Imogen Kogge

  

  

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Schauspielerin Imogen Kogge - Foto: Wolfgang Silveri

I m o g e n   K o g g e

©Wolfgang Silveri

  

  

Imogen Kogge wurde am 8. Februar 1957 in Berlin geboren. Sie besuchte die Hochschule der Künste in Berlin, machte 1980 ihren Abschluss und ihr erstes Engagement hatte sie am Deutschen Schauspielhaus Hamburg an und spielte dort bis 1984. 1984/85 wechselte sie ans Schauspielhaus Bochum, und Luc Bondy holte sie 1985 an die Schaubühne am Lehniner Platz. Zwölf Jahre gehörte sie zum Ensemble und spielte sich mit großen Frauenrollen in die erste Reihe der Bühnendarstellerinnen ihrer Generation.


Unter den bedeutenden Regisseuren, mit denen Imogen Kogge zusammenarbeitete, nahmen Peter Stein, Klaus Michael Grüber und Andrea Breth einen besonderen Platz ein. Vor allem in Steins Inszenierungen "Drei Schwestern" und "Der Kirschgarten" spielte sie sehr eindrucksvoll und sensibel die Frauenfiguren bei Tschechow. Sie spielte unter der Regie von Klaus Michael Grüber die Madame Lenglumé in Eugene Labiches "Die Affäre Rue de Lourcine" und eine hinreißend komische Charis in Kleists "Amphitryon". Die Arbeit mit Andrea Breth eröffnete Imogen Kogge weitere künstlerische Horizonte: Johanna Wegrat in Schnitzlers "Der einsame Weg", Nina in Tschechows "Möwe" und Frau Elvstedt in Ibsens "Hedda Gabler".

 
   

Imogen Kogge in früheren Jahren

   

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Imogen Kogge und Dietmar Mues in der Anti-Kriegs-Revue über den Kriegswinter 1916 "Weihnachten an der Front"
von Jérôme Savary, der auch Regie führte (20.09.1981)

  

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Wegen der intensiven Theaterarbeit war es Imogen Kogge kaum möglich, größere Rollenangebote bei Film und Fernsehen anzunehmen. Das änderte sich nach ihrem Abschied von der Schaubühne 1997. Es gelang ihr in kürzester Zeit der Schritt in eine weitere Karriere. Sie spielte u.a. in Andreas Dresens hochgelobtem Kinofilm Nachtgestalten (1998) sowie in den Kinofilmen Anna Wunder (Regie Ulla Wagner) und Ivan Filas König der Diebe.

Im Fernsehfilm Schande (1999), der mich sehr betroffen gemacht hat, nach einem Drehbuch von Burkhard Driest, Regie Claudia Prietzel, will sie als Mutter den Missbrauch der eigenen Tochter durch ihren neuen Lebensgefährten nicht wahrhaben und beschuldigt sogar den leiblichen Vater. Für diese Rolle wurde Imogen Kogge mit dem Sonderpreis der Deutschen Akademie für Darstellende Künste ausgezeichnet.

  

Es folgten eine Reihe von Fernsehspielen, in denen Imogen Kogge ihren Rollen unverwechselbaren Charakter verlieh: Sperling und das Krokodil im Müll (2000), Mörderherz (2002), Die Geisel (2002 ), Die Versuchung (2003) und In einem anderen Leben (2003).

  

Für ihre darstellerische Leistung in Requiem (2006) von Hans-Christian Schmids erhielt sie den Deutschen Filmpreis 2006 für die beste weibliche Nebenrolle. Von 2002 bis 2010 verkörpert die Schauspielerin im Polizeiruf 110 aus Brandenburg die charmante und zugleich durchsetzungsstarke Kriminalhauptkommissarin Johanna Herz. Hier ist Horst Krause alias Polizeihauptmeister Horst Krause immer an ihrer Seite. 

  

Horst Krause und Imogen Kogge im Einsatz. Hier eine Szene aus Polizeiruf 110 - "Geliebter Mörder", 2007, Regie: Christiane Balthasar

Foto: mit Erlaubnis Antaeus-Film

 

Neben der Arbeit für Film und Fernsehen, hier zuletzt als Frau Kaminer in Russendisko (2012), widmet sich Imogen Kogge auch weiterhin dem Theater, zum Beispiel als Gast am Maxim Gorki Theater in Berlin und auch an der Schaubühne am Lehniner Platz. In der Spielzeit 2005/2006 war sie festes Ensemblemitglied des Schauspielhauses in Bochum (unter Intendant Elmar Goerden spielte sie die Elisabeth in "Maria Stuart") und ist aktuell am Düsseldorfer Schauspielhaus Ensemblemitglied. Dort ist sie u.a. als Marthe Rull in "Der zerbrochene Krug", als Wirtin Josepha Vogelhuber in "Im weißen Rössl" und als Gertrude, Hamlets Mutter, in "Hamlet" zu sehen.

     
Mit der Opernregie hat sich Imogen Kogge ein weiteres künstlerisches Feld erschlossen. Im Jahr 2002 inszenierte sie im Regieteam mit Tobias Hoheisel an der Nationale Reisopera in den Niederlanden Händels "Ariodante" und 2004 am gleichen Haus "Madame Butterfly". Für 2006 ist die nächste Opernregie geplant.

 

Die Mimin spielte 2016 eine gewisse Frau Busch in Jeder stirbt für sich allein in der Regie von Vincent Perez nach einem Drehbuch von Achim von Borries. Die deutsch-englisch-französische Koproduktion lief im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2016. Die Romanvorlage schrieb Hans Fallada. Weitere Darsteller waren Brendan Gleeson als Otto Quangel und Emma Thompson als seine Frau Anna und Daniel Brühl als Kommissar Escherich. Weiterhin Imogen Kogge 2016 zu sehen in einer Episode der Serie Donna Leon, in einer der Serie Die Spezialisten und als Inge Hansen in der ZDF-TV-Serie Zarah: Wilde Jahre. Noch nicht fertiggestellt sind die Komödie Axel der Held und der TV-Film Ich war eine glückliche Frau
 
Imogen Kogge lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

  

  

Weitere Filme mit der Schauspielerin sind auf der IMDb-Website gelistet.

 

         

Eine Filmauswahl von Filmen mit Imogen Kogge

   

   

Titel

Jahr Regie

Die Geschwister Oppermann (Rolle: Schwester)

1982

Egon Monk

Tatort - Buntes Wasser (Rolle: Frau Ziller) 1996 Pete Ariel
Nachtgestalten (Rolle: Rita) 1998 Andreas Dresen
Anna Wunder (Rolle: Otti) 1999 Ulla Wagner
Holz (Kurzfilm) 2000 Nicolai Rohde
Requiem (Rolle: Marianne Klingler) (Dt. Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle an Imogen Kogge) 2004 Hans-Christian Schmid
Die Bluthochzeit (Rolle: Hannelore Walzer) 2004 Dominique Deruddere
Barfuß (Rolle: Dr. Blöchinger) 2004 Til Schweiger
Alter und Schönheit 2007 Michael Klier

Bella Block - Tod eines Mädchens (Rolle: Frau Lechner)

Im Hochhausviertel "Hoffnungsberg" am Stadtrand von Hamburg häufen sich Selbstmorde junger Mädchen. Als die 13-jährige Claudia eines Morgens tot aufgefunden wird, tritt Bella Block auf den Plan. Das Mädchen hatte im vierten Stock gewohnt, die Verletzungen lassen jedoch auf einen Sturz aus einem weit höher gelegenen Stockwerk schließen. Bella glaubt nicht an die Selbstmordtheorie ihrer Kollegen; sie taucht ein in die Welt der Hochhaussiedlung, ein Gebilde mit ganz eigenen Gesetzen. Da ist Tommy, der "Ansprechpartner" genannt werden will und mit seiner Jugendgang den "Hoffnungsberg" im Griff zu haben glaubt. Da ist die 13-jährige Manuela, von der Bella Block bald zu wissen glaubt, dass sie sich prostituiert - und das mit Wissen ihrer Mutter. Und Manuela ist, so scheint es, nicht die einzige. Während Bella noch ermittelt, werden am Hoffnungsberg zwei Zuhälter ermordet. Alles deutet darauf hin, dass Tommy auf seine Weise für Ordnung sorgen und vor allem Manuela, in die er verliebt ist, dem Zugriff der Zuhälter entziehen wollte. Tommys Aussagen und verstörende Beobachtungen in ihrer eigenen Umgebung bringen Bella Block auf die Spur eines ungeheuerlichen Verbrechens. (Quelle: Inhaltsbeschreibung ufa.de)

1997 Markus Imboden
Schande (Rolle: Claudia Melzer) 1999 Claudia Prietzel
Mörderherz (Rolle: Irene Weiss) 2002 Christian Görlitz
Polizeiruf 110 (Verdammte Sehnsucht) (Rolle: Hauptkommissarin Johanna Herz) 2008 Bodo Fürneisen
Tatort (Rebecca) (Rolle: Dr. Schattenberg) 2016 Umut Dag

      

     

  

  

    

    

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 9. Oktober 2017

 

Diese Kurzbiografie kann nur rudimentär sein und die genannten Filme nur eine Auswahl von Filmen der Künstlerin enthalten. Die Angaben erheben daher keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

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