Egon Günther

Regisseur  Drehbuchautor

   

Seine Biografie

      

  

  

 

 

Abschied ... R, DA zusammen mit Günter Kunert, DDR, 1968

 

Anlauf ... R, DA, DFF, 1970

 

Braut, Die ... R, 1999

Um sich Arbeit zu erbitten, schickt August Vulpius seine Schwester Christiane Vulpius zum Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe. Dort geschieht das Unfassbare: Das Mädchen aus armem Hause und der berühmte Dichter verlieben sich ineinander. Sehr zum Leidwesen von Goethes früherer Geliebten, Charlotte von Stein (Sibylle Canonica), die fortan alles daran setzt, Christiane in der "besseren" Weimarer Gesellschaft herabzuwürdigen. Und auch Goethe selbst schließt die jahrelange Mätresse von seinem öffentlichen Leben aus - bis sie ihn eines Tages vor dem Tod rettet...  (Quelle: Amazon)

  

Dritte, Der ... R, DDR, 1971

     

Erziehung vor Verdun ... R, DA, 3 Teile, DFF, 1973

 

Euch darf ich's wohl gestehen ... R, DA, SR, 1982

 

Exil ... R, DA, 7 Teile, WDR, 1981

 

Hanna von acht bis acht ... R, ZDF, 1983

Bei Gegenwartsthemen Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Klaus Poche: Eine Hotelbarfrau in Berlin dirigiert einfühlsam die "Vorhölle" des Suffs.

 

Heimatmuseum ... R, 3 Teile, SFB/NDR/WDR, 1988 (Informationen bei wissen.spiegel.de)

Teil 1: Erinnerungen an den Vater Jan Rogalla, der sich von Ella, der Schlange, vor Arbeitern der großväterlichen Domäne beißen läßt, um das Geschäft mit seinen Wunderdrogen zu beleben, an den Großvater Alfons Rogalla, der, trotz seines Alters noch immer ein Schürzenjäger, sich an die hübsche junge Meta ranmacht und darum von deren empörtem Vater, dem Knecht Lawrenz, zum Krüppel geschlagen wird, an eben diesen Eugen Lawrenz, der, als eines der vielen Sünden und Vergehen Masurens von den Kindern Edith, Conny und Zygmunt bestaunt, diese Tat im Lucknower Gefängnis büßt, an die winterliche Treibjagd, bei der von den herrschaftlichen deutschen Jägern nicht nur der lang gehetzte Wolf zur Strecke gebracht wird, sondern auch ein Treiber, der Starost der Polensiedlung Klein-Grajewo, Johann Hauser,  an den ersten Weltkrieg, der ausgerechnet an dem Tag ausbricht, an dem der Lehrer Henseleit den staunenden Schülern die Privatjacht und die Staatsgeschäfte des Kaisers erklärt, an die Russen, die in Jan Rogallas Angebot, ihrer Armee seine Wundermittel zu liefern, eine Provokation wittern und ihn als Geisel festsetzen und an den Feuerschein und vielfarbenen Rauch, worin eben dieser Rogalla, von einer Granate getroffen, sich samt Ross und Wagen auflöst - Erinnerungen an Masuren in der guten alten Zeit.

Teil 2: Lange ist Edith für Zygmunt, der nicht wachsen will und ewig wie ein Knirps aussieht, unerreichbar. Sie, groß, blond und frühreif, läßt sich nur zuweilen von ihm Hilfsdienste gefallen. Ihre Fantasie geht ganz andere Wege. Doch er hält an ihr fest mit der Zähigkeit eines Kindes, das er längst schon nicht mehr ist, auch wenn man es ihm nicht ansehen kann. Er hält zu ihr, als sie aus frühreifer Verwirrung heraus den jungen Polen Hauser bezichtigt, sie vergewaltigt zu haben und damit eine Strafaktion einer Gruppe Deutschnationaler gegen die Polensiedlung Klein-Grajewo auslöst, hält zu ihr, als sie ihren eigenen Bruder Conny verrät, der heimlich Plakate klebt für einen Anschluss Masurens an Polen beim Volksentscheid 1920. Vergisst sie auch nicht, als sie, - ein hoffnungsloser Fall inzwischen - nach Neidenburg in die Ziegelei abgeschoben wird und er selbst bei der Teppichweberin Sonja als Lehrling unterkommt. Briefe wechseln wöchentlich, oft täglich über Jahre, aus der Kinderfreundschaft wird Liebe. Die beiden treffen sich nach Jahren irgendwo auf halbem Weg zwischen Lucknow und Neidenburg übers Wochenende und erkennen sich kaum wieder. Der kleine Zygmunt hat sich zum Mann gewandelt, das frühreife Biest Edith zur zurückhaltenden, eher ängstlichen jungen Frau. Doch sie schreibt weiter, steht schließlich, da sie meint, es seien genug Briefe geschrieben, in der Küche bei Zygmunt und Ida und fordert die Heirat.
Das Heimatmuseum des Anton Rogalla ist jetzt Zuflucht und Heim von Jans Witwe Ida, von Zygmunt, dem jungen Teppichweber, und seiner Frau Edith und verschließt sich auch nicht dem alten Lawrenz, der, aus dem Gefängnis entlassen, eines Tages einfach da ist. September 1939 ist wieder Krieg, die Idylle zuende.

Teil 3: Winter 1942/43. Zygmunt kommt verwundet aus Russland zurück. In der Silvesternacht pocht der alte Großvater Rogalla, fristlos und unehrenhaft aus dem jahrzehntelang dauernden Pachtvertrag entlassen, an die Tür des Heimatmuseums, bittet um Einlass und Vergebung. Vor dem rasend Verzweifelten flieht die versammelte Familie ins obere Stockwerk, lässt schweigend die Tiraden des Alten über sich ergehen. Abgewiesen von denen, die er selber immer abgewiesen hat, taucht er ein in Wahnsinn, verschanzt sich vor der Welt in einem Krankenhaus.
Sommer 1943. Conny wird Zeuge von der Ermordung seiner langjährigen Liebe, der Anna Hauser. Weil der Mörder ein Ritterkreuzträger ist, nimmt die Polizei die Verfolgung des Falls nur wiederwillig auf. Conny wird allenthalben als Denunziant und Verräter beschimpft, selbst Zygmunt verachtet den Schwager und Freund aus Kindertagen; der verbrecherische Kriegsheld wird freigesprochen. 1944. Der Krieg kommt aus den Weiten Russlands heraus. Es ist, als wüssten alle, dass das Ende nahe ist. 1945. Im Schneesturm beim großen Flüchtlingstreck gen Westen verliert Zygmunt Edith und den Sohn, im russischen Granatfeuer auf der stürmischen Ostsee die Mutter und Sonja, die alte Lehrmeisterin. Jahre später. In Schleswig-Holstein hat Zygmunt ein neues masurisches Heimatmuseum gebaut aus dem geretteten Rest des alten. Als seine Landsleute daraus eine nationale Gedenkstätte machen wollen, übergibt er alles und sich den Flammen.
(Quelle: WDR Pressetext)

  

Darsteller: Helmut Zierl (Zygmunt Rogalla), Jiri Strach (als Kind), Dolly Dollar (Edith), Dana Morávková (Alfons Rogalla), Nikolaus Paryla (Jan Rogalla), Jürgen Holtz (Adam Rogalla), Mila Mysliková (Ida Rogalla), Libuse Geprtová (Sonja Turk), Michael Gempart (Eugen Lawrenz), Rüdiger Kirschstein (Conny), Christian Doermer (Lehrer Henseleit), Edwin Noel (Reschat)
  
  

Junge Frau von 1914 ... R, DFF, 1970 (2 Teile), 150 Minuten, teilweise s/w

Nach dem Roman von Arnold Zweig. Die Liebe der Tochter eines reichen Bankiers zu einem mittellosen Schriftsteller wird zu Beginn des Ersten Weltkrieges harten Prüfungen ausgesetzt, die ihre Ursachen in den Zeitverhältnissen haben. Nach bitteren Erlebnissen beginnen beide einige gesellschaftliche Zusammenhänge zu begreifen.

Darsteller: Jutta Hoffmann, Klaus Piontek, Inge Keller

 

Kleid, Das ... R, 1961 (1991), Defa

Darsteller: Wolf Kaiser, Horst Drinda, Eva-Maria Hagen, Gerd E. Schäfer, Werner Lierck, Lore Frisch, Günther Simon, Kurt Rackelmann, Erik S. Klein

  

Krimistunde, Die (Der Blick des Witwers) ... R, WDR/NDR/SFB, 1982  

 

Krimistunde, Die (Hinter verschlossener Tür) ... R, WDR/NDR/SFB, 1982  

 

Krimistunde, Die (Mir gefällt's in Wilmington) ... R, WDR/NDR/SFB, 1982  

 

Leiden des jungen Werther, Die ... R, DA, DFF/Defa, 1977

 

Lenz ... R, DA, SR/ORB, 1992

"Ein ganz nahes, unter die Haut fahrendes Werk, das von allem literaturhistorischen Schubladendenken weit entfernt ist" (Wilfried Geldner in SZ) schildert die Begegnung des Dichters 1776 mit Goethe.

 

Letzte Rolle, Die ... R, WDR, 1986, DA: Klaus Poche

Peter Poller (Hans Christian Blech), Schauspieler, ist Alkoholiker und sein Zusammenbruch nur noch eine Frage der Zeit. Da besetzt der Regisseur seine Rolle, den "Don Juan", mit einer Frau - es ist die Rolle der jungen Dagmar (Corinna Kirchhoff).

 

Lotte in Weimar ... R, 1975

 

Mamas Geburtstag ... R, SFB, 1985

Sprengt die Scheinharmonie einer bürgerlichen Familie.

 

Morenga ... R, 3 Teile, WDR, 1985

Der dreiteilige Fernsehfilm schildert die Zeit der Hottentottenaufstände während Südwestafrika unter deutscher Kolonialherrschaft stand. Hauptfigur ist der Oberveterinär Gottschalk, der nach und nach in große Gewissenskonflikte gerät, als er sieht, mit welcher Menschenverachtung seine eigenen Landsleute die Eingeborenen vernichten. Sein Gegenspieler ist der Anführer der Rebellengruppe Morenga. Bei einem Gefecht nimmt Morenga Gottschalk fest. Wider Erwarten wird er nicht getötet, sondern muss Erste Hilfe leisten. Dabei lernen sie sich kennen. Gottschalk wird freigelassen. Doch sein Rückweg zur Truppe verrät Morengas Versteck. (Quelle: WDR)

 

Rita ... R, DFF, 1971

Ein Gegenwartsstück, mit dem das Filmteam die Reformpolitik des VIII. Parteitags der SED unterstützen wollte. Nach dem Machtwechsel von Walter Ulbricht zu Erich Honecker ist ein Aufbruch in der DDR spürbar. Basierend auf der Erzählung „Die Wichelsbacher Initiative“ des Autors Wogatzki erzählt Günther eine Liebesgeschichte, die von dieser Stimmung getragen wird und zugleich Einblicke in die Wirklichkeit sozialistischer Betriebe gewährt. Entstanden ist ein unkonventioneller Fernsehfilm, der auch durch seine formale Experimentierfreudigkeit überzeugt. Wir zeigen die kürzere, aber gut erhaltene Fassung Rita sowie im Anschluss die fehlenden Sequenzen aus der ursprünglichen Version Anlauf. (Quelle: http://www2.hu-berlin.de)

  

Rosamunde ... R, DA, 1989, 91 Minuten

Drei Freunde, Bruno, Franz, Emil, sind arbeitslos. Wir sind in Berlin und schreiben das Jahr 1931. Um an Geld zu kommen, entführen sie den Sohn eines reichen Bankiers. Aber Rosamunde, Emils Schwester, verliebt sich in das entführte Opfer und nicht ist mehr so wie es war. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich Anfang der 30er-Jahre zugetragen hat. Die Entführer handeln aus einer Not heraus und sind keine berufsmäßigen Verbrecher. Egon Günther hat hier einen sensibel gedrehten Milieufilm geschaffen. (rk) 

Darsteller: Mario Adorf, Manfred Krug, Mathieu Carriére, Jürgen Vogel
 

Schlüssel, Die ... R, 1974, 97 Minuten

Während ihres Urlaubs in Krakau werden eine junge Arbeiterin und ein Student vor die Frage gestellt, ob ihre Liebe trotz unterschiedlicher Lebensauffassungen Bestand haben wird. Der Unfalltod des Mädchens bringt dem jungen Mann sein Unverständnis und seine Unfähigkeit, anderen Menschen gerecht zu werden, zu Bewusstsein. 

Darsteller: Jutta Hoffmann, Jaecki Schwarz, Magdalena Zawadzka

 

Ursula ... R, DA, DFF/Defa, 1978, 110 Minuten

Ein junger Bauernsohn, der sich als Söldner des Papstes verdingt hatte, kehrt 1523 in seine Heimat ins Zürcher Oberland zurück, wo eine Wiedertäufer-Bewegung die Menschen in Bann schlägt. In Zürich predigt Ulrich Zwingli die Reformation. Der junge Mann schließt sich ihr an, während seine Jugendliebe, mit der er sich nicht mehr versteht, der Wiedertäufer-Bewegung verfällt. Erst auf dem Schlachtfeld von Kappel, der großen Glaubensauseinandersetzung, finden sie ihr gemeinsames Glück. Eine krude Mischung aus historischem Bericht, Reformationsgeschichte, Kolportage und Brechtschen Verfremdungselementen. Ärgerlich durch aufdringliche Obszönitäten in Verbindung mit einer ebenso wirren wie grobschlächtigen Darstellung der historisch-religiösen Thematik. (Quelle: Filme 1981-84, Kritische Notizen aus vier Kino- und Fernsehjahren, Verlag Katholisches Institut für Medieninformation e.V.)

Darsteller: Suzanne Stoll, Jörg Reichlin, Matthias Habich, Jutta Hoffmann, Wolf Kaiser

  

Wenn Du groß bist, lieber Adam ... R, 1965 (DDR)

Ein kleiner Junge erhält von einem Schwan eine Lampe geschenkt, die, wenn sie auf Menschen gerichtet wird, sagt ob jemand lügt oder die Wahrheit sagt. Thematisch bedeutsamer, als märchenhafte Geschichte erzählter, humorvoller und auch formal künstlerisch interessanter Film. (Quelle: Verlag Katholisches Institut für Medieninformation e.V.)
  

Wildtöter, Der ... DA, 1966, Defa, 90 Minuten

Verfilmung des klassischen Abenteuerromans von James F. Cooper. Zurückhaltend in den Kampfszenen, doch primitiv und provinziell inszeniert.

Darsteller: Gojko Mitic, Rolf Römer (Quelle: Filme 1981-84, Kritische Notizen aus vier Kino- und Fernsehjahren, Verlag Katholisches Institut für Medieninformation e.V.)

 

Wunderbare Schatz, Der ... R, DA, DFF, 1973

  

  

  

 

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http://kinderfilm-online.de (Film Das Kleid)

www.deutsches-filminstitut.de (Film Lotte in Weimar)

www.kleines-kino.de (Film Wenn du groß bist, lieber Adam)

www.mynetcologne.de (über Christiane Vulpius)

http://wissen.spiegel.de (über den TV-Film Heimatmuseum)

  

  

 

 

 

 

 

 

     

     

    

    

 

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 24.07.2011

 

Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit