Ulrich Mühe

(Friedrich Hans Ulrich Mühe)

Darsteller

  

  

Infokasten

 

Ulrich Mühe bei filmportal  Ulrich Mühe bei wikipedia

    

   

  

Die "Goldene Lola" für Ulrich Mühe (2006)

  

OSCAR für Das Leben der Anderen (arte.tv)

  

Ulrich Mühe schwer erkrankt  

  

Weitere Informationen über den Schauspieler, der am 22. Juli 2007 gestorben ist:

www.welt.de

www.sueddeutsche.de

www.rp-online.de

  

  

    

Ulrich Mühe mit seiner Frau Susanne Lothar

© DER TAGESSPIEGEL/Kai-Uwe Heinrich

  

Geboren am 20.06.1953 in Grimma/Sachsen.  

Gestorben am 22.07.2007 in Walbeck/Sachsen-Anhalt.

 

Der Sohn eines Kürschnermeisters besucht von 1960 bis 1970 die Polytechnische Oberschule in Grimma. Danach schließt sich eine  Ausbildung zum Baufacharbeiter an. Bevor er auf die Theaterhochschule "Hans Otto" in Leipzig geht, leistet er noch seinen Wehrdienst als Grenzsoldat ab. Nach der Schauspielausbildung wird Ulrich Mühe in kleinen Komparsenrollen (z.B. Schüler in "Faust") eingesetzt, dann in kleineren Rollen im Theater Chemnitz. 1979 erstes Engagement. Sein Theaterdebüt hat Mühe in "Die Frau am Meer" von Henrik Ibsen. Weiterhin spielt er den Eugene Gant in "Schau heimwärts, Engel" von Thomas Wolfe. Heiner Müller, mit dem er später oft zusammenarbeitet, holt ihn als Gast an die Berliner Volksbühne für seine  Macbeth-Inszenierung. Unter Heiner Müller war Mühe auch zu sehen als Sasportas in "Der Auftrag" und als  Elif in Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder". In den 1980er-Jahren wird Mühe zum gefeierten Theaterstar. Im August 1983 wird er Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters und im November 1983 gibt er anläßlich der Wiedereröffnung der Kammerspiele des Deutschen Theaters in der Rolle des Osvald Alving in Ibsens Gespenster einen beeindruckenden Einstand in Berlin. Thomas Langhoff führt hier Regie.

 

Seine erste Hauptrolle im Fernsehen hat Ulrich Mühe in Vera Loebners Der Mann und sein Name nach der Erzählung von Anna Seghers. Mühe spielt Walter Retzlow, der 17jährig freiwillig zur SS geht und nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches einen anderen Namen annimmt. Bei der DEFA folgen kleinere Rollen, z.B. Olle Henry (Regie: Ulrich Weiß) und Die Frau und der Fremde (1984, Regie: Rainer Simon).

  

Ulrich Mühe

hier beim Fototermin der ZDF-Serie Der letzte Zeuge Foto: Edmond Frederik

  

Er brilliert im Theater als Sigismundis in "Das Leben ein Traum" von Calderon, agiert als "Egmont" sowie als "Philotas" und spielt den Patriarchen in "Nathan der Weise" nach Lessing. Besonders in der politischen Umbruchzeit 1989/1990 feiern ihn Zuschauer wie Kritiker. In dem Doppelprojekt "Hamlet/Hamletmaschine" nach William Shakespeare und Heiner Müller hatte er umjubelte Auftritte. 

  

Aber Ulrich Mühe spielt auch Boulevard-Theater, z.B. in Oscar Wildes "Bunbury" und in Carl Sternheims "Die Hose". Immer wieder aber spielt er bei Heiner Müller. In Die "Jüdin von Toledo", inszeniert von Thomas Langhoff, ist er bei den Salzburger Festspielen 1990 der König Alphons - und die Kritik ist begeistert. Die Amazon-Redaktion schreibt dazu: "Historisches Trauerspiel in fünf Aufzügen. Dem Regisseur Thomas Langhoff stand 1990 in Salzburg eine hervorragende Besetzung zur Verfügung: Ulrich Mühe, der 2007 zum tiefen Bedauern der Film- und Theaterwelt erst 54-jährig verstorben ist, spielt den König Alphons VIII. von Kastilien, Sybille Canonica die Königin, Susanne Lothar die Jüdin Rahel und Anne Bennent deren Schwester Esther. Das Neue der Langhoff-Inszenierung zeigt sich vor allem in der Form, wie Grillparzer gesprochen wird. Der Regisseur hat Grillparzers oft schwerverständliche Sprache dem modernen Zuhörer zugänglich gemacht. Dahinter kann seitdem keine Inszenierung mehr zurückgehen. Zum Glück ist diese Inszenierung der Jüdin von Toledo dokumentiert worden."

Ulrich Mühe  

Copyright: Bodo Petermann, Berlin

www.bpphoto.de

  

  

Seit Beginn der 1980er-Jahre sieht man Ulrich Mühe auch im Kino und Fernsehen. International bekannt wird er 1988 als Theodor Lohse mit Bernhard Wickis Das Spinnennetz nach Joseph Roth. Für seine Rolle erhält er hier den Bayerischen Filmpreis. Mich konnte Ulrich Mühe begeistern (die Kritiker übrigens auch) als verkanntes Dichtergenie Friedrich Hölderlin in Häfte des Lebens. Seine zweite Ehefrau, die Schauspielerin Jenny Gröllmann (1947-2006), spielte hier die Bankiersgattin Gontard, in dessen Familie Hölderlin Hauslehrer wird, die beiden verlieben sich unsterblich ineinander, aber ihre Liebe hat keine Chance, Bankier Gontard (Michael Gwisdek) weist ihn aus dem Haus. Madame Gontard stirbt. Der Tod der geliebten Frau stürzt ihn in tiefe Depressionen, von denen er sich nie mehr erholt. Regie führte Herrmann Zschoche. Mit diesem Film hatte Ulrich Mühe 1983 seinen Durchbruch.

 

Ulrich Mühe und Johanna Schall bei der Demo-Rede am 4. November 1989 - Foto: Deutsches Bundesarchiv

Ulrich Mühe und Johanna 5chall am 4. November 1989 bei einer Demo auf dem Alexanderplatz

Foto: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank

Bild 183-1989-1104-034

Creative Commons CC-BY-SA

 

   

Bemerkenswert ist noch, das Mühe einer der Organisatoren und Hauptredner am 4.11.1989 der Künstler-Demonstration auf dem Alexanderplatz für demokratische Grundrechte in der DDR ist (siehe Foto links).

  

1990 spielt er seine letzte DEFA-Rolle in Jürgen Brauers Film Sehnsucht. Nach der Wende hatte Mühe keine Probleme, den Anschluss zu finden. Er spielt in Der Blaue (1993) einen DDR-Geschädigten, der Manfred Krug als Stasi-Spitzel enttarnt. In der Hölderlin-Verfilmung Feuerreiter (1998) von Nina Grosse spielt Mühe den Bankier Jacob Gontard, wobei hier die Rolle des Dichters Hölderlin der Schauspieler Martin Feifel übernimmt. 1991 spielt Mühe die Hauptrolle in Der kleine Herr Friedemann nach der Erzählung von Thomas Mann, 1992 sieht man in in der Hauptrolle in Das tödliche Auge, einem Psychothriller von Fred Breinersdorfer.

  

Ulrich Mühe ist in erster Ehe mit der Dramaturgin Annegret Hahn verheiratet, mit ihr hat er zwei Söhne (Andreas, geb. 1979; Konrad, geb. 1982). Andreas Mühe ist Fotograf, Konrad Mühe studierte an der Universität der Bildenden Künste. Für seinen Kurzfilm "Fragen an meinen Vater" wurde er bei der Berlinale 2011 von der Jury lobend erwähnt. In seiner zweiten Ehe war Mühe mit der Schauspielerin Jenny Gröllmann (1947-2006), die er bei den Dreharbeiten kennengelernt hatte. Die Tochter der beiden ist Anna Maria Mühe (siehe Foto rechts) und ebenfalls Schauspielerin. 1990 lernte der Schauspieler am Theater Zürich die Schauspielerin Susanne Lothar kennen und lieben, die er kurze Zeit später heiratete. Mit ihr hatte er auch zwei Kinder.   

 

Anna Maria Mühe

Tochter von Ulrich Mühe und Jenny Gröllmann

©Moritz David Friedrich

  

  

Mit Susanne Lothar*), seiner dritten Ehefrau, steht er öfter zusammen vor der Kamera, so auch als ihr Ehemann in  Michael Hanekes Film Funny Games (1996), in dem zwei Jugendliche eine Familie zu Tode quälen. Das ist nicht die einzige Zusammenarbeit mit dem österreichischen Extrem-Regisseur: Mühe spielte bereits in Benny's Video (1991) und 1997 in Das Schloss nach Franz Kafka. In Helmut Dietls Schtonk! agiert er als Verlagsleiter und in Frank Beyers Das letzte U-Boot mimt er den U-Boot-Kommandanten Gerber, hervorragend auch seine Rolle als Pfarrer Ohlbaum in Nikolaikirche nach Erich Loest. Auch Komik ist ihm nicht fern, so spielt er den Familienvater in Peter Timms ulkigem Rennschwein Rudi Rüssel und den Pleite-Mann Schneider in Carlo Rolas Peanuts - Die Bank zahlt alles (1996). Neben Dennis Hopper sieht man ihn in dem deutschen Actionfilm Straight Shooter (1999) von Thomas Bohn. Er spielt den Hans Eschbach in Peter Fratzschers Kinofilm Sieben Monde. Außergewöhnlich gut fand ich Ulrich Mühe auch im Tatort mit dem Titel Traumhaus. Er steht hier wieder zusammen mit seiner Frau Susanne Lothar (Tochter des Schauspielers Hanns Lothar) vor der Kamera. Sie spielen ein Ehepaar, das als kleine Häuslebauer auf einen Bauspekulanten hereinfällt. Aus Not und Verzweiflung lässt sich der Mann auf kriminelle Geschäfte ein. Regie führte hier Ulrich Stark und das gute Drehbuch schrieb Raimund Weber.

*) Schauspielerin Susanne Lothar Juli 2012 gestorben >>>

  

In der beliebten ZDF-Serie Der letzte Zeuge übernimmt Mühe von 1998 bis 2007  73 mal die Rolle des Gerichtsmediziners Dr. Robert Kolmaar. Mit dem Tod von Ulrich Mühe beschließt das ZDF, auch die Serie sterben zu lassen, da die Fußstapfen, die Mühe hinterlassen hat, einfach zu groß waren.

  

Im Juli 2007 - als die Krebserkrankung Ulrich Mühes schon bekannt ist, gibt es in seinem Leben noch ein filmisches Highlight. Der Film Das Leben der Anderen, in dem er den Stasi-Offizier Wiesler spielt, der sich in eine Zielperson (gespielt von Martina Gedeck) verliebt, beschert dem Film einen OSCAR. Für Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck dürfte es ebenso eine Überraschung gewesen sein, denn dies war nach einigen kleineren Kurz-Spielfilmen sein erster Langspielfilm.

  

Ulrich Mühe und Susanne Lothar hinterlassen zwei minderjährige Kinder (Sophie Marie und Jakob).

    

 

Auszeichnungen (eine Auswahl)

1986 Kritikerpreis "Die große Klappe", bester männlicher Darsteller für Hälfte des Lebens.

1988 Helene Weigel-Metaille für "Philotas".

1988 Bayerischer Filmpreis für Bernhard Wickis Das Spinnennetz.

2005 Deutscher Filmpreis in Gold für Das Leben der Anderen.

2006 Bayerischer Filmpreis für Das Leben der Anderen.

  

 

         

Weitere Filme mit Ulrich Mühe

    

Titel

Jahr Regie

Hälfte des Lebens (Rolle: Friedrich Hölderlin)

Zehn Jahre aus dem Leben Friedrich Hölderlins, von 1796 bis 1806.
Der junge, geniale Dichter tritt in das Haus des Frankfurter Bankiers Gontard ein, um als Hauslehrer seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er unterrichtet dessen vier Kinder und verliebt sich leidenschaftlich in Gontards Frau Susette, die seine Zuneigung erwidert. Doch es ist eine hoffnungslose Liebe, die nur eine kurze Zeit Erfüllung findet. Gontard weist Hölderlin aus dem Haus. Nach der Trennung sind beide gebrochene Menschen. Susette verweigert sich dem Leben, kränkelt und stirbt 1802, dreiunddreißigjährig. Ihr Tod stürzt Hölderlin in tiefe Depressionen, von denen er sich nie erholte.
(Quelle: Amazon)

 

1984

Hermann Zschoche

Sansibar oder der letzte Grund (Rolle: Dr. Grote)

In der kleinen Stadt an der Ostsee treffen zufällig sechs Gestalten zusammen: Der Junge Gregor, der KPD-Funktionär; Judith, die Jüdin; am Ort selbst befinden sich Pfarrer Helander; Knudsen der Fischer und Kutterbesitzer; als letzter die Holzplastik des lesenden Klosterschülers. Und die sechs Gestalten haben kein anderes Anliegen, als Deutschland zu verlassen. Anderschs großes Buch von Sansibar ist Misstrauensvotum ersten Ranges gegen unser behäbig-aufgeblasenes Volk der Mitte. (Quelle: Amazon)

 

1988 Bernhard Wicki

Ende der Unschuld (Rolle: Julian Green)

6. August 1945: Am Tag, als in Hiroshima die erste Atombombe fällt, beginnt Geheimdienst-Mitarbeiter Julien Green mit der Befragung zehn namhafter deutscher Wissenschaftler, die für Hitlers Atomforschung tätig waren. Die Nazis schafften es zwar nicht, die Bombe zu bauen. "Aber sie waren verdammt nah dran!", sagt Green. "Wollte eigentlich jeder von ihnen die Bombe bauen?", fragt der Major. Green: "Genau das will ich herauskriegen."
Rückblende: 1938 gelingt es Otto Hahn und Fritz Straßmann am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin erstmals, einen Atomkern zu spalten. Daraufhin starten die USA in Alamos das Manhattan-Projekt. Während die Amerikaner fieberhaft an der Bombe arbeiten, verkennen Hitler und seine Militärs die Bedeutung einer Superbombe. Kurz vor dem Zusammenbruch gelingt es fast noch, einen Reaktor in die kritische Phase zu überführen, aber es fehlt an Uran.
(Quelle: Amazon)
Drehbuchautor Wolfgang Menge führt in einer fiktiven Reportage den dramatischen Wettlauf um den Bau der ersten Bombe vor. Zentrale Figuren sind dabei u.a. Werner Heisenberg, Albert Einstein, Otto Hahn, Eduard Teller und Carl Friedrich von Weizsäcker. Für diesen spannenden Wissenschaftskrimi hat Menge jahrelang recherchiert. Als Belohnung gab es dann auch den Bundesfilmpreis, das Filmband in Gold und eine Emmy-Nominierung.

1991 Frank Beyer

Der Blaue (Rolle: Kalle Kaminski)

Otto Skrodt (Manfred Krug) arbeitete vor der Wende für die Stasi und sitzt seit der Wende im Bundestag, denn Staatssekretär ist auch ein schöner Posten, denkt er sich. Eines Tages steht ein alter Bekannter aus DDR-Zeiten vor ihm. Kaminski (Ulrich Mühe) war damals in Skrodts Tochter (Meret Becker) verliebt. Er weiß immer noch nicht, dass er Otto einige Jahre im Knast verdankt. Skrodt, den seine Vergangenheit nicht loslässt, gerät in Panik, weil er nicht weiß, was dieser Kaminski heute von ihm will. (Quelle: Amazon)

Erinnert ein bißchen an Rosen für den Staatsanwalt von Wolfgang Staudte.

1994 Lienhard Wawrzyn

Das Schloss (Rolle: Landvermesser K.)

1998 Michael Haneke

Schneeland (Rolle: Knövel)

Nach mehr als einem Jahrzehnt währender Kinoabstinenz - Geißendörfer war mit seiner "Lindenstraße" beschäftigt - kehrt der Regisseur auf die große Leinwand zurück. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Geißendörfer hat einen unbequemen Film erschaffen, der langsam und in traurigen Bildern erzählt ist, aber dennoch einen Funken Hoffnung ausstrahlt. Er inszeniert Schweden als kalte Leere, die die Figuren auffrisst und ihrem ohnehin schon schlechtem Leben noch einen weiteren Dämpfer verpasst. Getragen wird Geißendörfers Film von herausragenden Darstellungen, allen voran Thomas Kretschmann und Julia Jentsch, die man vor kurzem nicht weniger großartig als Sophie Scholl sehen konnte. Fazit: Melancholisches Drama mit großartigen Bildern und Mimen. (Quelle: Amazon)

2004 Hans-W. Geißendörfer

Peer Gynt (Rolle: Knopfgiesser)

Robert Stadlober ist "Peer Gynt", Henrik Ibsens nordischer Faust – ein Erlebnis! Moderne Verfilmung des bekannten Theaterstücks von Henrik Ibsen.

2006 Uwe Janson

Polizeiruf 110 - Flüssige Waffe (Rolle: Herr Kegel)

1988 Helmut Krätzig

Das letzte U-Boot (Rolle: Kapitänleutnant Walter Gerber)

15. April 1945: Das deutsche U-Boot U234 sticht mit Kurs auf Tokio unter dem Befehl von Kommandant Gerber in See. Das Boot soll geheime Pläne, neue Waffensysteme und vor allem Uranoxid, das die Japaner dringend für den Bau der Atombombe benötigen, nach Japan bringen. Zwei japanische Fregattenkapitäne begleiten den Transport. Ebenfalls an Bord befinden sich General Mellenberg, der zu den Verschwörern des 20. Juli zählt, sowie der fanatische Geschwaderrichter Beck, der bis zuletzt an den Endsieg glaubt. Als die Bestatzung von Hitlers Selbstmord und schließlich von der Kapitulation erfährt, kommt es zum offenen Konflikt. Ein britischer Zerstörer fordert ihre sofortige Aufgabe. Kommandant Gerber will einzig und allein seine Mannschaft retten. Aber Beck droht damit, die U234 in die Luft zu sprengen, wenn der Zerstörer nicht versenkt wird – obwohl das deutsche Boot bereits die weiße Fahne gehisst hat. - Das letzte U-Boot ist ein spannungsgeladenes Kammerspiel auf engstem Raum und steht in der Tradition von Wolfgang Petersens Das Boot, basiert jedoch auf einer historischen Begebenheit. Während alliierte Zerstörer Jagd auf die U234 machen, treten die unterschwelligen Spannungen unter der U-Boot-Besatzung offen zu Tage. Nachdem sie den britischen Zerstörer versenkt haben, droht der ganzen Mannschaft die Hinrichtung als Kriegsverbrecher. Gerber bietet seine ganze Kunst auf, um den Verfolgern zu entkommen.

Das Kriegsdrama ist mit der Creme de lá Creme der deutschen Schauspielkunst besetzt: Neben Ulrich Mühe glänzen Ulrich Tukur, Manfred Zapatka, Matthias Habich, Udo Samel, Sylvester Groth u.a. Gedreht wurde die internationale Co-Produktion in Babelsberg, Wilhelmshaven und Polen. Nachdem sich das deutsche U-Boot den Amerikanern ergeben hat, gelangt das Uranoxid nach Washington und wurde vermutlich beim Bau der Atombombe verwendet, die über Hiroshima abgeworfen wurde. So erhält das historische Kriegsdrama zusätzlich eine weitere beunruhigende Nuance – trefflich in Szene gesetzt von Frank Beyer. (Quelle: Amazon)

1992 Frank Beyer

"Jetzt bin ich allein" Ein Porträt über Ulrich Mühe (Film von Christoph Rüter)

Der Stellvertreter

Der gläubige Familienvater Kurt Gerstein (Ulrich Tukur) ist als Leiter der Desinfektionsabteilung beim Hygiene-Institut der Waffen SS für die Versorgung der Konzentrationslager mit dem Gas Zyklon B verantwortlich. Als er auf einer seiner Dienstreisen nach Polen in einem Lager Augenzeuge des Genozids wird, wird ihm klar, dass es nicht wie der Großteil der deutschen Bevölkerung wegsehen kann. In der Überzeugung, ein "Aufstand der Aufrechten" könnte die Judenvernichtung stoppen - schon längst rattern Viehwaggons mit ihrer menschlichen Fracht unerbittlich gen Osten - kontaktiert er hochrangige Personen der evangelischen Kirche und Vertreter anderer Staaten, um die Welt aufmerksam zu machen. Doch seine couragierten Versuche, die Gräuel der Nazis publik zu machen, stoßen auf eine Mauer der Ignoranz, auf Grund seiner SS-Mitgliedschaft werden seine Berichte nicht ernst genommen. Gerstein beschließt, den Papst als höchste moralische Instanz über die Judenvernichtung durch die Deutschen zu informieren... (Quelle: Amazon)

2002 Constantin Costa-Gavras

Tatort - Die Abrechnung (Rolle: Peter Fuchs)

1996 Markus Fischer

Peanuts - Die Bank zahlt alles (Rolle: Dr. Jochen Schuster)

1995 Carlo Rola

Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit... (Rolle: Professor Adolf Grünbaum)

2007 Dani Levy

Feuerreiter

Frankfurt, 1796: Der 26-jährige Dichter Friedrich Hölderlin (Martin Feifel) ist ein Rebell, Träumer und Idealist. Auf Empfehlung seines Freundes Isaac von Sinclair wird er Hauslehrer beim Bankier Gontard (Ulrich Mühe), in dessen Frau Susette er sich unsterblich verliebt. Als ihr gemeinsamer Fluchtplan durch den Verrat des eifersüchtigen Sinclair (Ulrich Matthes) scheitert, beginnt ein Versteckspiel, mit dem Hölderlins produktivste Phase einhergeht. Dennoch bleibt ihm die Anerkennung seines gewagten Werks versagt. Als dann auch noch Susette stirbt, verliert Hölderlin den Verstand. (Quelle: Amazon)

1998 Nina Grosse
Zwei großartige Schauspieler: Susanne Lothar und Ulrich Mühe - Foto: limagofilm

Szenefoto aus Nemesis mit Susanne Lothar und Ulrich Mühe (seine letzte Filmrolle)

Foto: www.limagofilm.com

   

Nemesis

NEMESIS ist die Geschichte von Robert und Claire. Die beiden gutsituierten Wohlstandsaussteiger besitzen ein Zweithaus in Italien, wo sie sich einen großen Teil des Jahres aufhalten. Ein Traum. Wäre nicht Nina, Claires Schwester, vor einem Jahr in ebendiesem Haus tot aufgefunden worden - ermordet. Claire setzt alles daran, den Mörder ihrer Schwester zu finden. Und entdeckt plötzlich Auffälligkeiten in Roberts Verhalten. Verheimlicht ihr Mann etwas vor ihr? Was, wenn er…? In der idyllischen Abgeschiedenheit wächst in Claire eine beklemmende Befürchtung: teilt sie womöglich Tisch und Bett mit dem Mörder ihrer Schwester?
Ein psychologischer Thriller. Eine Studie. Über die Mechanik der Schuld. Und über die Mechanik des Wahnsinns.
NEMESIS orientiert sich in seiner Schonungslosigkeit an Filmen wie Polanskis DER TOD UND DAS MÄDCHEN und Nicolas Roegs WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN - beklemmendes Kino der Angst, das an Ur-Ängste und Tabus rührt.
(Quelle: http://nemesis.limagofilm.com >>> Trailer) 

LETZTER GEMEINSAMER FILM DES SCHAUSPIELER-PAARES SUSANNE LOTHAR / ULRICH MÜHE!

2010 Nicole Mosleh
 

Weitere Filme mit Ulrich Mühe sind auf der Website IMDb gelistet.

     

  

  

 

Diese Seite enthält Links fremder Seiten:

www.arte.tv/de (Film Jetzt bin ich allein) 

www.arte.tv/de (Film Das Leben der Anderen) 

www.breinersdorfer.com (Film Das tödliche Auge)

www.breinersdorfer.com

www.defa-sternstunden.de (über Jenny Gröllmann)

www.dieterwunderlich.de (Film Das Schloss)

www.filmportal.de (über Ulrich Mühe)

www.filmportal.de (Film Olle Henry)

www.filmportal.de (Film Die Frau und der Fremde)

www.filmportal.de (Film Peanuts - Die Bank zahlt alles)

www.filmportal.de (Film Sehnsucht)

www.filmzentrale.com (Film Benny's Video)

www.meinfuehrer-derfilm.de (HP zum Film)

http://nemesis.limagofilm.com (Film Nemensis)

www.daserste.de (Polizeiruf 110 - Episode Flüssige Waffe)

www.prisma-online.de (U. Mühe im TV)

http://nemesis.limagofilm.com (Film Nemesis)

www.n-tv.de

www.rp-online.de

www.sueddeutsche.de

www.susannelothar.de (HP der Künstlerin)

www.tagesspiegel.de (Foto)

www.tatort-fundus.de (Episode Traumhaus)

www.tatort-fundus.de (Episode Die Abrechnung)

www.tvsi.de (TV-Serie Der letzte Zeuge)

www.welt.de

wikipedia (über Ulrich Mühe)

wikipedia (Film Hälfte des Lebens)

wikipedia (Film Das Leben der Anderen)

IMDb

 

   

 

  

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 8. August 2012

 

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