Cordula Trantow

 

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Cordula Trantow - Foto: Udo Grimberg (wikipedia)

Intendantin, Schauspielerin und Regisseurin

Cordula Trantow

Foto: Udo Grimberg / Wikipedia / Creative Commons

Cordula Tantow ist die Tochter des Komponisten und Dirigenten Herbert Trantow und der Tanzpädagogin Edith Kirchhoff. Sie wurde am 29. Dezember 1942 in Berlin geboren und wuchs dort auf. Während ihrer Schulzeit nahm sie Schauspielunterricht bei Marlise Ludwig und absolvierte eine Tanzausbildung in Tatjana Gsovskys Meisterklasse; dazu kam Klavierunterricht. 

  

Mit 14 Jahren gab sie ihr Filmdebüt in den Jugendfilmen Kalle wird Bürgermeister und Aufruhr im Schlaraffenland. Nach dem Fernsehspiel Die begnadete Angst (nach Bernanos) engagierte Bernhard Wicki sie für eine Hauptrolle in seinem international anerkannten Film Die Brücke. Nach Wicki folgten weitere Hauptrollen, beispielsweise in Alfred Weidenmanns Krimi Bumerang. 1961 bekam Cordula Trantow die Rolle der "Führer"-Nichte Geli Raubal in Stuart Heislers unsäglichem Hitler-Film, ihr einziger Ausflug nach Hollywood. Im Jahre 1962 beendete die Schauspielerin, die bis dato weiterhin nur anspruchslose Rollen angeboten bekam, ihre Filmarbeit, kehrte nur noch einmal (1967/68) zur Kinoleinwand zurück mit der Rolle der Frieda in der Adaption von Franz Kafka verschlüsseltem Roman "Das Schloss". Hier führte der Theaterregisseur und Ehemann Rudolf Noelte Regie.

    

Regisseur Rudolf Noelte (verstorben 2002)  und Ehefrau, Schauspielerin Cordula Trantow - Foto: VIRGINIA

Ehepaar Noelte/Trantow

©Virginia Shue, Hamburg, starfotos@virginia-hamburg.de

  

  

Seit den frühen 1960er-Jahren Bühnenengagements hatte sie u.a. am Bayerischen Staatsschauspiel München (1961/62 und 1970/71), dort spielte sie u.a. die Adelheid in Hauptmanns "Der Biberpelz", die Cordelia in Shakespeares "König Lear" und Sidselill in Hauptmanns "Schluck und Jau". Am Württembergischen Staatstheater Stuttgart (1964/65) war sie die Irina in Tschechows "Drei Schwestern", bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (1966) spielte sie die Eve in "Der zerbrochene Krug" und an den Münchner Kammerspielen (1970/71) die Molly in Wedekinds "Der Marquis von Keith".

  

Danach arbeitete sie freischaffend vornehmlich am Renaissance-Theater Berlin (1976 und 1980), z.B. in Ibsens "Nora oder Ein Puppenheim". An der Freien Volksbühne Berlin ist sie die Frau John an der Seite von Günter Lamprecht und Will Quadflieg in "Die Ratten" von Gerhart Hauptmann; dieses Stück wird auch für das Fernsehen inszeniert. An den Bühnen der Stadt Bonn ist Cordula Trantow die Stephanie Liebermann in "Duett für eine Stimme", Regie: Krzystztof Zanussi. Und am Rheinischen Landestheater Neuss spielt sie 1983/84 die Titelrolle in Strindbergs "Fräulein Julie". 1988 wurde von der Künstlerin das Bühnenfestival "Weilheimer Theatersommer" ins Leben gerufen, für das sie seit 1990 auch als Regisseurin arbeitete, und der in Garmisch-Partenkirchen stattfand. 1989 schrieb und inszenierte sie das Fernsehspiel Besuch mit Judy Winter. Seit 2003 ist sie Intendantin des Südbayerischen Theaterfestivals.

  

2000 bekam Cordula Trantow das Bundesverdienstkreuz.

2007 war sie für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert. Ihre wichtigsten Hörspielproduktionen waren u.a. Fontanes Effi Briest, Sternheims Die Hose, Geordnete Verhältnisse, Eine Stunde Liebe und Die Haut.

2010 sah man sie in Dieter Wedels Fernsehfilm Gier.

 

    

  

        

Eine kleine Auswahl von Filmen mit Cordula Trantow

  

Titel

Jahr Regie

Bumerang (Rolle: Helga, genannt Schmetterling)

1959 Alfred Weidenmann

An heiligen Wassern (Rolle: Binja)

1959 Alfred Weidenmann
Cordula Trantow, 1983 - Foto: VIRGINIA

Cordula Trantow

©Virginia Shue, Hamburg, starfotos@virginia-hamburg.de

Babeck (Rolle: Marianne Hohmann)

Teil 1: Die Praxis des Dr. Brenner ist nicht gerade sehr einträglich und er hat Angst. Er fürchtet die Macht im Hintergrund: Babeck! Immer wieder bringt Babeck Dr. Brenner dazu, Taten auszuführen, an die er von sich aus nicht einmal zu denken gewagt hätte. Und trotzdem hat er Babeck nie gesehen. Babeck hält sich im Hintergrund und läßt seine Marionetten für sich arbeiten. Wieder wird Dr. Brenner gezwungen, ein Verbrechen zu begehen. Wird Babecks Arm auch diesmal ausreichen, um ihn vor den Folgen zu schützen? Ein junger Mann taucht auf, um viele Fragen zustellen, ein junger Mann, der seinen Vater sucht: Manfred Krupka. Er ist Journalist, er ist es gewöhnt zu recherchieren, und seine Fragen machen manchen nervös.

  

Teil 2: Krupka und Marianne Hohmann geben die Suche nach ihrem Vater nicht auf, denn sie will nicht glauben, dass er im Hafen ertrunken sein soll. Viel spricht dafür, dass er tot ist, viel aber auch dagegen. Immer wieder führt die Spur nach Genua. So machen sich die beiden dorthin auf den Weg. Aber nicht nur sie sind unterwegs zur italienischen Hafenstadt. Genua - Umschlagplatz für verzollte und unverzollte Waren, Kais, Schiffe, Matrosen, ehrliche Arbeiter und lichtscheues Gesindel. An der Pier von Genua liegt ein Schiff: die Calasetta. Aber das Schiff ist leer, fast jedenfalls.

  

Teil 3: Und wieder ein Toter! Manfred Krupka, der nicht aufgeben will, findet ihn. Er fühlt, dass die Gefahr jetzt auch auf ihn und Marianne Hohmann zukommt. Manfred weiß, dass die Zeit knapp wird. Wie soll er Babeck finden? Ein Mädchen, das nicht weiß, dass Manfred es beobachtet, führt ihn auf eine Spur. Ein großer Besitz, ein Schloss fast, ist das Ziel, ein Park, der von unerhörtem Reichtum seines Besitzers zeugt. Hinter seiner Mauer soll das Rätsel gelöst werden. Manfred Krupka übersteigt diese Mauer. Wird er hier Babeck finden? (Quelle: Theaterkanal)

1968 Wolfgang Becker

Das Schloss (Rolle: Frieda)

1968 Rudolf Noelte

Das Herz aller Dinge (Rolle: Helen Rolt)

1971 Oswald Döpke

Kinder (Rolle: Jane)

1980 Oswald Döpke

Haus der Frauen (Rolle: Joanna)

1977 Krzysztof Zanussi

Die Gartenlaube (Rolle: Eugenie Marlitt)

1981 Herbert Ballmann

Der Alte (Der verlorene Sieg) (Rolle: Ursula Maus)

1991 Helmuth Ashley

Bella Block - Hinter den Spiegeln (Rolle: Rothraut Gräwert)

2004 Thorsten Näter

  

  

  

  

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 11. März 2016

 

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