|
Franz Xaver Schwarzenberger Regisseur - Kamera
Franz Xaver Schwarzenberger, geboren am 21. April 1946 in Wien.
Von 1960 – 1964 Ausbildung zum
Reproduktionsfotografen, ab 1967 Kameraassistenz bei Werbe- und
Fernsehfilmen. Seit 1970 war Xaver Schwarzenberger, nachdem er ein
Volontariat in England abgeschlossen hatte, freier Kameramann. 1978
Wechsel nach München.
Seine außerordentliche Fähigkeit, eine der
jeweiligen künstlerischen Absicht entsprechende Bildästhetik zu
entwickeln, hat Xaver Schwarzenberger die Zusammenarbeit mit wichtigen
Regisseuren eingetragen, darunter
Axel
Corti,
Rainer Boldt,
Dieter Berner,
Rainer
Werner Fassbinder (Berlin
Alexanderplatz). Weiterhin führt er auch die Kamera in dem
Fassbinder gewidmeten Film
Der stille Ozean (1983), für den er den Silbernen
Bären bekam. Für den Film
Donauwalzer von 1984 wurde Sch. der "Bronzene Leopard", der
Sonderpreis der Jury in Locarno und der Bayerische Filmpreis verliehen.
Nach BERLIN ALEXANDERPLATZ war er bei sämtlichen Kinofilmen des Regisseurs bis zu desen Tod dabei, als da wären: LILLI MARLEN (1980), den fast bonbonbunten LOLA (1981), für den schwarz-weißen Streifen DIE SEHNSUCHT DER VERONIKA VOSS (1982) erhielt er den Deutschen Kamerapreis. Außerdem war er an der Kamera für den nahezu träumerisch stilisierten QUERELLE - EIN PAKT MIT DEM TEUFEL (1982). Mit Fassbinder als Hauptdarsteller stand er bei Wolf Gremms Science-Fiction-Krimi KAMIKAZE 1989 (1982) hinter der Kamera. Die 2005 gedrehte Verfilmung der Puppenmutter Margarete Steiff mit Heike Makatsch in der Hauptrolle gefiel mir sehr gut.
(Biographische
Angaben teilweise aus: TV-Lexikon von Egon Netenjakob, Fischer Cinema TB Nr.
11947, Frankfurt 1994)
Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus Bearbeitet: 26. Dezember 2025
|