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Robert Adolf Stemmle Regisseur Drehbuchautor
Geboren
am 10. Juni 1903 in Magdeburg. Gestorben
24. Februar 1974 in Baden Baden bei der Vorbereitung einer Fernsehserie. 1928 Studium in Berlin. 1930 Mitbegründer des Berliner Kabaretts "Die Katakombe", verfasst Bühnenstücke, assistiert bei Max Reinhardt, Erich Charell, Ludwig Berger.
1936 – 1942 Chefdramaturg der Tobis-Cinema und Filmregisseur der UFA.
1947 – 1949 Abteilungsleiter Hörspiel beim NWDR Berlin. Bekannt wurde auch seine 1948 gedrehte satirische Parabel Berliner Ballade. Der Film präsentiert sich als Rückblick aus dem Jahr 2048 und handelt von einem Kriegsheimkehrer, gespielt von dem damals noch sehr schlanken Gert Fröbe, namens Otto Normalverbraucher, der sich in der Nachkriegswelt zurecht finden muss...
Es folgen Filmdrehbücher für die Defa. Aus einem Schlüsselerlebnis von 1926, wobei sich ein Raubmörder vor "völkisch" gesinnten Richtern herausschwindeln kann, indem dieser einen liberalen jüdischen Fabrikaten belastet, entsteht 1932 das Theaterstück Affäre Blum. 1948 schreibt Stemmle den Roman und es folgt das Drehbuch, welches bei der Defa unter der Regie von Erich Engel verfilmt wird. Zu diesem Film ist auf der Krimihomepage zu lesen: "Regisseur Robert Adolf Stemmle hat als junger Lehrer in Magdeburg die tatsächlich geschehene Affäre Blum beobachtet und miterlebt und sie damals als Vorlage zu seinem gleichnamigen Bühnenstück benützt, das wiederum auf dem Buch zum gleichnamigen Kinofilm von 1948 (Regie: Erich Engel, Darsteller: Hans-Christian Blech, Gisela Trowe, Arno Paulsen) basierte. Die SWF-BR-RB-Hörspielproduktion "Affäre Blum" wurde 1953 produziert. Auch hier war Robert Adolf Stemmle für Regie und Buch verantwortlich. Es sprachen Kurt Lieck als Blum, Hans Christian Blech als Gabler (Blech hatte diese Rolle schon im Kinofilm gespielt) und Horst Beilke als Landsgerichtsrat Konrad. Der Stoff wurde also als Buch, Kinofilm, Hörspiel und Theaterstück von Stemmle bearbeitet, warum auch noch als Fernsehspiel? Der Regisseur erklärte, dass der rasche Wechsel an Schauplätzen auf der Bühne nicht so gut möglich war und dass der Film das geeignete Mittel zur realistischen Darstellung der Ereignisse sei." (Link zu Affäre Blum - 1962). Stemmles Drehbuch Jeder stirbt für sich allein nach Fallada gehört in der Inszenierung von Falk Harnack (1962) zu den wichtigsten Filmen.
Robert
A. Stemmle erhielt 1973 das Filmband in Gold für sein langjähriges Wirken im
deutschen Film.
Fremde Links auf dieser Seite: wikipedia (Film Berliner Ballade) http://krimiserien.heimat.eu (Film Affäre Blum)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: Februar 2011
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