Egon Günther

Regisseur  Drehbuchautor

   

Seine Biografie

      

  

  

 

 

Abschied ... R, DA zusammen mit Günter Kunert, DDR, 1968

 

 

Anlauf ... R, DFF, 1971

 

 

Braut, Die ... R, 1999

  

 

Dritte, Der ... R, DDR, 1971

     

 

Erziehung vor Verdun ... R, DA, 3 Teile, DFF, 1973

 

 

Euch darf ich's wohl gestehen ... R, DA, SR, 1982

 

 

Exil ... R, DA, 7 Teile, WDR, 1981

 

 

Hanna von acht bis acht ... R, ZDF, 1983

Bei Gegenwartsthemen Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Klaus Poche: Eine Hotelbarfrau in Berlin dirigiert einfühlsam die "Vorhölle" des Suffs.

 

 

Heimatmuseum ... R, 3 Teile, SFB/NDR/WDR, 1988. "Opulentes Epos um eine verlorene Heimat" (tv-spielfilm)

 

Teil 1: Erinnerungen an den Vater Jan Rogalla, der sich von Ella, der Schlange, vor Arbeitern der großväterlichen Domäne beißen läßt, um das Geschäft mit seinen Wunderdrogen zu beleben, an den Großvater Alfons Rogalla, der, trotz seines Alters noch immer ein Schürzenjäger, sich an die hübsche junge Meta ranmacht und darum von deren empörtem Vater, dem Knecht Lawrenz, zum Krüppel geschlagen wird, an eben diesen Eugen Lawrenz, der, als eines der vielen Sünden und Vergehen Masurens von den Kindern Edith, Conny und Zygmunt bestaunt, diese Tat im Lucknower Gefängnis büßt, an die winterliche Treibjagd, bei der von den herrschaftlichen deutschen Jägern nicht nur der lang gehetzte Wolf zur Strecke gebracht wird, sondern auch ein Treiber, der Starost der Polensiedlung Klein-Grajewo, Johann Hauser,  an den ersten Weltkrieg, der ausgerechnet an dem Tag ausbricht, an dem der Lehrer Henseleit den staunenden Schülern die Privatjacht und die Staatsgeschäfte des Kaisers erklärt, an die Russen, die in Jan Rogallas Angebot, ihrer Armee seine Wundermittel zu liefern, eine Provokation wittern und ihn als Geisel festsetzen und an den Feuerschein und vielfarbenen Rauch, worin eben dieser Rogalla, von einer Granate getroffen, sich samt Ross und Wagen auflöst - Erinnerungen an Masuren in der guten alten Zeit.

 

Teil 2: Lange ist Edith für Zygmunt, der nicht wachsen will und ewig wie ein Knirps aussieht, unerreichbar. Sie, groß, blond und frühreif, läßt sich nur zuweilen von ihm Hilfsdienste gefallen. Ihre Fantasie geht ganz andere Wege. Doch er hält an ihr fest mit der Zähigkeit eines Kindes, das er längst schon nicht mehr ist, auch wenn man es ihm nicht ansehen kann. Er hält zu ihr, als sie aus frühreifer Verwirrung heraus den jungen Polen Hauser bezichtigt, sie vergewaltigt zu haben und damit eine Strafaktion einer Gruppe Deutschnationaler gegen die Polensiedlung Klein-Grajewo auslöst, hält zu ihr, als sie ihren eigenen Bruder Conny verrät, der heimlich Plakate klebt für einen Anschluss Masurens an Polen beim Volksentscheid 1920. Vergisst sie auch nicht, als sie, - ein hoffnungsloser Fall inzwischen - nach Neidenburg in die Ziegelei abgeschoben wird und er selbst bei der Teppichweberin Sonja als Lehrling unterkommt. Briefe wechseln wöchentlich, oft täglich über Jahre, aus der Kinderfreundschaft wird Liebe. Die beiden treffen sich nach Jahren irgendwo auf halbem Weg zwischen Lucknow und Neidenburg übers Wochenende und erkennen sich kaum wieder. Der kleine Zygmunt hat sich zum Mann gewandelt, das frühreife Biest Edith zur zurückhaltenden, eher ängstlichen jungen Frau. Doch sie schreibt weiter, steht schließlich, da sie meint, es seien genug Briefe geschrieben, in der Küche bei Zygmunt und Ida und fordert die Heirat.
Das Heimatmuseum des Anton Rogalla ist jetzt Zuflucht und Heim von Jans Witwe Ida, von Zygmunt, dem jungen Teppichweber, und seiner Frau Edith und verschließt sich auch nicht dem alten Lawrenz, der, aus dem Gefängnis entlassen, eines Tages einfach da ist. September 1939 ist wieder Krieg, die Idylle zuende.

 

Teil 3: Winter 1942/43. Zygmunt kommt verwundet aus Russland zurück. In der Silvesternacht pocht der alte Großvater Rogalla, fristlos und unehrenhaft aus dem jahrzehntelang dauernden Pachtvertrag entlassen, an die Tür des Heimatmuseums, bittet um Einlass und Vergebung. Vor dem rasend Verzweifelten flieht die versammelte Familie ins obere Stockwerk, lässt schweigend die Tiraden des Alten über sich ergehen. Abgewiesen von denen, die er selber immer abgewiesen hat, taucht er ein in Wahnsinn, verschanzt sich vor der Welt in einem Krankenhaus.
Sommer 1943. Conny wird Zeuge von der Ermordung seiner langjährigen Liebe, der Anna Hauser. Weil der Mörder ein Ritterkreuzträger ist, nimmt die Polizei die Verfolgung des Falls nur widerwillig auf. Conny wird allenthalben als Denunziant und Verräter beschimpft, selbst Zygmunt verachtet den Schwager und Freund aus Kindertagen; der verbrecherische Kriegsheld wird freigesprochen. 1944. Der Krieg kommt aus den Weiten Russlands heraus. Es ist, als wüssten alle, dass das Ende nahe ist. 1945. Im Schneesturm beim großen Flüchtlingstreck gen Westen verliert Zygmunt Edith und den Sohn, im russischen Granatfeuer auf der stürmischen Ostsee die Mutter und Sonja, die alte Lehrmeisterin. Jahre später. In Schleswig-Holstein hat Zygmunt ein neues masurisches Heimatmuseum gebaut aus dem geretteten Rest des alten. Als seine Landsleute daraus eine nationale Gedenkstätte machen wollen, übergibt er alles und sich den Flammen.
(Quelle: WDR Pressetext)

  

Darsteller: Helmut Zierl (Zygmunt Rogalla), Jiri Strach (als Kind), Dolly Dollar (Edith), Dana Morávková (Alfons Rogalla), Nikolaus Paryla (Jan Rogalla), Jürgen Holtz (Adam Rogalla), Mila Mysliková (Ida Rogalla), Libuse Geprtová (Sonja Turk), Michael Gempart (Eugen Lawrenz), Rüdiger Kirschstein (Conny), Christian Doermer (Lehrer Henseleit), Edwin Noel (Reschat)
  
  

 

Junge Frau von 1914 ... R, DFF, 1970 (2 Teile), 150 Minuten, teilweise s/w

Nach dem Roman von Arnold Zweig. Die Liebe der Tochter eines reichen Bankiers zu einem mittellosen Schriftsteller wird zu Beginn des Ersten Weltkrieges harten Prüfungen ausgesetzt, die ihre Ursachen in den Zeitverhältnissen haben. Nach bitteren Erlebnissen beginnen beide einige gesellschaftliche Zusammenhänge zu begreifen.

Darsteller: Jutta Hoffmann, Klaus Piontek, Inge Keller

 

 

Kleid, Das ... R zusammen mit Konrad Petzold, 1961 (1991), Defa (nach dem Märchen "Des Kaisers neue Kleider")

Darsteller: Wolf Kaiser, Horst Drinda, Eva-Maria Hagen, Gerd E. Schäfer, Werner Lierck, Lore Frisch, Günther Simon, Kurt Rackelmann, Erik S. Klein

  

 

Krimistunde, Die (Der Blick des Witwers) ... R, WDR/NDR/SFB, 1982  

 

Krimistunde, Die (Hinter verschlossener Tür) ... R, WDR/NDR/SFB, 1982  

 

Krimistunde, Die (Mir gefällt's in Wilmington) ... R, WDR/NDR/SFB, 1982  

  

 

Leiden des jungen Werther, Die ... R, DA, DFF/Defa, 1977

   

 

Lenz ... R, DA, SR/ORB, 1992

"Ein ganz nahes, unter die Haut fahrendes Werk, das von allem literaturhistorischen Schubladendenken weit entfernt ist" (Wilfried Geldner in SZ) schildert die Begegnung des Dichters 1776 mit Goethe.

   

 

Letzte Rolle, Die ... R, WDR, 1986, DA: Klaus Poche

Peter Poller (Hans Christian Blech), Schauspieler, ist Alkoholiker und sein Zusammenbruch nur noch eine Frage der Zeit. Da besetzt der Regisseur seine Rolle, den "Don Juan", mit einer Frau - es ist die Rolle der jungen Dagmar (Corinna Kirchhoff).

 

 

Lotte in Weimar ... R, 1975

 

 

Mamas Geburtstag ... R, SFB, 1985

Rechnet mit der Scheinharmonie einer bürgerlichen Familie ab.

 

 

Morenga ... R, 3 Teile, WDR, 1985

Der dreiteilige Fernsehfilm schildert die Zeit der Hottentottenaufstände während Südwestafrika unter deutscher Kolonialherrschaft stand. 

    

 

Rosamunde ... R, DA, 1989, 91 Minuten

Drei Freunde, Bruno, Franz, Emil, sind arbeitslos. Wir sind in Berlin und schreiben das Jahr 1931. Um an Geld zu kommen, entführen sie den Sohn eines reichen Bankiers. Aber Rosamunde, Emils Schwester, verliebt sich in das entführte Opfer und nicht ist mehr so wie es war. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich Anfang der 30er-Jahre zugetragen hat. Die Entführer handeln aus einer Not heraus und sind keine berufsmäßigen Verbrecher. Egon Günther hat hier einen sensibel gedrehten Milieufilm geschaffen. (rk) 

Darsteller: Mario Adorf, Manfred Krug, Mathieu Carriére, Jürgen Vogel
 

 

Schlüssel, Die ... R, 1974, 97 Minuten

Die Arbeiterin Ric und der Student Klaus, unterwegs in ihren Urlaub in Krakow, lernen auf dem Flughafen ein polnisches Ehepaar kennen, dem sie so sympathisch sind, dass es ihnen spontan die Schlüssel zu seiner Krakower Wohnung überlässt. Ric und Klaus entdecken zusammen die fremde Stadt, dabei kommen auch Widersprüche zwischen ihnen zutage. Als Ric zum ersten Mal ihre Frage, ob sie wirklich die Richtige für Klaus, den Studenten, sei, offen ausspricht, muss sie durch einen dummen Zufall annehmen, er habe sie als Antwort verlassen. Panisch rennt sie los, Klaus zu suchen, und wird Opfer eines Verkehrsunfalls. Von ihrem Miteinander bleiben Klaus die letzten bitteren Pflichten, die Erledigung aller Formalitäten. – Regisseur Egon Günther nahm seine Darsteller an Originalschauplätzen, z. T. in improvisierten Szenen auf. Unter anderem gibt es auch eine Szene, in der das Paar eine – nicht inszenierte, sondern real stattfindende – katholische Prozession beobachtet. Egon Günther beschrieb die Szene in einem Interview: "Zum Beispiel sah ich plötzlich in Krakau eine Prozession mit Kardinal Wyszynski, der noch nicht lange aus dem Zuchthaus heraus war. Wir gingen mit der Kamera in die Prozession, rückwärts, und Wyszinski segnete uns." (Quelle: www.staat-kirche-forschung.de

Darsteller: Jutta Hoffmann, Jaecki Schwarz, Magdalena Zawadzka u.a.

 

  

Ursula ... R, DA, DFF/Defa, 1978, 110 Minuten

Darsteller: Suzanne Stoll, Jörg Reichlin, Matthias Habich, Jutta Hoffmann, Wolf Kaiser

  

 

Wenn Du groß bist, lieber Adam ... R, 1965 (DDR)

Ein kleiner Junge erhält von einem Schwan eine Lampe geschenkt, die, wenn sie auf Menschen gerichtet wird, sagt ob jemand lügt oder die Wahrheit sagt. Thematisch bedeutsamer, als märchenhafte Geschichte erzählter, humorvoller und auch formal künstlerisch interessanter Film. (Quelle: Verlag Katholisches Institut für Medieninformation e.V.)
  

 

Wildtöter, Der ... DA, 1966, Defa, 90 Minuten

Verfilmung des klassischen Abenteuerromans von James F. Cooper. 

Darsteller: Gojko Mitic, Rolf Römer

 

 

Wunderbare Schatz, Der ... R, DA, DFF, 1973

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 6. Dez. 2015

 

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