Helmut Pigge

Autor  Produzent

     

  

         

 

 

 

 

 

 

 

  

Helmut Pigge wurde am 28. September 1919 in Berlin geboren.

Gestorben im November 2000.

 

Abitur 1937. Von 1938 - 1945 Arbeitsdienst und Kriegsdienst.

Zwischenzeitlich 1942 Schauspielunterricht.

1946 - 1948 philosophisch-theologisches Studium in Regensburg, wo er Leiter der Studentenbühne wurde.

1949 - 1952 folgte ein Studium der Geschichte, Literatur, Theaterwissenschaft an der Universität München.

1953 - 1955 Dramaturg am Zimmertheater in Aachen.

1955 - 1959 Dramatur beim SDR in Stuttgart, dort von 1959 - 1961 Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel.

Ab 1961 Autor und Produzent der Bavaria Atelier GmbH.

 

Bei Egon Netenjakob ist zu lesen, dass Helmut Pigge einer der Väter des Fernsehspiels gewesen sei. Er betreute in einer großen Ausstellungshalle auf dem Stuttgarter Killesberg erste, live inszenierte Produktionen, erarbeitete bis 1960 zusammen mit dem damals jungen Regisseur Rainer Wolffhardt Fernsehfassungen nach Bühnenstücken von Shaw, Pagnol, Thoma, Anouilh.

  

Besuch aus der Zone (1958) nach einem Stoff von Dieter Meichsner beschreibt mit einem zugleich beruflichen und privaten Konflikt die Atmosphäre politischer Unterdrückung in Ost- und manischen Wirtschaftsstreben in West-Deutschland. 1963 begann P. mit der Geschichte von Joel Brand (Regie: Franz Peter Wirth) eine Reihe von zeitgeschichtlichen Fernsehfilmen. Zu den bekanntesten zählt der Fernsehfilm Das Attentat - Walther Rathenau (oder Walther Rathenau - Untersuchung eines Attentats oder Walther Rathenau — Anatomie eines Attentats (es wurden drei Titel gefunden), Regie: Franz Peter Wirth.

 

Die erste Autorenarbeit ohne Vorlage ist Wie verbringe ich meinen Sonntag (1967, Regie: Rainer Wolffhardt), ein Schulaufsatz als Anlass, bundesrepublikanischen Familienalltag zu schildern. Interesse an historischen Vorgängen führt Helmut Pigge zum Genre Dokumentarspiel, zuerst mit Schleicher - General der letzten Stunde (1967, Drehbuch: H. Pigge, Regie: Wolffhardt) über den 1934 ermordeten, letzten Reichskanzler vor Hitler und die Schlussphase der Weimarer Republik. Operation Walküre (1971, Drehbuch: H.Pigge, Regie: Franz Peter Wirth) analysiert des gescheiterte Attentat auf Hitler... (S.298 f). Der Thronfolger (1980, Drehbuch: H. Pigge, Regie: Oswald Döpke) über Wilhelm I. und Friedrich II. ist der Versuch, psychologisch und politisch einen Augenblick darzustellen, "in dem sich durch einen Vater-Sohn-Konflikt von weltgeschichtlichem Ausmaß die Widerspruche Preußens am stärksten und reinsten ausgeprägt haben" (P.). 

  

Weiterhin schreibt Egon Netenjakob, dass das Interesse des Dramaturgen Pigge Schriftstellern wie Friedrich Glauser (1896-1938) gilt, jene "schillernde, abenteuerliche Außenseiterfigur, die selbst einem seiner Romane entsprungen sein könnte" wie seine an Simenon Maigret geschulte Figur des Wachtmeister Studer: Krock & Co. (1977, Regie: Rainer Wolffhardt, Joseph Vilsmaier), Der Chinese (1979, Regie: Kurt Gloor) und Matto regiert (1980, Regie: Wolfgang Panzer). Ihm (Glauser) vergleichbar erscheint Pigge im deutschen Sprachraum der bayerische Autor Oskar Maria Graf: hier sei genannt Anton Sittinger, ein Mitläufer zur Hitlerzeit.

 

(Quelle: Wikipedia und Egon Netenjakob: "TV-FILMLEXIKON - Regisseure - Autoren - Dramaturgen", Fischer-Cinema TB-Verlag, Originalausgabe März 1994, Frankfurt/Main - mit Erlaubnis des Autors)

    

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 12. Sept. 2017

  

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