Nach Mitternacht

1981

 

Filmliste Wolf Gremm

 

  

  

Regie

Wolf Gremm

Drehbuch

Irmgard Keun

Vorlage

nach dem Roman von Irmgard Keun

Produktion

Regina Ziegler / Paramount / CCC / ZDF

Kamera

Michael Steinke

Musik

Charles Kalman

FSK

-

Länge

110 Minuten

Filmbeschreibung

www.filmportal.de 

Ur-/Erstaufführung

15.10.1985 ZDF

Genre

Problemfilm

      

  

      

Darsteller Rolle
Desirée Nosbusch Sanne
Wolfgang Jörg Franz
Hermann Lause Algin
Nicole Heesters Tante Adelheid
Krista Stadler Liska
Marion Kracht Gertie
Hans-Peter Hallwachs Herr Wittkamp
Kurt Weinzierl Dr. Breslauer
Brigitte Mira Denunziantin
Wolfgang Müller Paul
Maria Martina Betty Raff
Waltraud Habicht Frau Fricke
Norbert Kentrup Heini
Erika Skrotzki Frau Sileas
Heinz W. Kraehkamp Herr Kullenbach
Stefan Staudinger SS-Mann
Rudolf Waldemar Brem Herr Breitwehr

                    

 

Marion Kracht (li.) und D. Nosbusch (Szene) (Quelle: Ziegler-Film)

Szene mit Marion Kracht (li.) und Desirée Nosbusch

©Ziegler-Film

 

Inhalt

Deutschland 1935. Die 16-jährige Susanne Moder, Sanne genannt (Desirée Nosbusch), wird nach dem Tod ihrer Mutter von ihrem Bruder Algin, einem Schriftsteller, nach Frankfurt am Main geholt. Dort soll sie im Schreibwarenladen ihrer Tante Adelheid, bei der sie auch Unterkunft findet, arbeiten. Die dominante Tante ist eine glühende Anhängerin der Nationalsozialisten. Sanne verliebt sich in den Sohn des Hauses, ihren Cousin Franz. Als seine Mutter erfährt, dass die beiden heiraten wollen, sabotiert sie diese Pläne, indem sie Sanne wegen despektierlicher Äußerungen über Reichsmarshall Göring bei der Gestapo anzeigt. Mit vielen Unglücklichen findet sich das Mädchen schrecklichen Verhören ausgesetzt, denen sie jedoch glücklicherweise noch einmal glimpflich entkommt. Wieder auf freiem Fuß, verlässt Sanne das Haus ihrer Tante und zieht in die Villa ihres Bruders. Algin ist ein Schriftsteller, doch seitdem die Partei bestimmt, was Literatur ist und was nicht, hat auch er den Halt verloren.

Sanne trifft ohne Vorbereitung auf den Fanatismus, der um sie herum herrscht. Als Hitler Frankfurt besucht, gerät sie unter die aufgeheizten Massen und muss ansehen, wie ein sechsjähriges Mädchen - von den Eltern getriezt - für das Vaterland bzw. die Liebe zum Führer stirbt. Fast gleichzeitig scheitert Sannes beste Freundin Gerti an ihrer Liebe zu einem Halbjuden. Doch ihre Abscheu vor dem System erreicht den Höhepunkt nach einem großen Fest im Haus ihres Bruders. Wie in einem Mikrokosmos sind dort noch einmal alle Unglücklichen versammelt, die Deutschland bis dahin auch repräsentiert hatten, und von denen das Dritte Reich und der Krieg nichts übrig lassen werden. Der berühmte Arzt Dr. Breslauer steht vor der Abreise in die Emigration; Algins bester Freund, ein Journalist, der sich Emigration nicht vorstellen kann, erschießt sich vor den Augen der Festgesellschaft. Und auch Franz ist nun ein Gesuchter, ein Verfolgter - er hat den Mann getötet, der ihn und seinen Freund Paul denunzierte. Während Franz fliehen konnte, befindet sich Paul noch in Haft - sein sicherer Tod. Sanne beschließt, Franz auf seiner Flucht zu begleiten, mit dem Zug nach Rotterdam - Aufbruch in eine völlig ungewisse Zukunft ...

  

Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Irmgard Keun - die Autorin ist übrigens in einer Caféhaus-Szene in einem Cameo-Auftritt zu sehen - war das Spielfilmdebut von Desirée Nosbusch, die danach immer wieder ihre vielfältigen Talente als Moderatorin und Schauspielerin bewies. Anhand von Sannes Geschichte zeigt der Film in Form des Melodrams ein Einzelschicksal in der Zeit des Nationalsozialismus - die Konfrontation zwischen jugendlicher Unschuld und einem unbändigen Drang nach Leben mit einem starren, unmenschlichen System. (Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF 1985, Heft 50, Seite 10)

 

  

  

  

  

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 20. Mai 2016

  

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