Hans-Peter Hallwachs

  

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Foto: Sandro Most

Hans-Peter Hallwachs  

©Sandro Most

   

   

Geboren am 10. Juli 1938 in Jüterborg als Sohn eines Tierarztes.

 

Abgebrochenes Jura-Studium. 1959 - 1961 Schauspielausbildung an der Fritz-Kirchhoff-Schule in Berlin. Theaterdebüt als  Pater Benedikt in Max Frischs "Andorra" am Stadttheater Rheydt. Es folgten das Theater in Bremen von 1963 - 1967, die Kammerspiele München, das Residenztheater München und das Schillertheater Berlin von 1972 - 1985. Danach eigene Regiearbeiten am Hamburger Thalia Theater und in Bremen. Er spielte mit so renommierten Regisseuren wie Kurt Hübner, Hans Lietzau, Dieter Dorn und langjährig mit Peter Zadek, der ihn ganz besonders prägte.

   

Links: Hans-Peter Hallwachs - Foto: A. Bosman/Kreis Coesfeld

Verdiente Drehpause bei Der Sommer des Samurai von Hans-C. Blumenberg für die Schauspieler Hans Peter Hallwachs, Nadja Tiller und Wojciech Pszoniak (v.l.n.r.)

 Foto: A. Bosman/Kreis Coesfeld

Hallwachs debütierte im Kino 1966/67 bei Volker Schlöndorff in Mord und Totschlag; für seine Rolle erhielt er einen Bundesfilmpreis. Aber erst zehn Jahre später wurde er einem breiteren Kinopublikum mit dem Film Halbe-halbe bekannt. Die nächste Kinorolle folgte in Wolf Gremms Film Fabian, der ihn später noch einmal in einer Nebenrolle seines Films Nach Mitternacht einsetzte. Er war im Kino weiterhin zu sehen in Shirins Hochzeit (Regie: Helma Sanders-Brahms, 1975), Am Ufer der Dämmerung (1983, Regie: Jochen Richter), Der Sommer des Samurai (siehe Foto links, 1986, Regie: Hans-Christoph Blumenberg), Wanderungen durch die Mark Brandenburg (1986, Regie: Eberhard Itzenplitz), 2003 spielte er in Margarethe von Trottas preisgekröntem Drama Rosenstraße den Baron von Eschenbach. Der Film Nie im Leben (Regie Helmut Berger und Nina Grosse, Drehbuch Helmut Berger) - Hans-Peter Hallwachs spielt hier neben Anica Dobra - bekam 1991 den Max Ophüls-Preis und wurde für den Deutschen Filmpreis nominiert.

 

Hans-Peter Hallwachs auf dem WDR5-Literaturmarathon während der "lit.Cologne 2008"
Urheber: Elke Wetzig (Elya); Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Kay Weniger schreibt in seinem "Personenlexikon des Films" über den Künstler: "Der hochgewachsene, schlaksig-schmale Schauspieler spielte von Anbeginn seiner Filmkarriere durchgehend ernste Charaktere, lakonische, nicht sehr gesprächige und kantige Typen von stark unterkühltem Charme. Seine spröde Ausstrahlung brachte ihm, trotz Hauptrollen wie dem Fabian in Wolf Gremms gleichnamiger Kästner-Verfilmung, nur bedingt Bekanntheit und keine weitreichende Popularität."  

(Quelle: "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf,  Band 3, S. 495 - mit Erlaubnis des Autors)

  

"Der Kritiker Hans C. Blumenberg bezeichnete Hallwachs einmal als einen 'Schauspieler von lakonischer Intelligenz und seltsam wirkender Freundlichkeit' und konstatierte, dass er viel zu selten auf der Leinwand eingesetzt wird."

(Zitat aus "Die neuen Stars des deutschen Films" von Siegfried Tesche, Heyne TB Nr. 78, 1985 - mit Erlaubnis des Autors)

  

Im Fernsehen konnte man ihn beispielsweise als Fricke in dem Fernsehspiel Fememord aus der Reihe "Zeitgeschichte vor Gericht" sehen (Regie Theo Mezger); als Benno Hasler in Der Fall Lena Christ (Regie Hans-W. Geißendörfer, 1968), als Hanno Bricks in Tamara (1967, Regie Hansjürgen Pohland), in der allerersten Tatort-Episode Taxi nach Leipzig (1970, Regie Peter Schulze-Rohr), in Leb wohl, Judas (1971, Regie: Erich Neureuther), in Oblomows Liebe (1976, Regie: Claus Peter Witt). Bei neueren Produktionen spielte er u.a. den Ferdinand Sauerbruch in Blumenbergs Die Stunde der Offiziere (2003). 2008 konnte man den Schauspieler als Günter von Drenkmann (...war ein deutscher Jurist und Präsident des Kammergerichts, der am 10. November 1974 ermordet wurde) in Uli Edels Drama Der Baader Meinhof-Komplex sehen.

  

Foto: VIRGINIA

Hans-Peter Hallwachs bei der Präsentation des Films Fabian von Wolf Gremm

 

Foto links: ©Virginia Shue, Hamburg, starfotos@virginia-hamburg.de 

Foto rechts: Peter Hallwachs in Fabian (Szene)

Foto: Ziegler-Film

  

Ein bemerkenswertes Drama aus der Feder des Schriftstellers Erich Loest mit Thekla-Carola Wied, Peter Sodann, Wotan-Wilke MöhringFranziska Petri ist der 2003 gedrehte TV-Film Tage des Sturms, ein Film von Thomas Freundner, in dem Hallwachs den Stasi-Offizier Bruno Pfefferkorn spielt: "Hartmut Brücken arbeitet in den Bitterfelder Chemiewerken als Industriemeister, seine Frau Claudia bei der Deutschen Reichsbahn. Brücken erhält ein Arbeitsangebot inklusive neuer Wohnung in der mecklenburgischen Provinz, doch seine Frau möchte dort nicht hin. Der Ehestreit wird am 17. Juni 1953 durch die Arbeiterproteste in Berlin unterbrochen. Die Streiks weiten sich auf Bitterfeld aus, wo Brücken sich in der Streikleitung engagiert und bei einer Kundgebung eine Rede hält. Auch Claudias Vater Alfred Mannschatz, der vor 1933 noch SPD-Mitglied war, gerät in Streit mit seinem Freund Bruno Pfefferkorn, dem Stasi-Leiter in Bitterfeld. Im Laufe des Tages beenden schließlich sowjetische Panzer den Protest der Arbeiter. Hartmut Brücken muss fliehen. Er verabschiedet sich von Claudia und entkommt seinen Häschern nach Westdeutschland. Die schwangere Claudia bleibt zurück und wird verhaftet. Die SED gewinnt die Kontrolle zurück, die Aufständischen werden zu Haftstrafen verurteilt." (Quelle: Wikipedia)

  

2007 spielte H.-P. Hallwachs in dem Fernsehfilm Hurenkinder von Andreas Kleinert an der Seite von Stefan Kurt, Karin Baal und Nina Kunzendorf mit, in dem es um eine angehende Journalistin geht, die mit der Vergangenheit ihrer Mutter nicht klar kommt. 2010 konnte man Hallwachs in Vater Morgana an der Seite von Christian Ulmen, Heinz Hoenig und Michael Gwisdek sehen. Zwischen 2008 und 2014 hatte der Schauspieler den Part des Vaters der Kommissarin Haas... in der (Schmunzelkrimi-)TV-Serie Mord mit Aussicht, die sich wider Erwarten zum absoluten Publikumsrenner etablierte. (Die vielen Wiederholungen in den diversen Regionalprogrammen sind allerdings auch nicht mehr nötig! Wer die Serie jetzt nicht kennt...-:() Außerdem spielte er 2011 auch mit in der TV-Komödie Dienstagsfrauen... auf dem Jacobsweg zur wahren Freundschaft an der Seite von Nina Hoger, Ulrike Kriener, Saskia Vester und Inka Friedrich.

  

Seit September 2011 ist der Schauspieler beim Schauspielhaus Graz engagiert, um dort die Rolle des Albert Einstein in der Uraufführung von "Geister in Princeton" - einem Theaterstück aus der Feder Daniel Kehlmanns zu spielen. Bei den Salzburger Festspielen spielt er seit 2013 in der neuen Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Jedermann den "Glauben".

  

Weitere Filme mit Hans-Peter Hallwachs sind auf der IMDb-Website gelistet.

     

  

    

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 4. Juli 2017

  

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