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Elfi Mikesch Regisseurin Drehbuchautorin Kamerafrau Produzentin ...
Elfi Mikesch wurde 1940 als Tochter eines Filmvorführers in Österreich geboren.
Ausbildung als Fotografin, ist aber mit der Lehrzeit sehr unzufrieden, beginnt Bilder zu malen und lernt den Maler Fritz Mikesch kennen, den sie 1960 heiratet. Nach der Ausbildung gehen sie 1964 gemeinsam nach Berlin. Dort lernt sie Rosa von Praunheim kennen.
1971 arbeitete sie bei Rosa von Praunheims Film Leidenschaften mit. 1972 übernahm sie Maske und Kostüm für Werner Schroeters Film Salome.
1984 gründete sie mit Monika Treut in Hamburg die Firma Hyäne/Hyäna-Film-Produktion und drehte zusammen mit Monika Treut den Film Verführung. Neben ihren Experimentalfilmen drehte sie auch dokumentarische Auftragsarbeiten für das ZDF, wie z.B. Ich denke oft an Hawaii, für den sie 1978 den Bundesfilmpreis in der Sparte 'abendfüllender Film ohne Spielhandlung' bekam oder Was soll'n wir denn machen ohne den Tod.
Dirk Jasper schreibt in seinem Filmlexikon: "Elfi Mikeschs erster Dokumentarfilm Ich denke oft an Hawaii ist eine experimentelle Arbeit über Vereinsamung, Neubausiedlungen, Sprachlosigkeit und die Entfernung zwischen Berlin und Hawaii. Elfi Mikesch wohnte bereits seit zwölf Jahren in der Nähe der Rossols. Plötzlich stellte sie an Carmen eine Veränderung fest, die sie auf die Idee brachte, über Carmen und deren Familie einen Film zu drehen. 'Vor einem Jahr ungefähr fiel mir bei Carmen auf, wie sehr sie sich im Laufe der Zeit verändert hatte. Ihr früher zarter Körper war riesig geworden, ihr Mund aber war nicht mitgewachsen. Winzig wirkte er im Gesicht mit den großen Augen, Sprachlosigkeit. Ich kam auf die Idee, mit Carmen einen Film zu machen, über ihren Alltag und über ihre Träume.'"
Elfi Mikesch nahm neben ihrem filmischen Schaffen auch Lehrtätigkeiten an verschiedenen Universitäten wahr. Kameraarbeiten machte sie unter anderem für Rosa von Praunheim, Werner Schroeter und Peter Lilienthal. Aktuelle Arbeit ist ein Porträt des Regisseurs Werner Schroeter mit dem Titel Mondo Lux (Produktion: Filmgalerie 451).
Am 14. März 2010 erhielt Elfi Mikesch und der Filmemacher Werner Schroeter in der Oetkerhalle den mit 10.000 Euro dotierten Bielefelder Friedrich Wilhelm Murnau-Filmpreis (siehe oben - Info-Kasten).
Auszeichnungen:
Fremde Links auf dieser Seite: www.cinematographers.nl (über Elfi Mikesch) www.filmportal.de (Bio- und Filmografie) www.nw-news.de (Kamerapreis)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 2. Sept. 2011
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