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Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1974 ...und ein wenig Zeitgeschichte
In der Bundesrepublik werden 77 Spielfilme und in der DDR 19 DEFA-Spielfilme gedreht.
Z 1. Januar: In der DDR wird das Autokennzeichen "D" in "DDR" ausgetauscht.
21. Januar: Die erste Folge der Persiflage auf die sogenannte Familienidylle Ein Herz und eine Seele des Drehbuchautors Wolfgang Menge wird in der ARD ausgestrahlt. 27. April: ARD-Ausstrahlungsbeginn von Rudi Carells neuer Samstagabend-Live-Unterhaltungsshow Am laufenden Band.
Z April/Mai: Affäre Willy Brandt / Günter Guillaume: 24. April: Der persönlich Referent von Bundeskanzler Brandt, Günter Guillaume, wird unter dem Verdacht der Spionage für die DDR festgenommen. 6. Mai: Bundeskanzler Willy Brandt tritt im Verlauf der Agentenaffäre um den DDR-Spion Guillaume überraschend zurück. In seinem Rücktrittsschreiben erklärt der Kanzler, er übernehme die volle Verantwortung. 9. Mai: Willy Brandt schlägt als seinen möglichen Nachfolger den amtierenden Finanzminister Helmut Schmidt für die Wahl als neuen Bundeskanzler vor. 16. Mai: Helmut Schmidt wird von Deutschen Bundestag zum Bundeskanzler gewählt. Neuer Vizekanzler wird Hans-Dietrich Genscher. 15. Dezember 1975: Guillaume wird wegen Spionage für die DDR zu 13 Jahren Haft und seine Ehefrau zu acht Jahren Haft verurteilt.
Z 13. Juni bis zum 7. Juli: Die Fußball-Weltmeisterschaft wird in der Bundesrepublik ausgetragen und die BRD kann sich über den Weltmeister-Titel freuen, die deutsche Elf gewann mit einem 2:1-Sieg über die Niederlande. Hier weitere Informationen >>>
21. Juni - 2. Juli - Berlinale: Erstmalige Teilnahme eines sowjetischen Films. Beiträge der Bundesrepublik im 'Wettbewerb' sind Fontane Effi Briest von R. W. Fassbinder und Im Namen des Volkes (Silberner Bär) von Ottokar Runze. Überraschende Vergabe des Goldenen Bären an einen kanadischen Film und nicht - wie erwartet - an Fassbinders Effi Briest. Im 'Forum' laufen u.a. die deutschen Filme Schneeglöckchen blüh'n im September (Christian Ziewer), Made in Germany und USA (Rudolf Thome). Eine Retrospektive ist Lilian Harvey gewidmet.
8. Juli: Das ZDF beginnt mit der Ausstrahlung des Mehrteilers Unser Walter. Leben mit einem Sorgenkind". - Hinweis: Die Serie läuft im November 2011 im br-alpha-Programm, jeweils sonntags um 20:15 Uhr - Dem Ehepaar Zabel (Cordula Trantow und Thomas Braut) wird zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes Walter von einem Arzt mitgeteilt, dass das Kind mongoloid ist. Die 7teilige TV-Serie schildert ca. zwanzig Jahre (1955-1974) dieses Familienlebens, geprägt von Ängsten, Verzweiflung, Hoffnung und Kampf gegen die Vorurteile der Umwelt.
22. Juni - Deutscher Filmpreis: Nach 14 Jahren (zuletzt für Wickis Die Brücke) wird erstmals wieder der höchste bundesdeutsche Filmpreis, die 'Goldene Schale' vergeben: Maximilian Schell erhält ihn für Der Fußgänger, für den Hauptdarsteller Gustav Rudolf Sellner gibt es ein Filmband in Gold. Je ein Filmband in Silber für die beiden Filme Der Lord von Barmbeck (mit Spielhandlung) und Der lange Jammer (ohne Spielhandlung). Für Einzelleistungen werden u. a. Roland Klick (Regie Supermarkt) und Wolfgang Petersen (Nachwuchsregie: Einer von uns beiden) ausgezeichnet. Fassbinders (Angst essen Seele auf) geht leer aus, während Brigitte Mira als Hauptdarstellerin gewürdigt wird.
Z 14. Oktober: Der schwedische Möbelkonzern IKEA eröffnet in München seine erste Filiale in der Bundesrepublik.
20. Oktober: Das ZDF zeigt den allerersten Derrick mit dem Episodentitel Waldweg. Die Serie, eine Gemeinschaftsproduktion des ZDF, ORF und SF DRS, hatte insgesamt 281 Folgen und ist die meistverkaufte deutsche Serie aller Zeiten. Drehbuchautor Herbert Reinecker schrieb alle 281 Folgen, Produzent war Helmut Ringelmann mit seiner Firma Telenova-Fernsehproduktion. Die Serie wurde bis zum 16. Oktober 1998 im ZDF ausgestrahlt. (Quelle: wikipedia)
18. November: Radio Bremen (RB) etabliert in der ARD die Dritte-Welt-Reihe "lm Namen des Fortschritts".
19. November: RB eröffnet im Dritten Programm von NDR/RB/SFB eine neue Open-end-Sendereihe unter dem Titel Drei nach neun.
Z 29. November: Horst Mahler und Ulrike Meinhof werden in West-Berlin wegen Mordversuchs bei der Baader-Befreiung zu 14 bzw. acht Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
November - Filmverlag der Autoren: Der "Filmverlag der Autoren" in München wird in eine GmbH & Co. KG umgewandelt und fungiert ausschließlich noch als Verleih. Es verbleiben weiterhin in der Firma Hark Bohm, Uwe Brandner, Fassbinder (neu), Michael Fengler, Hans W. Geißendörfer, Hans Noever und Wim Wenders. Geschäftsführer sind Veith von Fürstenberg und Laurens Straub.
2. Dezember: Am Bochumer Schauspielhaus wurde Heinrich Manns Professor Unrat von Peter Zadek uraufgeführt. Hinweis: Als Peter Zadek daran ging, den Professor Unrat zu inszenieren, den er zusammen mit Gottfried Greiffenhagen zur Komödie mit Musik dialogisiert hat, befürchtete man, dass dieses Stück vergeblich versuchen würde, sich mit dem Film Der blaue Engel von Josef von Sternberg zu messen. Doch die Inszenierung wurde einer der großen Höhepunkte der Theatersaison. 44 Jahre nach dem Blauen Engel mit Marlene Dietrich und Emil Jannings inszenierte Zadek Manns Roman Professor Unrat mit Hannelore Hoger und Günther Lüders in den Hauptrollen. Dabei hielt sich die Bochumer Aufführung genauer an den Roman, der eine Satire auf das wilhelminische Deutschland ist. Die Leistungen der beiden Hauptdarsteller wurden von Kritikern zum Besten gezählt, was in dieser Saison auf den deutschen Bühnen zu sehen war. (Quelle: wikipedia)
Ohne Datum: Hans Jürgen Syberberg setzt seinen deutschen Zyklus mit dem Film Karl May fort. Es spielen Helmut Käutner, Kristina Söderbaum, Attila Hörbiger und Lil Dagover.
Der Brand der Außendekoration auf dem Bavaria-Filmgelände zum Vierteiler Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski (Regie: Fritz Umgelter) verursacht einen für damalige Verhältnisse großen Schaden von 200000 DM.
Da NDR-lntendant Martin Neuffer einen Beitrag zum Thema »Abtreibung« zurückzieht, verweigern Peter Merseburger und die übrigen "Panorama"-Autoren die Moderation der Sendung. Ein Ansager verliest die Moderationstexte.
S o n s t i g e s
Erste Regiearbeiten des Dichters Herbert Achternbusch (Das Andechser Gefühl).
Erster Spielfilm von Uschi Reich (Anna). Rainer Werner Fassbinder wird Leiter des Theaters am Turm (TAT) in Frankfurt/Main. Nach 6 Monaten kündigt er den Job wieder. "Fassbinder hatte den Grund zum Zusammenbruch schon damit gelegt, dass er das Ensemble unter dem Gesichtspunkt der Verwendbarkeit für die Filme, die er zu drehen wünschte, zusammenstellte" (FAZ).
In Cannes feiert Filmregisseur Fassbinder Triumphe mit Angst essen Seele auf (OCIC- und FIPRESCI-Preis); sein Star, Brigitte Mira, ist der Liebling des Festivals.
Preis der deutschen Filmkritik: Alice in den Städten (Wenders). Filmpreis des Verbandes der deutschen Kritiker: Ottokar Runze.
Filmemacherin Helke Sander gründet die Zeitschrift 'Frauen und Film'.
Ernst Lubitsch-Preis für Mario Adorf.
Z Der sogenannte Glam Rock brachte Künstler wie Gary Glitter, die Rubetts, The Sweet, Slade und T.Rex hervor, die Mitte der 1970er-Jahre ihren Höhepunkt erreichten. Im krassen Gegensatz dazu gab es den Progressive Rock, zu der z.B. die Band "Genesis" mit Peter Gabriel und Phil Collins gehörten. Die schwedische Pop-Gruppe ABBA begann mit dem Song "Waterloo" durch den Sieg bei Grand Prix d'Eurovision de la Chanson ihren Siegeszug durch die ganze Welt. Die Hippie-Ära ging endgültig zu Ende. Die Band "Kraftwerk" brachte ihr Album "Autobahn" heraus. Dieses Musikalbum ist so erfolgreich und international anerkannt, dass es schließlich zu den wichtigsten deutschen Veröffentlichungen des 20. Jahrhunderts gehört.
B a m b i - S i e g e r 1974 Schauspieler Horst Janson, Drehbuchautor Wolfgang Menge, Opernsängerin Anneliese Rothenberger, Journalist Peter Scholl-Latour, Entertainer Peter Alexander, Telly Savalas ("Kojak"), William Conrad ("Cannon") und Showmaster Rudi Carrell. Weitere Preisträger konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
B R A V O - O T T O - Leserwahl 1974 Kategorie männliche Filmstars: Gold Terence Hill, Silber Jean Michael Vincent, Bronze Roger Moore Kategorie weibliche Filmstars: Gold Ute Kittelberger, Silber Uschi Glas, Bronze Linda Blair Kategorie Beat-Gruppen: Gold: The Sweet, Silber: ABBA, Bronze: The Osmonds Kategorie Sänger: Gold: David Cassidy, Silber: Bernd Clüver, Bronze: Jürgen Marcus Kategorie Sängerinnen: Gold: Suzi Quatro, Silber: Elfi Graf, Bronze: Maggie Mae Kategorie TV-Stars weiblich: Gold Susan Dey, Silber Gillian Blade, Bronze Edwige Pierre Kategorie TV-Stars männlich: Gold Steve Hodson, Silber Oliver Tobias, Bronze Michael Gray Kategorie Sportler: Gold: Gerd Müller (Fußball), Silber: Francisco Marinho (Fußball), Bronze: Franz Beckenbauer (Fußball) Kategorie Sportlerinnen: Gold: Ulrike Meyfahrth (Hochsprung) Silber: Rosi Mittermaier (Skirennen), Bronze: Uta Schorn (Kunstturnerin)
Sieger der "Goldenen Kamera" von HörZu 1974:
Der Erlös dieser Jubiläumsveranstaltung (10 Jahre!) wurde der Deutschen Kinderkrebshilfe gestiftet. (Quelle: www.goldenekamera.de)
L i t e r a t u r Im Carl Hanser Verlag, München, erscheinen die beiden ersten Bände der "Reihe Film", herausgegeben von Peter W. Jansen und Wolfram Schütte in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Kinemathek. Sie wird den Regisseuren R. W. Fassbinder und Francois Truffaut gewidmet.
Winterspelt - Roman von Alfred Andersch Ritterkreuzträger Major Joseph Dincklage ist Kommandeur einer Regimentseinheit im Dorf Winterspelt. Er huldigt wie Ernst Jünger der Auffassung, als Offizier habe man die Möglichkeit, den Nationalsozialismus auf anständige Weise zu überwintern, hegt aber insgeheim den Plan, sein Bataillon kurz vor der Ardennenoffensive 1944 kampflos den Amerikanern zu übergeben. (Quelle: Amazon)
Die verlorene Ehre der Katharina Blum - Erzählung von Heinrich Böll (verfilmt von Volker Schlöndorff u. M. von Trotta)
5 Tage im Juni - Roman von Stefan Heym Der überzeugte Kommunist Witte muss feststellen, dass seine Mitstreiter von einst jetzt alle Probleme mit Wörtern wie Parteibeschluss und Klassenfeind aus der Welt reden wollen und längst seine Ideale verraten haben. Die Geschehnisse um den 17. Juni 1953, unter Beifügung authentischer Dokumente, erzählt aus der Perspektive derer, die das Geschehen mitgetragen und mitverantwortet haben. (Quelle: Amazon)
Unter den Linden. Drei unwahrscheinliche Geschichten - Erzählungen von Christa Wolf
E i n i g e F i l m e d e s J a h r e s (Regie: Roland Klick) Das Leben ist kein Supermarkt! Dies muss auch der 18jährige Willi erfahren, wenn er sich durch den Hamburger Großstadtdschungel schlägt und sich in die Prostituierte Monika (Eva Mattes - blond gefärbt!) verliebt. Eigentlich will er sich der Gesellschaft anpassen, aber er geht daran kaputt. „Die Kombination von realitätsnaher und handwerklich äußerst ansprechender Inszenierung schafft ein exaktes Zeitbild, mit dem Klick den Autorenfilm endlich für ein breiteres Publikum öffnete."
(Regie: Wim Wenders) Der Münchner Journalist Philip Winter soll für einen Verlag eine Geschichte über die amerikanische Landschaft schreiben. Von seiner vierwöchigen Tour durch die Staaten bringt er nur einige Polaroid-Fotos mit. Philip will zurück nach Deutschland, aber der New Yorker Agent verweigert ihm einen Vorschuss. Wegen eines Streiks des Flugpersonals kann er keinen Flug in die Bundesrepublik buchen, deshalb kauft Philip für seine restlichen 300 Dollar ein Ticket nach Amsterdam. Auf dem Flughafen lernt er Lisa und ihre neunjährige Tochter Alice kennen. Auch sie wollen nach Amsterdam. Er schläft eine Nacht in Lisas Wohnung. Als Lisa den Flug absagen muss, bittet sie ihn, Alice mitzunehmen. Sie würde bald nachkommen. Notgedrungen freunden sich Philip und Alice an. Nachdem beide vergeblich in Amsterdam auf Lisa gewartet haben, fahren sie mit dem Bus nach Wuppertal, denn Alice glaubt, dass dort ihre Großeltern wohnen. Sie haben nur ein altes vergilbtes Fotos vom Haus der Großeltern. Gemeinsam fahren sie durchs Ruhrgebiet, finden schließlich das Haus in Gelsenkirchen, in dem aber mittlerweile eine Gastarbeiterfamilie wohnt. Philip beschließt, zu seinen Eltern zu fahren; da erreicht sie die Nachricht, dass Lisa in München eingetroffen ist. Auf dem Bahnhof gibt Alice Philip einen 100-Dollar-Schein; er nimmt denselben Zug und liest im Abteil in der Zeitung einen Nachruf auf John Ford.
(Regie: Rainer Werner Fassbinder)
Jeder für sich und Gott gegen alle (Regie: Werner Herzog)
(Regie: Frank Beyer)
Einer von uns beiden (Regie: Wolfgang Petersen)
(Regie: Rainer Werner Fassbinder)
(Regie: Reinhard Hauff)
(Regie: Ottokar Runze) In Berlin erhält Ottokar Runze den Silbernen Bären. In der Begründung der Jury heißt es: "Eine außergewöhnliche dokumentarische Präsentation. Die Akteure des Films sind verurteilte Mörder, die sich freiwillig dem Experiment unterziehen, drei Gefängniskameraden erneut den Prozess zu machen. Für die Originalität des Konzepts und für den herausragenden Einsatz von Kamera und Montage wird der Preis dem Regisseur zuerkannt".
Karl May (Regie, Drehbuch: Hans Jürgen Syberberg) Biografie des Schriftstellers, angelegt zwischen mythischer Verklärung und ironischer Distanz. Darsteller: Helmut Käutner, Kristina Söderbaum, Attila Hörbiger, Käthe Gold.
In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod (Regie: Alexander Kluge)
Einige D E F A-Filme des Jahres 1974
Leben mit Uwe- Regie: Lothar Warnecke - Der Biologe Uwe Polzin (Eberhard Esche) steht vor der Verteidigung seiner Dissertation. Es ist ein Tag, der ihn nachdenken lässt über sein bisheriges Leben. Seine Frau Alla (Cox Habbema) trägt sich mit Scheidungsgedanken. Beide haben immer alles gewollt, Erfüllung in der Arbeit und in der Liebe. Sie waren sich einig, auch darüber, dass dies nicht einfach sein wird. Uwes wissenschaftliche Arbeit fordert den größten Teil seiner Zeit und Energie, für Alla und die beiden Kinder ist oft nicht viel geblieben. Alla, die ihre Arbeit als Dolmetscherin ebenso liebt, musste oft zurückstecken, der Familie wegen. Sie fühlt sich ausgenutzt. Uwe vergleicht sein Leben mit dem seiner Schwester Ruth (Karin Gregorek), die Ärztin ist. Sie hat, um sich ihrem Beruf ganz widmen zu können, auf eine Familie verzichtet. Für Uwe scheint dies keine Alternative. Auch Alla hat an diesem Tag über vieles nachgedacht, und als Uwe zur Verteidigung seiner Dissertation im Hörsaal erscheint, sitzt Alla unter den Zuhörern. (Quelle: www.defa.de)
Die Schlüssel (Regie: Egon Günther) Die Arbeiterin Ric und der Student Klaus erleben während eines Urlaubs in Krakau eine Selbstfindung, die mit Rics Tod bei einem Verkehrsunfall endet. Ein nachdenklich stimmender Film, aber leider ein Misserfolg; fürs Ausland nicht freigegeben.
Schlager- und Pophits des Jahres 1974 Ballroom
Blitz, Teenage Rampage - The Sweet Das Tor zum Garten der Träume - Bernd Clüver Devil Gate Drive - Suzi Quatro Du kannst nicht immer siebzehn sein
- Chris Roberts Einsamkeit hat viele Namen - Christian Anders Everything
I Want To Do - Albert Hammond Far Far Away - Slade Hey Boss, ich brauch' mehr Geld
- Gunter Gabriel I
Love You Love Me Love - Gary Glitter I
Shot The Sheriff - Eric Clapton Kung
Fu Fighting - Carl Douglas Longfellow
Serenade - Neil Diamond Rock
Your Baby - George McCrae Seasons
In The Sun - Terry Jacks Sugar
Baby Love
- The Rubetts Theo
wir fahr'n nach Lodz - Vicky Leandros Tränen lügen nicht - Michael Holm Waterloo
- Abba
G e b u r t s t a g e 22.01. Annette Frier, Schauspielerin und Komikerin 30.01. Maren Eggert, Schauspielerin 05.03. Barbara Schöneberger, Moderatorin u. Sängerin 08.03. Christiane Paul, Schauspielerin 23.03. Anna Schudt, Schauspielerin 28.03. Matthias Koeberlin, Schauspieler 14.04. Laura Tonke, Schauspielerin 22.07. Franka Potente, Schauspielerin 11.10. Valerie Niehaus, Schauspielerin 11.11. Matthias (Matze) Knop, Moderator, Sänger, Schauspieler, Imitator 20.11. Kurt Krömer (Comedian, Kabarettist) 20.11. Florian David Fitz, Schauspieler 23.11. Susanna Wellenbrink, Schauspielerin
G e s t o r b e n 24. Februar: Robert A. Stemmle Regisseur, Drehbuchautor, Produzent Der Schriftsteller, Autor und Regisseur
wird am 10. Juni 1903 in Magdeburg geboren. Er beginnt schon im
Jugendalter Geschichten zu schreiben und Gedichte zu verfassen. Er
besucht in Magdeburg die Realschule und beginnt eine pädagogische
Ausbildung. In den Jahren 1923 bis 1927 arbeitet er als Lehrer an der sogenannten "Buckauer
Versuchsschule". Aber seine eigentliche Passion ist doch mehr die Kunst
und Kreativität. 1927 wird er Leiter der Puppenbühne des
Volksverbandes Berlin. 1928 verlässt er Magdeburg, um sich als
Schriftsteller und Autor zu versuchen, was ihm auch bestens gelingt.
Für fast 80 Kinofilme und über 20 Fernsehfilme schreibt er das
Drehbuch bzw. führt er Regie. Er schrieb seine Drehbuchvorlagen mit
bekannten Autoren, wie z.B. mit Johannes
Mario Simmel. Filme wie Der
Millionär, Mein
Schulfreund, Toxi
oder Heinz
im Mond wurden große
Erfolge und ließen Stemmle zu
einem der gefragtesten Autoren werden. Robert A. Stemmle ist in erster Ehe mit
der Schauspielerin Gerda Maurus verheiratet und hat eine Tochter;
1968 heiratet er seine langjährige Mitarbeiterin Anneliese Lippert. Am
24. Februar 1974 stirbt Stemmle in Baden-Baden an Herzversagen.
4. Mai: Gerhard Lamprecht, Regisseur, *6. Okt. 1897 1918 verfasst G. Lamprecht zusammen mit Lupu Pick sein erstes Drehbuch für den Film Der Weltspiegel. Er führte Regie bei der ersten Verfilmung der Buddenbrooks (1923). Weitere Informationen über Gerhard Lamprecht. Sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf, Potsdamer Chaussee.
20. Mai: Leontine Sagan, Schauspielerin, *1989 in Budapest Eigentlich heißt sie Leontine Schlesinger und kam mit ihrer Familie zuerst nach Wien. Als sie 13 Jahre alt war, lebte sie zwei Jahre mit ihrer Mutter in Wien, knüpfte erste Kontakte zum Theater. Einige Jahre arbeitete sie als Stenotypistin am österreichischen-ungarischen Konsulat. Mit 21 Jahren ging sie nach Berlin und bewarb sich an der Schauspielschule. Sie wurde Max-Reinhardt-Schülerin. Sie war es, die das Theaterstück "Gestern und heute" der Autorin Christa Winsloe als "low-budget-Produktion" unter dem Titel Mädchen in Uniform (1931) verfilmte. Der Film ging rund um die Welt, er wurde zum Publikumsschlager in Europa, Japan, USA und Mexiko. Leontine Sagan muss als Jüdin Deutschland verlassen, flieht ins englische und dann südafrikanische Exil, stirbt auch dort.
5. Juli: Erik Charell Regisseur, Schauspieler, *1894 in Breslau Regisseur des Films Der Kongress tanzt mit Willy Fritsch und Lilian Harvey (1931). Das
Schwule
Museum präsentiert die weltweit erste Ausstellung zu Leben und Werk
des schwulen Tänzers, Choreographen und Theaterleiters Erik Charell
(1894-1974), einem der großen 'Macher' der glanzvollen Revueoperetten
der Zwanziger Jahre in Berlin. Zugleich widmet sich diese Ausstellung
international erstmalig dem Thema "Homosexualität & Operette".
(Quelle: Schwules Museum) 29. Juli: Erich Kästner Schriftsteller, *1899 in Dresden
28. September: Arnold Fanck Regisseur, *1889
17. November: Ursula Herking Schauspielerin, *1912
3. Dezember: Hans Leibelt Schauspieler, *1885 Als Sohn eines Lehrers bei Leipzig geboren lernte er nach der Schulzeit Textilkaufmann. Erst danach nahm er in Leipzig Schauspielunterricht. Seit 1903 spielte er auf verschiedenen Bühnen in Eisenach, Leipzig, Darmstadt und München. In den 20er Jahren kam er nach Berlin und spielte dort lange am Staatstheater. 1923 drehte er seinen ersten Film, Mysterien eines Frisiersalons, danach wurde er häufig für Nebenrollen engagiert. Wohl aufgrund seiner Leibesfülle spielte er Väter, Onkel, Diplomaten und Direktoren - wie 1944 in dem Film Die Feuerzangenbowle den Direktor Knaur, genannt 'Zeus'. Später sprach er noch für die Sprechplatte die Sächsischen Miniaturen des Feuerzangenbowlen-Autors Hans Reimann. Nach dem Zweiten Weltkrieg sah man ihn unter anderem am Deutschen Theater Berlin und am West-Berliner Renaissance-Theater. Er verlor aufgrund der schlechten Versorgungslage der Nachkriegszeit stark an Gewicht, so konnte er 1946 in dem DEFA-Trümmerstreifen Irgendwo in Berlin den abgemagerten Maler Eckmann darstellen. Nachdem er wieder zugenommen hatte, spielte er in vielen Unterhaltungsfilmen wie Das schwarze Schaf oder Max, der Taschendieb mit. 1962 erhielt er das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. Erst 1970, mit 85 Jahren, beendet er seine Karriere. Der einstige Ufa-Star lebte nach dem Tod seiner Frau seit 1950 mit der Schauspielerin Hilli Wildenhain zusammen; seine letzten Lebensjahre verbrachte er in einem Münchener Altersheim. (Quelle: u.a. wikipedia)
Von hier aus sind folgende Webseiten zu erreichen: www.abaton.de (über "den echten" Lord von Barmbeck) www.annettefrier.de (HP der Künstlerin) www.arte.tv (Film Alice in den Städten) Buckauer Versuchsschule (über R. A. Stemmle) www.cargo-film.de (über Thomes Made in Germany und USA - ein Werkgespräch) www.claustheogaertner.de (Film Einer von uns beiden) www.cyranos.ch (über Ursula Herking) www.christianepaul.de (HP der Künstlerin) www.defa-murnau.de (über G. Lamprecht) www.derrick-fanclub.de (1. Episode: Waldweg) www.deutschestheater.de (über Maren Eggert) www.dhm.de (über Heinrich Manns Professor Unrat) www.dhm.de (über Josef von Sternberg) www.filmportal.de (über Laura Tonke) www.filmportal.de (Film Heinz im Mond) www.filmportal.de (über Gerhard Lamprecht) www.filmportal.de (über Arnold Fanck) www.filmportal.de (über Hans Leibelt) www.krimilexikon.de (über Herbert Reinecker) http://krimiserien.heimat.eu (ein Nachruf über Helmut Ringelmann) http://osiris22.pi-consult.de (Film Im Namen des Volkes) www.planet-wissen.de (über die Fußball-WM 1974) www.radiobremen.de (über "Drei nach neun") www.schwulesmuseum.de (Ausstellung über Erik Charell) www.spiegel.de (Film Toxi) www.steffi-line.de (über Ursula Herking) http://wissen.spiegel.de (Film Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski) http://wissen.spiegel.de (Bericht über Walter Zabel, der in der Serie "Unser Walter" die Hauptperson spielt) wikipedia (über Johannes Mario Simmel, Film Der Fußgänger)
Einige Filme , die auf dieser Seite erwähnt werden (...und bei Amazon bestellt werden können)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet am 12.12.2011
Alle Informationen sind nach bestem Wissen gesammelt und aufgeschrieben worden. Sollten sich doch Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um eine E-Mail. Vielen Dank.
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