Krücke

1992

 

Filmliste Jörg Grünler

 

  

  

Regie

Jörg Grünler

Drehbuch

Jörg Grünler

Vorlage

Nach dem Roman von Peter Härtling

Produktion

Eikon-Film / ZDF / DEFA

Kamera

Gernot Roll

Musik

Mick Baumeister

FSK

ab 12 Jahre

Länge

98 Minuten

Sonstiges

-

Auszeichnung

Max Ophüls-Preis und Bundesfilmpreis

Ur-/Erstaufführung

25.02.1996 TV (ZDF)

Genre

Liebe, Freundschaft, Literaturverfilmung

      

  

    

Darsteller

Rolle

Szenefoto Eikon-Film

Heinz Hoenig ist "Krücke"

Szenefoto Eikon-Film

Freundschaft der beiden Ungleichen

Heinz Hoenig

Krücke

Peter Simonischeck

Ferdi

Götz Behrendt

Tom

Martina Gedeck

Bronka

Florian Martens

Transportleiter

Kirsten Block

Eva

Michael Kind

1. Soldat

Marcus Becker

2. Soldat

Susanne Lüning

Die Schwangere

Jochen Horst

Ehemann

Leo Bardischewski

Ostpreuße

Susanne Schwab

Soldatenwitwe

Szenefoto Eikon-Film

"Krücke" und der Kneipenwirt Ferdi (Peter Simonischek)

 

Szenefoto Eikon-Film

Der kleine Tom (Götz Behrendt)

 

 

 

Die Szenefotos stellte mir Eikon-Film zur Verfügung

Petra Hinze

Die Betrogene

Lena Lessing

Rot Kreuz-Schwester

Karl Friedrich

Bahnwärter

Renate Muhri

Frau des Bahnwärters

Willi Schrade

Lokführer

Paulus Manker

Fremder

Erwin Leder

Betrunkener

Johannes Silberschneider

Bauer

Linde Prelog

Kellerfrau

Dagmar Schwarz

Irrsinnige

Lore Krainer

Bäuerin

u.v.a.

      

     

       

Der Film kann bei Amazon bestellt werden.

Ein wunderbarer Film: "Krücke"

  

Inhalt

Der 13jährige Thomas verliert auf der Flucht aus Schlesien seine Mutter und ist jetzt bei Kriegsende allein. Er kommt bis nach Wien und trifft dort auf den Schieber "Krücke", der sein Bein sonstwo verloren hat. Krücke weiß nichts mit dem Jungen anzufangen, er ist ihm lästig, weil er alleine "bessere Geschäfte" machen kann. Aber - ob er will oder nicht - der Kleine wächst ihm ans Herz. Im Moment ist nichts wichtig, außer Essen zu besorgen, entweder auf dem schwarzen Markt, was Krücke aus dem FF beherrscht, oder bei Krückes Freundin Bronka. Bronka arbeitet in einer Kneipe für die Alliierten als Bedienung. Der Wirt sieht es natürlich gar nicht gerne, dass da auf einmal ein "Krüppl und a Kind" auftauchen. Aber Krücke macht sich nützlich, spielt allabendlich auf seinem Saxophon, und Thomas hilft als Kellner, das sieht Herr Ferdi gerne und für sein Lokal ist ein nur von Vorteil. Leider wird die Kneipe eines Tages dem sowjetisch besetzten Sektor von Wien zugesprochen und muss schließen.  

Jetzt müssen sie sich etwas einfallen lassen und fahren aufs Land, um bei Hamsterfahrten an Essbares zu kommen.

Irgendwann bekommen die beiden die Nachricht, dass sie nach Deutschland zurückkehren können. In Zügen eingesperrt beginnt eine irre Fahrt durch Deutschland, bis sie endlich in Passau ankommen. Thomas' Mutter steht auf dem Bahnsteig.

  

Jörg Grünler gelingt es wirklich gut, mit seinem Film die Stimmung der ersten Nachkriegswochen einzufangen und hat in Heinz Hoenig einen Darsteller, wie man ihn sich nur wünschen kann.

  

  

 

***

   

 

Alfred Holinghaus schreibt in tip 11/94: Krücke ist ein Schieber, der seinen Namen dem Verlust seines Beines im Zweiten Weltkrieg verdankt. Krücke ist auch der Freund eines mutterlosen Jungen im zerbombten Wien nach diesem Krieg. Krücke ist derjenige, der den Jungen wieder zurück nach Deutschland und zu seiner Mutter zurückbringt. Und schließlich ist Krücke der Schauspieler Heinz Hoenig, der diesem etwas konfektioniert wirkenden, aber von Gernot Roll sensationell fotografierten Drama Wärme, Humor und Glaubwürdigkeit verleiht.  

 

 

***

   

 

Filmecho 4/94 schreibt: In seinem ersten Kinofilm ist dem Münchener Regisseur Jörg Grünler ein eindringliches Außenseiterportrait gelungen. Heinz Hönig als gerissener Schwarzhändler mit weichem Kern spielt so gut wie schon lange nicht mehr.

   

  

  

  

  

  

Links fremder Seiten:

www.defa-sternstunden.de (über Willi Schrade)

http://aeiou.iicm.tugraz.at (über Lore Krainer)

http://kundendienst.orf.at (über Johannes Silberschneider)

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010