Hannelore Hoger

Schauspielerin 

  

  

 

  

  

  

    

Hannelore Hoger

Hier bei der Verleihung des Deutschen

Filmpreises am 25.04.2008

Foto: Christian Behring

  

  

Geboren am 20. August 1942.

  

Ihr Vater war beim Ohnsorg-Theater Inspizient und Schauspieler, so dass das kleine Mädchen bereits im zarten Alter von sechs Jahren die Bekanntschaft mit der Bühne machte und ihren ersten kleinen Auftritt hatte.

Nach dem Abschluss der Realschule absolvierte sie bei Professor Eduard Marks an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst eine Schauspielausbildung und erhielt 1961 am Ulmer Theater unter Kurt Hübner ihr erstes Engagement. Nach Spielzeiten am Theater Bremen, dem Staatstheater Stuttgart und dem Schauspielhaus Bochum kam sie 1980 zum Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Unter dem Intendanten Niels-Peter Rudolph gehörte sie bis 1985 dem Ensemble an.

  

Sie wurde 1975 von der Fachzeitschrift "Theater heute" zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Seit 1986 ist sie freischaffend als Schauspielerin und auch als Regisseurin tätig. In ihrer Heimatstadt Hamburg war sie zuletzt 1998-2000 beim viel umjubelten Afterplay von Anne Meara in den Kammerspielen zu sehen.

  

Die Filmkarriere von Hannelore Hoger begann 1968 mit Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (Goldener Löwe in Venedig) in der Regie von Alexander Kluge, mit dem sie in den Folgejahren eng zusammen arbeitete. Ihre Filme mit Kluge gehörten zu den wichtigsten Werken jener Zeit, genau wie ihre Fernseharbeiten mit Peter Palitzsch und Peter Zadek (Kleiner Mann, was nun?) 1976).
  
1989 erreichte Hannelore Hoger ein sehr breites Fernsehpublikum mit ihrer Rolle in der Familiensaga Die Bertinis (Regie: Egon Monk). Ein komödiantisches Kino-Highlight setzte sie als liebestolle Klatschreporterin Charlotte in Rossini, dem deutschen Erfolgsfilm des Jahres 1996 in der Regie von Helmut Dietl.

  

Besonders populär wurde sie seit 1993 in ihrer TV-Rolle als Hamburger Kommissarin Bella Block. Für ihre Darstellung der resoluten Ermittlerin erhielt sie zahlreiche Preise, z.B. den Grimme-Preis 1994, den Goldenen Löwen 1996 und die Goldene Kamera 1998.

(Quelle: Einige Informationen aus www.hamburg.de)

  

ZDF-Meldung vom 25.11.2009:

Max Färberböck realisiert neuen Bella Block-Film, der am Samstag, 28.11.2009 um 20:15 Uhr im ZDF zu sehen sein wird. 

Inhalt der neuen Folge: Nachdem Bella sich von ihrem Partner getrennt hat und den Dienst als Kommissarin quittiert hat, hat sie jetzt mehr Zeit für sich und auch nicht vor, sich irgendwie noch einmal mit Kriminalistik zu beschäftigen. Aber wie das Leben so spielt, kommt es anders... Der Fall passierte vor 17 Jahren und Bella war damals die ermittelnde Kommissarin. Eine dreiköpfige Familie in der Gewalt eines Täters, der die Eltern ermordete. Die Tochter, 19 Jahre alt, überlebte die schreckliche Tat. Der Täter heißt Holger Thom und war damals 27 Jahre alt, Bella sitzt ihm keine 24 Stunden nach der Tat gegenüber, aber außer dem Geständnis macht er kaum Angaben zur Tat. --- 17 Jahre sind inzwischen vergangen. Bella hat ihr Leben bestens eingerichtet und ist ganz zufrieden. Bis ihr auf einer Ausstellungseröffnung eine kleine Skulptur ins Auge fällt, die sie interessiert. Sie staunt nicht schlecht, als sich herausstellt, dass der Künstler Holger Thom ist, der Mann den sie vor vielen Jahren ins Gefängnis gebracht hat. Seit kurzer Zeit ist er wieder in Freiheit und mit Bellas zufriedenem Leben ist es vorbei. 
Sie beginnt das neue Leben Holger Thoms zu erforschen, seine Pläne, den Wohnort, seine Arbeit, die alten Akten. Der Bewährungshelfer und die Psychologen aus der Haftanstalt glauben an Thoms Wandel. Aber irgendetwas ist da, was Bella unruhig werden lässt. Es scheint Anzeichen dafür zu geben, dass der Täter von damals sich der jungen Frau, die den Mord ihrer Eltern überlebt hat, nähert.
Bella weiß nicht, was sie machen soll, sie folgt ihrer Intuition. Sie will eine schlimme Tat verhindern, von der niemand weiß, ob sie jemals begangen wird.
Mit seiner eigenwilligen Dramaturgie entwickelt dieser Film eine intensive Spannung. Neben Hannelore Hoger als Bella Block beeindrucken Wotan Wilke Möhring als Täter Holger Thom, Tanja Schleiff als traumatisiertes Opfer und Pierre Besson als dessen Ehemann. In weiteren Rollen spielen Devid Striesow, Norbert Schwientek, Katharina Schüttler, Jörg Pose, Martin Brambach und viele andere.
(Information ZDF-Pressestelle)

    

Auszeichnungen (eine Auswahl)

  

- Goldener Gong

- Chaplinschuh

- 1989 TeleStar

- 1994 Adolf Grimme-Preis in Gold für Bella Block

- 1994 Goldener Löwe in der Kategorie "Beste Schauspielerin" für den Fernsehfilm Liebestod in der Reihe Bella Block

- 1996 Goldene Kamera für Bella Block in der Kategorie "Beste TV-Kommissarin"

- 2001 Helmut Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf

- 2002 Sonderpreis der Robert Geisendörfer-Stiftung

 

 

 

 

 

   

Eine Filmauswahl von Filmen mit Hannelore Hoger

Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  

Titel

Jahr

Regie

Zeitsperre

1965

Theo Mezger

Die unbezähmbare Leni Peickert

Fortsetzung aus "Resten" des Films Die Artisten in der Zirkuskuppel - ratlos.

1969 Alexander Kluge

Die Artisten in der Zirkuskuppel - ratlos

1968 Alexander Kluge

Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte

In einer Welt, in der galaktische Kesselschlachten toben, versucht Willi, sich durch eine Anstellung im Zentrum der Macht zu retten. Dabei setzt er auf die falsche Bürgerkriegspartei.

Darsteller: Alfred Edel, Helga Skalla, Natalia Bowakow, Hannelore Hoger, Prof. Hark Bohm, Kurt Jürgens
(Quelle: Amazon)

1971 Alexander Kluge

Piggies

Dorst und Zadek zeigen Verhaltensweisen. Haltungen, Einstellungen von Leuten, die im Kulturbetrieb zu Hause sind, sich auskennen und bei allem gelernt haben, voneinander und vor sich selbst auf der Hut zu sein. Es ist die Generation der Vierzigjährigen, die jenen Betrieb einst konstituiert hat und sich jetzt anstrengen muss, noch länger "in" zu bleiben. Die Anstrengung entstellt sie zur Kenntlichkeit: den Verleger, den Schriftsteller, die noch berühmte Dichterin, den einst berühmten Filmregisseur, den noch nicht berühmten Regieassistenten, den Großkritiker, den gebildeten Zahnarzt, die gebildete Goldschmiedin. Nach außen schirmen sie sich als Clique ab, nach innen sind sie umso exhibitionistischer: boshaft, zynisch und traurig. (Quelle: Fernsehspiele Westdeutscher Rundfunk, Erstes Halbjahr 1970)

1970 Peter Zadek

Der Pott

1970 Peter Zadek

Bauern, Bonzen, Bomben

1973 Egon Monk

Eiszeit

1975 Peter Zadek

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

1975 V.Schlöndorff / M, von Trotta

Heinrich

1977 Helma Sanders-Brahms

Die Patriotin

1979 Alexander Kluge

Deutschland im Herbst

1978 diverse

Der Tag, an dem Elvis nach Bremerhaven kam

1978 Peter F. Bringmann

Tatort - Schweigegeld

1979 Hartmut Griesmayr

Tatort - Mitternacht oder kurz danach

1979 Michael Lähn

Eisenhans

1983 Tankred Dorst

Tausend Augen

1984 Hans-C. Blumenberg

Die zweite Heimat - Chronik einer Jugend

1988-92 Edgar Reitz

Marleneken

Teil 1 - Teil 2

1990 Karin Brandauer

Kollege Otto

Dokumentarisches Fernsehspiel über den größten Gewerkschaftsskandal der Bundesrepublik. 

1991 Heinrich Breloer

Die Bertinis (5teil. TV-Film)

Eine großangelegte Familien-Saga, ein exemplarischer Zeitroman. Ralph Giordano formt einen bisher wenig beachteten Stoff episch aus: Er erzählt vom Schicksal sogenannter "jüdischer Mischlinge" in den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Vorgeschichte beginnt Ende des letzten Jahrhunderts, die eigentliche Handlung setzt vor 1933 ein und führt in die ersten Nachkriegsjahre. Ihr Schauplatz: Hamburg - von den Elbvororten bis zum Stadtpark, von Barmbek im Norden bis zum Hafen im Süden, mit unvergesslichen, in den dramatischen Ablauf verwobenen Gestalten, Bildern, Situationen. Fast unglaublich ist diese Geschichte: Der Autor hat mit seiner Phantasie die nackte Realität überhöht; es ist ihm gelungen, eine sinnfällige Schilderung von Menschen unter bestimmten Bedingungen zu schaffen und eine Zeit zurückzurufen, die mit überwältigender Macht in das Leben aller eingegriffen hat. Er hat das Geschehen und die Figuren frei gestaltet.
Hier sind die kleinen Leute mit ihren Schwächen unter dem grausamen Druck des herrschenden Bösen, mit ihren liebenswerten Zügen, mit dem Ausmaß des ihnen zugefügten Leides und der Fähigkeit zum Überleben. Nichts wird geschönt, keine bittere Erkenntnis verschwiegen. Doch was immer es an Furchtbarem gab: die Liebe zu Hamburg, diese ganz unsentimentale Heimatliebe, bleibt unerschüttert und ist entscheidend für die Zukunft der Bertinis.
(Quelle: Buchbeschreibung Amazon)

1992 Egon Monk

Bella Block-Filme

Wikipedia schreibt zu dieser TV-Serie: Bella Block ist eine engagierte und erfahrene Polizistin. Ihre Arbeit verrichtet sie in einer Mischung aus abgeklärter Routine und persönlichem Einsatz. Polizistin zu sein ist für sie eine Berufung, die nicht mit Dienstschluss an der Bürotür endet. Wenn es sein muss, kann sie sich in ihre Fälle dank ihrer Sturheit regelrecht verbeißen. In ihrer streitbaren Kampfeslust schreckt sie auch nicht davor zurück, die Konfrontation mit Vorgesetzten zu suchen. Im Privatleben hingegen sucht sie Ruhe und Erholung. Sie lässt sich gern verwöhnen und genießt das Zusammensein mit ihrem Lebensgefährten. Ebenso liest sie gern, ist andererseits Feiern, Wodka und Wein nicht abgeneigt. Obwohl sie es gern möchte, vermag Bella Block es jedoch oft nicht, Privatleben und Beruf zu trennen oder zumindest in ihrer Freizeit abzuschalten, wenn sie grade einen komplizierten Fall zu lösen hat. Darunter leidet oft auch ihr Partner Simon. Der Literaturprofessor versucht ihr den Rücken zu stärken, wo es nur geht. Doch auch seine Geduld und seine Ruhe werden ein ums andere Mal überstrapaziert, was nicht selten dazu führt, dass er sich beleidigt zurückzieht. Trotz solcher Probleme sind beide ein eingespieltes Team, das im Laufe der Zeit schon durch diverse Höhen und Tiefen gegangen ist.

Bellas Assistenten bleiben eher im Hintergrund und sind relativ profillos. Oberstaatsanwalt Mehlhorn bewundert Bella Block zwar, hat aber auch oft Probleme mit ihrer unkonventionellen Art.

Die einzelnen Episoden nehmen sich oft schwieriger oder umstrittener Themen an. Sie handeln von Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch, Rassismus und unterlassener Hilfeleistung. (Quelle: wikipedia)

seit 1994 diverse

Straight Shooter

Atomenergie ist tödlich - für die Betreiber der Kernkraftwerke! Sie sind das Ziel des persönlichen und kompromisslosen Rachefeldzugs von Volker Bretz (Heino Ferch), der während seiner Zeit in der Fremdenlegion den Kampfnamen Straight Shooter erhielt. Drei Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik starben bereits von seiner Hand - und jeden Tag soll ein weiterer folgen, solange der Reaktor ATAR II nicht abgeschaltet wird. Längst streckt die Polizei die Waffen vor den Guerillataktiken des Shooter. Nur seinem ehemaligen Ausbilder Frank Hector (Dennis Hopper) traut man zu, dem blutigen Spuk ein Ende bereiten zu können. Mit Hilfe der jungen Oberstaatsanwältin Regina Toelle (Katja Flint) macht er sich daran, Straight Shooter das Handwerk zu legen.

Der Roman zum Film beschreibt die komplexe Beziehung der beiden faszinierenden Protagonisten und schildert gekonnt die Atmosphäre des Films. Mit einem Vorwort des Regisseurs und einem Bildteil mit Filmfotos. "Straight Shooter" ist ein deutscher Genrefilm mit internationalem Appeal, großer Besetzung und Produzenten (Joseph Vilsmaier, Hanno Huth), die bereits in Filmen wie "Stalingrad" und "Comedian Harmonists" ihr Können unter Beweis gestellt haben. (Quelle: Buchbeschreibung Amazon)

1999 Thomas Bohn

 

   

   

 

Fremde Links:

www.zdf.de (TV-Serie Bella Block)

www.tatort-fundus.de (Folge: Schweigegeld)

www.heimat123.de (Film: Die zweite Heimat - Chronik einer Jugend)

www.theaterkanal.de (Film: Marleneken)

www.fernsehserien.de (TV-Serie Die Bertinis)

www.focus.de (über Kurt Hübner)

http://wissen.spiegel.de (Bella Block - Liebestod)

http://henri-vier.com 

   

  

  

  

 

 

 

  

  

  

  

  

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 22.03.2010 

 

Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit