. Trotz des durchaus interessanten Ansatzes bleibt die Interpretation von Dieter Dorn hinter ihren Möglichkeiten zurück, was vor allem an den glanzlosen Darstellern liegt, die allesamt hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.

1988

Dieter Dorn

 

1945 (Rolle: ?) 1994 Peter Patzak
Die wilden Kerle (Rolle: Vanessas Oma) 2003 Joachim Masannek

  

  

  

 

  

  

   

   

 

  

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 4. März 2016

 

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