Die Macht der Gefühle

1983

 

Filmliste Alexander Kluge

 

  

  

Regie

Alexander Kluge

Drehbuch

Alexander Kluge

Montage

Beate Mainka-Jellinghaus

Produktion

Kairos-Film / ZDF

Kamera

Werner Lüring, Thomas Mauch

Musik

Giuseppe Verdi, G. Puccini, G. Meyerbeer, R. Wagner u.a.  

FSK

ab 16 Jahre

Länge

114 Minuten

Filmbesprechung

Goethe-Institut 

filmportal

Filmbesprechung

Burghard Schlicht "Der Spiegel" über Kluges Film (pdf-Datei) 

FBW-Prädikat

Wertvoll

Ur-/Erstaufführung

Kinostart 17.09.1983

Genre

Dokumentarischer Spielfilm

      

  

   

Darsteller

Rolle
Hannelore Hoger Angeklagte G. / Frau Bärlamm
Alexandra Kluge Frau Pichota / Reporterin
Klaus Wennemann Richter
Edgar Boehlke Kammersänger
Beate Holle Weggeworfene Geliebte
Uwe Karsten Koch Vergewaltiger
Daniel Lüönd Manfred Schmidt
Suzanne von Borsody Knautsch-Betty, Prostituierte
Paulus Manker Kurt Schleich
Barbara Auer Mäxchen
Ewald Orf
Ruth Wohlschlegel
Wilfried Elste
Carlos Krause
Friedrich Steinhauer
Willi Münch

      

       

Inhalt

In der für ihn typischen Form der Bild- und Toncollage zeigt Kluge in mehr als 20 kleinen Geschichten die Macht und die Wirkung der Gefühle und ihre Organisation durch den Verstand. Als wichtigstes Beispiel für die Welt der Gefühle in einer kalten und rationalen Umgebung (bei Kluge die Stadt Frankfurt/Main) dient ihm die Kunstform der Oper, die er als "Kraftwerk der Gefühle" bezeichnet und in der die Gefühle oft übersteigert aufgezeigt werden. Kluge zeigt aber nicht nur eine mögliche Utopie, nämlich die positiv wirkende Organisation der Gefühle, sondern er stellt auch ihren negativen Einfluss auf menschliche Entscheidungen in Frage. Um im Zuschauer ein Interesse für diese Entscheidung zu wecken, will Kluge den Verstand des Betrachters schärfen, indem er die Dialektik menschlichen, durch die Gefühle gesteuerten Verhaltens aufzeigt. Dazu benutzt er Dokumentarmaterial, Kurzspielszenen, Ausschnitte aus alten Spielfilmen, Opernzitate, kommentierende Reflexionen und Zwischentitel. Die einzelnen Episoden sind zumeist in sich abgeschlossen, manche werden später aber auch wieder aufgenommen. Trotz einer bei Kluge fast ungewohnten Leichtigkeit ist sein Film wegen seiner intellektuellen und spielerischen Variation nur schwer zugänglich und setzt beim Betrachter eine große Bereitschaft voraus, sich auf das Problem der sowohl produktiv als auch destruktiv wirkenden Gefühle einzulassen. (Quelle: Fischer Film Almanach 1983, Fischer TB Verlag, Frankfurt/Main, 1983)

    

    

  

  

  

  

Links fremder Seiten:

www.edgar-m-boehlke.de (HP des Künstlers)

www.alma-mahler.at (über Paulus Manker)

http://cms.goethe.de (Filmbeschreibung)

http://wissen.spiegel.de (Filmbesprechung) - pdf-Datei -


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: Sept. 2010