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Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1993
In Deutschland wurden 67 Spielfilme gedreht.
1. Januar: Das ZDF beginnt mit der Ausstrahlung von Dieter Wedels vierteiligem Fernsehfilm Der große Bellheim. Mario Adorf, Hans Korte, Heinz Schubert, Heinz Hoenig, Leslie Malton und Will Quadflieg spielen die Hauptrollen in dieser Saga um einen Kaufhausunternehmer.
Start des europäischen Nachrichten- und Informationsprogramms Euro News, das von der Union der Europäischen Rundfunkanstalten (EUR) veranstaltet wird.
Das Deutsche Sportfernsehen (DSF) nimmt mit der Lizenz der BLM seinen Sendebetrieb auf. Vorgänger des neuen Senders ist Tele 5. Der Übergang vom Vollprogramm "Tele 5" zum Spartenprogramm DSF stößt auf die Kritik vieler Landesmedienanstalten.
1. Januar - DFFB: Der Filmregisseur Reinhard Hauff übernimmt die Direktion der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und wird gleichzeitig Professor an der Hochschule für Künste.
3. Januar: SAT.1-Ausstrahlungsbeginn der Showreihe Ich bekenne, moderiert von Sibylle Storkebaum. In 50minütigen Gesprächen berichten anonym bleibende Menschen von ihren Geheimnissen, Schicksalen und Perversitäten.
15. Januar - Bayerischer Filmpreis: Der favorisierte Film Schtonk! geht überraschenderweise leer aus. Stalingrad von Joseph Vilsmaier (Regisseur und Kameramann) ist der Gewinner. Für die Darstellung in dem Sönke Wortmann-Film Kleine Haie bekommen Gedeon Burkhard, Jürgen Vogel und Kai Wiesinger einen Preis. Den Ehrenpreis erhält Martin Benrath.
25. Januar: Der als »Ereignisfernsehen« propagierte Spartenkanal VOX nimmt seinen Programmbetrieb auf.
2. Februar: Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung von Wolfgang Menges Sitcom-Reihe Motzki (WDR), einer Ostvariante seines Ekels Alfred.
11. bis 22. Februar - Berlinale: Der Vorsitzende der Jury der Internationalen Filmfestspiele ist der deutsche Regisseur Frank Beyer. Ein deutscher Film wird nicht mit einem Preis bedacht, aber der Film Wir können auch anders wird lobend erwähnt. Filme im 'Forum' sind u. a. Pimpf war jeder von Erwin Leiser und Warheads von Romuald Karmakar.
Ehrengast der Berlinale ist Gregory Peck.
6. März: Der Privatsender RTL 2 nimmt seinen Sendebetrieb auf.
24. Mai - Großer Preis der Jury: Den meisten der angereisten deutschen Kritiker erschien der neue Film von Wim Wenders In weiter Ferne so nah! zu "verschmockt" (Wer weiß, was das ist? rk). Beim Festival in Cannes, wo viele Wenders-Filme uraufgeführt wurden und erfolgreich waren, erhält er den >>Großen Preis der Jury<<. Die > >Goldene Palme<< teilen sich Das Piano und Lebewohl, meine Konkubine.
3. Juni - Deutscher Filmpreis: Es wird kein Filmband in Gold verliehen. Drei Filmbänder in Silber gehen an Kleine Haie, Der Olympische Sommer und Wir können auch anders. Die Darstellerinnen Renate Krößner und Barbara Auer, die Darsteller Heinz Hoenig, Horst Krause und Joachim Król werden für Einzelleistungen ausgezeichnet, außerdem noch der Kameramann Gernot Roll und die Autoren Ernst Kahl und Detlev Buck. Es wird kein Regiepreis vergeben.
Für herausragende Leistungen um den deutschen Film wird u. a. Erwin Geschonneck geehrt.
8. Juli: Vertreter von ZDF, ARD, SRG und ORF unterzeichnen einen neuen 3sat-Vertrag. Ab dem 1.12.1993 wird sich die ARD mit 30 % Programmanteil an 3sat beteiligen. Das ARD-Satellitenprogramm EINS PLUS soll aus Kostengründen eingestellt werden.
4. Oktober: Die ZDF-Reihe »Fernsehfilm der Woche« wird mit Rainer Kaufmanns Dann eben mit Gewalt (Buch: Klaus Richter) eröffnet. Auf dem Sendeplatz am Montagabend um 19.25 Uhr sollen künftig »starke Geschichten (...) vom Fernsehen und fürs Fernsehen erzählt« werden.
10. Oktober: RTL-Ausstrahlungsbeginn der Spiel-Show "Die 100.000 Mark-Show" mit Ulla Kock am Brink: körperlich harte Spiele, geringe Gewinnchancen.
21. Oktober: RTL-Comeback für Frank Elstner mit der Game-Show Aber Hallo.
6. November: Start der Comedy-Show Samstag Nacht auf RTL mit den Nachwuchskünstlern Sabine Aumann, Wigald Boning, Olli Dietrich, Stefan Jürgens, Mirko Nontschew, Tanja Schumann und Esther Schweins.
7. November: Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung von Thorsten Näters vierteiligem Fernsehfilm Die Bombe tickt: Eine junge Radiomoderatorin (Julia Grimpe) wird Zeugin, wie sich ihr Bruder Ralph (Frank Stieren) in Mecklenburg einer Gruppe Rechtsradikaler anschließt und immer mehr in kriminelle Aktivitäten verstrickt wird. Das ZDF zeigt den Fernsehfilm Schlußabrechnung von Friedemann Schulz in der Regie von Petra Haffter. Heinz Reincke und Inge Meysel spielen ein Paar, das sich nach langen Jahren wiederbegegnet und Ereignisse aus der NS-Zeit aufzuarbeiten versucht.
RTL plus eröffnet am Sonntagabend eine Reihe mit Spielfilmen aus der eigenen Produktion. Zunächst wird der Abenteuerfilm Der blaue Diamant in der Regie von Otto W. Retzer gesendet. Hauptdarsteller sind Pierre Brice, Sonja Kirchberger und Ernest Borgnine.
11. November: Die ARD zeigt Herzfeuer - Geschichten von Sex und Liebe von Mischka Popp und Thomas Bergmann. Die umstrittene Dokumentation über das Sexualverhalten der Deutschen wurde vom ursprünglichen Sendeplatz am Hauptabend in das Nachtprogramm verlegt.
27. November: Zum letzten Mal moderiert Wolfgang Lippert Wetten, daß...?. Thomas Gottschalk kehrt in seine alte Erfolgssendung zurück. Ab Januar 1994 wird Lippert die Moderation der neuen Showreihe Goldmillion übernehmen, der Nachfolgesendung von Der Große Preis.
28. November: IA, der erste Regionalsender mit terrestrischen Frequenzen (für Berlin und Brandenburg), nimmt seinen Sendebetrieb auf. Geschäftsführer Ulrich Schamoni strebt im Programmangebot u. a. die Entwicklung neuer kostengünstiger Werbeformen.
14. Dezember: Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung der Serie Trotzki (MDR), die als ostdeutsches Gegenstück zu Wolfgang Menges Motzki gedacht ist.
Ohne Datum: Am 21. Januar wird Stalingrad welturaufgeführt. Neben dem Erfolg in Deutschland begeistert Vilsmaiers Antikriegsfilm auch ein Millionenpublikum im Ausland.
Die Dreharbeiten zur Science-Fiction-Komödie Die Sturzflieger nach einem Buch von Matthias Seelig beginnen. Neben Götz George stehen Anja Kling und Ingo Naujoks vor der Kamera. Regie führt Peter F. Bringmann, Produzent ist Günter Rohrbach.
Joseph Vilsmaier verfilmt Kästners Klassiker "Das doppelte Lottchen" unter dem Titel Charlie und Louise. Unter über 1000 Zwillingen fällt seine Wahl auf Fritzi und Floriane Eichhorn aus Berlin. Die Filmeltern spielen Corinna Harfouch und Heiner Lauterbach. Die Dreharbeiten beginnen in Schottland.
Der Pilotfilm Gegen den Wind entsteht im Auftrag des WWF.
Dominik Graf beginnt mit den Dreharbeiten seines neuen Thrillers Die Sieger: Inhalt: Karl Simon, Leiter des Sondereinsatzkommandos, glaubt, bei einer Razzia im Milieu des organisierten Verbrechens seinen seit Jahren totgeglaubten Freund und Ex-Kollegen Heinz Schäfer erkannt zu haben. Seine Vorgesetzten halten ihn für einen Spinner. Er recherchiert auf eigene Faust und erfährt, dass Schäfer in ein Komplott verwickelt ist, das von ganz oben befürwortet wird. Um irgendwie weiterzukommen, muss Simon es mit den Verbrechern aufnehmen... In dem 12-Millionen-Projekt stehen Herbert Knaup, Hansa Czypionka, Katja Flint, Heinz Hoenig, Heinrich Schafmeister, Michael Breitsprecher und Hannes Jaenicke vor der Kamera. Das Buch schrieb Günter Schütter, Produzent ist Günter Rohrbach. Leider floppte der Film. Der der Kinokasse zählte der Film gerade mal 200.000 Besucher.
L i t e r a t u r
"Handbuch der Filmmontage" Hans Beller (Hg.), München: TR Verlagsunion, 267 Seiten.
"Die Ufa - ein Traum" von Hans Borgelt, Berlin: edition Q, 303 Seiten.
"Geschichte des deutschen Films" von Wolfgang Jacobsen/Anton Kaes/Hans Helmut Prinzler (Hg.). Stuttgart, Weimar: J. B. Metzler, 596 Seiten.
"Der deutsche Film", von Uli Jung" (Hg.). Trier: Wissenschaftlicher Verlag, 268 Seiten.
E i n i g e F i l m e d e s J a h r e s
(R: Detlev Buck) Zwei Brüder, Kipp und Most, beide Analphabeten, machen sich auf den beschwerlichen Weg von West nach Ost, um dort eine Erbschaft anzutreten. Unterwegs gesellt sich ein russischer Deserteur mit seiner Kalaschnikow zu ihnen. Nach einem unfreiwilligen Massaker werden sie von der Polizei verfolgt. Nie war ein Roadmovie lakonischer, langsamer und lustiger. Die Darsteller werden für ihr Underacting gefeiert. Darsteller: Joachim Król, Horst Krause, Konstantin Kotljarov.
Abgeschminkt (R, DA: Katja von Garnier Überraschungserfolg eines 55-Minuten-Films. Frenzy ist Comic-Zeichnerin und schon etwas abgeklärt. Maischa Krankenschwester und noch neugierig. Also geht es um Beziehungen. Wenn Männer ins Bild kommen, ist alles wie hundertmal gehabt, wenn die Frauen unter sich sind, beweist die Regisseurin, dass sie ein Gefühl für subtile Zwischentöne hat. Über 1 Million Zuschauer.
(R, DA: Wim Wenders) Aus dem Engel Damiel wurde schon 1987 ein Mensch, nun ist sein Partner Cassiel an der Reihe. Die Rettung eines Kindes macht ihn erdenschwer. Viel hat sich in sechs Jahren - seit dem Himmel über Berlin - geändert. Die Stadt ist nicht mehr geteilt. Im Untergrund operieren Waffenhändler. Wenders erzählt episodisch, assoziativ. Über den bedeutungsschweren Lyrismus des Films zerstreiten sich Deutschlands Kritiker. In seiner letzten Filmrolle spielt Heinz Rühmann einen Chauffeur mit Vergangenheit. Darsteller: u.a. Otto Sander, Peter Falk, Bruno Ganz, Horst Buchholz, Michail Gorbatschow.
(Doku von Winfried Bonengel) Bonengel porträtiert den 27jährigen Ewald Althans, einen exponierten Rechtsradikalen, und gibt ihm Gelegenheit zur Selbstdarstellung. Der Dokumentarist bleibt in der Distanz. Sein Film beschäftigt über viele Wochen Politik, Justiz und Öffentlichkeit. In der Debatte geht es vorwiegend um die Verbotsfrage, kaum ums Generelle: die Haltung und das Handwerk des Dokumentaristen. Nur auf dieser Ebene wäre Bonegel angreifbar.
Kaspar Hauser (R, DA: Peter Sehr) Nicht Menschwerdung und Erziehung eines "Wolfsjungen"... stehen hier im Mittelpunkt, sondern ein Kriminalfall: eine höfische Intrige, durch die der Erbprinz des Hauses Baden schon als Säugling ausgeschaltet werden soll. Er überlebt und wird als Kaspar Hauser ein Zankapfel der Macht und der Fürsorge. Auf der emotionalen Ebene erspielt sich André Eisermann alle Aufmerksamkeit, und die Kamera (Gernot Roll) gibt dem Drama optische Opulenz. Darsteller: Udo Samel, Hermann Beyer, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht
(R: Joseph Vilsmaier) Kriegsfilm über die letzten Tage der blutigen Schlacht. Im Winter '42 liegt Hitlers 6. Armee vor Stalingrad. Drei Sturmpioniere kämpfen als Teil einer Elite-Einheit an vorderster Front. Während einer Feuerpause in einer hart umkämpften Fabrik hören sie über Lautsprecher, wie Hitler im Münchner Bürgerbräukeller die Einnahme Stalingrads verkündet. Doch die Realität sieht anders aus, die Deutschen erleiden schwerste Verluste, es besteht eine katastrophale Versorgung. Als Fritz einen überlasteten Santitäter mit Waffengewalt zwingt, einem Kameraden zu helfen, wird die Gruppe zum Minenräumen im Schnee strafversetzt. Die drei Soldaten versuchen zu desertieren, doch aus der eisigen Hölle von Stalingrad gibt es auch nach der Kapitulation kein Entkommen mehr. Darsteller: Dominique Horwitz, Thomas Kretschmann, Jochen Nickel, Dana Vavrova und Sylvester Groth
(R: Bille August) Argentinische Familiengeschichte über 70 Jahre hinweg - vom Aufstieg zum Großgrundbesitzer bis zur Mitorganisation des Pinochet-Putsches. Fast 4 Millionen Besucher in der Bundesrepublik.
Die tödliche Maria (R, DA, Mu: Tom Tykwer) Psychodrama einer Frau zwischen ihrem behinderten Vater und ihrem gefühlsarmen Freund. Darsteller: Nina Petri, Josef Bierbichler, Peter Franke, Joachim Król
G e s t o r b e n
25. Februar: Eddie Constantine Schauspieler Eddie Constantine war im wahrsten Sinne des Wortes ein internationaler Star. Er kam als Amerikaner polnisch-russischer Abstammung Edward Constantinowsky in Los Angeles zur Welt. 1947 ging er nach London und trat bald darauf in Paris als Sänger auf. Schon kurze Zeit später feierte er mit Im Banne des blonden Satans besonders in Frankreich und Deutschland erste große Filmerfolge. Darin verkörperte er erstmals die Figur des Lemmy Caution, der eine Art Alter Ego für Constantine werden sollte. Bis 1991 spielte er den FBI-Agenten 14 Mal. Nach humorvollen Haudrauf-Filmen in den 1950er- und 60er- Jahren wandelte er sich zum gefragten Charakterdarsteller unter Aki Kaurismäki und Wim Wenders. Peter Lilienthal holte ihn 1969 als Malatesta in den deutschen Film. Mit Auftritten und Hauptrollen wurde er bei Fassbinder, Ottinger und Peter Patzak u.a. zur Personage, am interessantesten in Lutz Mommartz' Tango durch Deutschland, einem Constantine-Psychogramm.
26. Februar: Arthur Maria Rabenalt Autor, Regisseur Seine beste Zeit dauerte von den späten 30er bis in die frühen 50er Jahre. In dieser Phase hat er groß-, ost- und westdeutsche Filme gedreht, denen er in Selbstkommentierung jede politische Dimension absprach. Zu seinen interessantesten Titeln gehören Johannisfeuer (1939), ...reitet für Deutschland (1941), Alraune (1952). "Was den Regisseur Rabenalt von vielen anderen unterscheidet, ist eine Heftigkeit, ein gelegentlich unvermutet hervorbrechender Gestaltungswille, der noch in seinen marginalen Arbeiten das verschüttete, sich selbst verleugnende Talent erkennen lässt, und inmitten des Kitsches gibt es bei ihm immer wieder Augenblicke der Wahrheit" schreibt Georg Seeßlen in epd-Film, Juni 1993.
Schauspieler Blech stammt aus Darmstadt, dort wächst er auf, geht zur Schule, später zur Schauspielschule des Landestheaters. Erstes Engagement in Kiel 1937, danach sieht man ihn in Freiburg und Leipzig. 1940 - 1945 Soldat in Russland und gerät in britische Gefangenschaft. 1947 Engagement unter Hans Schweikart bei den Münchner Kammerspielen, denen er bis 1954 angehört. Dann an vielen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen in Hamburg und Berlin, in Zürich, Frankfurt/Main, Stuttgart und Wien. Blech spielt die großen Rollen des klassischen und modernen Theaters, er arbeitet mit Erich Engel und Heinz Hilpert, Fritz Kortner, Hans Schweikart, Bertolt Brecht und anderen. Er ist mit Leib und Seele Bühnenschauspieler und das Theater betrachtet er stets als seine eigentliche künstlerische Heimat. Blech ist übrigens einer der wenigen etablierten Schauspieler, die beim jungen deutschen Film der Mittsechziger/Siebziger Jahre präsent war. Außer Wenders besetzten ihn Bernhard Sinkel in Mädchenkrieg (1977), Reinhard Hauff in Messer im Kopf (1978), Hans W. Geissendörfer in dem Fernsehfilm Theodor Chindler (1979) und in Der Zauberberg (1981). Sein Hofrat Behrens war neben Christoph Eichhorns (Hans Castorp), Kurt Raabs (Dr. Krokowski), Rod Steigers (Peeperkorn) und dem wunderbaren Charles Aznavour als Jesuit Naphta die Stütze eines schwierigen, schwergewichtigen Produktes. Als Charakterdarsteller hat er sich vor allem für zerrissene, entwurzelte Figuren interessiert. Er war der Mörder Gabler in Affaire Blum, der schleifende Unteroffizier Platzek in 08/15, der Polizeichef in Der Besuch, der Goldschmied in Cardillac, der Straßensänger Laertes in Falsche Bewegung. Hans Christian Blech spielt auch in zahlreichen TV-Produktionen mit, z.B. Schinderhannes (1957, Regie: Peter Beauvais), Die Bekehrung des Ferdys Pistora (1958, Regie: Rainer Wolffhardt), Woyzeck (1966, Regie: Rudolf Noelte), Blick von der Brücke (1967, Regie: Ludwig Cremer), Tatort - Frankfurter Gold (1971, Regie: Eberhard Fechner), Im Zeichen der Kälte (1973, Regie: Uwe Brandner), Zerschossene Träume (1976, Regie: Peter Patzak), Das Milliardenspiel (1989, Regie: Peter Keglevic), La Paloma fliegt nicht mehr (1992, Regie: Tom Toelle, nach einer Erzählung von Siegfried Lenz).
Schauspieler Geboren am 7. April 1955 in Flintsbach, studierte an der Neuen Münchner Schauspielschule und an der Falkenberg Schule. 1978 bekam er seine erste Rolle in dem französischen Film Les Rebelles, später in den Filmen von Michael Verhoeven (Die weiße Rose) und Joseph Vilsmaier (Herbstmilch) spielte er gefühlsnahe Rollen. Er stirbt an einem Tumor.
Schauspieler (Weitere Informationen über Alfred Edel) In fast 100 Filmen hat er sich intelligent und fantasievoll in das Neue deutsche Kino eingemischt. "Wer immer mit ihm zusammenarbeitete: Jean Marie Straub, Werner Herzog, Edgar Reitz, Herbert Achternbusch, Christoph Schlingensief, ich - wir waren alle über seine Improvisationen ebenso überrascht wie über die zähe Beharrlichkeit seines Ausdruckswillens. Ich selbst halte es für wenig aufmerksam, wenn man sich in erster Linie über seine offensichtliche Fähigkeit, Komik zu verbreiten, amüsiert, ohne den ernsten Hintergrund in seiner Haltung wahrzunehmen." (Alexander Kluge in Frankfurter Rundschau, 19.6.93).
31. August: Siegfried Schürenberg Film- und Theaterschauspieler Sein Vater ist der Schauspieler Emil Wittig, seine Mutter die Opernsängerin Thekla Wittig. Er besucht in Gera die Grundschule und das Gymnasium. Nach dem Ersten Weltkrieg Schauspielunterricht in Berlin. Debüt 1920 in Stolp/Oberschlesien. Siegfried Schürenberg nimmt den Mädchennamen seiner Großmutter an. Verschiedene Schauspielstationen wie Potsdam, Stralsund, Bonn, Stettin, Kiel, Hamburg und Bremen. 1929 kommt er an das Schauspielhaus Zürich. Ab 1931 spielt er in Berlin Theater, filmt auch und arbeitet vermehrt als Synchronsprecher. Theaterarbeit im 2. Weltkrieg in Straßburg, dann von 1945 bis 1952 wieder in Zürich. Danach lässt er sich in West-Berlin nieder, wo er gelegentlich Theater spielt. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt bei der Synchronbarbeit. In folgenden Filmen hört man seine Stimme. Ganz besonders populär wird S. Schürenberg durch seine Rolle als Polizeichef "Sir John" in einigen Edgar Wallace-Filmen. Zwölf
Jahre nach seinem Tod erscheint im Berliner Schwarzkopf-Verlag das Buch
"Sir John jagt den Hexer: Siegfried Schürenberg und die
Edgar-Wallace-Filme".
19. Oktober: Carsta Löck Film- und Theaterschauspielerin Erster Film (1933): Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt.
14. Dezember: Wolfried Lier Theater- und Filmschauspieler
25. Dezember: Blandine Ebinger Schauspielerin und Chanson-Sängerin
29. Dezember: Axel Corti Österreichischer Film- und Theaterregisseur
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 18.11.2010
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