Michael Haneke

Regisseur  Drehbuchautor

  

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Michael Haneke bei filmportal

     

Film Das weiße Band gewinnt 2009 die 'Goldene Palme' in Cannes

Der Film soll am 15. Oktober 2009 in die Kinos kommen

  

  

  

  

  

Michael Haneke wurde am 23. März 1942 in München als Sohn der österreichischen Schauspielerin Beatrix von Degenschild und des Düsseldorfer Regisseurs und Schauspielers Fritz Haneke geboren.

     

Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Wiener Neustadt. Neben dem Studium der Philosophie und Psychologie in Wien versuchte sich Haneke, der ursprünglich Schauspieler oder Konzertpianist werden wollte, als Autor und arbeitete als Film- und Literaturkritiker.

  

Von 1967 bis 1971 war er als Redakteur und Fernsehspieldramaturg beim Südwestfunk in Baden-Baden beschäftigt. In dieser Zeit entstand sein erstes, noch unverfilmtes Drehbuch mit dem Titel "Wochenende". Anfang der siebziger Jahre debütierte Haneke als Bühnenregisseur am Stadttheater Baden-Baden mit "Ganze Tage in den Bäumen" von Marguerite Duras. Es folgten Theaterinszenierungen in Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart, Hamburg, München und Wien.

 

1973 entstand Michael Hanekes erster Fernsehfilm ...und was kommt danach? (After Liverpool) nach einem Text von James Saunders. Es folgten TV-Streifen wie Sperrmüll (1976), Drei Wege zum See (1976, nach Ingeborg Bachmann), Lemminge (zweiteilig, 1979), Variation (1983), Wer war Edgar Allan? (1984, nach Peter Rosei), Nachruf für einen Mörder (1991) und Die Rebellion (1992) und 1997 die Kafka-Verfilmung Das Schloss. 2003 folgte der französische Film Wolfzeit.

 

Michael Hanekes erster Kinofilm Der siebente Kontinent, hatte 1989 in Cannes im Rahmen der Reihe "Quinzaine des realisateurs" Premiere. Die mit diesem Film begonnene "Trilogie der emotionalen Vereisung", zu der auch Benny's Video gehört, schloss er mit dem Film 71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls ab. Michael Haneke wurde nach Funny Games (1997) und Code unbekannt (2000) bereits zum dritten Mal zum Wettbewerb des Festivals von Cannes eingeladen, wo seine Verfilmung des Elfriede-Jelinek-Romans Die Klavierspielerin mit dem "Grand Prix du Jury" ausgezeichnet wurde.

  

Seit 2009 ist Michael Hanekes Film Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte [Link: pfd-Datei der www.bpb.de] in aller Munde.

Der Film DAS WEISSE BAND kann bei Amazon bestellt werden.

Der Film, der fast keinen Preis ausgelassen hat: Das weiße Band

 Es geht hier um ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands am Vorabend des ersten Weltkriegs 1913/14. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors, seiner kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern – ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer oder was steckt dahinter? - Ein bedrückendes Soziogramm in schwarz-weißen Bildern. 

Der Film hat unendlich viele Preis erhalten, allein zehn deutsche Filmpreise und u.a. das Prädikat "Besonders wertvoll" der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden, die folgende Begründung schreibt: "Regisseur Michael Haneke entzieht sich mit seinem vielfach ausgezeichneten Werk erneut den einfachen Kategorisierungen und liefert eine Erzählung zwischen moderner Kriminalgeschichte und historischem Sittengemälde. In einem norddeutschen Dorf, kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges, geschehen mysteriöse Übergriffe, die alle als Symptome eines dichten Systems aus Autorität, Unterdrückung, Böswilligkeit und Neid erscheinen. Mit einer überwältigenden Ästhetik der schwarzweißen Bildsprache und einer authentischen Rekonstruktion des Milieus vereint Haneke meisterhaft die Elemente der Filmkunst zu einem grandiosen und anspruchsvollen Opus. Unübertrefflich!"

(Quelle: u.a. aus ORF Kundendienst, Amazon und Wikipedia) 

  

  

Auszeichnungen

 

2007 Chlotrudis Award für die Beste Regie für Caché

2006 International Thriller Award/ Best Screenplay Bestes Drehbuch für Caché

2005 Europäischer Filmpreis Bester Film und Beste Regie für Caché

2005 Prix FIPRESCI, Ökumene-Preis und den Preis für die beste Regie bei den Filmfestspielen von Cannes für Caché

 

2004 Billy Wilder Award, für seine Verdienste um das Filmland Österreich.

 

2003 Chlotrudis Award-Nominierung für die Beste Regie für Die Klavierspielerin

2002 Goldene Romy Erfolgreichster österreichischer Kinofilm für Die Klavierspielerin

2001 Großer Preis der Jury der Filmfestspiele in Cannes für Die Klavierspielerin

  

1992 Wiener Filmpreis für Bennys Video

1992 FIPRESCI Award, Thessaloniki für Bennys Video

  

1990 Österreichischer Würdigungspreis für Filmkunst für Der siebente Kontinent

1989 Bronze Leopard des International Film Festival Locarno für Der siebente Kontinent

1989 Beste Verwendung von Musik und Ton in einem Film, Ghent, für Der siebente Kontinent

1989 Österreichischer Beitrag für den European Film Award, Der siebente Kontinent

  

2009 Die Goldene Palme in Cannes für Das weiße Band

2010 OSCAR-Nominierung bester ausländischer Film und Nominierung beste Kamera

2010 Deutscher Fernsehpreis in mehreren Kategorien, u.a. beste Regie, bester Spielfilm (in Gold), bestes Drehbuch, beste darstellerische Leistung männliche Hauptrolle Burghart Klaußner, beste darstellerische Leistung weibliche Nebenrolle Maria-Victoria Dragus, beste Kamera/Bildgestaltung Christian Berger

  

 

 

 

 

 

   

Links fremder Seiten:

www.jump-cut.de (Film Wolfzeit)

www.freitag.de (Film Code unbekannt)

www.filmzentrale.com (Film Benny's Video)

www.filmzentrale.com (Film 71 Fragmente...)

www.dieterwunderlich.de (Film Die Klavierspielerin)

www.filmportal.de (über Michael Haneke)

www.zeit.de (über den Film Das weiße Band)

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: Mai 2010