Horst Frank

(Horst Bernhard Wilhelm Frank)

   

Darsteller

 

 

 

    

    

    

Horst Frank - Foto: VIRGINIA

Horst Frank   

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

  

Geboren am 28. Mai 1929 in Lübeck

Horst Frank - Foto: Stuart Mentiply

Horst Frank   

Foto: Stuart Mentiply

Quelle: Wikipedia
Veröffentlicht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation

  

Gestorben am 25. Mai 1999 in Heidelberg

  

Nach dem Besuch einer Realschule kam er in eine kaufmännische Lehre, die er wegen der Soldatenzeit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht beenden konnte. Besuch der staatlichen Hochschule für Musik und Theater, die er sich durch diverse Hilfsjobs finanzierte. Sein erstes Engagement bekam er ohne Prüfungsabschluss an den Bühnen der Stadt Lübeck. Hier debütierte er als Dauphin in Shaws "Die heilige Johanna". Es folgten Arbeiten an den Bühnen der Stadt Bonn, am Stadttheater Basel, Aachen, Kassel und Baden-Baden.

 

 

Bereits 1955 spielte er in Fernsehfilmen mit, bevor er 1957 sein Kinodebüt (wie auch Hansjörg Felmy und Joachim Hansen) in dem zweifelhaften Heldenepos Der Stern von Afrika unter der Regie von Alfred Weidenmann gab.  1960 erste Heirat mit der Schauspielerin Chariklia Baxevanos (die Ehe hielt nur ein knappes Jahr, aus dieser Verbindung ging eine Tochter hervor). Anfang der 60er-Jahre hat Horst Frank bereits in ca. 30 Kino- und TV-Filmen mitgespielt, wovon Haie und kleine Fische und seine Rolle als Feldwebel in Hunde, wollt ihr ewig leben besonders bekannt wurden.

 

In einem Interview zu seinem Versuch, Anfang der 1960er-Jahre Kaffee anzubauen, sagte er: "So mit 30 Jahren bin ich nach Afrika/Tansania und war fast sieben Jahre unten. Ich wollte wissen, ob ich noch etwas anders kann. Dort habe ich eine Kaffee-Plantage betrieben. Ich habe aber nicht nur meine Farm aufgebaut, sondern ich baute dort auch Straßen und eine Schule, sogar das örtliche Krankenhaus habe ich unterstützt. Als die politische Lage für uns Weiße dann immer gefährlicher wurde, mußte ich alles stehen und liegen lassen. Dabei habe ich sehr viel Geld verloren!"

(Aus einem Interview in der Zeitschrift "Splatting Image - Das Magazin für den unterschlagenen Film" mit der Erlaubnis von Thomas Schweer, zu zitieren.)

   

Horst Frank - Foto: VIRGINIA

Horst Frank   

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

  

  

Wenn zwielichtige Gestalten zu besetzen waren, Schurken, Feiglinge oder hinterhältige Charaktere, Erpresser, Zyniker und Falschspieler, wurde gerne auf Horst Frank zurückgegriffen, der seine Rollen nicht gerade mit allzu großer Sorgfalt auswählte. So hatte er beizeiten das Image des Filmbösewichts schlechthin. Man besetzte ihn in Das Mädchen vom Moorhof (nach der Novelle von Selma Lagerlöf, Regie Gustav Ucicky) für die Rolle eines Triebtäters und in Der Greifer mit der eines Mörders.

Seit 1973 spielt Frank  wieder Theater, geht mit eigenen Inszenierungen auf Tournee. 1992 setzt ihn Peter Zadek in Der blaue Engel ein, zuletzt sieht man ihn in dem Woody-Allen Stück Kugeln überm Broadway

 

Den jüngeren Zuschauern wird Horst Frank sicherlich noch durch die TV-Serie Timm Thaler in Erinnerung sein als Baron de Lefouet, der nicht lachen konnte und dem Jungen Timm sein Lachen abkaufen will. In den 1980er-Jahren spielt er in TV-Serien wie Derrick, Der Kommissar, Doppelter Einsatz und Sonderdezernat K1 und wurde auch in einigen Tatort-Folgen unter der Regie von Jürgen Roland und in der Vorabend-Serie Großstadtrevier für einige Rollen eingesetzt. Späte interessante Rollen hatte er in Rainer Erlers Operation Ganymed (1977), Adolf Winkelmanns Der Leibwächter (1993), Marvin Chomskys Katharina, die Große (1994). 

 

Dass Horst Frank ein bemerkenswerter Charakterdarsteller jenseits des Ganoven-Klischees war, konnte er vor allem unter der Regie Ludwig Cremers in den sorgfältigen TV-Inszenierungen Unter Kuratel und Spiel zu zweit und in Alexander von Eschweges Flächenbrand (1978) unter Beweis stellen.

  

1981 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel "Leben heißt Leben" und 1989 einen Band mit Gedichten und Chansons. Horst Frank war in vierter Ehe verheiratet mit der Schauspielerin und Synchronsprecherin Brigitte Kollecker. Er starb einige Tage vor seinem 70. Geburtstag und liegt auf dem Hamburger Friedhof Ohldorf begraben.

  

Weitere Filme mit Horst Frank sind auf der IMDb-Website gelistet.

    

Auszeichnungen:

Preis der deutlichen Filmkritik 1957, 1958

Ehrenbürger der Stadt Cognac 1973

   

Literatur:

Horst Frank: Leben heißt Leben. Erinnerungen. München 1981

Hans Dieter Seidel: Das Gute im Bösen, FAZ 25.5.1998

   

(Quelle: Einige Infos stammen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 3, Seite 87/88 - mit Erlaubnis des Autors)

   

 

   

  

  

  

  

 

  

  

  

  

  

 

 

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 31. Jan. 2016

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben und Wirken des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt. Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.