Egon Günther

Regisseur  Drehbuchautor

  

S e i n e   F i l m e

     

    

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Werke und weitere Angaben

  

PROGRESS-Filmverleih zu seinem 80. Geburtstag

  

Angaben des Filmmuseums Potsdam

       

  

  

  

  

Regisseur Egon Günther  

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Egon Günther wurde am 30. März 1927 in Schneeberg im Erzgebirge geboren.

 

Dort macht er zunächst eine Ausbildung als Schlosser und arbeitet dann als technischer Zeichner.

 

Nachdem er in den Jahren nach dem Krieg an einem "Neulehrerkurs" teilgenommen hat, studiert er in Leipzig Pädagogik, Germanistik und Philosophie. Zunächst arbeitete er als Lehrer, später als Verlagslektor in Halle/Saale. Er veröffentlicht nebenbei Gedichte, zwei Romane und eine Erzählung, 1958 geht er als Dramaturg und Drehbuchautor an das DEFA-Studio für Spielfilme nach Potsdam-Babelsberg. 

Dort lernt er die Regisseure Kurt Maetzig und Slatan Dudow kennen, ist befreundet mit Erich Engel, bei dem er auch am Theater hospitiert. 1960 arbeitet er als Dramaturg bei der Brecht-Verfilmung einer Aufführung des Berliner Ensembles „Mutter Courage und ihre Kinder“ (Regie: Manfred Wekwerth, Peter Palitzsch).

  

Bereits 1964/65 beginnt Günther mit dem Film Lots Weib, eine zeitkritische Betrachtung einer Ehe ohne Liebe, seine eigenen Drehbücher, die oft nach Vorlagen seiner damaligen Frau Helga Schütz entstehen, selbst zu inszenieren. Sein zweiter Film Wenn du groß bist, lieber Adam (1965/66) wurde als Folge eines ZK-Beschlusses weg gesperrt und nicht aufgeführt. Erst drei Jahre später konnte Egon Günther seinen nächsten Film  vollenden. Der Streifen Abschied war dann sein Durchbruch. "Aus dem platt prosozialistischen Kampfroman des obersten DDR-Kulturfunktionärs machte Günther eine modern inszenierte, von überkommenden Regietraditionen und kleinkarierter DDR-Spießermoral befreite Geschichte einer jugendlichen Emanzipation von einem reaktionären Elternhaus" (zitiert aus: "Das große Personenlexikons des Films" von Kay Weniger). 

  

Er dreht neben Gegenwartsstoffen für das Kino oder Fernsehen auch diverse Literaturverfilmungen, die die Zeit um den Ersten Weltkrieg reflektieren. Mitte der 70er Jahr beginnt eine Art Zyklus, der sich um die Person J. W. Goethes dreht: Lotte in Weimar nach Thomas Mann, Die Leiden des jungen Werthers, der Dokumentarfilm Weimar, Du Wunderbare und das Fernsehspiel Euch darf ich's wohl gestehen. Der Literatur bleibt Günther auch weiterhin treu: 1971 erscheint sein Roman "Rückkehr aus großer Entfernung", danach folgen "Einmal Karthago und zurück" (1974) und "Reitschule" (1981).

  

Im Sommer 1977 tritt Egon Günther aus dem Verband der Film- und Fernsehschaffenden der DDR aus, dessen Präsidium er angehörte. Nach ersten wenigen Fernseharbeiten im Westen dreht Günther ab Ende der 70er Jahre ausschließlich im Westen. Seit 1992 ist Egon Günther Professor an der Filmhochschule Babelsberg. Egon Günther, der 1999 den Deutschen Filmpreis für sein Gesamtwerk erhält, lebt in Groß-Glienicke bei Berlin. 

  

Auszeichnungen und Preise

1972 DDR-Nationalpreis, II. Klasse
1972 Hauptpreis des Internationalen Filmfestivals von Karlovy Vary
1983 Grimme-Preis
1990 Fipresci-Preis der Berlinale
1993 Sonderpreis des Kultusministeriums von NRW
1999 Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises in Gold für Gesamtwerk

  

  

    

  

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Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010